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Probleme mit Einpresstiefe / Wie belastend sind 20mm Distanzscheiben? - Felgen für BMW F06 2013

Themenstarteram 17. Dezember 2021 um 18:11

Die Sachlage bei meinem BMW F06 650i xDrive aus dem Jahr 2013 sieht so aus:

Jetzige Dimensionen:

Reifen: 255 / 40 / 19

Felgen: 8.5" x 19" Einpresstiefe (IS steht auf den Felgen) 25

Gewünschte Reifen und Felgen:

Reifen: 255 / 40 / 19 (gleich)

Felgen: 9" x 19" Einpresstiefe 38 (AEZ Kaiman Gunmetal)

Das Problem ist nun, dass die Felgen an der Innenseite an der Aufhängung schleifen.

Die Berechnungen inklusive visueller Dartsellung findet man hier:

https://www.reifenrechner.at/index.html?...

Falls ich Distanzscheiben von 20mm einlegen würde, wäre das Ergebnis hier einzusehen:

https://www.reifenrechner.at/index.html?...

Habe noch die zwei Bilder beigelegt für diejenigen, die nicht auf die Links klicken möchten (grün ist die ursprüngliche Felge und orange die neue AEZ).

Würden Distanzscheiben dieses Passproblem lösen und, falls ja, wie wirken sich diese 20mm Distanzscheiben pro Rad auf die Gelenke des Autos aus? Sind 20mm schon hart an der Grenze was dieses Auto betrifft?

Auf den Vergleichsbildern sieht man, dass die Spurbreite ähnlich verläuft bei den zwei Felgenmodellen, da die original Felgen eben eine aggressivere Einpresstiefe aufweisen, aber wie genau das zu beurteilen und ob eben diese kleinen Unterschiede den grossen Unterschied ausmachen können, weiss ich halt nicht.

Sind Einträge im Fahrzeugausweis notwendig für solche Distanzscheiben?

Ohne Distanzscheibe
Mit 20mm Distanzscheibe
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24 Antworten

Dazu habe ich Dir die Stellungnahme des Kollegen „nogel“ angefügt:

„Vielleicht mal ein paar Hintergrundinfos zu diesem ganzen Thema:

 

Wie mehrfach gesagt, bedeutet kleinere ET, daß das Rad weiter heraus steht.

 

Aber die Optik ist nur das eine, das andere ist die Fahrphysik. Da gibt es jede Menge Zusammenhänge, die ich nicht hier darlegen kann, das gäbe mehrere Seiten Vorlesung. Aber soviel:

 

- obwohl es bei einer geringeren ET nur einige Millimeter sind, hat das gravierende Folgen: die Belastungen an den Querlenkern, Traggelenken usw. wachsen unheimlich an, denn die wirksamen Hebellängen nehmen stark zu. Daher kann es sein, daß man wesentlich öfter Vorderachsteile erneuern muß

 

- im Ernstfall kann es durch die enormen Kräfte zum Bruch von Teilen kommen. Deshalb gibt es beim TÜV eine Faustregel, wenn per Einzelabnahme andere Räder (oder Distanzscheiben, die haben ja denselben Effekt) eingetragen werden sollen: Spurverbreiterung max. 2% , das sind bei ca. 1,50 m Spurweite 3 cm, also 15 mm pro Seite. Das wird als unbedenklich gesehen, und die ganzen Rädergutachten halten die 2% auch ein. Wenn es mehr wird, muß die Festigkeit nachgewiesen werden.

 

Etwas lockerer sieht man das an der Hinterachse, weil da die Räder starr und meist stabiler aufgehängt sind.

 

- Fahrwerke der letzten Jahrzehnte sind hinsichtlich Lenkrollradius und anderer geometrischer Größen so optimiert, daß unterschiedliche Straßenbeläge rechts/links griffig/vereist komplett kompensiert werden. Also eine Vollbremsung auf trockenem Teer links und Glatteis rechts führt NICHT zum einseitigen Ziehen; früher mit einem Käfer war das anders, da hat man beim Fahren sofort gemerkt, wenn der Untergrund ungleich war oder wenn die Bremse etwas ungleich eingestellt war. Heute könnte man eine Radbremse komplett stilllegen, der Fahrer würde es nicht merken.

 

Und diese Effekte sind WEG, wenn man die ET stark ändert

 

- auch die Rückstellkräfte werden durch geringere ET viel höher, deshalb wurde früher, besonders verbunden mit breiteren Reifen, eine Servolenkung gefordert.

 

- bei serienmäßiger Bereifung macht es sich frühzeitig bemerkbar, wenn man (zu) schnell in eine Kurve fährt, es quietscht, radiert usw. und man kann noch reagieren. Bei geringer ET und breiten Reifen hat man ein tolles Gefühl, das Auto läuft wie auf Schienen, aber wenn man zu schnell ist, macht es schlagartig schwupp und man fliegt aus der Kurve.

