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R1234yf oder Das neue Extra: Tod durch Klimaanlage?

BMW 5er F10, BMW 5er F11, BMW 5er F07 GT
Themenstarteram 17. Febuar 2011 um 20:43

Das gilt für alle Hersteller, alle Marken, egal ob Neu- oder Gebrauchtwagen!!!

 

Hallo Zusammen,

in den letzten Jahren gab es immer wieder Artikel in den allgemein bekannten Zeitungen und Zeitschriften zum Thema "Neues Kältemittel für Klimaanlagen". Verschiedene Systeme waren in der Diskussion aber jetzt ist das Rennen lt. VDA entschieden: An the Winner is:

HFO-1234yf oder auch R1234yf genannt.

Dieses Mittel wird ab Sommer 2011 in Neufahrzeugen und beim Kältemittelservice dann auch in Gebrauchtwagen unterwegs sein. Im Normalfall ist die Frage, welches Kältemittel in der Klimaanlage ist, auch eher uninteressant aber dieses neue Mittel geht, so finde ich, uns alle an.

So ist es durchaus wahrscheinlich, dass in man Zukunft einen Autounfall durch die ganzen bekannten Systeme (Airbags, aktive Kopfstützen, Gurtstraffer usw.) zwar im ersten Moment überlebt aber dann von seiner eigenen Klimaanlage getötet oder schwerstverletzt wird.

Ein schlechter Scherz? Leider nicht. Dieses neue Mittel ist:

Hochentzündlich

Bereits bei 450 Grad (Motorteile, Auspuffanlage, Bremsscheiben usw. erreichen im Auto deutlich höhere Temperaturen!!!) brennt das Gas mit großer Flamme ab, dabei entsteht eine

Giftige und Ätzende

Substanz: Fluorwasserstoff. Sollte nun jemand auf die Idee kommen (z.b. die Feuerwehr) den Brand mit Wasser zu löschen, entsteht Flusssäure (damit kann man Glas ätzen!).

Schaut Euch das mal an:

R1234yf

Fluorwasserstoff

Flusssäure

Man kann ja nicht sagen, dass das alles nicht an die Öffentlichkeit gekommen wäre, aber offenbar halten der VDA und damit indirekt auch alle Hersteller ihre Kunden, mit Verlaub, für dumm:

Brandgefährliches Gemisch

Natürliche Kältemittel in Klimaanlagen

Wenn Ihr mal zum Thema "R1234yf" oder "HFO-1234yf" googelt, dann könnt Ihr euch selbst ein Bild von diesem tödlichen Mittel machen.

Falls das alles Euch nicht weiter stört: Das Mittel ist auch deutlich TEURER als die bisher verwanten Kältemittel. Das alles Zusammen ist, mit Verlaub, eine bodenlose Frechheit.

Die CO2-Klimaanlage wurde bereits durch deutsche Autohersteller bis zur Serienreife entwickelt und wurde bis vor kurzem von ALLEN deutschen Herstellern (auch durch den VDA) favorisiert.

CO2-Klimaanlage

CO2-Klimaanlage - deutsche Hersteller führend

Also, keine Gefahr für Leib und Leben aber leider damit auch kein Geschäft für den Hersteller von R1234yf, der für das Mittel gerade eine Fabrik in China (!) baut, um dann damit alle PKW Hersteller zu versorgen.

Die Kunden (und damit wir) sollten das nicht akzeptieren! Egal welcher Hersteller oder welche Marke:

Kein R1234yf als Kältemittel in unseren Klimaanlagen!

Sprecht Euren Hersteller (Kundenhotline) darauf an, fragt Eure Autoverkäufer, fragt beim Service der Klimaanlage danach, usw. Die Hersteller müssen merken, dass wir mündige Kunden sind und das nicht akzeptieren werden!

Auf MT gab/gibt es auch einen BLOG (von Salamipizza) dazu.

PS: Anbei noch das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers für den Umgang mit R1234yf.

