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Meinung zu Achsvermessungsprotokoll

Themenstarteram 23. November 2012 um 22:43

Hallo zusammen,

ich habe bei meinem Opel Astra G (Bj. 2001) die Spurstangenköpfe (Spiel) und ein Axialgelenk (ausgeschlagen) wechseln lassen, inklusive Achsvermessung. In einem Rutsch wurden auch die Bremsen vorne gewechselt und Winterreifen aufgezogen.

Seitdem (ca. 1 Woche her) habe ich den Eindruck, dass der Geradeauslauf schlechter geworden ist und dass das Auto nach rechts zieht. Ich muss also z.B. auf der Bundesstraße bei Geradeausfahrt das Lenkrad mit ein bisschen Kraftaufwand "aktiv geradehalten" (bzw. leicht nach links drehen) und laufend minimal korrigieren.

Daraufhin habe ich mir mal das Messprotokoll näher angeschaut und auch fleißig im Netz gesucht, bin mir aber immer noch unschlüssig, ob das jetzt alles im Rahmen ist oder nicht. Bevor ich nochmal in der Werkstatt vorbeischaue...

A) Die Sturzwerte vorne liegen beide außerhalb des Sollbereichs - schlimm?

B) An der Hinterachse habe ich ein halbes Grad Spurwinkelunterschied links/rechts - ist das viel?

C) Die Spur (die einzigen Werte, die sich von "vorher" zu "nachher" geändert haben) soll nun auf GENAU 0° eingestellt worden sein - Frage 1: Macht das Sinn (sollte die Spur nicht eben wegen Geradeauslauf leicht positiv sein) und Frage 2: Kann man das überhaupt so genau einstellen oder wurde da vielleicht ein bisschen gemogelt?

Wäre froh, wenn ihr mir dazu ein paar fundierte Meinungen oder Kommentare anbieten könntet...

Gruß,

Broensted

30 Antworten

wie weit ist der sturz ausserhalb der regelwerte?

leicht negativ schadet nix bzw. ist in kurven sogar besser;)

der unterschied wird wohl nur im minutenbereich sein, oder?

spur ist grade bei fronttriebler leicht negativ (also nachspur) vorzuziehen gegenüber 0.

edit: hab jetzt erst das bild entdeckt...ostfriesisches nationalwappen, weißer seeadler auf weissem grund:D

also das halte ich für ok, mit etwas mehr negativerspur wie vorher ist der gradeauslauf besser.

haben die das lenkrad auf mitte 'festgeklemmt' und dann an den spurstangen gedreht?

nicht das beim lenkrad mitte du eigentlich eine kurve fährts -> gegenlenken

nochwas: idealerweise sitzt man bei der einstellung im wagen;)

Ich denke das du einfach nun etwas andere Werte hast als vorher.

Gradeauslauf wird stark von der spur beinflusst, wenn die reifen vorne(bild von oben) so: //-----\\ stehen zentriert sich das auto besser selbst beim gradeauslauf, dadurch nimmt allerdings auch der Reifenverschließ zu.

Vielleicht einfach hinfahren und sagen was das problem ist, ob sie das noch nachbessern können das der Gradeauslauf etwas besser wird.

Es koennen auch die Winterreifen sein.

Tausch mal links mit rechts und seh was passiert...

Zitat:

Original geschrieben von Broensted

A) Die Sturzwerte vorne liegen beide außerhalb des Sollbereichs - schlimm?

C) Die Spur (die einzigen Werte, die sich von "vorher" zu "nachher" geändert haben) soll nun auf GENAU 0° eingestellt worden sein - Frage 1: Macht das Sinn (sollte die Spur nicht eben wegen Geradeauslauf leicht positiv sein) und Frage 2: Kann man das überhaupt so genau einstellen oder wurde da vielleicht ein bisschen gemogelt?

Man kann die Spur genau einstellen. Es gibt einen Messbereich und einen Einstellbereich. Der Einstellbereich liegt im Bereich der Vorspur. Der etwas größere Messbereich schließt meist Null ein.

Wenn man keine Daten hat, kann man Null nehmen. Die Kiste ist dann auch nicht so nervös beim Lenken und die Reifen halten länger.

Themenstarteram 25. November 2012 um 10:41

Danke Euch für die Beiträge :) Dann scheint ja prinzipiell schonmal nichts arg falsch zu sein an den Werten. Ich werde morgen einfach nochmal in die Werkstatt fahren und den Menschen drauf ansprechen, vor allem wegen dem zur-Seite-ziehen, aber auch wegen der Spur.

