Organspenderausweis

Laut Spiegel ist die Zahl der Menschen, die in Deutschland Organe gespendet haben, historisch niedrig.
Dabei geht es aber nicht um Leute mit Spenderausweis, sondern um Menschen, denen nach dem Ableben tatsächlich Organe entnommen wurden.

Aber, obs stimmt oder nicht, nehme ich das mal als Anlass, zum Organspenderausweis besorgen aufzurufen. Nicht etwa, weil alle Motorradfahrer potentielle Organspender wären, sondern weil ich das generell für wichtig halte.

Ich will niemanden zum Organspenden überreden, dass sollte schon jeder selbst wissen. Darum erübrigt sich auch jede Diskussion.
Aber ich weiß, das ganz viele Leute das machen würden, aber irgendwie noch nicht dazu gekommen sind, sich so einen Ausweis zu besorgen.

Aber das ist denkbar einfach:
Die gibt es bei Ärzten, einfach danach fragen. Das muss nicht mal der "eigene" Arzt sein, irgendeiner reicht. Zur Sprechstundenhilfe gehen, nachfragen, einen mitnehmen und fertig.
Gleiches gilt für viele Ämter und Behörden.
Ist man stolzer Besitzer eines Druckers (Computer habt ihr ja, sonst könntet ihr das hier ja nicht lesen), kann man den online ausfüllen und ausdrucken.
Sollten alle Stricke reißen, darf man sich den auch selbst malen, gilt dann auch.

Man muss sich nirgens registrieren, irgendwelche Anträge stellen, irgendetwas bezahlen oder sonstwas. Nur ausfüllen und sinnigerweise mit sich führen. Meiner ist bei meinen Fahrzeugpapieren, die hab ich immer dabei.

Übrigens, ein Organspenderausweis ist auch für Leute interessant, die auf keinen Fall ihre Organe spenden möchten!
Man hat auf diesen Vordrucken 3 Optionen:
1. Auf jeden Fall, nach dem Tod versteht sich, Organe spenden, auch wenn irgend ein Angehöriger etwas dagegen hat.
2. Niemals Organe entnehmen, auch nicht wenn man tot ist, ein Angehöriger das für eine gute Idee hält, alles bleibt drin!
3. Im Falle des Todes das Einverständnis einer namentlich genannten Person einholen.

Da es diese 3 Optionen gibt und an so ein Ding heran zu kommen so einfach ist, sehe ich persönlich keinen Grund eben keinen Organspenderausweis zu haben

Beste Antwort im Thema

Laut Spiegel ist die Zahl der Menschen, die in Deutschland Organe gespendet haben, historisch niedrig.
Dabei geht es aber nicht um Leute mit Spenderausweis, sondern um Menschen, denen nach dem Ableben tatsächlich Organe entnommen wurden.

Aber, obs stimmt oder nicht, nehme ich das mal als Anlass, zum Organspenderausweis besorgen aufzurufen. Nicht etwa, weil alle Motorradfahrer potentielle Organspender wären, sondern weil ich das generell für wichtig halte.

Ich will niemanden zum Organspenden überreden, dass sollte schon jeder selbst wissen. Darum erübrigt sich auch jede Diskussion.
Aber ich weiß, das ganz viele Leute das machen würden, aber irgendwie noch nicht dazu gekommen sind, sich so einen Ausweis zu besorgen.

Aber das ist denkbar einfach:
Die gibt es bei Ärzten, einfach danach fragen. Das muss nicht mal der "eigene" Arzt sein, irgendeiner reicht. Zur Sprechstundenhilfe gehen, nachfragen, einen mitnehmen und fertig.
Gleiches gilt für viele Ämter und Behörden.
Ist man stolzer Besitzer eines Druckers (Computer habt ihr ja, sonst könntet ihr das hier ja nicht lesen), kann man den online ausfüllen und ausdrucken.
Sollten alle Stricke reißen, darf man sich den auch selbst malen, gilt dann auch.

