Motorschaden bei 104.000km, Wasserpumpe defekt
Odyssee eines Motorschadens bei 104.000 km.
Brief an die Adam Opel AG
15.05.2006
Frage an die Motorenexperten Ihres Hauses:
„Können Rückwärtsbewegungsversuche (Schieben des Autos) bei eingelegtem Gang zu einem irreparablen Motorschaden führen?“
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin mit meinem Opel Vectra ohne Benzin liegengeblieben. Mit nachgefülltem Benzin waren dann meine anschließenden Startversuche vergeblich, sodass mein Auto in eine Opel-Werkstatt abgeschleppt werden musste. Dort wurde mir mitgeteilt, dass bei Liegenbleiben ohne Benzin kein großer Schaden entstanden sein kann. Umso erstaunter war ich dann, als mir mitgeteilt wurde, dass ein irreparabler Motorschaden vorliegt. Ich fragte dann nach den Ursachen und mir wurde mitgeteilt, dass der Zahnriemen zu locker gewesen sei und daher um 4 Zacken umgesprungen sei, wodurch dann der Motor irreparabel geschädigt worden ist.
Die Kühlmittelpumpe (Wasserpumpe) hätte eine Undichtigkeit gehabt, was einerseits dazu geführt hätte, dass der Zahnriemen in seiner Materialfestigkeit weicher geworden wäre und andererseits wäre die Spannrolle dadurch auch beschädigt worden, wodurch der Zahnriemen dann zu locker wurde.
Für mein Auto der Marke Opel Vectra des Baujahres 1998 sind die Wechselintervalle des Zahnriemens mit 60.000 km festgelegt. Mit 59.000 km wurde in der oben erwähnten Opel-Werkstatt der Zahnriemen erneuert. Mein Auto hat derzeit einen Kilometerstand von 104.000 km. Verständlicherweise war ich über die Kurzlebigkeit der Opel-Kühlmittelpumpen verärgert und nahm mir vor, nie wieder einen Opel zu kaufen, denn schon bei meinen Opel aus den siebziger und achtziger Jahren waren die Kurzlebigkeit der Opel-Wasserpumpen ein Problem und ich war eigentlich der Meinung, dass es einem Hersteller gelingen sollte, dieses Problem innerhalb eines Zeitraumes von 30 Jahren zu beheben.
Ich ließ daraufhin den Wagen in die Werkstatt meines Vertrauens schleppen. Aber auch dort bekam ich die Antwort, dass eine Reparatur des Motors mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist. Der Werkstattmeister meinte aber, dass der Motorschaden verwunderlich sei, da der Zahnriemen unversehrt sei und auch die Spannrolle keine Oxidation vorweise, wie bei defekten Wasserpumpen üblich. Die Wasserpumpe sei auch nicht undicht. Er fragte mich dann, ob versucht wurde den Wagen mit eingelegtem Gang rückwärts zu bewegen?
Dadurch würde die Spannrolle des Zahnriemens entspannt und dies hätte letztlich zu meinem Motorschaden geführt. Da der Wagen aus einer Verkehrsgefahrenzone rückwärts weg geschoben wurde, ist dies durchaus vorstellbar.
Daher meine Frage an Ihre Motorenexperten: Kann ein solcher Motorschaden auf diese Weise hergeführt werden?
Wenn Ja, dann sollten die Autohersteller einen entsprechenden Passus in ihr Benutzerhandbuch/Betriebsanleitung insbesondere unter der Rubrik Pannen (Liegenbleiben ohne Benzin) aufnehmen. Meines Wissens ist dies bis dato nicht der Fall, was vor dem Hintergrund der Markteinführung eines Opel Astra in Amerika, wo ein strengeres Produkthaftungsgesetz vorliegt, erstaunlich wäre.
Im Moment bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten Motor, da ich aufgrund des starken Motorschadens und der fehlenden Reparaturmöglichkeit keinen Austauschmotor erwerben kann (nur mit weiteren erheblichen Kosten verbunden).
Es geht mir mit meiner Frage nicht um die genaue Ursache meines Motorschadens, sondern um die generelle Frage:
Kann durch Bewegungsversuche mit eingelegtem Rückwärtsgang die Spannrolle des Motors so manipuliert werden, dass der Zahnriemen gelockert wird, dieser dann durch die anschließenden Startversuche um eine Zacken überspringt und zu einem Motorschaden führen kann?
