Motorrad fahren in der Nacht
Hallo lieber Motor Talker 😁
Ich gehöre zu den Motorradfahrerinnen die ihr Gefährt als Alltagsfahrzeug nutzen und somit auch mal die eine oder andere Nachtfahrt auf sich nehmen "müssen".
Eine Nachtfahrt bestand bis jetzt aus ca. 150-330km, was sich wiederum in ca. 65% BAB, 25% Landstraße und 10% Stadt aufteilt.
Mitte Oktober steht wieder eine Nachtfahrt, von Berlin in Richtung Zwickau, an (ca. 300km). Nach einem Konzertbesuch werde ich ca. gegen 1 Uhr von Berlin aus wieder starten.
Bisher habe ich auf nächtlichen Touren folgedes getan:
- Fernlicht, dauerhaft (wo es geht)
- auf der BAB folge ich einem LKW => die machen Licht für beide
- angepasste Geschwindigkeit (z.B. BAB => 80-120km/h, Landstraße => 40-70km/h) ... lieber kriechen, aber sicher ankommen, schließlich sieht man nicht wirklich viel
- auf der Landstraße fahre ich meist nahe der Mittellinie um Ausweichmöglichkeiten nach rechts/links zu haben
- Warnweste anziehen
- Leucht-Knick-Lichter im Tankrucksack um Karte/Notizen lesen zu können
- fahre auch meist die gleiche Route wie ich am Tag hinzu gefahren bin
Es ist vielleicht eine etwas merkwürdige Frage: Könnt ihr mir Tipps bzgl. Motorrad fahren in der Nacht geben?
Schreibt mir einfach wie man das Nachtfahren "bequemer" machen könnte, was zu beachten ist oder eigene Erfahrungen ect. Das können z.B. Fahrtipps oder Sachen zur Sicherheit sein 🙂
PS: Der Hinweis eine Übernachtung zu suchen, muss nicht aufgezählt werden. Wenn diese Option zur Auswahl stünde, würde Frau nicht so doof fragen 😉
Beste Antwort im Thema
Hm, wenn ich das so lese: Du denkst beim Fahren zu viel nach. 😉
Das Fahren an sich sollte vollkommen selbstverständlich und natürlich klappen, dein Möppi muss dir wie angewachsen vorkommen, quasi mit dir verbunden, ein weiteres Körperteil.
Mir scheint, du bist zu verkrampft und wägst vorher alle Möglichkeiten dessen ab, was passieren könnte.
Manchmal, wenn ich tagsüber "etwas" schneller unterwegs bin, erwische ich mich auch dabei, dass ich kurz denke: wenn jetzt vor mir einer ausschert...
So was muss man aber verdrängen, sonst fährt die Angst ständig mit, und die ist dein größter Feind.
Klar muss man aufpassen und konzentriert sein, aber niemals verkrampft.
Hey, wir sind doch Frauen! Wir sind multitaskingfähig! 😁
Aber letztendlich denke ich, dass es bei dir einfach nur eine Sache der Übung ist.
Ich fahre seit inzwischen 16 Jahren echte Motorräder, vorher zwei Jahre lang ne süße kleine 50-er Suzuki, und da macht man sich um manche Dinge einfach keinen Kopf mehr. Vor allem lernt man, dass so ein Mopped ganz schön stabil ist und selbst Löcher oder Wellen ziemlich gut wegsteckt, also keine Angst vor Landstraßen, solange du angepasst fährst.
Du musst einfach üben, üben, üben. Je weniger du über das nachdenkst, was sein könnte, und je mehr du das genießt, was ist, desto sicherer wirst du.
Ich persönlich würde z.B. niemals ein Knicklicht in die Kartentasche tun, denn das ist eine nahe Lichtquelle, die dafür sorgt, dass du die Dunkelheit vor dir schlechter durchblicken kannst. Präge dir die Routen lieber vorher genau ein und halte zur Not an und schau mit einer Taschenlampe kurz nach. Im Auto fährt man nachts ja auch nicht mit eingeschalteter Innenraumbeleuchtung.
