Motor gibt im Leerlauf immer noch leichte Stösse von sich :(

Mercedes E-Klasse W124

Hallo Leute,

hatte vor einiger Zeit hier schon einmal von unrundem Motorlauf berichtet (230e). Hab jetzt über die letzten Monate einiges ausgetauscht, was sowieso mal Neu musste (ausser vielleicht das ÜSR), der Motorlauf hat sich zwar gebessert, aber leichte "Stösse" macht der Motor immer noch im Leerlauf. Werd mal im Folgenden angeben, was ich bis jetzt gemacht habe, vielleicht hat ja noch jemand eine Idee. Die Tipps aus dem Forum zum Thema hab ich m.M. nach bis jetzt alle berücksichtigt, weiss nicht was es noch sein könnte ...

Also:

- Neue Zündkabel, Zündkerzen, Verteilerfinger- und Kappe.
- Neue Lambdasonde,
- Neues LMM-Poti (Original) und beim Bosch-Dienst einstellen lassen (Leiterbahnen waren abgenutzt).
- ÜSR-Relais durch ein neues ersetzt.
- KPR auf lose Lötstellen überprüft.

und zuletzt:
- Einspritzventile inklusive der Dichtungen erneuert (springt jetzt auch warm wieder gut an, Motorlauf besser, aber eben nicht "perfekt"😉.

Hab jetzt auch nix mehr im Forum gefunden, was es noch sein könnte, ausser vielleicht der Druckspeicher? Manchmal fällt die Drehzahl zu sehr ab, manchmal geht er dann kalt aus, meisst fängt er sich aber, wenn ich z.b. an einer Kreuzung in den Leerlauf gehe. Da der Druckspeicher aber relativ teuer ist, möchte ich den nicht unnötig auswechseln.

Ich bin dankbar für eure Anregungen!
mit besten Grüssen aus Luxemburg,
Chris

20 Antworten

Das sind doch nicht die Kompressionswerte der einzelnen Zylinder, oder? Wenn sie in psi angegeben wären, hätte dein Motor Werte zw. 2 -3 bar, das wäre ein Totalschaden 😰

edit: mit der nun geposteten Graphik werden die Angaben verständlich. Es wurde eine elektrische Kompressionsmessung durchgeführt, die Werte geben die Stromaufnahme in Ampere an. Je höher die Kompression umso höher die Stromaufnahme des Starters. Diese Messung gibt nur annähernd über den tatsächlichen Kompressionsdruck Auskunft.

Danke, wie rechne ich die Werte in Bar um? (siehe Anhang Beitrag w.o.)

Zitat:

Original geschrieben von gf8800gtx


Abweichung zwischen den Zylindern sollte 1,5 bis maximal 2 bar sein. Kompression zwischen 10-12 bar gilt als gesund. Bei 8,5 bar sollte man eine Motorrevision in Betracht ziehen.

Das heisst ich sollte den Kompressionsdruck nochmal "richtig" bzw. genauer messen lassen?

Zitat:

Original geschrieben von austriabenz


Das sind doch nicht die Kompressionswerte der einzelnen Zylinder, oder? Wenn sie in psi angegeben wären, hätte dein Motor Werte zw. 2 -3 bar, das wäre ein Totalschaden 😰

edit: mit der nun geposteten Graphik werden die Angaben verständlich. Es wurde eine elektrische Kompressionsmessung durchgeführt, die Werte geben die Stromaufnahme in Ampere an. Je höher die Kompression umso höher die Stromaufnahme des Starters. Diese Messung gibt nur annähernd über den tatsächlichen Kompressionsdruck Auskunft.

Nein, ist nicht notwendig, die Werte weichen nicht gravierend von einander ab. Die Stromaufnahme kann man nicht in bar umrechnen. Dieses Messverfahren zeigt lediglich das Verhältnis der einzelnen Zylinderdrücke zueinander an. D.h. man nimmt an, daß zumindest 1 Zylinder i.O. ist und wenn die Werte nahe beisammen liegen sind die Anderen ebenso gut oder schlecht wie der Beste. Man schließt über die Stromaufnahme auf einen hohen oder niedrigen Kompressionsdruck.

***edit***
PS: mir fällt auf die Schnelle noch Folgendes ein. Wurde auch der Gummiboden des LMM-Gehäuses kontrolliert? Dieses Teil, an dem der Schlauch vom Leerlaufsteller angeschlossen ist, wird mit zunehmendem Alter hart und reisst an den Kanten des Befestigungsrahmens gerne ein. Dann zieht er Falschluft und es kommt zu dem unerklärlichen Rütteln.
Dazu muss aber das LMM-Gehäuse demontiert werden, von oben sieht man hier Nichts.

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OK, der Wagen hat laut Tacho auch "erst" knapp 160.000 km runter, aber naja, weiss man ja nie ob das auch so stimmt.

Hab das LMM-GehÄuse lediglich mit einem Spiegel von unten angeschaut, konnte nichts auffälliges sehen, aber wie Du bereits sagst, ist die Einsicht relativ beschränkt. Werd das Gehäuse abnehmen, vorher werd ich aber noch mal die Schläuche anschauen, bzw mit Bremssreiniger nach Falschluft suchen. Vielleicht werd ich ja doch noch fündig.

Schönes Wochenende und danke für die Tipps!
Chris

Zitat:

Original geschrieben von austriabenz


Nein, ist nicht notwendig, die Werte weichen nicht gravierend von einander ab. Die Stromaufnahme kann man nicht in bar umrechnen. Dieses Messverfahren zeigt lediglich das Verhältnis der einzelnen Zylinderdrücke zueinander an. D.h. man nimmt an, daß zumindest 1 Zylinder i.O. ist und wenn die Werte nahe beisammen liegen sind die Anderen ebenso gut oder schlecht wie der Beste. Man schließt über die Stromaufnahme auf einen hohen oder niedrigen Kompressionsdruck.

***edit***
PS: mir fällt auf die Schnelle noch Folgendes ein. Wurde auch der Gummiboden des LMM-Gehäuses kontrolliert? Dieses Teil, an dem der Schlauch vom Leerlaufsteller angeschlossen ist, wird mit zunehmendem Alter hart und reisst an den Kanten des Befestigungsrahmens gerne ein. Dann zieht er Falschluft und es kommt zu dem unerklärlichen Rütteln.
Dazu muss aber das LMM-Gehäuse demontiert werden, von oben sieht man hier Nichts.

Also was auch immer der gute Herr da gemacht hat, ein Kompressionstest war das nicht. Diese Vergleichsmessung ist mir zwar nicht bekannt, aber warum macht man nicht einfach einen ganz normalen Kompressionstest, bei dem man dann eindeutige Ergebnisse bekommt.

Ich gehe zwar nicht davon aus, dass fehlende Kompression die Ursache für das Problem ist, wolle nur darauf hinweisen, dass dieser Test für micht nicht sehr aussagekräftig ist.

Ps.: Wenn das mit der Km- Leistung nicht eindeutig nachweisbar ist, kann man die 160tsd nicht als Fakt annehmen; können genauso gut auch 200tsd sein.

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