Motortausch BMW M 51 in Opel Omega X25DT
Ich habe einen Omega mit 131 PS und dem X25DT Motor, Laufleistung lt. Tacho 175 tkm, Baujahr 2000, welcher defekt war.
Es kam hier ein Motor von BMW 525 TDS (143 PS) rein / Baujahr 1997, gleicher Hubraum.
Der Wagen will einfach nicht richtig anspringen und hat keine volle Leistung im oberen Drehzahlbereich. Beim Kaltstart (2 x vorglühen) kann ich Glück haben, dass er kommt oder auch nicht, dann muß ich ca. 7 sec orgeln. Warmstart gleiches Prinzip, ca. 7 sec. orgeln. Wenn er jedoch noch einigermaßen warm ist, er wieder vorglüht, kommt er gleich. Wenn er ansonsten läuft, habe ich das Gefühl, dass er auch ganz normal durchzieht. Bin jetzt jedoch 1 x auf der Autobahn gewesen und bei 175 km/h war dann irgendwie Feierabend, als wenn ihm die Luft abgedreht wurde.
Eingebaut wurde der BMW Motor 525 TDS (M51) mit 143 PS incl. Kopf und Dieselpumpe.
Es wurde zu diesem Thema auch schon ein Beitrag aus 2005 beschrieben. Hier schrieb "Eckes 14", (vom 30.08.2005) dass die BMW Dieselpumpe nicht mit den Steuergerät vom Opel kompatibel ist. Er erklärte dieses: " Die BMW ESP hat eine andere Steckerbelegung (3 o. 4 Adern), wobei die BMW ESP sich die vollen 12 Volt aus irgendeinen Schaltkreis zieht (woher auch immer???). Die Opel ESP über ein Relais gesteuert wird, wobei diese ihre Voltzahl vom Steuergerät bekommt. Somit kommt es dazu, dass die BMW ESP in meinem Opel mit nur ca. 5 V angesteuert wird.
Wenn dies alles richtig ist, müßte ja logischerweise die ESP gewechselt werden (die alte ESP habe ich noch, wäre nicht das Problem).
Kann es jedoch auch sein, dass die Einspritzpumpe nur neu justiert werden müßte und sie doch kompatibel ist, ansonsten läuft er ja.
Ich weiß jetzt nicht, wo der Förderbeginn vor OT bei BMW ist (im Forum 0,78- 0,95 mm???) und bei Opel 0,93 mm. Der Spritzbeginn wurde auch getestet, schwankte im Leerlauf zwischen 0 - 6.
Wenn der Spritzbeginn nun (weil verstellt) nicht mehr weiter im oberen Drehzahlbereich verstellt werden kann, würde es den Leistungsverlust im oberen Drehzahlbereich erklären. Im Startverhalten würde ich es damit erklären, dass er ja grundsätzlich erst einmal falsch eingestellt ist und sich erst beim Laufen des Motors selbst nachregulieren kann.
Es ist mein 3 Omega, jedoch mein erster Diesel, habe hiervon nicht allzuviel Ahnung, habe mich erstens hier eingelesen und zweitens kam es ja beim Schrauber (Fachwerktstatt hatte schon zeitig die Flügel gestrichen) ja zum Motorenwechsel. Hier habe ich z.T. dann auch geholfen und über die Schulter geschaut. Ansonsten schraube ich schon an den Fz, bin jedoch kein Gelernter (Etzold "so wirds gemacht" ist meine Broschüre).
Fehlerauslesen brachte keine weiteren Erkenntnisse.
Auf die o.g. Problematik mit den unterschiedlichen Spritzbeginn habe ich meinen Schrauber hingewiesen und er wurde nachdenklich.
Kannst einer Angaben über den Fördergebinn vor OT bei BMW (Motor M 51) machen??
Woher kommt eigentlich der Leistungsunterschied der beiden "gleichen" Motoren??
Hat einer eine andere Idee, woran es liegen könnte?????
Sollte ich nur die ESP wechseln, die alte ist generalüberholt????
Das wurde bereits gemacht:
- Dieselfilter gewechsel
- Kompression alle bei 30 bar
- Glühkerzen ok
- Glührelais gewechselt
- Batterie ok
- Glühzeiten überprüft / ok
- Dieselversorgung / Pumpen etc. ok
Wer kann helfen.