Für eine Beantwortung meiner Frage bedanke ich mich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
xxxxx
ZWEITES SChRREIBEN AN OPEL AM 29.05.2006
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 15.05.2006 schickte ich folgendes Schreiben per Post an Sie, auf das ich bis heute leider noch keine Antwort erhielt. Deshalb versuche ich es noch einmal auf diesem (schriftlichem Wege statt per E-MAIL)Wege und darf Ihnen auch als Anlage die Antworten mitteilen, die ich schon auf mein Schreiben erhalten habe (s.u.). Aus diesen lassen sich aber leider keine genauen Rückschlüsse auf die Ursache des Motorschadens schließen. Ich wurde an Ihr Unternehmen verwiesen um dort um Rat zu fragen.
Für eine helfende Antwort bedanke ich im Voraus und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
KORRESPONDENZ MIT OPEL : Antwort auf mein Schreiben vom 15.05. am 06.06.
Opel Service Center
___________________________________________
Telefon: +49 (0)6142 - 7 75000
Telefax: +49 (0)6142 - 7 67999
Sehr geehrter Herr XXXXX,
vielen Dank für Ihre E-Mails vom 15. Mai 2006 sowie vom 29. Mai 2006, in der Sie Fragen zu dem Motorschaden Ihres Opel Vectra stellen. Zunächst möchten wir uns bei Ihnen für die ungewöhnlich lange Bearbeitungszeit entschuldigen.
Es tut uns Leid, dass es zu dem genannten Schaden gekommen ist. Kundenzufriedenheit ist für uns genauso wichtig wie die Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge. Um Ihre Fragen recherchieren zu können benötigen wir noch folgende Informationen:
Von welchem Opel Partner werden Sie betreut?
Wie lautet die Fahrzeug Ident.-Nr. Ihres Opel Vectra?
Bitte lassen Sie uns diese unter der oben genannten Telefon- oder Faxnummer, per E-Mail oder als Brief an die Anschrift "Adam Opel GmbH, Kunden Info Center, 65423 Rüsselsheim" zukommen. Wir werden uns dann gerne sofort mit Ihrem Opel Partner in Verbindung setzen, um Ihr Anliegen zu klären.
Aktuelle Informationen über die Marke Opel finden Sie auf unserer Homepage www.opel.de oder bei Ihrem Opel Partner vor Ort, der gerne Ihre Fragen beantworten wird.
Mit freundlichen Grüßen
Adam Opel GmbH
xxxx xxxxxx
GEGENANTWORT VON MIR am 08.06.2006
Adam Opel GmbH
Service Center
65423 Rüsselsheim
Ihr Zeichen: xxxxxxxxxxxxxx
Sehr geehrter Herr xxxxxx,
zunächst möchte ich mich für Ihre Antwort recht herzlich bedanken.
Ich darf Ihnen auf diesem Wege die Fahrgestellnummer meines Opel Vectra mitteilen, die ich einer Rechnung entnehme, da meine Zulassung für mich derzeit nicht einsehbar in der Werkstatt ist.
WOLO JBFxxxxxxxxxxxxxxx
(M-NR) X18XE-14417637
Zulassungsdatum: xx.07.1998
Aufgrund meiner Berufstätigkeit und umzugsbedingt hatte ich in den letzten Jahren keinen festen
Opel-Partner, der mein Fahrzeug betreute. Ich habe unterschiedliche Opel-Partner aufgesucht wie z.B.:
Opel Johannes in xxxxxxxxx am 21.05.2005 : Kontakteinheit des Airbags ersetzt,
insgesamt: 158,65 EUR
Opel Dechent in xxxxxxxxx am 02.12.2005 (KM-Stand:96.960) Kurbelwellensensor, Nockenwellensensor ers. Drosselklappenteil gereinigt, Bremsscheiben, Bremsbeläge, Handbremsbeläge ers., Abgasuntersuchung und Hauptuntersuchung
insgesamt: 809,89 EUR.
Am 22.12.2005 wurde dort auch der Kabelsatz Klopfsensor nach Marderverbiss instandgesetzt,
insgesamt: 63,89 EUR.