Man muss sich nirgens registrieren, irgendwelche Anträge stellen, irgendetwas bezahlen oder sonstwas. Nur ausfüllen und sinnigerweise mit sich führen. Meiner ist bei meinen Fahrzeugpapieren, die hab ich immer dabei.

Übrigens, ein Organspenderausweis ist auch für Leute interessant, die auf keinen Fall ihre Organe spenden möchten!
Man hat auf diesen Vordrucken 3 Optionen:
1. Auf jeden Fall, nach dem Tod versteht sich, Organe spenden, auch wenn irgend ein Angehöriger etwas dagegen hat.
2. Niemals Organe entnehmen, auch nicht wenn man tot ist, ein Angehöriger das für eine gute Idee hält, alles bleibt drin!
3. Im Falle des Todes das Einverständnis einer namentlich genannten Person einholen.

Da es diese 3 Optionen gibt und an so ein Ding heran zu kommen so einfach ist, sehe ich persönlich keinen Grund eben keinen Organspenderausweis zu haben

178 weitere Antworten
178 Antworten

Zitat:

@AMenge schrieb am 15. Januar 2018 um 17:14:02 Uhr:


Wo liest du das hier im Thread? Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es nicht um Pro oder Contra Organspende geht sondern dass ein Organspendeausweis die Möglichkeit bietet, seine persönliche Einstellung, wie immer sie auch ausfallen mag, zu dokumentieren.

Und ich habe Softail88 gelesen;-)

Aber du hast recht. Es sind nicht alle Organspenderbefürworter selbstgerecht aufgetreten, sondern nur einzelne. Insofern stimmt mein Vorwurf für die Mehrheit nicht.

Die Aussage von Chrom666 war eigentlich klar:

Zitat:

Ich will niemanden zum Organspenden überreden, dass sollte schon jeder selbst wissen. Darum erübrigt sich auch jede Diskussion.
Aber ich weiß, das ganz viele Leute das machen würden, aber irgendwie noch nicht dazu gekommen sind, sich so einen Ausweis zu besorgen.

Einen Organspendeausweis zu besitzen heißt mitnichten, dass man ohne Weiteres zur Organspende, Teilspende, bestimmte Organe zu spenden, bereit ist. Wer wirklich so einen Ausweis hat, möge ihn doch mal genauer anschauen.

Ein Organspendeausweis kann auch die Aussage beinhalten:

"Nein, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben"

Selbst dann macht er Sinn, denn Rettungs- und Nachsorgekräfte können sich die Hudelei und Mühen ersparen, irgendwas frisch zu halten. Ab zu den schwarzen Radlern und gut.

Das wäre doch die ideale Alternative für diejenigen, die Angst haben von Leuten, die nach ihren Organen und dem Profit gieren und sie extra noch schnell verrecken lassen, dem einen Riegel vorzuschieben.

Ich habe, wie ich erwähnte, seit ewigen Zeiten einen OSA. Welche der 5 Möglichkeiten da ausgefüllt ist, habe ich ja nicht gesagt.
Man kann sich die Entscheidung auch durchaus abnehmen lassen, z.B. durch die Person, der man am meisten vertraut.
Ich bin auch typisiert, habe eine Patientenverfügung und ein Testament gemacht, außerdem eine Bankvollmacht erteilt.

Man muss dieser Person allerdings sehr gut vertrauen.
Wegen der Bankvollmacht, meine ich. 😉

Du hast die Vorsorgevollmacht vergessen, die ist auch sehr wichtig.

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 15. Januar 2018 um 17:29:51 Uhr:


... dass der Körper so lange mit der Apparatemedizin am Leben erhalten wird, damit
die Organe frisch bleiben, bis das mit Empfänger und Transport alles geklärt und organisiert ist.

