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Mietfahrer - Gut oder schlecht???

Themenstarteram 1. Juli 2008 um 14:58

Hallo zusammen,

Mein Freund und ich überlegen uns selbstständig zu machen. Jetzt ist nur die Frage wie?

Wir haben uns viel eingelesen in die Materie und haben auch festgestellt das es nicht gerade einfach wird. Nun sind wir auf eine Seite gestossen die sich mietfahrer Agentur nennt. Das Konzept klingt eigentlich nicht schlecht, aber uns würde interessiern ob jemand von euch mit so einer Agentur schon erfahrungen gemacht hat und wenn ja welche vorallem.

Ist so was für den Start in die Selbstständigkeit mit einem geringeren Risiko empfehlenswert? Wie sieht das mit der Auftragslage aus... kann man sich darauf verlassen das man auch genügend bekommt oder sitzt man dann mehrere Tage daheim?

Was uns natürlich auch brennend interssieren würde, was verlangt man als selbstständiger Fahrer damit die entstehenden Kosten auch gedeckt sind.

Braucht man bei so einer Agentur irgendwelche Lizensen?

Wäre schön wenn Ihr uns hierzu Infos geben könntet.

Grüße Tamara

Beste Antwort im Thema

Das Problem liegt mehr in der Branche, als im Selbständig machen. Ihr wollt in eine Branche, in welcher ein positives Ergebnis von vielen gar nicht erreicht wird. Ich bezeichne die Branche gerne als Haifischbecken. Jeder will nur Eines, Euer Geld!

Für die Mietfahrer-Geschichten braucht Ihr eine Gewerbeanmeldung und auch eine Güterkraftverkehrslizenz. Hab' da mal eine kennen gelernt, die das nicht so "eng" genommen hat. :O Sowas bringt Euch nur Ärger und da lässt man lieber die Hände davon. Genauso, wenn ihr schon gleich geduzt werdet. Unter Geschäftspartner siezt man sich - zumindest in der ersten Zeit! Vielleicht lässt man sich ja im lockeren Verhältnis besser über's Ohr hauen.

Egal, was ihr macht: Achtet auch etwas auf die Scheinselbständigkeit. Zudem braucht ihr ein Risikomanagement und eine Lösung, wenn ihr über die "Lockzeit" drüber raus kommt. Am Anfang wird man gerne mit guten Aufträgen geködert, dann lassen die aber nach und ihr fährt nicht mehr profitabel. Entweder ihr habt die soweit unter Kontrolle, dass ihr auch nach den ersten Wochen noch eine gute Auftragslage habt oder ihr werdet ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Das muss man rechtzeitig erkennen und Lösungen parat haben.

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Hallo, das Thema wurde schon öfter mal behandelt, einfach mal die Suche("Selbstständig" dürfte ein brauchbares Schlagwort sein) nutzten ;)

Grundvoraussetzungen sind für das Gewerbe die gleichen als ob ihr ne Spedition mit LKW aufmachen würdet.

Grüße

Steini

Wanderarbeiter ohne Rechte, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Anspruch auf bezahlten Urlaub, selbst Renten-Kranken, und Arbeitsosenversicherung einbezahlen .Kein Kündigungsschutz, keine Arbeit kein Geld.

 

WICHTIG !!! Versicherungen für Schäden abschließen falls am LKW mal ein Schaden verursacht wird.

 

Unter 25 € die Std oder 250 € Tagespauschale rechnet es sich nicht.

Zitat:

Original geschrieben von Pepperduster

Wanderarbeiter ohne Rechte, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Anspruch auf bezahlten Urlaub, selbst Renten-Kranken, und Arbeitsosenversicherung einbezahlen .Kein Kündigungsschutz, keine Arbeit kein Geld.

WICHTIG !!! Versicherungen für Schäden abschließen falls am LKW mal ein Schaden verursacht wird.

Unter 25 € die Std oder 250 € Tagespauschale rechnet es sich nicht.

Wanderarbeiter ohne Rechte?? Du scheinst Dich ja auszukennen....

Alle anderen von Dir genannten Nachteile sind jedem der selbstständig ist bekannt, egal ob als Mietfahrer, als Malermeister oder was auch immer. Man muß sich schon um Aufträge kümmern, klar keine Arbeit --- kein Geld!

Wenn ein Unternehmer keine Arbeit besorgt, haben seine Angestellten, und auch er, kein Geld.

Der Arbeitgeber hat gegenüber dem Arbeitnehmer zunächst einmal eine Lohnzahlungspflicht. Sollte der Arbeitgeber keine Arbeit besorgt haben, der Arbeitnehmer dennoch seine Arbeit anbietet  so entbindet es dem Arbeitgeber nicht von der Zahlung der Löhne oder Gehälter.

Na sowas!!!

Könnte es sein das ein selbstständiger ein Risiko trägt? Und sich um Arbeit selber kümmern muß??