Nicht umsonst kann man in Autos die Tachobeleuchtung dimmen und nicht umsonst schaltet jedes Navi bei Dunkelheit in den Nachtmodus.
100 Antworten
Mein Schwager fährt auch schon Jahre mit so einem Dingen rum.
Ich muss mich auch etwas korrigieren: Legale Xenonbrenner sieht man deutlich schlechter. Illegale blenden durch ungeeigneten Streulichtscheiben an den Scheinwerfern gerne wild in der Gegend rum. Nachts vermutlich furchtbar. Tagsüber gehts wegen der Tageslichtähnlichkeit.
Man muss sich auch darüber im klaren sein, dass, sollte mal die Rennleitung das "Bemerken", die Fahrt an der Stelle zu Ende ist und man nur noch per Anhänger das Mopped nach Hause bekommt.
Illegales Xenonlicht ist nichts, womit einem die Rennleitung weiterfahren läßt. Und ohne Licht darf man ja auch tagsüber nicht.
Christina, ohne dir zu nahe treten zu wollen, bin ich weiterhin der Meinung, du machst dir viel zu viele Gedanken.
Wenn du so viel nachdenkst, bist du automatisch verkrampft, selbst wenn du das vielleicht gar nicht bewusst so empfindest.
Die Lockerheit kommt mit den Jahren, den Kilometern, ganz einfach mit der Erfahrung.
Dennoch wird ein verkrampfter Fahrer jederzeit anfälliger für Fahrfehler sein als ein unverkrampfter.
Wenn ich versuche allen Unwägbarkeiten des Lebens durch Vorausplanung zu entgehen, trifft mich die eine unverhoffte Situation umso heftiger und wirft mich vollkommen aus der Bahn.
Ich hatte früher immer ein Problem mit Schräglagen, habe meinen Reifen nicht vertraut. Die Folge: breite Angststreifen, kantig abgefahrene Reifen und dadurch erst recht Gefahr in evtl. ungewollten Schräglagen.
Dann das aha-Erlebnis, als ich auf einer abknickenden Vorfahrtsstraße abbog und von vorne ein Auto angeschossen kam (wollte sich wohl vor mir rein drängen und hatte meine Geschwindigkeit unterschätzt) und ich wusste, ich muss entweder in Schräglage eine Vollbremsung machen (quasi unmöglich) oder Stoff geben. Ich hatte relativ neue Reifen auf dem Mopped, noch ohne Kante, wurde aus der Kurve getragen und wusste, die Alternative hieß mehr Schräglage oder Graben am Feldrand. Ich drückte das Mopped also richtig runter, verschwendete keine Sekunde einen Gedanken an weg rutschende Reifen, setzte so heftig mit der Fußraste auf, dass diese am Gelenk abknickte und es das Mopped fast aushebelte, aber ich schaffte die Kurve.
Seitdem fahre ich Kurven vollkommen anders als früher, viel sicherer, viel vertrauensvoller.
Was ich damit sagen will? Weniger denken, mehr zutrauen.
Auch nachts, bei Dunkelheit.
Hört sich hart an, aber wenn du auf die eine Schnarchnase deines Lebens triffst, helfen dir alle Westen, Lichter, Karten und Sonstiges nichts mehr. Geh nicht immer vom schlimmsten Fall aus. Wenn du das tust, darfst du eigentlich gar kein Motorrad fahren.
Du trägst einen Helm, du trägst Klamotten mit Protektoren (meine erste Ausrüstung kostete mehr als meine Zephyr damals...), du fährst vorausschauend und rast nicht kopflos durch die Gegend. Das allein sollte schon ausreichend sein.
Motorradfahren sollte auch Spaß machen und nicht zum Krampf werden. Bei dir hört es sich teilweise nach einem ziemlichen Krampf an, und das ist nicht gut.
Mitdenken macht Sinn, aber den Kopf zerbrechen sollte man sich nicht.