Das ist zwar richtig, meines Wissens aber trotzdem falsch. Ohne die maschinelle Unterstützung würde der Körper nach recht kurzer Zeit auch nicht mehr leben. Die Atmung benötigt wohl im Gegensatz zum Herzschlag ein Minimum an Hirn- oder besser Nervenfunktion. Die geht aber mit dem Hirntod verloren. Ein Hirntoter würde ohne die Apparate wohl recht schnell auch klassisch tot sein. @twindance: Kannst Du das mal genauer sagen, damit hier nicht etwas evtl. Falsches steht?

Wer nicht spenden möchte sollte sich das mal durchlesen: https://tinyurl.com/yavj5gbb

Meine Frau und meine beiden Kinder spenden regelmäßig Blut (ich darf wegen meines Blutdrucks nicht), wir sind alle bei der DKMS registriert (ich sollte mal spenden, aber das dauerte so lange, dass da eine "Wunderheilung" dazwischen kam - der oder die Kranke hat es offensichtlich nicht mehr bis zur Spende geschafft) und wir sind selbstverständlich alle auch Organspender.

Ein Schulfreund hatte etwas anderes vor, was sogar mit einem Gegenwert honoriert wird: Er wollte seinen Körper der medizinischen Fakultät einer Hochschule hinterlassen. Er hatte dafür eine einfache, aber nachvollziehbare Motivation: Er wollte Arzt werden (was er auch wurde). Und die brauchen in der Ausbildung Leichen. Weil andere wenn man so will ihm ihren Körper vermachen sollten musste er das seiner Ansicht nach ebenso machen.

Ich finde diese einfache Logik überzeugend. Ich erwäge ernsthaft, das ebenfalls so zu machen. Wenn ich alt genug bin als Organspender aus Altersgründen nicht mehr zu taugen kann ich mir vorstellen meinen Körper einer Hochschule zu hinterlassen (die können aus sicher nachvollziehbaren Gründen keine Organspender brauchen).

Wie oben angedeutet bekommt man sogar etwas dafür: Eine kostenlose Bestattung. Angesichts der heute üblichen Preise, wonach schon die billigste Bestattung einen nicht kleinen vierstelligen Betrag kostet bedeutet das eben diesen vierstelligen Betrag mehr für meine Erben. Ist doch auch ganz nett. Wichtiger ist aber, dass die Ärzte ausgebildet werden können - denn sonst gibt es irgendwann keine mehr. Und das wäre eben auch für meine Hinterbliebenen schlecht.

Gruß Michael

P.S.: Ich habe mal ein Bild meines Smartphones angehängt. Da sieht man sehr gut, warum das mit dem Eintrag ICE funktioniert: Man kann diesen Eintrag ebenso wie den Notruf auch bei gesperrtem Telefon anrufen. Den Notruf kann man sogar anwählen wenn keine SIM-Karte im Telefon ist.

Smartphone ICE

Zitat:

@0016 schrieb am 15. Januar 2018 um 18:20:12 Uhr:


Du hast die Vorsorgevollmacht vergessen, die ist auch sehr wichtig.

Wusste ich gar nicht. Stimmt, danke WeWa.
Die Patientenverfügung ist ja nur (i.w.S.) zum Abschalten lebenserhaltender Geräte gedacht.

Aber jetzt habe ich ein Problem. Das ist gar nicht so einfach. Muss ich mit meinem Anwalt besprechen.

Zu dem "ICE" auf dem Handy: Die Rettungsdienste halten da nach meiner Kenntnis allgemein wenig davon. Bei Todesfällen nach VU übernimmt die Polizei die Verständigung der Angehörigen.

Die Asservaten von Unfallopfern werden nach Papieren durchsucht. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Ausweise. In den meisten Fällen bekommt man mit heutigen Informationssystemen sekundenschnell heraus, mit wem man es zu tun hat und weiß dann auch, wo man die Angehörigen findet.

