Motorradkauf - Geländetauglich, aber auch Straßentauglich

Servus,
nachdem ich nun lange Zeit lang Simson gefahren bin, hab ich mich nun dazu entschieden, auch den A2 Schein zu machen. Jetzt bin ich dabei, mir ein Motorrad rauszusuchen, um dann auch Spaß zu haben.
Mit meiner S51 Enduro fahr ich zwar auch auf den Straßen, aber meistens nur, um ins Gelände zu kommen. Dort tob ich mich dann ordentlich aus, und fahr wieder heim oder zur Tanke zum saubermachen. Natürlich mach ich aber auch längere Strecken auf der Straße, wenn ich im Sommer wieder Simsontreffen abklapper mit meinen Kumpels. Oder einfach so irgendwo hinfahr.
So, um zum Punkt zu kommen: Ich fahr etwa 50% im Gelände, und 50 auf der Straße. Das ganze möcht ich jetzt natürlich auch mit meinem Motorrad machen 🙂

Daher sich ich im Moment eins, dass sowohl im Gelände (und nicht nur bei schönem Wetter) ordentlich vorankommt, aber auch auf der Straße nen tolles Erlebnis bietet. (Also beispielsweise nicht alle 70km tanken)
Ich bin mit 2-Taktern aufgewachsen, also wär ein großes Motorrad mit 2 Takten auch schön, wenns 4 sind, macht des aber auch nichts aus. Drosselung ist eigentlich klar, da beim A2 nur 0.2kW/kg erlaubt sind, daher ist das kein Problem.
Pflicht sind wie gesagt Straßenzulassung und Straßentauglichkeit, Geländefähigkeit, Cross-, Enduro- oder zur Not auch Supermotoaussehen.

Ich hab leider absolut keinen Plan über die Hersteller, daher wende ich mich an euch. Bei KTM bin ich mir nicht sicher, ob ich da sowohl Straßen- als auch Endurotauglichkeit haben kann. Jetzt grade habe ich einen Blick auf die Aprilia RXV 450 geworfen, bin mir da aber auch nicht sicher, ob sie für längere Fahrten auf der Straße geeignet ist.
Mein Budget liegt so bei maximal 4.000€, mehr möchte ich echt nicht ausgeben. Wenns ums basteln geht, an meiner Simson hantiere ich (in der Werkstatt von nem Kumpel) ständig rum, von daher ist es durchaus kein Untergang, wenn ich ab und an was schrauben muss.

Von daher würd ich mich echt über eine Beratung eurerseits freuen, und sag schon mal
Danke,
Daniel

19 Antworten

@ iamlime

Wie sich 27 PS anfühlen? Kommt immer darauf an, wo und wie Du fährst!

Ich persönlich fahre seit 33 Jahren Motorrad und kann auch vermeintlich langsamen oder untermotorisierten Motorrädern etwas abgewinnen. Kommt halt immer darauf an, was man damit machen möchte.

Ich habe vor Jahren mal eine KLR 250 instandgesetzt, die ebenfalls nur 27 PS hatte. Egal - das Teil hat mir trotzdem richtig Spaß gemacht, obwohl ich zeitgleich einen großen BMW-Tourer fuhr. Es geht also nicht um Pferdestärken, sondern Spaß und Einsatzzweck!

Gruß
Frank

@iamline
wenn du wissen möchtest was mit der 22 PS (oder 28 PS) KLX 250 alles machbar ist, dann solltest du dir mal die Seite von Svendura anschauen.

https://www.svendura.de/

Es gibt in der Szene sehr viele "Möchtegern Reiseendurofahrer", aber Sie ist eine der wenigen die Ihre Maschine wirklich artgerecht nutzt. Die Berichte und Erfahrungen sind absolut authentisch, was auch auf den Bereich der KLX 250 zutrifft.

