Polizeikontrollen - Sendung auf n-tv - silberner Opel Omega
Hallo!
Vorhin wurde mal wieder der Bericht über die brandenburgische Autobahnpolizei auf n-tv wiederholt.
Was mir diesmal auffiel: es wurden meistens Fahrer aufgehalten, die zu dicht auf den silbernenen Opel der Polizisten auffuhren.
Bei einem silbernen Mercedes war dann ganz deutlich zu sehen, dass die Polizisten provoziert und ihrerseits die StVO mißachtet hatten, weil sie das Rechtsfahrgebot mißachteten. Man konnte auf dem Video sehen, dass während der Meßzeit auf der Spur rechts neben dem Opel kein Wagen fuhr.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Ausgang eines solchen Falles vor Gericht? Das Video der Polizei beweist ja, dass das Rechtsfahrgebot mißachtet worden ist.
Konnte bislang schon einmal eine Bestrafung des fahrenden Polizisten (70 Eur, 1 Punkt) durchgesetzt werden?
Grüße,
M.
Beste Antwort im Thema
Es ist schon sehr grenzwertig mit dieser Art und Weise zu kontrollieren.
Wenn ein Provida-Fahrzeug Jagd auf echte Drängler und Leute mit extrem unangepasster Fahrweise macht, ist das ja eine Sache.
Aber das Problem ist, dass ein Fahrzeug immer irgendwie den Verkehr beeinflusst und von daher immer eine minimale Verzerrung der Situation eintritt.
Bei uns zu Hause auf der A 21 nördlich von Hamburg fahren sie auch mit nem Omega oder nem Za4a und Blitzer hinten drin rum.
Die stellen dann ihren Tempomaten auf 119 oder genau 120. Und da die wissen, dass kein Durchschnittsmensch mechanisch und permanent diese Geschwindigkeit fährt, sondern vielleicht auch 124 fährt... naja, wieder ein bissel Kohle für die Kasse mehr.
Ich sehe da wirklich ein Problem, weil der Erziehungseffekt geht da doch gegen Null.
Manchmal denkt man sich, gib doch gleich das Portemonnaie hin, sollen sie sich rausnehmen, was sie brauchen, dann sehen wir weiter...
Das betrifft natürlich nicht die Kontrollen, die aktiv unserer Sicherheit zuträglich sind. Ich finde Kontrollen völlig richtig. Aber wenn man schon mit Tempomaten versucht, den Leuten hier mal 5 Euro, da mal 10 Euro oder 15 Euro aus der Börse zu ziehen... naja da sollen sich manche Beamte auch nicht wundern, wenn man auf Verdrossenheit bei einigen Autofahrern stösst.
Und zu Brandenburg und Polizei sag ich lieber nix 😉 sind halt ganz eigene Leute...
cheerio
133 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von IAN@BTCC
Warum sollte man auf Polizeibeamte neidisch sein? Deren Job würde ich keine 3 Tage durchstehen - okay, die wahrscheinlich auch nicht meinen Beruf.😁
Es gibt hier noch andere User ausser dir und mir...
Zudem meinte ich nicht den Job, sondern gewisse "Privilegien"
Zitat:
Original geschrieben von IAN@BTCC
Ich "kann" auch morgen vom Bücherregal oder vom LCD-TV erschlagen werden.Zitat:
Darum schreibe ich ja auch immer "kann".
Man "kann" aber auch dummes Zeug reden.
Da ja jetzt geklärt ist, dass Polizisten in der Regel keine Ordnungswiedrigkeiten durch eigenes Fehlverhalten provozieren (seltenste Ausnahmen bestätigen wie überall die Regel) kann hier auch dicht gemacht werden, da hier eh nur noch persönliche Anfeindungen kommen werden...