In diesem Sinne: immer ne handbreit Asphalt unterm Gummi! 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Lewellyn
Mein Schwager fährt auch schon Jahre mit so einem Dingen rum.Ich muss mich auch etwas korrigieren: Legale Xenonbrenner sieht man deutlich schlechter. Illegale blenden durch ungeeigneten Streulichtscheiben an den Scheinwerfern gerne wild in der Gegend rum. Nachts vermutlich furchtbar. Tagsüber gehts wegen der Tageslichtähnlichkeit.
Man muss sich auch darüber im klaren sein, dass, sollte mal die Rennleitung das "Bemerken", die Fahrt an der Stelle zu Ende ist und man nur noch per Anhänger das Mopped nach Hause bekommt.
Illegales Xenonlicht ist nichts, womit einem die Rennleitung weiterfahren läßt. Und ohne Licht darf man ja auch tagsüber nicht.
Klar dem muss man sich immer bewußt sein, darum schrieb ich ja toi toi toi, 3 Jahre und 30tkm keine Probleme mit der Rennleitung, auch nicht bei nem Unfall. Aber einstecken der Originalbrenner und entsprechend Kabel direkt anschließen und nicht ans Xenonvorschaltgerät geht je nach Modell auch einigermaßen fix und ohne viel Plastik abzuschrauben. Zwar nicht ganz so schnell wie nen DB Eater einbauen, aber auch nicht zuu lange, falls man nicht zu viel Plastik am Möp hat. Entsprechenden Imbuss und Originallampen sollte man natürlich unterm Sitz haben, um sicher zu gehen.
Zitat:
Christina, ohne dir zu nahe treten zu wollen, bin ich weiterhin der Meinung, du machst dir viel zu viele Gedanken.
Wenn du so viel nachdenkst, bist du automatisch verkrampft, selbst wenn du das vielleicht gar nicht bewusst so empfindest.
Dennoch wird ein verkrampfter Fahrer jederzeit anfälliger für Fahrfehler sein als ein unverkrampfter.Was ich damit sagen will? Weniger denken, mehr zutrauen.
Auch nachts, bei Dunkelheit.
Sich mal keine Gedanken zu machen, ist aber wiederum schwer. Ich mache mir eigentlich immer über alles Gedanken, egal in welchem Bereich.
Es gibt einige Dinge in denen ich verkrampft bin und die mir bewust sind. Zum Beispiel Wenden in einem Ritt oder das Moped rückwärts schieben. Da habe ich so eine Angst umzufallen (bin einmal heftig in der FS beim Wenden gestürzt), dass mein Gefühl für Kupplung & Gas & Bremse sowie die Blickführung nicht mehr geht, beim Schieben ist es die Angst das Bike umzuschmeißen und mir fehlt es an Muskelkraft.
Wo ich mir gerne Gedanken mache, ist bei Kurven mit schlechten Asphalt: "Nicht zu schnell und zu viel Schräglage, nicht dass man noch wegrutscht oder mit der Raste irgendwo hängen bleibt ect" und eben die Angst vor einem Unfall mit Tieren.
Aber im Frühjahr werde ich auch erstmal ein Sicherheitstraining machen, um mein Fahrverhalten zu verbessern und dann klappt es vielleicht auch mit dem wenden 🙄
So, aber zurück zum Thema: Neue Lampen werden es wohl nächstes Jahr werden. Beim Ablendlicht weiß ich, dass ich eine H4 Lampe benötige. Hier soll wohl die Philips XP Moto ganz gut sein.
Sonst weiß ich noch nicht, was an weiteren Lampen in meinem Scheinwerfer sind. Wahrscheinlich wird die Lampe fürs Fernlicht auch ausgetauscht, sobald ich den Sockeltyp kenne.
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Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich persönlich es super finde, dass du dir Gedanken machst, wie du das Motorradfahren für dich und andere sicher machen kannst!
Original geschrieben von NyahNormanZitat:
beim Schieben ist es die Angst das Bike umzuschmeißen und mir fehlt es an Muskelkraft.