Nachdem ich nun nach xxxxxxxx umgezogen bin, habe ich mich für Opel xxxxxxx in xxxxxxxx als betreuenden Opel-Händler entschieden, wo auch der Vorbesitzer den Wagen warten ließ, zuletzt am 05.11.2003 (KM-Stand: 59.541) Zahnriemen erneuert im Rahmen der Opel-Inspektion
insgesamt: 491,20 EUR.
Diese Werkstatt teilte mir leider auch den irreperablen Motorschaden mit.
Ich habe Ihnen die gescannte Rechnung mit der Diagnose des Motorschadens als Anlage beigefügt.
Den weiteren Verlauf entnehmen Sie bitte meinem Schreiben.
Derzeit befindet sich mein Wagen in der Werkstatt xxxxxx in xxxxxx, die sich unter anderem auf den Einbau, Umbau und Tuning von insbesondere Opel-Motoren spezialisiert haben.
Nachdem ich seit 29.04.2006 nur noch per Fahrrad unterwegs bin, habe ich mich für den Einbau eines Ersatzmotors entschieden, da mein Auto ohne Motor unverkäuflich ist und ich noch kein geeignetes Ersatzfahrzeug erwerben konnte. Ich freue mich schon jetzt meinen besorgt nachfragenden Freunden, Bekannten und Mitarbeiterkollegen endlich mitteilen zu können, dass ich nach hoffentlich erfolgreichem Einbau eines Ersatzmotors, den ich privat erworben habe, wieder ein Auto habe.
Was jedoch für mich ungeklärt bleiben wird, ist die Ursache für den übergesprungenen Zahnriemen, der dann zu dem Motorschaden geführt hat.
Für Ihre Mühe mit meinem zuletzt betreuenden Opel-Partner Kontakt aufzunehmen, um meine Fragen zu recherchieren, bedanke ich mich im Voraus und
verbleibe mit freundlichen Grüßen
xxxxxxxxxx
ANTWORT VON OPEL IN BRIEFFORM AM 21.06.2006
Kunden Info Center
Ihr Opel Vectra
Sehr geehrter Herr XXXX,
wir bedanken uns für Ihr Schreiben vom 23. Mai 2006 und bitten Sie, die unüblich lange Bearbeitungszeitdauer zu entschuldigen
Sie haben uns um Informationen über Folgen der Rückwärtsbewegung bei eingelegtem Rückwärtsgang Ihres Opel Vectra gebeten.
Nach Rücksprache mit der zuständigen Fachabteilung, schließen wir ein Überspringen des Zahnriemens beim langsamen Schleppen und Schieben mit eingelegtem Rückwärtsgang aus, da für die Änderung der Drehrichtung das Getriebe und nicht der Motor zuständig ist. Das bedeutet, dass die Zahnriemenspannung konstant bleibt.
Sehr geehrter Herr XXXX, wir hoffen, zur Klärung des Sachverhaltes beigetragen zu haben, und stehen Ihnen gerne wieder zur Verfügung. Aktuelle Informationen über die Marke Opel finden Sie auf unserer Homepage www.opel.de oder bei Ihrem Opel Partner vor Ort, der gerne Ihre Fragen beantworten wird.
Mit freundlichen Grüßen
Adam Opel GmbH
GEGENANTWORT VON MIR:
Adam Opel GmbH
Service Center
65423 Rüsselsheim
Ihr Zeichen: xxxxxxxxxxxx 27.06.2006
Sehr geehrte Damen und Herren,
für Ihr Bemühen in meiner Sache mit Ihrer Fachabteilung Rücksprache zu halten bedanke ich mich.
Ich finde es aber schon lustig, dass Sie zu meinem Motorschaden überhaupt keine Position beziehen. Da Ihre Fachabteilung mit Ihrer Aussage ein Verursachen durch eine fehlerhafte Bedienung meinerseits ausschließt, kann nur die Aussage der Opel-Werkstatt (siehe frühere Schreiben) zutreffen, dass der Zahnriemen durch eine fehlerhafte Wasserpumpe übergesprungen ist.