Bevor geschlossen wird will ich noch sagen, dass die Arbeit der Polizei auch immer wieder erfreuliche Szenen hervorbringt, zum Beispiel wenn man selber einen Drängler hinter sich hat und der wird gerade von einem Videowagen verfolgt. Nach dem überholen blinkt dann plötzlich vor meinem Hintermann das nette "POLIZEI - FOLGEN" auf. Hab ich einmal erlebt und bei dem speziellen Kunden haben sie auch den richtigen rausgefischt. Oder die typische Situation wenn man auf ein Polizeiauto auffährt, in dessen Sichtbereich plötzlich alle den Sicherheitsabstand halten, nicht auffällig fahren und so weiter. Sobald der Wagen dann außer Sicht ist geht das Drängelspiel in die nächste Runde. Rein aus sicht des entspannten Reisens wäre es doch eine Marktlücke Polizeiautos (ohne Sonderfunktionen natürlich) zu vermieten. Ich glaub nämlich, dass Streifenpolizisten beim Fahren im Dienstfahrzeug in einer ganz anderen (entspannteren) Welt leben als alle anderen Autofahrer. 😁
Zitat:
Original geschrieben von zipfeklatscher
Es gibt hier noch andere User ausser dir und mir...Zitat:
Original geschrieben von IAN@BTCC
Warum sollte man auf Polizeibeamte neidisch sein? Deren Job würde ich keine 3 Tage durchstehen - okay, die wahrscheinlich auch nicht meinen Beruf.😁
Zudem meinte ich nicht den Job, sondern gewisse "Privilegien"
Naja, die werden halt dafür mit einigen Nachteilen erkauft - und das bezieht sich jetzt nicht direkt auf den Beruf, sondern eher auf das Beamtentum.
Zitat:
Original geschrieben von zipfeklatscher
Man "kann" aber auch dummes Zeug reden.Zitat:
Original geschrieben von IAN@BTCC
Ich "kann" auch morgen vom Bücherregal oder vom LCD-TV erschlagen werden.
Ich sehe, du hast meine Argumentation verstanden.🙂
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Zitat:
Original geschrieben von VentoRenner
Bevor geschlossen wird will ich noch sagen, dass die Arbeit der Polizei auch immer wieder erfreuliche Szenen hervorbringt, zum Beispiel wenn man selber einen Drängler hinter sich hat und der wird gerade von einem Videowagen verfolgt. Nach dem überholen blinkt dann plötzlich vor meinem Hintermann das nette "POLIZEI - FOLGEN" auf. Hab ich einmal erlebt und bei dem speziellen Kunden haben sie auch den richtigen rausgefischt. Oder die typische Situation wenn man auf ein Polizeiauto auffährt, in dessen Sichtbereich plötzlich alle den Sicherheitsabstand halten, nicht auffällig fahren und so weiter. Sobald der Wagen dann außer Sicht ist geht das Drängelspiel in die nächste Runde. Rein aus sicht des entspannten Reisens wäre es doch eine Marktlücke Polizeiautos (ohne Sonderfunktionen natürlich) zu vermieten. Ich glaub nämlich, dass Streifenpolizisten beim Fahren im Dienstfahrzeug in einer ganz anderen (entspannteren) Welt leben als alle anderen Autofahrer. 😁
Der feuchte Traum eines Aushilfssherrifs? 😁
Moin!
Zitat:
Original geschrieben von VentoRenner
Bevor geschlossen wird will ich noch sagen, dass die Arbeit der Polizei auch immer wieder erfreuliche Szenen hervorbringt, zum Beispiel wenn man selber einen Drängler hinter sich hat und der wird gerade von einem Videowagen verfolgt. Nach dem überholen blinkt dann plötzlich vor meinem Hintermann das nette "POLIZEI - FOLGEN" auf. Hab ich einmal erlebt und bei dem speziellen Kunden haben sie auch den richtigen rausgefischt. Oder die typische Situation wenn man auf ein Polizeiauto auffährt, in dessen Sichtbereich plötzlich alle den Sicherheitsabstand halten, nicht auffällig fahren und so weiter. Sobald der Wagen dann außer Sicht ist geht das Drängelspiel in die nächste Runde. Rein aus sicht des entspannten Reisens wäre es doch eine Marktlücke Polizeiautos (ohne Sonderfunktionen natürlich) zu vermieten. Ich glaub nämlich, dass Streifenpolizisten beim Fahren im Dienstfahrzeug in einer ganz anderen (entspannteren) Welt leben als alle anderen Autofahrer. 😁
Schlimm ist, dass Fahrer, die das Rechtsfahrgebot mißachten und somit solche Situationen erst provozieren, sich durch solche Polizeieinsätze auch noch bestätigt fühlen könnten...