 

Wer also ein Fan ist von tiefer/breiter/fette Schlappen, muß sich im Klaren sein, daß er die mühsam berechnete Radgeometrie vernichtet und sein Fahrverhalten verschlechtert.“

Wichtig sind Felgenbreite und effektive Spurweite (ergibt sich aus der effektiven Einpresstiefe). Felgenbreite bleibt gleich, effektive Spurweite vergrößert sich um 14mm (7mm/Seite). Das ich quasi nichts, sollte es sich um die Felgen um Serienräder handeln. Musst halt aufpassen, dass die Räder nicht zu weit außen stehen.

 

Ich würde gucken, ob es bei der Stärke Anschraubadapter gibt, von den Durchsteckadaptern halte ich nicht so viel.

 

Ob die Felgen ohne Eintragung gefahren werden dürfen ist Abhängig vom Gutachten der Adapter und ob es Serienfelgen sind und das Serienfahrwerk verbaut ist.

Die Felgen dürfen gar nicht auf dem Fahrzeug gefahren werden, deshalb ja die Nummer mit den Spurplatten.

Also die mahnenden Worte zum Fahrverhalten, Verschleiß usw. verstehe ich gerade nicht. Wie man im Beitrag von Diesel64 erkennen kann möchte er die Zubehörfelgen mit den Distanzen doch nur an die Position der Orginalräder rücken. Damit ist auch das Thema Serienräder Serienfahrwerk und Distanzen ohne begutachten durch.

@Gummihoeker es ist von 2 Radsätzen die Rede. Ich dachte, dass es verständlich ist, dass man die ohne Spurplatten zum Vergleich gezogen hat.

Themenstarteram 17. Dezember 2021 um 19:18

Zitat:

@Gummihoeker schrieb am 17. Dezember 2021 um 18:46:30 Uhr:

Die Felgen dürfen gar nicht auf dem Fahrzeug gefahren werden, deshalb ja die Nummer mit den Spurplatten.

Die Felgen wurden bei RSU bestellt, nachdem ich sie telefonisch kontaktiert habe und die Analyse mittels FIN durchgeführt wurde. Passgenauigkeit wurde mir zugesichert bei dem AEZ Kaiman gunmetal 9x19 ET38 model. Die RSU Suchfunktion meldet auch, dass diese Felgen passen sollten auf den F06:

https://rb.gy/0mofbs

Auf einer anderen Seite habe ich nachgesehen, welche Felgen original auf dem F06 650i xDrive 2011-2015 verbaut wurden:

245/40/R19 mit 8.5x19 ET 33 Felgen

Die Felgen, die jetzt drauf sind haben ebenfalls 8.5" Breite auf 19" Durchmesser, nur ist die Einpresstiefe um einiges kleiner.

Die um 0.5" breiteren AEZ Felgen habe ich auch nur genommen, weil diese besser zu den 255/40/19 Reifen passen. 255 auf der 8.5" breiten Felge sind an der Grenze und passen optimaler auf 9" Felgen.

Wenn die originalen Felgen von Werk also schon 8.5x19 ET 33 sind, und ich nun auf 9x19 ET 38 gehe -hauptsächlich wegen der Reifenbreite, da 255 eher für 9 bis 9.5" Felgenbreiten hergestellt werden - würden die Distanzscheiben merklich an zusätzlichem Gelenkverschleiss und niedrigerem Fahrkomfort beitragen?

Ich habe die Felgen nicht primär wegen der Optik gekauft, eigentlich nur, um einen besseren Fit mit meinen neuen Dunlop Winterreifen zu erzielen.

Wäre es in meinem Fall besser, die 8x19 AEZ Kaimans zu nehemen (8.5 haben die nicht zur Auswahl, nur 8 und 9)? Sind da die Reifen nicht über der Grenze mit 255?

Habe noch vergessen anzufügen: Da das Auto Allradantrieb hat (xdrive), sind alle 4 Felgen und Reifen gleich gross.

Ich habe 4 Stück von den AEZ Kaiman in gleicher Grösse (9x19 ET38) bestellt und habe 4 gleiche (255/40/19) Dunlop Winterreifen die ich anbringen will.

Die jetzigen Felgen mit Sommerreifen sind die 8.5x19 ET25 mit Pirelli 255/40/19 Reifen und die passen problemlos ins Radhaus und stehen nicht an an den Aufhängungen...

Werksfelgen

@Diesel64

Respekt, Du hast schon gute Vorarbeit geleistet!

Die Stellungnahme vom Kollegen habe ich lediglich eingestellt, damit wir nicht wieder alle bei Adam und Eva anfangen und Du das geballte Wissen erhältst.

255/40 R19 auf 8 x 19 ist nicht zulässig.

Die 9-Zoll Ausführung ist folglich die Wahl.

Mit den Distanzscheiben landest Du dann bei 9 x 18 ET „18“. Die geringfügige Spurverbreiterung erachte ich als völlig unkritisch.

