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Motorblock-Isolation - Minderbrauch bis zu 10%

Themenstarteram 27. Febuar 2015 um 22:55

Hallo,

hier mal ein sehr interessanter Artikel in dem es darum geht, den Motor mit PUR-Schaum zu isolieren, um so den Verlust an Strahlungswärme einzudämmen.

Ein schnelleres Erwärmen und ein langsameres Abkühlen des Motors soll helfen Kraftstoff zu sparen, Emissionen zu senken und ein positiver Nebeneffekt ist auch die Geräuschreduzierung.

Aber auch der Verschleiss könnte so einfach reduziert werden.

Zitat:

Bei einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung von 12 300 km und einer Verringerung der Wärmeabgabe von 0,012 kW/K auf unter 0,002 kW/K ergaben sich Verbrauchsminderungen von 5 % im Sommer und fast 10 % im Winter. Diese Effekte würden erreicht, wenn der Motor zu 90 % mit einem 3 cm dicken PUR-Mantel umgeben sei – so die Berechnungen.

Die Probeläufe mit einem 4-Zylinder-Reihenmotor aus einem VW Golf auf einem Motorenprüfstand bestätigten im Wesentlichen die berechneten Abkühlraten. Der Motor wurde dabei fast vollständig in einen Schutzmantel aus PUR gepackt lediglich Abgaskrümmer, elektrische Anschlüsse und die Kühlmittelleitungen wurden nicht isoliert. Ohne die Isolation kühlte der Motor nach zwei bis drei Stunden auf 40 oC ab mit der Isolation wurde diese Temperatur erst nach knapp 15 Stunden erreicht.

http://www.ingenieur.de/.../...f-gut-isoliert-sparen-Automotoren-Sprit

Schade das die Hersteller dies nicht ab Serie anbieten, insbesondere für die Kurzstrecke wäre das sehr vorteilhaft.

Beste Antwort im Thema

Ich wusste nicht das Jogger und Radfahrer Kaltblüter sind, aber man lernt ja immer dazu . . .

Ein Wärmestrom entsteht immer durch eine Wärmedifferenz. Der Jogger hat am Start, wenn er eine Jacke trägt, eine höhere Körpertemperatur als Lufttemperatur herrscht. Es sei denn wir haben Hochsommer, da hab ich aber auch noch niemanden mit Jacke Joggen sehen.

Würde er im Winter ohne Jacke starten würde er auskühlen. Körperoberfläche und Verlustleistung stehen bei einem Jogger im übrigen auch in einer völlig anderen Dimension, deswegen habt uns die Natur auch nicht mit massiven Wärmetauschern samt Lüftern ausgestattet.

Der Motor startet im Winter aber ziemlich exact mit der Umgebungstemperatur, nicht mit 38°C. Daher ist zu Anfang der Wärmestrom vom Motor zur Umgebung gleich Null, da würde auch eine "Jacke" nichts bringen, der Jogger wäre über Nacht bereits erfroren. Erst mit steigender Temperatur des Motors entsteht der Wärmeübergang den man durch eine Isolation verhindern könnte. Wenn die Isolation also so richtig zu wirken beginnt ist der Motor bereits warm und diese wieder sinnlos.

Zitat:

Ich hätte jetzt angenommen (mit Bezug auf deinen Beruf), dass Physik für dich kein Fremdwort ist.

Ich hab die Erfahrung gemacht, besonders hier in diesem Forum, das Leute die solche Aussagen posten selbst keinen blassen Schimmer von dem haben was sie schreiben.

Es scheint heute modern zu sein mit unpassenden Beispielen, falschen Annahmen und/oder unzulässigen Vereinfachungen ihr 7.Klasse Schulwissen zu präsentieren um besonders intelligent oder gebildet zu wirken.

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Ich stelle mir gerade vor, was wohl meine 3,0-V6-Motoren mit entsprechender Thermokapselung machen würden, die immer wieder Tagesfahrleistungen von 1.500 bis 2.000 km bringen müssen - per Anno je nach Auftragslage zwischen 80 und 120.000 Km.

10 % Mehrverbrauch für erhöhten Energieaufwand für das Kühlsystem? Wenn ich bei Sommertemperaturen an einem Tag 500 km Anfahrt in eine Großstadt habe, dort tagsüber mit ca. 1 Stunde Standpause 6 bis 8 Kunden besuche, brauche ich auf dem Nachhauseweg eine gute halbe Stunde Fahrtstrecke mit mittlerer Drehzahl, bis sich Kühlwasser- und Öltemperatur auf das Durchschnittsniveau eingependelt haben.

Bin mal gespannt, wie BMW die Kopfdichtung und die Materialerweichung der Kolben und Zylinderwände, um nur zwei der thermisch höher beanspruchten Bauteile zu nennen, bei Langstreckenfahrzeugen bzw. Dauerläufern in Griff halten will.

Wie lange sitzt du denn in der Karre?

Also ich habe die abschließende Antwort, sitze nämlich gerade in der Verbrennungsmotorenvorlesung und hatten es grad von Kühlung etc.

Er sagte ausdrücklich dass die Isolierung des Motors nur dazu führt, dass die Abgaswärme seigt. Der Wirkunsgrad Motor wird nämlich durch die Verdichtung und die Klopffestigkeit des Kraftstoff limitiert. Die angedachte höhere Temperatur kann also nicht umgesetzt. werden.

...es geht ja auch eher um ein langsames Auskühlen und daher kürzere Warmlaufphase durch Kapseln/Isolieren

Ja gut das bringts ja nur nach dem Abstellen und nach ner Stunde wieder losfahren.

Was anderes ist kaum zu erwarten - die Kaltstartdauer sinkt bei mehrfacher Benutzung am Tag. Wer seinen Wagen ständig als "Mamataxi" für Einkaufen, Tennisclub, Kinderbespaßung und wenige Kilometer einsetzt hat andere Kaltstartanteile als jemand, der zwei mal täglich seine 40km fährt. Oder der Außendienstler, dessen Motor eigentlich nie kalt wird.

Macht das nicht der eine oder andere Hersteller über Füllmengen. Oder haben es gemacht.

Bei so 15L Kühlflüssigkeit und 8 L Öl, dauert es auch einiges an Zeit bis der Motor abkühlt, und bei schlechtem Wirkungsgrad wird der Wäremspeicher auch noch relativ schnell warm :D

Zitat:

@Espargon schrieb am 24. Mai 2015 um 16:31:48 Uhr:

...

Bin mal gespannt, wie BMW die Kopfdichtung und die Materialerweichung der Kolben und Zylinderwände, um nur zwei der thermisch höher beanspruchten Bauteile zu nennen, bei Langstreckenfahrzeugen bzw. Dauerläufern in Griff halten will.

GAR NICHT ... siehe HIER :D:D:D

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