Glaub mir, das geht nicht nur dir so. Zwar bin ich männlich und mit meinen 1,91 nicht gerade schmächtig, aber als ich letztens auf einem Parkplatz mit tiefem Kies geparkt hatte, mussten mich auch Helfer anschieben, damit ich meine etwas dicklichere Maschine (das liegt am Alter, sie kann nichts dafür!) da noch rausgekriegt habe.
Auch beim sonstigen Fahren bin ich dir offensichtlich sehr ähnlich, nicht nur bin ich lieber etwas übervorsichtig, ich vertraue auch anderen Verkehrsteilnehmern recht wenig, was bedeutet, dass ich erst bei 1A-Sicht überhole, viel Abstand halte etc. - schließlich steht bei einem Unfall mein Leben auf dem Spiel, ob die Karosse vor mir dann dazu noch einen Blechschaden hat, interessiert mich relativ wenig...
Meine Kawa funzelt vorne auch ziemlich, aber ich vermute, dass ich durch vernünftiges Einstellen (höher, weiter nach rechts) da noch ein wenig an Leistung rausholen kann, ebenso, indem ich das Lampengehäuse mit Aluspray einsprühe (erhöht die Reflektor-Leistung). Geradeaus und links vor mir sehe ich meist genug, aber rechts sieht es schlechter aus, insbesondere in sich zuziehenden Rechtskurven ist das unangenehm, wenn man quasi "ins Dunkle" fährt...
Gruß aus dem Süden
Martin
@Kawa_GT_750_P
Danke für das Kompliment *rot werd*
Wobei ich zugeben muss, dass mein (Fahr-)Verhalten auch etwas mit dem Motorrad zu tun hat. Ich könnte mir vorstellen, dass ich mit einer leistungsstärkeren Maschine ein anderes Verhalten an den Tag legen würde.
Da ich kein Bastelfan bin und auch eine unruhige Hand habe, ist der Alu-Spray nicht mein Ding.
Ich werde es mal mit einer neuen H4 Lampe (wahrscheinlich Philips oder Osram) probieren. Diese wird mich wohl (inkl. Porto) max. 25€ kosten. Was ich mich jetzt Frage ist, sollte ich die Lampe für das Standlicht auch wechseln?
Gibt es auch hellere Lampen für Rück-/Bremslicht?
Das Standlicht brauchst du nicht zu wechseln.
Das Rücklicht ebenso nicht. Wäre das Rücklicht heller, würde das Bremslicht nicht mehr auffallen.
Das Bremslicht sollte gegenüber dem Rücklicht aber schon auffallen. Deshalb sind das i. d. R. 21 Watt (gegenüber 5 Watt Rücklicht). Das passt alles schon.
Wenn dein Moped nur eine Rücklichtbirne hat (meine hat zwei Birnen), gehört eine Ersatzbirne unter den Sitz oder sonstwohin. Ohne Rücklicht muss man in Dunkelheit nämlich schnell fahren... 😁
Meine hat auch noch den Vorteil, dass sie vorne auch zwei austauschbare Birnen für Abblend- und Fernlicht hat (2 x H7). Geht das Abblendlicht kaputt, habe ich in 2 Minuten umgesteckt, brauche also keinen Ersatz mitzunehmen.
Mopedfahren ist gefährlich, weil man bei einem Unfall eigentlich immer den Kürzeren zieht. Das kann man nicht wegdiskutieren. Ein möglichst helles Licht kann helfen. Eine Warnweste auch (kommt mir aber nicht in die Tüte, bin kein Bauarbeiter und fahre keine BMW). Ein Blinklicht auf dem Helm würde auch helfen. Also wo hört man auf?
Für mich ist das einzig Wichtige die "Konzentration". Keine einzige Sekunde die Gedanken abschweifen lassen! Habe ich einen Brummschädel, fahre ich erst gar nicht los. Schwächle ich zwischendurch, muss ich Kaffee tanken oder vorsichtig nach Hause fahren.