M.
Zitat:
Original geschrieben von GolfIICL
Woher weißt du das so genau? Warst du dabei oder beteiligt, oder hast du den Polizeibericht gelesen?😕
Selbst wenn der auffahrende Wagen gepennt hat, und nicht mitbekommen hat, dass der andere vor ihm langsamer wurde, hat er doch dadurch auch zwangsläufig einen zu geringen Sicherheitsabstand gehabt, oder?
Du hast den Polizeibericht aber gelesen, ja?
Ich versuche es nochmals anders auszudrücken:
Wenn ein Fahrzeug auf ein anderes aufläuft und das auflaufende Fahrzeug das lansamere vor ihm fahrende Fahrzeug übersehen hat, ist dies nicht gleich zwangsläufig ein nicht eingehaltener Sicherheitsabstand.
Um einen Sicherheitsabstand nicht einzuhalten, ist es notwendig, dass das vorrausfahrende Fahrzeug wahrgenommen wurde und das Unterschreiten im Regelfall bewußt betrieben wird.
Im genannten Unfall sind die Auswirkungen meiner Meinung nach einfach zu ausgeprägt, als dass lediglich ein Sicherheitsabstand (dauerhaft und bewußt) unterschritten wurde.
Vielmehr sprechen die Bilder (zu sehen auf www.nonstopnews.de) für einen typischen Auffahrunfall mit größeren Geschwindigkeitsdifferenzen. Solche Geschwindigkeitsdifferenzen treten beim bewußten Unterschreiten eines Sicherheitsabstands selten auf.
Zitat aus dem Kurzbericht von
www.nonstopnews.de:
Zitat:
Ersten Angaben zufolge kam es nahe der Anschlussstelle Groß Ippener zu einer Kollision zweier PKW, wobei ein Mercedes mit offenbar sehr hoher Geschwindigkeit in das Heck eines Peugeot raste.
@matzhinrichs
Es ist doch nicht jeder der einen Drängler hinter sich hat gleich jemand der das Rechtsfahrgebot nicht beachtet.
Da ich täglich genug auf der Autobahn fahre sehe ich sehr viele Drängler, und nur die wenigsten drängeln weil der Vordermann nicht rechts rüber fährt.
Genau so ist es.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu gelassen hinterm Steuer und sehe das nicht so oft.
Aber selbst mit meiner nach Ansicht gängiger Automobilzeitschriften 100 PS-Gehhilfe (180 PS sollen heutzutage state of the art sein...) habe ich da kein Problem. Ist halt wieder das alte Ding, verspiegelte Flächen am Auto nutzen und auch sonst mit offenen Augen durch die Weltgeschichte gondeln.
cheerio
Hallo Andi,
Zitat:
Original geschrieben von Andi_08
@matzhinrichs
Es ist doch nicht jeder der einen Drängler hinter sich hat gleich jemand der das Rechtsfahrgebot nicht beachtet.
Da ich täglich genug auf der Autobahn fahre sehe ich sehr viele Drängler, und nur die wenigsten drängeln weil der Vordermann nicht rechts rüber fährt.
Selbstverständlich hast Du recht, nicht jeder "Bedrängte" begeht seinerseits Fahrfehler.
Komischerweise werde ich jedoch so gut wie nie bedrängt oder angeblinkt, auch nicht mit dem Alfa, den ich nie schneller als 140 fahre. Es muss also durchaus möglich sein, rücksichtsvoll zu fahren und schnellere Fahrer vorbei zu lassen...
Gruß,
M.
Zitat:
Original geschrieben von SoulOfDarkness
Wenn ein Fahrzeug auf ein anderes aufläuft und das auflaufende Fahrzeug das lansamere vor ihm fahrende Fahrzeug übersehen hat, ist dies nicht gleich zwangsläufig ein nicht eingehaltener Sicherheitsabstand.
???
Der "Auflaufende" unterschreitet den vorgeschriebenen Mindestabstand! Sonst würde ja jeder sagen: "Ups, den habe ich nicht wahrgenommen!"
Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden?
Zitat:
Original geschrieben von winjen66
Der "Auflaufende" unterschreitet den vorgeschriebenen Mindestabstand! Sonst würde ja jeder sagen: "Ups, den habe ich nicht wahrgenommen!"Oder habe ich jetzt etwas falsch verstanden?