Auch wenn ich selbst mit einer Tiger 800 XC unterwegs war, habe ich die Leichtigkeit einer KLX 250 oder CRF 250 oft sehr vermisst.
Die 28 PS fahren sich deutlich agiler als die Zahl vermuten lässt, da das Motorrad an sich schon sehr leicht ist, aber auch die Getriebeabstufung und die Übersetzung des Sekundärantriebes entsprechend ausgelegt wurden. Solange du dich im Bereich von 0 - 100 km/h bewegst, wirst du viel Spaß haben. Über 100 km/h wird es dann etwas zäh, und bei 130 ist dann Schluss. :-)
Was die meisten jedoch nicht sehen, ist die absolute Alltagstauglichkeit! Ob zur Arbeit oder in der Stadt, da bist du immer gut aufgestellt.

Na, ich liebe Kraft im unteren Bereich. Schnelle Beschleunigung, und Anfahren, bei dem man stark aufpassen muss, um das Gerät nicht aufs Hinterrad zu ziehen, ist mein Ding. Klar, auf der Landstraße sollten die 100km/h auch drinnen sein, ohne den Motor zu vergewaltigen. Aber sonst ist Geschwindigkeit zweitrangig. Ich glaub ich hätte viel zu viel Angst, mit 160 Sachen über die Straße zu rasen.

Spaß machts, wenns zieht. Das ist so mein Grundsatz. Hab ich eigentlich mit jeder Leistungssteigerung gemerkt (also von 50 auf 60ccm bei meinem Moped, mal auf nem 85er, oder auf einer 125er Honda). Einsatzbereich, wie gesagt, die nähere Umgebung, ab Sommer zB zum Studium in etwa 30km Entfernung, sonst Freizeit in der Natur oder aufm Land.

Danke für den Link, wenn ich da so rumschaue, merkt sie aber beispielsweise bei der KLX 250 die 'nur' 22 PS an.

Wie sieht das mit der Aprilia RXV 450 aus? Ich weiß, ich hab schon mehrmals gefragt, aber habt ihr Erfahrungen damit, oder Vermutungen anhand der Daten? Gibt es einen Grund, warum hier jeder über die Maschine schweigt? Oder liegts einfach daran, dass nur wenige was mit ihr zu tun haben?

Und ich muss echt sagen, @hansaplast18 , du hast die Beta Alp 4.0 echt interessant gemacht. 🙂

Definitiv XT660R für 70/30 Straße / Gelände
Straße: Kommst du sehr gut voran. Auch Touren kein Problem.
Gelände: Etwas schwer (ca 175 Kilo mit Alu-Schalldämpfern), aber wenn du fahren kannst und auch etwas Kraft in den Beinen hast, sicherlich möglich.

KTM EXC dann eher für 20 / 80 Straße Gelände, musst du aber gedrosselt eintragen. Ich kenne persönlich aber niemanden, der tatsächlich die Drosselung drin hat.

Falls du Fragen zur XT hast, kannst mich gerne fragen. Fahre seit Jahren eine XT 660 X

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Bevor Du Dir eine Enduro kaufst, um weiter den Wald zu pflügen, solltest du das thüringer Waldgesetz lesen...

ThürWaldG §6:
(6) Die Benutzung von Waldwegen durch Kraftfahrzeuge ist zur Erfüllung forstwirtschaftlicher Aufgaben gestattet.

Motorsport im Wald ist grundsätzlich verboten. Innerhalb des Waldes sind insbesondere

1.
das Fahren mit Kraftfahrzeugen außerhalb forstwirtschaftlicher Aufgaben,

(Unwichtiges rausgeschnitten)

nur mit Zustimmung des Waldbesitzers zulässig. Die Waldfunktionen und sonstigen Rechtsgüter sowie Belange des Naturschutzes dürfen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Die Durchführung organisierter Sportveranstaltungen im Wald bedarf der Genehmigung der unteren Forstbehörde. Soweit Naturschutzbelange betroffen sind, erfolgt diese Genehmigung im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde.

Ich will Dir den Spaß nicht verderben, aber das was Du tust oder vorhast ist in Thüringen nicht erlaubt. Ich geh davon aus, dass Du kein Förster bist. Denn dann wäre dein Tun erlaubt und die würdest das Waldgesetz kennen.

Kann übrigens bis zu 2500 € kosten und dazu darf der Forstmitarbeiter ermitteln und z. B. Personalien aufnehmen. Der Förster hat im Wald ähnliche Befugnisse wie die Polizei.

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