Wer einen speziellen Wunsch hat, wer im Notfall verständigt werden soll, legt nochmal eine geschriebene Karte mit Name, Anschrift und Tel.Nr. der Person bei.
Das ist einfacher, schneller und sicherer, als IN auf dem smartphone.

Ohne es genau zu wissen, halte ich es auch für äußerst kritisch, wenn Fremde -aus welchem Anlass auch immer - auf Inhalte eines smartphones zugreifen. Ich würde das als Polizeibeamter nicht machen, weil mir spontan dafür keine Rechtsgrundlage für diesen Eingriff in die Privatsphäre einfällt.

So ein Zettel ist unmissverständlich.

Zudem halte ich den für übertrieben. Meine Frau würde das schnell genug erfahren, wenn ich im Krankenhaus liege oder ins Gras gebissen hätte.

Auch ich möchte niemanden in die eine oder andere Richtung drängen, aber einige "Argumentationen" sind derart realitästfern und emotionsgeladen, dass ich doch noch einmal intervenieren möchte.

Zitat:

@muhmann schrieb am 15. Januar 2018 um 17:39:49 Uhr:


Dass man nicht "richtig" tod ist, ist bei den meisten schon angekommen.
Trotzdem sollte da mehr Aufklärung passieren, dass der Körper zwar rein mechanisch noch am Leben ist, der Kopfinhalt aber schon längst nur noch als Briefbeschwerer taugt.
Die Unterschiede sind da nicht jedem bewusst.

Ich finde, wer sich da entscheiden soll, der sollte auch möglichst viel über die Umstände wissen.

Prinzipiell ist dies richtig, aber leider völlig an der Realität vorbei.
Erstens ist der Nicht-Mediziner kaum in der Lage, den Unterschied zu erkennen bzw. zu akzeptieren. Dazu kommen dann noch religiöse Standpunkte von der Untrennbarkeit von Körber und Seele.
Zweitens wäre dazu einen sachlich-nüchterne und völlig emotionsfreie Betrachtungsweise nötwendig. Wenn ich mir dann aber teilweise die Wortwahl einiger Protagonisten ansehe, die für sich ansonsten eine zumindest durchschnittliche Intelligenz und Erziehung beanspruchen ....
Es muss die Bereitschaft aller Standpunktverfehter bestehen, die Sichtweise des Gegenüber zumindest zu respektieren, auch wenn man sie nicht teilt.

Zitat:

@tomS schrieb am 15. Januar 2018 um 13:11:40 Uhr:


Nachdem ich hier in diesem Thread gelernt habe, wie schnell (nicht nur leichtfertig, sondern geradezu bösartig!) einem der Hirntod unterstellt wird, habe ich keine Lust, in den Augen der Organspendermafia nur noch als wandelndes (und dabei widerspenstiges) Rohstofflager angesehen zu werden.
Den Organspenderausweis habe ich Dank dieser Diskussion als lebensgefährliches Risiko identifiziert!
(Hätte ich früher nicht gedacht, aber bisher hatte mich auch keiner für hirntod gehalten.)

Ich verwahre mich entschieden gegen derartige Sprüche. Warum? Ganz einfach - zumindest bei der Leichenspende hat kein Beteiligter einen finanziellen Nutzen von einer vorsätzlichen Ermordung eines potenziellen Spenders. Die Organentnahme erfolgt von speziellen "klinikfremden" Teams. Damit besteht kein finanzieller Anreiz, Organe zu entnehmen. Die Meldung eines potenziellen Spenders zieht keinerlei Gratifikation nach sich - somit entfällt auch hier finanzieller Anreiz. Die Zuteilung der Organe erfolgt über Eurotransplant - dort wird entschieden, wer das Organ bekommt. Es ist illusorisch zu glauben ,das klinik A einen potenziellen Empfänger betreut und solange "Organspender-Leichen" produziert, bsi dann ein passender Spender erfolgreich "ermordet" wurde

Zitat:

Es geht ja auch um viel Geld. Oder sogar das Leben eines "Don" oder eines "von und zu".
Ich kann eine theoretisch mögliche Ermordung oder unterlassene Hilfeleistung wahrscheinlich nicht verhindern. Aber ich werde sie nicht auch noch mit einem Organspenderausweis nachträglich "belohnen".