Wenn man sich als Kunde eines Opel's an den Kundenservice wendet, dann erwartet man diesbezüglich eine Antwort oder aber es scheint bei Opel mittlerweile bekannt und normal zu sein, dass die Motoren dieser Baureihe derartige Mängel aufweisen und man geht erst gar nicht auf eine Diskussion ein und versucht das Thema geschickt zu umgehen, denn dass Motoren bzw. Kühlmittelpumpen nach einer Motorlaufleistung von 104.000 Km defekt sind, kann wohl nicht die Regel sein. Opel sollte dann, wie schon bei den Wechselintervallen des Zahnriemens geschehen, sich überlegen, die Wechselintervalle der Kühlmittelpumpen von 120.000 km (Aussage der Opel-Werkstatt)herabzusetzen.
Mir stellt sich die Frage in wieweit ich rechtliche Mittel nach Untersuchung des Motors durch einen DEKRA-Verständigen einlegen soll, aber wahrscheinlich werde ich wenig Erfolg haben.
Für mich ist es jedenfalls traurig, dass von einem deutschen Autohersteller eine solche schlechte Qualität produziert wird. Nachdem ich in den letzten 10 Jahren ohne große Reparaturen Nissan gefahren bin, war ich stolz, wieder ein Auto einer deutschen Marke zu fahren. Aber leider muss ich feststellen, dass ich mir OPEL auf Dauer nicht leisten kann.
Von einem Bekannten habe ich erfahren, dass andere deutsche Hersteller bei fehlerhaften Materialien entweder Rückrufaktionen starten oder aber bei fehlerhaften Materialien sich kulant zeigen.
Ich für mich habe daher meine Konsequenzen gezogen und werde mir keinen Opel mehr kaufen. Ich bitte Sie daher, meine Adresse in den Kundendatenbanken für Werbemailings und Werbebriefe der einzelnen Opel-Händler streichen zu lassen.
Ich bin unter
Xxxxxxxx
Xxxxxxx
xxxxxxxxx
geführt.
Mein Vater, der einen Opel Vectra des Baujahres 1999 besitzt, überlegte sich einen neuen Opel Zafira bzw. Vectra zu kaufen. Wir besuchten anlässlich der Vorstellung des Opel-Astra-Twin-Top eine Opel-Vertragshändler. Angesichts meines mysteriösen Motorschadens und der langen Wartezeiten auf Antworten von Opel, hat er aber nun seine Entscheidung zurückgestellt. In meinem Bekanntenkreis ernte ich auch nur Kopfschütteln, wenn ich erzählen muss, dass mein Opel bei einer Laufleistung von nur 104.000 km eine irreparablen Motorschaden aufgrund einer defekten Kühlmittelpumpe hatte.
Für eine Stellungnahme bedanke ich mich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
xxxxxxxxxxxxxxxxx
ANTWORT VON OPEL AM 17.07.2006
Opel Service Center
___________________________________________
Telefon: +49 (0)6142 - 7 75000
Telefax: +49 (0)6142 - 7 67999
Sehr geehrter Herr XXXX,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 26. Juni 2006.
Selbstverständlich stehen wir für alle Anfragen unserer Kunden gerne zur Verfügung und es tut uns Leid, dass es zu dem genannten Schaden gekommen ist. Kundenzufriedenheit ist für uns genauso wichtig wie die Zuverlässigkeit unserer Fahrzeuge. Deshalb helfen wir unseren Kunden bei nicht eindeutig auf Verschleiß oder äußere Einwirkung zurückzuführenden Defekten gerne im Rahmen der Kulanz, um finanzielle Belastungen kurz nach Ablauf der Neuwagengarantie abzufedern.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass technische Sachverhalte allein auf der Basis von Schilderungen aufgrund der räumlichen und zeitlichen Trennung nicht zu beurteilen sind. Da hierauf aufbauende Stellungnahmen mit einem zu hohen Unsicherheitsfaktor verbunden sind, verzichten wir auf jede Art der Ferndiagnose. Im Sinne einer einheitlichen Entscheidungsfindung bezüglich Kulanzen prüfen unsere Opel Partner auf Basis der objektiv anwendbaren Kriterien Laufleistung und Betriebsdauer eines Fahrzeuges sowie der Einhaltung des Opel Inspektionssystems, inwieweit eine solche freiwillige Kostenbeteiligung eingeräumt werden kann.