Wer das nicht mag, der muß als Arbeitnehmer sein Geld verdienen.

Was ist dann so schlimm sich selbstständig zu machen??

( Wenn man Aufträge hat und weiterhin besorgt?)

Das Problem liegt mehr in der Branche, als im Selbständig machen. Ihr wollt in eine Branche, in welcher ein positives Ergebnis von vielen gar nicht erreicht wird. Ich bezeichne die Branche gerne als Haifischbecken. Jeder will nur Eines, Euer Geld!

Für die Mietfahrer-Geschichten braucht Ihr eine Gewerbeanmeldung und auch eine Güterkraftverkehrslizenz. Hab' da mal eine kennen gelernt, die das nicht so "eng" genommen hat. :O Sowas bringt Euch nur Ärger und da lässt man lieber die Hände davon. Genauso, wenn ihr schon gleich geduzt werdet. Unter Geschäftspartner siezt man sich - zumindest in der ersten Zeit! Vielleicht lässt man sich ja im lockeren Verhältnis besser über's Ohr hauen.

Egal, was ihr macht: Achtet auch etwas auf die Scheinselbständigkeit. Zudem braucht ihr ein Risikomanagement und eine Lösung, wenn ihr über die "Lockzeit" drüber raus kommt. Am Anfang wird man gerne mit guten Aufträgen geködert, dann lassen die aber nach und ihr fährt nicht mehr profitabel. Entweder ihr habt die soweit unter Kontrolle, dass ihr auch nach den ersten Wochen noch eine gute Auftragslage habt oder ihr werdet ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Das muss man rechtzeitig erkennen und Lösungen parat haben.

genau so wie Chris es sagt,kann ich es bestätigen,eigene mühe gefällgkeit,fleiß wir nicht entlohnt sondern gnadenloß ausgenutzt

Hallo Kollegen,

möchte auch noch was dazu sagen. Das ist alles komplett richtig was ihr da sagt, aber eines habt ihr da noch vergessen. Wer sich als Mietfahrer mit Angestellten selbsständig machen möchte, benötig einen Arbeitnehmerüberlassungvertrag. Diesen stellt man über das Arbeitsamt. Hinzu kommt, das man noch 4 weitere Anträge auszufüllen hat, darunter z.B. Finanzamt und Steuerberater, es wird das Guthaben überprüft, denn ein solches benötigt man zur Legemation, und noch viele Sachen mehr.

Ich gebe da mal ein Tipp. Wenn Ihr auf der Startseite vom Arbeitsamt seid, bitte doch mal genau dieses Wort oben recht eingeben. "Arbeitnehmerüberlassung" , dann findet ihr alle nötigen Anträge.

Wir haben es auch durch und schon einige Jahre her. Wenn ich noch mal vor der Wahl stehen würde, neee, ich glaube nicht, das ich das noch mal machen möchte.

Warum nicht? Ganz einfach. Die Preise gehen mit runter und hoch und richten sich allgemein nach dem derzeitgen Frachtpreis, der bezahlt wird. Und liebe Kollegen, der ist momentan alles andere als Gut.

Das wollte ich eigentlich nur mal da zu sagen. Es wartet viel arbeit auf euch. Viel Glück und das braucht ihr in der heutigen zeit, wo wenige nur noch gute Aufträge haben. Auch in Dänemark ist noch alles ruhig.

Mfg vwpassat1993

Das Thema ist über ein Jahr alt.Denke die beiden sind im Geschäft oder habens bleiben lassen.

Klar sind die das, aber es kann nur anderen Dienlich sein, die die es sind und die die es machen wollen. Viele werden falsch beraten, gerade wegen der Arbeitnehmerzulassung, wenn das nicht vernüftig gemacht, können hohe Strafen lauern. Und das kann man glauben oder es ein lassen.

Nichts mehr wollte ich damit bewirken. Kenne einige, die ins offene Messer gerannt sind und die Ratschläge nicht hören wollten.

Also in diesem Sinne

gute Fahrt allen.

Zitat:

Original geschrieben von vwpassat1993

Klar sind die das, aber es kann nur anderen Dienlich sein, die die es sind und die die es machen wollen. Viele werden falsch beraten, gerade wegen der Arbeitnehmerzulassung, wenn das nicht vernüftig gemacht, können hohe Strafen lauern. Und das kann man glauben oder es ein lassen.

Nichts mehr wollte ich damit bewirken. Kenne einige, die ins offene Messer gerannt sind und die Ratschläge nicht hören wollten.

Also in diesem Sinne

gute Fahrt allen.

dito

Ich glaube, dass die Rentenversicherung da nicht mitspielt. Laut deren Definition sind Lkw Fahrer ohne eigenes Fahrzeug immer als Angestellte zu behandeln. Ansonsten drohen sie mit der Scheinselbständigkeits-Keule...

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