Die Konzentration bezieht sich auf alles. Den Streckenverlauf (wie eng ist die kommende Kurve), die Straßenoberfläche, die anderen Verkehrsteilnehmer. Auch wenn einer von rechts kommt und ein Stoppschild hat und dich sogar anschaut, heißt das nicht, dass er hält. Irgendwann bekommt man einen siebten, achten und neunten Sinn dafür. Lieber wegen Vorahnungen tausendmal zu oft vom Gas, bremsbereit sein und eine Ausweichmöglichkeit suchen (deshalb hasse ich Leitplanken) als einmal zu wenig.
Aber wirklich prima, dass du dir über alles Gedanken machst. 🙂
Zitat:
Das Standlicht brauchst du nicht zu wechseln.
Okay, Danke! Habe nach einer Fahrt mal meinen Scheinwerfer angeschaut und mitbekommen, dass halt Abblendlicht + Standlicht im Normalbetrieb leuchtet. Aber so spare ich Geld.
Zitat:
Wenn dein Moped nur eine Rücklichtbirne hat (meine hat zwei Birnen), gehört eine Ersatzbirne unter den Sitz oder sonstwohin.
Laut Handbuch und nach Betrachten meines Hecks hat die CBF 500 nur eine Lampe für Rück-&Bremslicht. Ich hatte Anfangs mal überlegt mir LED Rücklicht & Blinker (Mini) zu besorgen, aber dann habe ich mitbekommen, dass man das ja am Tag schlecht sieht. In der Nacht ist es super, aber ich bin ja nun keine Nachteule.
Und eine Zusatzbirne unterm Sitz wird eng, da ist schon der Sanikasten, Ersatzwerkzeug, Warnweste und Putzlappen. Und bis jetzt prüfe ich auch oft meine Lichter, da bin ich beim Luftdruck schlampiger.
Zitat:
Eine Warnweste auch (kommt mir aber nicht in die Tüte, bin kein Bauarbeiter und fahre keine BMW).
Anfangs war es mir auch nicht egal wie ich aussehe, aber wenn ich auf dem Bike sitze, seh ich mich selber nicht. Und solange Papagei spielen auch eine Wirkung erzielt, mach ich es weiterhin. (Tagsüber fahre ich nicht mit Warnweste, nur in der Nacht)
Zitat:
Für mich ist das einzig Wichtige die "Konzentration".
Ja das mit der Konzentration und nur bei klaren Gedanken fahren, mache ich eigentlich auch so.
Ausnahme: Ich wurde fast von einem Kleintransporter über den Haufen gefahren und weil ich nicht sicher war, ob wir uns berüht hatten, hielt ich an. Hab den Fahrer dann total rund gemacht (ist nicht richtig, weiß ich!!! aber ich war total stinkig). Bin nach 2 Tagen wieder gefahren und kam an der Stelle wieder vorbei und habe gesehen, dass der Transporter einen Pflichtpfeil misachtet hatte. Da war ich plötzlich wieder total sauer und habe dann 200m weiter gepennt und wäre fast nem Auto hinten rein ... naja, Vollbremsung und versucht rechts am Auto vorbei, aber es wurde eng (Spiegel vom Auto vs. Geländer vom Fußweg) und dann habe ich einfach mal das gemacht, was man nicht machen soll: Lenker rumgerissen => Umfaller, aber nichts passiert.
Zitat:
Aber wirklich prima, dass du dir über alles Gedanken machst. 🙂
Leider hat
volvosilkerecht, zu viel Gedanken machen ist auch wieder nicht gut. Aber vielleicht hat das Gedanken machen auch wieder Erfolg.
Ich fahre seit fast 40 Jahren auch im Winter. In der Praxis bedeutet das, dass ich 4-5 Monate lang eher nachts unterwegs bin als im Hellen. Im Grunde ist das Fahren wie bei Tag, allerdings sind einige Dinge im Dunkeln besonders zu beachten:
1. Gesehen werden ist wichtig. Helle Kleidung, gute (legale) Beleuchtung, saubere Scheinwerfergläser
2. Sehen ist wichtig, deswegen sollte ganz besonders das Visier sauber sein, Rain-X und Anlaufschutz sind empfehlenswert.