Wir haben deshalb mit Ihrem Opel Partner vereinbart, dass er auf der Basis ordnungsgemäß durchgeführter und im Serviceheft Ihres Opel Vectra dokumentierter Inspektionsnachweise vor Ort prüft, in wie weit eine Kostenbeteiligung möglich ist. Bitte legen sie daher unserem Ansprechpartner Herrn XXXXX das Serviceheft Ihres Fahrzeuges mit dem Nachweis über die durchgeführten Inspektionen vor, damit die Kulanzprüfung vorgenommen werden kann.
Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ein Wechsel der Wasserpumpe bei Zahnriemenwechsel nicht vorgeschrieben ist. Es obliegt dem jeweiligen Opel Partner zu entscheiden, ob dies notwendig ist oder nicht.
Wir hoffen, dass wir zur Klärung des Sachverhaltes beigetragen zu haben, und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Adam Opel GmbH
xxxxxxx xxxxx
Adam Opel GmbH
Service Center
65423 Rüsselsheim
Ihr Zeichen: 1-482094744 gpf 17-Jul-2006 9:03
Motorschaden und kein Ende der Odyssee
Sehr geehrter Herr ZZZZZ,
aufgrund Ihres Schreibens bin ich im August 2006 zu Ihrem Opel Partner gefahren. Dort teilte man mir mit, dass Herr XXXXX gerade seinen Jahresurlaub angetreten hat. Es wurden Ihr Schreiben und die Seiten des ausgefüllten Serviceheftes kopiert, sowie meine Telefonnummer notiert. Herr XXXXXX würde sich nach seinem Urlaub mit mir in Verbindung setzen. Als ich dann bis Ende September nichts hörte bin ich am 29.Septmeber wiederholt zu Ihrem Opel Partner gefahren. Ich legte wiederholt das Serviceheft vor, das die ordnungsgemäße Inspektion mit Zahnriemenwechsel bei 59.541 km belegt. Eine Kopie der entsprechenden Rechnung mit den ausgeführtren Tätigkeiten und Teilen habe ich Ihnen als Anlage beigefügt. Herr XXXXX meinte zunächst, dass Opel wohl keine Kulanz walten lasse, da die Reparatur nicht bei einem Opel-Partner durchgeführt worden wäre. Beim Verlassen des Büros bemerkte er tröstend, dass mir so ein Motorschaden auch mit einer anderen Marke hätte geschehen können. Leider hat mir in meinem Bekanntenkreis bisher niemand von einem Motorschadens seines Wagens bei 100.000 km erzählt. Aber dafür wurde mir erzählt, dass man durch lange Wartezeiten oder sonstige Hinhaltemaßnahmen versucht, den sich beschwerenden Kunden so lange hinzuhalten, bis er es aufgibt, weitere Schreiben an den Hersteller zu verfassen.
Diesem muss ich leider zustimmen, nachdem ich mein Serviceheft bei ihrem Opel-Partner vorgelegt habe, bin ich von einer opelinternen Weiterbearbeitung der von bereit gestellten Informationen ausgegangen. Scheinbar war es aber nur eine Art Schikane, mich zu Ihrem Opel-Partner zu schicken, denn bis heute habe ich keine Antwort mehr von der Adam-Opel-AG erhalten. Ich bin mir bewusst, dass die vom Werk gewährte Garantie meines Wagens schon lange abgelaufen ist. Dass aber wichtige Motorteile wie die Wasserpumpe auch nach Inspektion und Wechsel des Zahnriemens bei ca. 60.000 km vorzeitig defekt sind und einen Motorschaden und damit finanzielle Schäden in dieser Größenordung verursachen, sind für mich nur schwer verständlich.
Wenn ich nicht einem Opel Forum im Internet und einer Fachzeitschrift den Ausgang meiner Anfrage schuldig bliebe, hätte ich schon resigniert und würde dieses Schreiben nicht mehr verfassen, denn es zeigt sich wieder deutlich, dass ich mich in einer Servicewüste bewege, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt.
Der Presse habe ich entnommen, dass man bei Opel überlegt,. den Namen Vectra aufzugeben. Mein Vorschlag wäre Opel Odyssee.