Soll ruhig den ordentlichen Rechtsweg gehen, mit der "Gefahr" einer gerichtsmedizinischen Obduktion statt möglichst schnellem und spurlosen Organverkauf.

Nein, Du verdienst da garnix dran - sh. oben. Wenn man sich die erforderlichen vorzuhaltenden Ressourcen eines Transplantationszentrums vor Augen hält und dann die Erlöse einer TX (Transplantations-Abkürzung) dagegenrechnet, den Aufwand bei der TX und in der Nachsorge mitrechnet - das ist ein Nullsummenspiel. Da häuft keine Klinik Reichtümer mit an.

der Vorwurf, das sich Reiche und Don X Organe erkaufen können, ist (wieder unter dem Gesichtspunkt Leichenspende und TX-Richtlinien in D) bestenfalls schlecht informiert - von bewusster Stimmungsmache und Lüge will ich da nicht reden. Es sit nicht ungewöhnlich, dass das Organ abgestoßen und eine Nachtransplantation erforderlich wird. Bei einer Niere kann man d warten und mit Dialyse überbrücken - bei Herz ist es dann eine Notfall-TX ! In meinem eigenen Bekanntenkreis hat ein netter Herr jetzt endlich mit Hilfe der dritten Niere-TX ein gutes Leben. Sein besonderer gesellschaftlicher Status? Er arbeitet auf dem Wertstoff-Hof - zu deutsch bei der Müllabfuhr. hat sich das Organ bestimmt mit ein paar leergefressenen Joghurtbechern erkauft.

Zitat:

@muhmann schrieb am 15. Januar 2018 um 16:40:35 Uhr:


xxxx
Ich denke aber, die Organspende sollte ein selbstloser Akt sein. Ich finde nicht, dass man dafür irgendwelche Vorteile gewährt bekommen muss.

Stattdessen merke ich an Diskussionen wie dieser hier, bei der es um Leichenfledderer und korrpte Ärzte geht, dass dem Thema mehr Transparenz gut tun würde.

Woher kommt diese Erkenntnis? Wieso korrupte Ärzte? Welche entsprechenden Fälle kennst Du? Solche Sprüche sind es, die im Hirn haften bleiben. Da kann man ellenlange Abhandlungen zum wirklichen Ablauf, zu den hervorragenden Kontrollmechanismen schreiben - dann wird mit derartigen "Argumenten" gekonter. nein, es gibt (immer unter der Prämisse Leichenspende und Deutschland - zu China, Russland, Indien etc kann ich mich nicht äußern)

Zitat:

Warum wird nicht mehr darüber informiert, wie eine Aufnahme von Unfallopfern, die Identitätsfeststellung, die Information der Angehörigen, die Feststellung des Hirntodes, die Entscheidung über die Organentnahme, die Organverteilung, die Organentnahme, die Transplantation im echten Leben durchgeführt werden?
Das würde der Grundskepsis gegen dieses Thema entgegenwirken.
Meiner Erfahrung nach ist dieses diffuse Halbwissen immer problematisch. Die Menschen fühlen sich sicherer, wenn sie die wissen, was passiert. Das ganze Prozedere muss viel transparenter gemacht werden.
Das würde der Spendebereitschaft viel mehr nutzen, als ein weicheres Kissen im Sarg, das von der Krankenkasse gesponsored wird.

Wird doch immer wieder - aber es will keiner lesen. Es ist zu anstrengend, zu unangenehm, lästig - da ist es einfacher, mit irgendeiner Parole daherzukommen. Ich weiß nicht, wie oft ich selber hier auf MT versucht habe, das Thema neutral und mit einer gewissen Grundkenntnis zu beleuchten - es endet immer mit den gleichen Sprüchen.