Thomas
Beste Antwort im Thema
denke mal das dein Schrauber halt da etwas Tüfteln muß !
er wird davon schon genug verstehen!
zum Einstellen gibt es Kleinigkeiten die große Wikung haben,
gerade die Kettenlängung ist ja nur zu Schätzen,
deswegen auch die unterschiedlichen Einstellwerte nach Laufleistung und
die `Schätzwerte`zum ordentlichen Einstellen!
die Spiele in der Kette,den Kettenrädern bedingen ja,das beim Einstellen immer
nur in die Drehrichtung des Motors gedreht wird,nie anders herum!
selbst wenn alles gut eingestellt ist und von der Meßuhr her hinhaut und
auch die NW blockiert sein sollte und der richtige Bolzen hinten an der Schwungmasse
sitzt(wenn man soweit vorgestoßen sein sollte,bei der Nockenwelle)kann man
die richtige Einstellung der E-Pumpe nur über die 3 Befestigungslöchern
erreichen,über das verdehen des E-Pumpengehäuses wird alles eingestellt(Meßuhr) !
normal macht man es so,
-Kurbelwelle wird in Uhrzeigersinn in Richtung OT Zylinder 1 gedreht
(ungefähr zwischen 60 -90 Grad vor OT), bis die Anzeige der Meßuhr eine gewisse
Zeit in der unterster Stellung verharrt.
-dann Nullt man die Meßuhr
-die ungefähre OT-Stellung vom ersten Zylinder kann man schnell prüfen,einfach den
Öleinfülldeckel abmachen und auf den Nocken der NW schauen,der Nocken steht
mit seiner Spitze in einer gedachten Linie(von vorne gesehen)neben
der Befestigungmutter vom NW-Lager
-der Absteckdorn für die Schwungmasse ist übrigens abgesetzt !
an seiner Spitze 8 mm(2 cm lang)und danach geht er auf 11,7-11,8 cm im Durchmesser,
Gesamtlänge so 120-120 mm !http://shop.dingocroft.co.uk/acatalog/lrt-12-108.JPG
-dieser Dorn kommt unterhalb vom KW-SEnsor rein
-danach wird die Kurbelwelle im Uhrzeigersinn weitergedreht, bis der Dorn in der
entsprechenden Öffnung des Schwungrads einrastet(OT).
-dann den Hub des Verteilerkolbens an der Messuhr ablesen(die hoffentlich vor dem
Drehen genullt wurde)!
-Meßwert ablesen,falls es nicht stimmt gehts weiter,mit dem Einstellen
-dann die unterste Mutter(am Blech) der 3 Befestigungsschrauben
richtig lösen und die anderen beiden Muttern leicht lösen!!!!!!!!!
-E-Pumpengehäuse verdrehen,bis der richtige Wert eiungestellt ist(Kettenlängung)
Versuchswert (Laufzeit der Steuerkette > 20000 km) 0,90 ... 0,78 mm
-so nahe wie möglich bei 0,85-0,90 mm einstellen
-danach muß die Einstellung noch einmal Nachkonrolliert werden !
-Blockierdorn ein Stück zurüchziehen
-Meßuhrspitze zurückziehen und festhalten,wegen Beschädigungen und verstellen des Nullpunktes der Meßuhr!
-Motor drehen,bis der Nocken der NW wieder ca. da steht wo er vor dem ersten
Nullen der Meßuhr gestanden hatte
-wo sich die Meßuhr nicht mehr bewegt,wieder die Nullung vergleichen oder neu
Nullen
-weiter in Drehrichtung drehen bis der Dorn wieder einrastet und Meßuhr ablessen
am besten 2 mal Drehen und Ablesen!
mfg
16 Antworten
Gute Vorgehensweise!
Erst Nummer vergleichen und dann Förderbeginn einstellen.
Alles andere wäre spekulativ gewesen.
Eure Verbissenheit sollte andere Mitmenschen hier Anspornen sein
auch erst einmal nach den `kleinen` Ursachen zu suchen und die
zu bekämpfen!
nicht immer sind die gebrauchten Teile was man bekommt Astrein,
sind ja auch immer bis zum Ausbau tadellos gegangen(laut Verkäufer)!
sogar neue Teile kann man manchmal in die Tonne kloppen,vor WUT!
man macht übrigens keine neuen Fehlerquellen auf,sondern beseitigt sie,
wenn ein paar Kleinigkeiten mal Nachkontrolliert werden!
Nebenbei kann man diese Sachen auch bei einer erneuten Fehleranalyse
ausschließen!
Viel Erfolg!
mfg