Da hab ich mich wohl etwas unverständlich ausgedrückt.
Dieses Beispiel war zugeschnitten auf den ins Spiel gebrachten Unfall und passt z.B. auch auf andere Unfälle, die sich gern an Stau-Enden ereignen. Nur weil man irgendwo auffährt, heist das nicht, dass der Sicherheitsabstand unterschritten wurde. Man kann auch auf jemanden Auffahren, den man (aus welchen Gründen auch immer [z.B. Sekundenschlaf, Bergkuppe, unzureichende Beleuchtung, Ablenkung, ...]) einfach nicht gesehen hat. Wenn der Vorrausfahrende gerade langsamer unterwegs ist und der Herannahende deutlich schneller ist und den Vorrausfahrenden nicht gesehen hat, ist das kein mutwilliges Unterschreiten eines Sicherheitsabstandes. Dieser wird im Zuge des nahenden Aufpralls selbstverständlich unterschritten - ist aber in einem solchen Fall seltenst noch zu ändern.
Ein Unterschreiten des Sicherheitsabstandes ist es, wenn der schneller Herrannahende auf den Vorrausfahrenden heranrollt und in keiner Sekunde versucht, den Sicherheitsabstand herzustellen. Wenn der Vordermann dann (aus welchem Grund auch immer) stark bremst und der Hintermann dann wegen zu geringem Abstand auffährt, dann ist die Ursache ein nicht eingehaltener Sicherheitsabstand. In einem solchen Fall haben die beteiligten Fahrzeuge aber im Regelfall eine deutlich geringere Geschwindigkeitsdifferenz, als bei einem Auffahrunfall, bei dem der Vorrausfahrende übersehen wurde. Hierbei fährt der Drängler in den meissten Fällen mehrere hundert Meter bis mehrere Kilometer unterhalb des Sicherheitsabstandes hinter dem Vordermann. Dies muss aber nicht zwangsläufig einen Auffahrunfall nach sich ziehen...
Ich hoffe, ich hab das jetzt halbwegs verständlich rüber gebracht 😉
Zitat:
Wenn der Vorrausfahrende gerade langsamer unterwegs ist und der Herannahende deutlich schneller ist und den Vorrausfahrenden nicht gesehen hat, ist das kein mutwilliges Unterschreiten eines Sicherheitsabstandes
....aber dennoch sanktioniert....
Moralisch magst Du damit Recht haben. Allerdings Ordnungswidrigkeitenrechtlich stimmt das nicht. Im Ordnungswidrigkeitenrecht und dem damit verbundenen Tatbestands(Bußgeld-)katalog ist grundsätzlich von einer fahrlässigen Begehung der Ordnungswidrigkeit ausgegangen worden.
Sofern jemand vorsätzlich eine OWi begeht, kann der Bußgeldsatz verdoppelt werden.
Und Gleiches gilt natürlich auch für die Unterschreitung des Mindestabstandes. Wobei ich dabei zu bedenken gebe, dass auch immer noch die Möglichkeit der Nötigung besteht (wobei ich nicht zu denen gehöre, die immer damit drohen; denn § 240 StGB verlangt für die tatbestandsmäßige Begehung schon ein ordentliches Pfund).
Hallo!
In der Praxis ist das nicht wirklich erheblich, denn Abstandsmessungen werden zumeist über Videofilme gemacht, auf welchen man auch die Entstehung der Situation erkennt.
Sieht man nun auf dem Film, dass der Hintermann stark abgebremst hat, wird üblicherweise auf eine Bestrafung verzichtet.
Gruß,
M.
Zitat:
Original geschrieben von matzhinrichs
Hallo!...denn Abstandsmessungen werden zumeist über Videofilme gemacht, auf welchen man auch die Entstehung der Situation erkennt.....
Die meisten Abstandsmessungen werden de facto stationär gemacht. Meist von einer Brücke; das siehst Du immer dann, wenn eine Menge Markierungen auf der Fahrbahn sind. Dann wird eine Reihe von Fotos geschossen. Sicherlich kann man auch hier erkennen, wie es zu der Unterschreitung gekommen ist.