Wer das gelesen hat kann nur dagegen sein - unfassbar... :mad:

 

 

 

 

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401 Antworten

ausserdem sinkt co² nach unten

Zitat:

@Catwiezle schrieb am 25. Februar 2020 um 23:31:29 Uhr:

@hk_do schrieb am 25. Februar 2020 um 20:43:09 Uhr:

Co2 ist ungiftig, problematisch wird es nur, wenn es bei hohen Konzentrationen den Sauerstoff verdrängt.

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum

CO2 wirkt u.A. auf das Atemzentrum, und hat ab 5 vol% schädliche Wirkungen auf den menschlichen Körper, ab 8 vol% kann es tödich sein. Auch bei ausreichendem Restsauerstoff. (Quelle: wikipedia)

Zitat:

@Catwiezle schrieb am 25. Februar 2020 um 23:31:29 Uhr:

@hk_do schrieb am 25. Februar 2020 um 20:43:09 Uhr:

Da das CO2 mit der Frischluft vermischt wird, ist das absolut unkritisch. Co2 ist ungiftig, problematisch wird es nur, wenn es bei hohen Konzentrationen den Sauerstoff verdrängt.

So hoch braucht die Konzentration da gar nicht sein und unbedingt viel Volumen hat ein Autoinnenraum auch nicht. ;)

Gruß Metalhead

Zitat:

@Steven4880 schrieb am 25. Februar 2020 um 18:30:22 Uhr:

Zitat:

@Catwiezle schrieb am 25. Februar 2020 um 18:10:45 Uhr:

 

Das Kältemittel in den Innenraum gelangt, ist theoretisch möglich, wenn es ein Leck im Niederdruckbereich der Anlage gibt. Ob dann soviel Mittel in den Innenraum gelangt, dass ein explosionsfähiges Gemisch entsteht, weiss ich nicht, halte es aber für unwahrscheinlich.

Du musst bedenken, es muss nur eine Zündquelle geben, und nur um die Zündquelle muss zündfähiges Gemisch sein.

Da kann es sich um ein paar Zentimeter drehen.

Je nach Ausströmung hast du dann einen „Bunsenbrenner“ der dein Fahrzeug in Brand steckt.

Es reicht also in einem kleinen Radius die richtige Konstellation zu haben.

Die Stoffe im Fahrgastraum sind schwer entflammbar. Darum ist die Mär vom Fahrzeugbrand wegen einer heruntergefallenen Zigarette auch schnell als unwahr entlarvt. Für einen Vollbrand im Fahrgastraum, der sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgebreitet haben muss, scheidet das definitiv aus. Da reicht ein "Bunsenbrenner" nicht aus. Hier muss es eine Verpuffung o.ä. gegeben haben. Ein Liter Kältemittel, das über die Niederdruckleitung komplett in den Fahrgastraum strömt, dabei nicht wahrgenommen wird, und dann spontan durchzündet... Klingt für mich sehr weit hergeholt, daher ziemlich unmöglich.

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 28. Februar 2020 um 14:18:16 Uhr:

 

Die Stoffe im Fahrgastraum sind schwer entflammbar. Darum ist die Mär vom Fahrzeugbrand wegen einer heruntergefallenen Zigarette auch schnell als unwahr entlarvt. Für einen Vollbrand im Fahrgastraum, der sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgebreitet haben muss, scheidet das definitiv aus. Da reicht ein "Bunsenbrenner" nicht aus. Hier muss es eine Verpuffung o.ä. gegeben haben. Ein Liter Kältemittel, das über die Niederdruckleitung komplett in den Fahrgastraum strömt, dabei nicht wahrgenommen wird, und dann spontan durchzündet... Klingt für mich sehr weit hergeholt, daher ziemlich unmöglich.

Ich gebe dir teilweise recht.

Damit ein Vollbrand innerhalb von Sekunden im Fahrgastraum ausbricht bedarf es „ganz blöder“ Zufälle.

 

Nichtsdestotrotz braucht es zur Zündung eines Gemisches die an der Zündquelle passende Konzentration an brennbarem Gas und Sauerstoff.