3. Das Fahren bei Nacht ist anstrengender als tags, deswegen ist auf bequeme Kleidung, warme Hände und Füsse zu achten und Zeit für entsprechende Pausen einzuplanen.
4. Für eine sichere Fahrt sollte die Route vor dem Start so geplant werden, dass die wichtigen Punkte der Strecke zweifelsfrei bekannt sind und die Fahrt nicht unnötig durch Navigationsprobleme stresst. Moderne Navis sind da natürlich eine echte Alternative.
5. Wenn man nicht auf den Hauptrouten unterwegs ist können durchaus nach 22 Uhr einige Tankstellen geschlossen haben. Auf ausreichend Sprit sollte deswgen das Augenmerk gelegt werden.
Sicher gibt es noch die eine oder andere hilfreiche Überlegung, spontan fällt mir aber nichts Wichtiges mehr ein.
Ich versuche nachtfahrten zu vermeiden! Ich fühle mich dabei sehr unwohl! Das liegt vor allem daran, das ich schlechter sehe und was noch viel wichtiger ist, ich glaube das nachts ein schalter bei den autofahrern umgelegt wird! Von Normal fahren zum heizen und nicht gucken! Immer nachts komme ich in doofe situationen weil ich von autos geschnitten werde! und einem habe ich nun die ganze seite verkratzt weil er ohne blinken und gucken den fahrstreifen gewechselt hat! Na ja, wenigstens hat er jetzt was davon!
Ich fahre im dunkeln immer besonders vorrausschauend! Kurven werden vorsichtiger gefahren, keine überhöhte geschwindigkeit (eher bissel langsamer) und hoch konzentriert.
Zitat:
Original geschrieben von labei01
...was noch viel wichtiger ist, ich glaube das nachts ein schalter bei den autofahrern umgelegt wird! Von Normal fahren zum heizen und nicht gucken!...
Das liegt m. E. daran, dass die Sorte der Autofahrern nachts überwiegend eine andere ist. Die "Normalos" (Arbeitnehmer, Familienväter...) sind zuhause. Nachts begegnen mir auch oft jugendliche Baseballkappenfalschrumträger mit 90 km/h in der Stadt. Quietschende Reifen beim Losfahren und in Kurven sind da normal., Rücksichtslosigkeit auch. Tagsüber sind das 1-2% aller Fahrer, nachts vllt. 30%. Auf zum McDoof oder an die Tanke mit WürgerKing, in den Park zum Drogen kaufen, ...
Bisserl krass, ist aber seit Jahren immer auffälliger.
Zitat:
Original geschrieben von XX-Ghost
Auf zum McDoof oder an die Tanke mit WürgerKing, in den Park zum Drogen kaufen, ...
Lol, besonders nett finde ich den Übergang von Fastfood zu Drogen 😁
@NyahNorman:
Was das Abändern von Motorrädern betrifft, habe ich eine völlig gegenteilige Ansicht zu der Deinigen (gerade, weil ich Perfektionist bin!):
Ich würde niemals freiwillig länger als einen Monat mit einem Fahrzeug fahren, daß nicht völlig auf meine Bedürfnisse umgestrickt ist.
Leider kann ich es mir nicht leisten, aber eigentlich müsste jedes meiner Fahrzeuge eine völlige Neukonstruktion sein, bei dem kein einziges Teil, vom kleinsten elektr. Schalter bis hin zu der Bereifung, aus der Serienfertigung stammt. Jedes Teil müsste von mir konstruiert, von mir gefertigt oder zumindest nur unter meiner allerstrengsten Aufsicht angefertigt sein.
Allerdings halte ich nichts vom Pfuschen.
Auch werden meine Fahrzeuge, durch meine Umbauten nicht unsicherer, sondern in der Regel sicherer!
Des Weiteren; achte ich die letzten 30 Jahre schon darauf, daß meine Umbauten vom TÜV und anderen Stellen abgesegnet sind.
Zu; "Gedanken machen":
Wie wäre es mit dem "paracelsischen" rechten Maß?
Huhu!
Ich habe meine Nachtfahrt (24-3Uhr) hinter mich gebracht und darf nun berichten.