Es ist legitim zu sagen "Ich will nicht", aber es ist inakzeptabel, dafür hanebüchene und völlig falsche Scheißhausparolen herbei zu zerren. Es läuft nicht wie in "Fleisch (für Dr. Jackson)" - aber dieses (auch noch schlecht gemachte) Unterhaltungs-Filmchen wird ja schon fast zur Dokumentationsikone hochstilisiert und wie ein Mantra immer wieder zitiert

Und ich habe 0016 mit wewa verwechselt. Geht's noch, sammler...

Sorry, Freunde.
Ich werde alt.
Meine Organe will besser keiner mehr.

Ja, ja, das Thema geht unter die Haut ...
Vielleicht sitzt meine Seele gar nicht im Gehirn, sondern im Herz oder im Bauch - oder im Schließmuskel ... wer weiß das schon?! Aber ebenso wie es das Recht auf "Vergessen" gibt und Google deshalb nicht alle Seiten bis in alle Ewigkeit verlinken darf, muss es auch ein Recht auf "Unorganisiertheit" geben. Also das Recht, Dinge einfach geschehen zu lassen ohne dass etwas geregelt sein muss. Das Wort dafür ist Freiheit.

Zitat:

@twindance schrieb am 15. Januar 2018 um 21:07:40 Uhr:


@muhmann schrieb am 15. Januar 2018 um 16:40:35 Uhr:
xxxx
Ich denke aber, die Organspende sollte ein selbstloser Akt sein. Ich finde nicht, dass man dafür irgendwelche Vorteile gewährt bekommen muss.

Stattdessen merke ich an Diskussionen wie dieser hier, bei der es um Leichenfledderer und korrpte Ärzte geht, dass dem Thema mehr Transparenz gut tun würde.

Zitat:

Woher kommt diese Erkenntnis? Wieso korrupte Ärzte? Welche entsprechenden Fälle kennst Du? Solche Sprüche sind es, die im Hirn haften bleiben. Da kann man ellenlange Abhandlungen zum wirklichen Ablauf, zu den hervorragenden Kontrollmechanismen schreiben - dann wird mit derartigen "Argumenten" gekonter. nein, es gibt (immer unter der Prämisse Leichenspende und Deutschland - zu China, Russland, Indien etc kann ich mich nicht äußern) hochstilisiert und wie ein Mantra immer wieder zitiert

Ich kenne selbstverständlich keine Beispiele.
Du hast mich da leider nicht richtig verstanden, fürchte ich.
Ich meinte, dass in dieser Diskussion wieder hahnebüchende Beispiele von korrupten Ärzten, leichenfleddernden Sanis etc. kommen.
Da herrscht eine diffuse Angst, die sich in irgendwelchem Halbwissen auf Bildzeitungsniveau begründet.
Wenn dagegen etwas helfen kann, dann Aufklärung.

Natürlich gibt es, wie du ganz korrekt schreibst, auch andere, persönliche, Gründe gegen eine Organspende. Unter anderem religiöse Gründe. Wer aus diesen Gründen nicht spenden will, tut das halt nicht. Das muss ja jeder selbst wissen.

edit:
ich gebs auf, das Zitat zu reparieren. Ich denke, man erkennt, was von wem ist.

Ich denke, der entscheidende Punkt ist der, den muhmann erwähnt hat:
der Ausweis steckt in meiner Brieftasche, weil ich möchte, dass mein Körper, nach meinem Tod, Leben ermöglichen kann.
Mag sein, dass es eine negative Streuung gibt (wie überall). Aber das ändert nichts an meiner Intention.
Ist es in Ordnung, das richtige zu unterlassen, weil sein Erfolg nicht fest steht?