Dennoch würde ich mich für eine fixgebohrte Ausführung mit passender ET entscheiden, um auf die „Fehlerquelle“ Spurplatte verzichten zu können.

Natürlich ist es den Achsgelenken / Aufhängungen egal, ob du z.B. eine Felge mit Et 30 fährst oder eine Felge mit Et 50 und Distanzscheiben von 20 mm.

Indeinem Fall verändert sich die Et um (technisch unproblematische) 7 mm

Da die nicht passen, steht dein Wagen auch nicht im Gutachten

Themenstarteram 17. Dezember 2021 um 20:24

Zitat:

@Eierlein2 schrieb am 17. Dezember 2021 um 19:37:47 Uhr:

 

Da die nicht passen, steht dein Wagen auch nicht im Gutachten

Sehe auch auf der AEZ Seite, dass eine Kombination von 8x19 ET 30 vorne und 9x19 ET 38 hinten vorgeschlagen wird.

Der von RSU hat mir wahrscheinlich totalen Mist erzählt.

Mir wurde gesagt, dass Allradantrieb meistens 4 gleiche Felgen und Reifen bedingt, und auch jetzt sind auf dem BMW 4 x 255/40/19 Reifen drauf.

Scheint wohl nur ein Problem mit der Vorderachse zu werden, da die 9x19 ET38 auf die Hinterachse passen sollten, wie es im AEZ Konfigurator - habe ein Bild davon angehängt - ersichtlich ist. Da ich 4 x 255/40/19 Reifen habe, muss ich praktisch auf 8.5"+ Felgenbreiten gehen, da wirds nichts mit 8" breiten Felgen.

Da weiss ich halt echt nicht weiter. Felgen ganz zurückschicken und komplett andere Modelle liefern lassen mit 8.5" vorne und 9" hinten? Oder, weil diese AEZ eh nur in 8 und 9 verfügbar sind, den Einbau der Distanzscheiben vorne probieren? Bräuchte ich in diesem Fall überhaupt 20mm Distanzscheiben oder würden 10mm schon genügen, wenn AEZ angibt, dass vorne 8x19 ET 30 passen sollten?

AEZ Konfigurator

Zurückschicken und etwas passendes aussuchen.

Themenstarteram 17. Dezember 2021 um 21:27

Zurückschicken ist gut, aber nachher was Vernünftiges finden wird sehr schwierig mit 8.5" Felgenbreite vorne und 9" Felgenbreite hinten, so wie es die Jungs von BMW anscheinend mögen. Siehe die Originalfelgen für den F06:

https://www.bmw-faba.de/.../...mw-5er-f10-f11-6er-f06-f12-f13-vorne-19

https://www.bmw-faba.de/.../...r-f10-f11-und-6er-f06-f12-f13-hinten-19

Vorne: 8.5"x19" ET 33

Hinten: 9"x19" ET 44

Möchte nicht unbedingt 2100 Euro für die Aludinger liegen lassen, um 4 Winterreifen zu bedienen.

Gibt halt so wenige wintertaugliche Felgenmodelle, die vorne 8.5"x19" anbieten und hinten 9"x19". Die AEZ Kaiman wären perfekt gewesen, aber wenn sie nur für die Hinterachse zugelassen werden und vorne mal gar nichts läuft mit denen, ob Distanzscheibe drauf oder nicht, wird dies eine sehr lustige Suche...

@Diesel64

Schick den Krempel zurück!

Wie kommst Du überhaupt auf die Idee, dass Du Räder, deren Gutachten Deinen Anbaufall nicht beinhaltet, in Verbindung mit Spurplatten, mal eben legalisiert bekommst?

Edit:

Montierst Du zunächst passende Winter-Gummis auf die vorhandenen Räder und suchst in Ruhe schicke Felgen für die Sommerreifen.

Themenstarteram 17. Dezember 2021 um 21:35

Zitat:

@Gummihoeker schrieb am 17. Dezember 2021 um 21:29:49 Uhr:

@Diesel64

Schick den Krempel zurück!

Wie kommst Du überhaupt auf die Idee, dass Du Räder, deren Gutachten Deinen Anbaufall nicht beinhaltet, in Verbindung mit Spurplatten, mal eben legalisiert bekommst?

Ich komme sowieso nicht mehr ganz draus bei diesen Allradantrieb darf man dies machen, Vorderachse so, Hinterachse wieder mal was anderes, aber nur wenn x y eintrifft etc.

Habe diese Felgen wie gesagt nach einem 40 Minütigem RSU Gespräch bestellt. Das war nichts auf die Schnelle. Mit FIN Prüfung, Reifendimensionenkontrolle etc. aber gebracht hat's nichts wie man sieht, trotzdem die falschen Modelle gekauft.

Distanzscheiben sind in diesem Fall auch verboten, wie ich es aus Deinem posting entnehmen kann. Habe das selbstverständlich nicht gewusst, da ich null mit der Materie vertraut bin. Bisschen Selbstrecherche im Internet hilft da wohl nicht viel.

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