Mit freundlichen Grüßen
34 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Pit 32
Wer parkt schon am Berg ein Fahrzeug mit eingelegtem großen Vorwärtsgang und ohne Handbremse so, daß der Wagen beim Rollen den Motor rückwärts antreibt? Auf so eine Idee kommt garkein normaler Mensch. Im ersten Gang müßte die Steigung schon echt heftig sein um ein Auto zum Rollen zu bringen. Und auch dann blockiert man sein Auto mit der Handbremse.
Hi
Ich möchte mal locker behaupten das geht!!
Ich habe es schon selber gesehen das ein Auto rückwärts gerollt ist mit eingelegtem Vorwärtsgang und viel Steigung war dafür nicht nötig, es fing langsam an Ruckartig sich nach hinten, aus einer Einfahrt, zu bewegen und stand nachher Quer auf der Strasse.
Und die Einfahrt war jetzt auch nicht übermäßig Steil.
genau, ist mir mit dem Corsa auch schon mal passiert. Hab den kurz in der Einfahrt abgestellt, Handbremse war zwar drin, aber nicht besonders fest, ne halbe Stunde später stand er 3 Meter weiter hinten, fast am Torpfeiler🙂 Die Kompression entweicht eben langsam aus den Brennräumen.
@ reinhard.e.bender
ich habe nie gesagt, dass ich ahnung von autos oder gar motoren habe, aber ihre/deine fachlichen anmerkungen lese ich mit großem interesse.
kannst du/können sie bitte situationen schildern, in denen nun das beschriebene geschehen.
ich finde schon, dass jemand, der berg wohnt öfters in der situation ist, dass sein wagen bei eingelegtem gang ins rollen kommen könnte, sei es beim anfahren oder sonst überhaupt.
das ist ja auch nur eine konstruierte situation. komkret war es in einer ebene, eine frau steuerte den wagen, wußte nicht, dass sie den gang rausmachen muss und ich schob den wagen an.
könnte auch in jedr werkstatt passieren, wenn man sich nicht abspricht und denkt der gang wäre draussen? oder wo auch immer.
bin übrigens auch froh, dass wir nicht die beschreibungen wie in amerika haben, wobei deren produkthaftungsgesetz zu weitgreifend ist, unseres aber zu locker.
@g-astra
ist schon interessant, dass die theorie meines werkstattmeisters nun immer mehr vertreter findet, wo sie von fachleuten von tüv und dekra abgelehnt wurde.
übrigens wurde die wasserpumpe im rahmen des zahnriemenwechsels nicht mit gewechselt und es war eine opelwerkstatt.
nun denn. ich hatte den wagen dann bei hennig-tuning, einer werkstatt, die sich auf opel spezialisiert hat und habe beste erfahrungen gemacht.
der motor konnte nicht gerettet werden und ich kaufte einen bei ebay. der war ok, bis auf dass er ein wenig öl verlor.
aber zurück zur diskussion:
es gibt wirklich viele leute, die besonders im winter ihren wagen abstellen, ohne feststellbremse. sind das nun wirklich alles kandidaten für einen potentiellen motorschaden, falls jemand den wagen bewegt?
oder aber auch anders. wenn kinder an autos spielen und die bewegen wollen, wenn der gang drin ist. ach es gibt doch zich situationen, die man sich vorstellen kann. wie oft haben wir früher in jungen jahren auf unseren alten opels (ascona A) auf der motorhaube gesessen oder gelehnt.
Es kommt sicher nicht oft vor, dass dabei ein Motorschaden entsteht, aber durch Verkettung verschiedener Umstände ist es halt bei dir passiert, und nein: Ich arbeite nicht bei Opel, bin kein Mechaniker und verteidige auch keine Aussagen verschiedener Werkstattmeister
Zum Asconavergleich: Der Motor hatte eine Duplexsteuerkette (also wie 2 Zahnriemen nebeneinander), da kann garnix passieren, die alten CIH-Motoren waren in dieser Hinsicht richtig gut und nahezu unzerstörbar.