Zitat:

@twindance schrieb am 15. Januar 2018 um 21:07:40 Uhr:


Ich verwahre mich entschieden gegen derartige Sprüche. Warum?

Aber dagegen, einem Forumsteilnehmer den Hirntod zu unterstellen - gerade bei diesem Thema Organspende - verwahrst du dich ganz offensichtlich nicht.

Warum nicht?

Kennst Du den Begriff Hirntod nicht und hast demzufolge keine Ahnung von der Sensibilität bei diesem Thema?

Oder bist du selbst in diesem "Geschäft" (und hast ganz eindeutige Interessen)?

Natürlich kommt da einem "Fleisch" in den Sinn!

Zitat:

@tourio schrieb am 15. Januar 2018 um 21:53:37 Uhr:


Ich denke, der entscheidende Punkt ist der, den muhmann erwähnt hat:
der Ausweis steckt in meiner Brieftasche, weil ich möchte, dass mein Körper, nach meinem Tod, Leben ermöglichen kann.

Oder - und da rege ich nochmals an, mal auf den Ausweis zu schauen - wenn z.B. TomS - genau dem widersprechen möchte. Kreuzle bei Kästchen Nr. 4.
Dann ist das auch eine klare Ansage: "Ich will das nicht".

Dafür darf niemand angegriffen werden, denn das ist jedermanns freie Entscheidung.

Auch für den Fall, dass man sich gegen eine posthume Verwertung seiner Gewebestrukturen ausspricht, ist das hilfreich, das klar bestimmt zu haben. Dann herrscht gleich Klarheit. Die Leiche kommt in die Kiste und nicht mehr auf den Seziertisch.

Ich finde den ja ganz putzig (Bild, Fundstelle)

Aus Österreich.

Als hätte ich es geahnt. 🙄

Zitat:

@tomS schrieb am 15. Januar 2018 um 22:00:08 Uhr:



Zitat:

@twindance schrieb am 15. Januar 2018 um 21:07:40 Uhr:


Ich verwahre mich entschieden gegen derartige Sprüche. Warum?
Aber dagegen, einem Forumsteilnehmer den Hirntod zu unterstellen - gerade bei diesem Thema Organspende - verwahrst du dich ganz offensichtlich nicht.
Warum nicht?
Kennst Du den Begriff Hirntod nicht und hast demzufolge keine Ahnung von der Sensibilität bei diesem Thema?
Oder bist du selbst in diesem "Geschäft" (und hast ganz eindeutige Interessen)?
Natürlich kommt da einem "Fleisch" in den Sinn!

Ich hätte es anders formuliert - aber die Rettungskräfte als Plünderer zu bezeichnen, weil sie bei Nacht, Nebel, Regen und Eiseskälte ihren Arsch riskieren, um anderen zu helfen - wie gesagt, ich hätte es anders formuliert.

Und klar - morgen fliege ich auf die Malediven, weil ich gerade einen Gutgläubigen im Keller ausgeweidet und die Innereien finsteren OP-Gestalten verhökert habe 🙄

Oh mein Gott - ein Filmchen als Argumentation und Beweis für die Existenz der Organhandelmafia heranzuziehen - wie gesagt, ich hätte es anders formuliert

Zitat:

@tomS schrieb am 15. Januar 2018 um 22:00:08 Uhr:


Kennst Du den Begriff Hirntod nicht und hast demzufolge keine Ahnung von der Sensibilität bei diesem Thema?
Oder bist du selbst in diesem "Geschäft" (und hast ganz eindeutige Interessen)?

Man darf unterstellen, dass der Ritter hier wohl die meiste Ahnung aller von der Bedeutung des Terminus' "Hirntod" hat. Dass es mit dem Geschäft nicht weit her ist hat er kompetent erläutert. Blieben die eindeutigen Interessen: Ja. Das Interesse, den Menschen zu helfen. Was er zum Glück nicht alleine hat.

Gruß Michael

Deine Antwort