 

Wenn sich durch schleichende Ausströmung bereits Polster und Stoffe mit brennbarem Gas angereichert haben, gehts recht schnell von der Zündung zum Vollbrand.

 

Dass eine glühende Zigarette nicht unbedingt ausreicht mag sein. Lass es aber einen Funke eines Lichtschalters, Zigarettenanzünders oder sonst ein Funke sein.

Meine Lösung wäre ja die eigentliche Kältemaschine auf Kohlenwasserstoffe (R290 oder R600a oder was halt am besten die Aufgaben erfüllt) umstellen aber alle kältemittelführenden Teile aus der Knautschzone raushalten, nicht wie jetzt wo der Klimakühler ganz vorne ist.

Der Wärmeabtransport geschieht dann mittels eines Kältemittel/Kühlwasser Wärmetauschers den man auch weiter hinten einbauen kann da er ja keinen Fahrtwind braucht.

Das mit "schwerentflammbar" dachte ich auch mal, ist aber zumindest beim Golf 1 nicht so gewesen.

Im Netz sollten noch Bilder von der Aktion sein.

Zitat:

@Rhanie schrieb am 29. Februar 2020 um 11:08:09 Uhr:

Das mit "schwerentflammbar" dachte ich auch mal, ist aber zumindest beim Golf 1 nicht so gewesen.

Im Netz sollten noch Bilder von der Aktion sein.

Beim Ford "T" war es auch noch nicht so...

Nee im Ernst! Du willst jetzt nicht wirklich behaupten, dass die aktuelle A-Klasse sicherheitstechnisch mit einem Golf BJ 70 vergleichbar ist???

@fire-fighter

 

Im Gegensatz, du willst doch nicht behaupten dass die Zuführung eines brennbaren Gases nicht dazu führen könnte dass ein Vollbrand entsteht?

 

Frage an dich:

 

Wie viel brennbares Gas in Kubikmeter (100% V/V) entsteht beim Austritt von flüssigem 100g R1234yf?

 

Nun braucht es im Innenraum nur an der Zündquelle ein zündfähiges Gemisch mit ausreichend Luft.

Der Rest ergibt sich.

Physikalische Berechnungen mögen ja ganz toll sein, aber MANCHMAL gehen sie dann halt doch an der Realität vorbei ;) Wenn wir hier ein solches konstruktives Problem hätten, das permanent Autos in Flammen aufgehen, weil sich ein zündfähiges Gemisch im Innenraum einstellt, dann würden wir hier nicht darüber theoretisieren, sondern man würde davon ganz aktiv was mitbekommen :)

Zitat:

@Steven4880 schrieb am 10. März 2020 um 18:34:42 Uhr:

 

Wie viel brennbares Gas in Kubikmeter (100% V/V) entsteht beim Austritt von flüssigem 100g R1234yf?

Theoretisch ca. 1/3 m³, aber höchstwahrscheinlich entsteht dabei überhaupt kein brennbares Gas, weil die ca. 20 Liter R1234yf Gase langsam über die Lüftung austreten und so im Innenraum verteilt werden, dass die UEG nicht überschritten wird.

Theorethisch konstruierbar, aber sehr sehr unwahrscheinlich, wäre höchstens der Fall, dass bei langer Fahrt mit Umluftbetrieb der Klimaanlage sich Gase im Fussraum anreichern, so dass dort ein zündfähiges Gemisch entsteht. Dann fehlt noch die Zündquelle, wobei weder eine Zigarette noch ein Zigarettenanzünder, geschweige denn ein Funke von einem Schalter ausreichen, um die nötige Zündenergie bereitzustellen.

Alles sehr unwahrscheinlich, dass R1234yf zu einer Explosion im Fahrzeuginneren führt. Mit den 100g Propan oder Butan aus einer undichten Campingkartusche ist das wesentlich wahrscheinlicher.

Mich stört am rf1234yf mehr dass es nur von quasi einer Firma hergestellt wird und zu Apothekerpreise verkauft wird.

R600a und R290 sind in Massen hergestellte Industriegase.

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