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Zitat:
Original geschrieben von dionysos2002
@ reinhard.e.benderich habe nie gesagt, dass ich ahnung von autos oder gar motoren habe, aber ihre/deine fachlichen anmerkungen lese ich mit großem interesse.
kannst du/können sie bitte situationen schildern, in denen nun das beschriebene geschehen.ich finde schon, dass jemand, der berg wohnt öfters in der situation ist, dass sein wagen bei eingelegtem gang ins rollen kommen könnte, sei es beim anfahren oder sonst überhaupt.
das ist ja auch nur eine konstruierte situation. komkret war es in einer ebene, eine frau steuerte den wagen, wußte nicht, dass sie den gang rausmachen muss und ich schob den wagen an.
könnte auch in jedr werkstatt passieren, wenn man sich nicht abspricht und denkt der gang wäre draussen? oder wo auch immer.bin übrigens auch froh, dass wir nicht die beschreibungen wie in amerika haben, wobei deren produkthaftungsgesetz zu weitgreifend ist, unseres aber zu locker.
@g-astra
ist schon interessant, dass die theorie meines werkstattmeisters nun immer mehr vertreter findet, wo sie von fachleuten von tüv und dekra abgelehnt wurde.
übrigens wurde die wasserpumpe im rahmen des zahnriemenwechsels nicht mit gewechselt und es war eine opelwerkstatt.
nun denn. ich hatte den wagen dann bei hennig-tuning, einer werkstatt, die sich auf opel spezialisiert hat und habe beste erfahrungen gemacht.
der motor konnte nicht gerettet werden und ich kaufte einen bei ebay. der war ok, bis auf dass er ein wenig öl verlor.aber zurück zur diskussion:
es gibt wirklich viele leute, die besonders im winter ihren wagen abstellen, ohne feststellbremse. sind das nun wirklich alles kandidaten für einen potentiellen motorschaden, falls jemand den wagen bewegt?oder aber auch anders. wenn kinder an autos spielen und die bewegen wollen, wenn der gang drin ist. ach es gibt doch zich situationen, die man sich vorstellen kann. wie oft haben wir früher in jungen jahren auf unseren alten opels (ascona A) auf der motorhaube gesessen oder gelehnt.
Hallo dionysos2002,
nicht jede Situation führt gleich zu einem Motorschaden. Da wäre aber in der Entwicklung einiges schief gelaufen. Wie gesagt, es muß eine extrem Situation bestehen damit der Zahnriemen überspringen kann.
Zitat:
es gibt wirklich viele leute, die besonders im winter ihren wagen abstellen, ohne feststellbremse. sind das nun wirklich alles kandidaten für einen potentiellen motorschaden,
Defenitiv nein. Da der Motor in diesem Fall ganz langsam gedreht wird, wenn das Fzg sich bewegt. Der Kompressionsdruck der das Fzg hält, entweicht ganz langsam.
Zitat:
wenn kinder an autos spielen und die bewegen wollen, wenn der gang drin ist. ach es gibt doch zich situationen, die man sich vorstellen kann. wie oft haben wir früher in jungen jahren auf unseren alten opels (ascona A) auf der motorhaube gesessen oder gelehnt.
Also so leicht geht das aber nicht. Nur durch anlehnen oder im Auto an den Gängen spielen springt noch kein Riemen über. Z. B. beim Abstellen des Motors kommt es vor, daß der Motor einen kurzen Satz zurück springt wenn der Kolben kurz vor der Verdichtung steht, oder beim Starten durch die Ungleichförmigkeit der Drehzahl, bedingt durch das Öffnen und schließen der Ventile, der Zahnriemen am Zugtrum entspannt wird. Das muß der Riemenspanner ausgleichen - was er auch macht. Nur wenn die Kraft durch eine ruckartige Kraft auf die Anschlagnasen des Spanner so groß ist, daß sie abbrechen, dann springt der Riemen über. Auch steht in der Reparaturanleitung zum Ersetzen des Zahnriemens, daß der Motor niemals entgegen der Drehrichtung gedreht werden darf. Es beruhigt Dich zwar nicht, aber bei einem Bekannten seinem MV6 sind zweimal die Lager der Umlenkrollen gebrochen. Das waren jedesmal ein Motorschaden. Naja, ich hab den Motor jedesmal komplett zerlegt da die Kolben auch beschädigt waren, und neuen ZK`s aufgebaut.
Gruß Reinhard