Die Nacht an sich war trocken und durch den fast klaren Himmel + Vollmond war es auch nicht so dunkel.
Aus Berlin bin ich diesmal besser rausgekommen ,was daran lag, dass ich mich langsam ans Großstadtfahren gewönne und nicht mehr so ängstlich bin. Und zum anderen ist in der Nacht weniger los.
Auf den Autobahnen (A 115, 10, 9, 4) war kein großer Verkehr und bis auf ein paar Baustellen war alles dreispurig. Durch die recht klare Nacht bin ich diesmal sehr "flott" gewesen mit 100-130km/h, nur die 12km Landstraße bin ich mit nur 70km/h gefahren.
Der Trick mit der Sonnenblende hat gut funktioniert. Vor allem in Baustellen, wenn der Gegenverkehr recht nah war, hab ich öfters mal den Kopf eingezogen und mein getöntes Plastikteil benutzt.
Was mir auch diesmal aufgefallen ist, dass so mancher Asphalt das Licht auch eher verschluckt. Neuer, schwarzer Asphalt reflektiert so gut wie kaum, dagegen konnte ich bei dem alten gräulichen Asphalt auch nur mit Abblendlicht fahren. Aber ich bin viel mit Fernlicht gefahren, dass weit vorausschauen können, gibt Sicherheit.
Wildtiere hatten auch keine Lust auf Kamikazeaktionen. Nur einmal (kurz nach Berlin) musste ich einem plattgefahrenem Fuchs?/Hasen? ausweichen, aber das war kein Problem.
Pasuen habe ich zwei Stück gemacht. Einmal um Sprit nachzufüllen und das andere mal habe ich mir meine Hände an meinem Auspuff gewärmt. Die Hände waren auch die einzigsten die gefroren haben(nächstes Jahr hol ich mir wohl Heizgriffe). Und mein Genick tut mir etwas weh, weil leider dauerhaft leichter Seitenwind von rechtsvorne war 🙁
Ab und zu bin ich diesmal auch Schlangenlinien gefahren (auf der rechten Spur, zwischen Standspurmarkierung und meine Fahrbahnhälfte), um nachfolgenden, flotten Fahreren zu zeigen, da fährt was kleines.
Meine Warnweste hab ich diesmal nicht angehabt und mich nur mit Textilkombi und rotem Rucksack auf den Weg gemacht. Aber keiner hat mich in der Nacht über den Haufen waren wollen, da war es am Tag schlimmer.
Für die kälteren Tage muss ich mir nur was wegen meiner Brille einfallen lassen. Mein Visier beschlägt wegen Pinnlock ja nicht, aber meine Brille und meine Sonnenblende umso mehr. Der Antibeschlagspray vom Optiker hat keine Wirkung erzielt.
Ich sag nochmal Danke für die vielen Tipps und Hinweise!
Na siehst du, klappt doch alles super!
Zitat:
Original geschrieben von NyahNorman
Ab und zu bin ich diesmal auch Schlangenlinien gefahren (auf der rechten Spur, zwischen Standspurmarkierung und meine Fahrbahnhälfte), um nachfolgenden, flotten Fahreren zu zeigen, da fährt was kleines.
Ooch, wie süß!
Zitat:
Original geschrieben von NyahNorman
Für die kälteren Tage muss ich mir nur was wegen meiner Brille einfallen lassen. Mein Visier beschlägt wegen Pinnlock ja nicht, aber meine Brille und meine Sonnenblende umso mehr. Der Antibeschlagspray vom Optiker hat keine Wirkung erzielt.
Wenn du da eine Lösung findest, dann schreib die doch bitte auch hier auf. Ich habe genau das gleiche Problem. Bei langsamer Landstraßenfahrt kann man dann zwar mal schnell das Visier aufmachen, bei niedrigeren Temperaturen und hohen (Autobahn-) Geschwindigkeiten kann man das aber logischerweise eher nicht machen, wenn man keine Lust auf eine eingefrorene Visage hat...
Gruß
Martin