 

Hallo,

wenn die Achsen eingestellt werden, sollte das dann auch nach Werksvorgabe erfolgen. Falsch eingestellt Werte können beeinflussen: Geradeauslauf, Kurvenfahrt, flatternde Lenkung, Reifenverschleiß, Bremsverhalten, Federkomfort usw.

also Einstellung nur nach Werksvorgabe.

Ich würde mal wetten, das während der Einstellung keine Ausgleichsgewichte im Fahrzeug untergebracht wurden :rolleyes:

Wenn keine vorhanden, dann möglichst die Hauptnutzung des Fahrzeugs nachbilden mit geeigneten Fahrern und Beifahrern.

Der Unterschied im Sturz ist schon nicht gering, das kann problemlos zu "kurvenfahr-Tendenzen" führen.

Bei sowas am Besten immer darauf bestehen bei der Messung anwesend zu sein, da kann zu viel gepfuscht werden.

Ich wollte mich auch mal kurz einschalten, da ich ein ähnliches Problem habe: Vectra C zog immer leicht nach links, eigentlich nicht sehr schlimm, habe dann aber nach Stoßdämpfer-, Spurstangenköpfen- und Koppelstangenwechsel mal bei Händler die Spur einstellen lassen (vor allem wegen dem Spurstangenkopfwechsel). Fazit: Zieht auf der Autobahn immer noch nach links.

Nun fiel mir ein, dass ich vor 4 Monaten mal beim Händler die rechte Radnabeneinheit wechseln ließ (Nabe + Lager Einheit). Auto is 11 Jahre alt, links ist nicht gewechselt worden. Was passiert nun, wenn das linke Rad ungleich schwerer läuft als das rechte Rad, obwohl das Radlager (nach Gehör und Gefühl) nicht defekt ist, aber vielleicht deutlich verschlissen? Könnte sich da theoretisch nicht auch eine Lenk-Tendenz zur schlechten Seite einstellen?

Alte und neue Radlager laufen nicht unterschiedlich gut/schlecht. Solange kein Spiel vorhanden ist.

Erst wenn ein Radlager festgefressen / zermahlen ist und dann eiert, erst dann werden sich Unterschiede ergeben - aber dann fährst Du wie auf einem Pudding und bist froh wenn Du aussteigen darfst.

Für das nach linkls/rechts ziehen ist nicht das Alter eines Radlagers entscheidend (sofern nicht defekt) sondern die Spur und geringfügig der Sturz.

Gruß

Hyperbel

Themenstarteram 27. November 2012 um 21:00

So, ich habe jetzt nochmal eine relativ leere Autobahn und Bundesstraße unter die Räder genommen, um mal auf beiden Spuren zu testen. Der Rechtsdrall ist da, ja, aber halt minimal. Auch aufgefallen war mir ein subtiles Vibrieren des Autos/der Lenkung bei ca. Tempo 60 und ca. 110 (habe ich im ersten Beitrag vergessen...)

Also ab zur Werkstatt. Wegen dem Vibrieren haben die erst nochmal alle Reifen auf die Wuchtmaschine gepackt und siehe da: hinten links und vorne rechts musste noch nachgebessert werden (schon komisch, da auf meiner Rechnung bzgl. Brems- und Reifenwechsel von vor 2 Wochen auch "Auswuchten" ausgewiesen war^^) Die Vibrationen sind jetzt natürlich weg - aber ich meine auch, dass sich der Rechtsdrall und der Geradeauslauf gebessert haben (oder ich habe mir das vorher einfach nur eingebildet ;-) ).

Schon komisch, aber ich denke ich belasse es jetzt dabei. Die Verkehrssicherheit ist ja nicht gefährdet und bei nem 11 Jahre alten Auto möchte ich jetzt kein Fass aufmachen.

Zitat:

Original geschrieben von Hyperbel

Alte und neue Radlager laufen nicht unterschiedlich gut/schlecht. Solange kein Spiel vorhanden ist.

Erst wenn ein Radlager festgefressen / zermahlen ist und dann eiert, erst dann werden sich Unterschiede ergeben - aber dann fährst Du wie auf einem Pudding und bist froh wenn Du aussteigen darfst.

Für das nach linkls/rechts ziehen ist nicht das Alter eines Radlagers entscheidend (sofern nicht defekt) sondern die Spur und geringfügig der Sturz.

Gruß

Hyperbel

Genau andersrum eigentlich. Wenn die Spur einseitig verstellt ist, ergibt sich einfach ein Geradeauslauf durch eine Änderung des Lenkradwinkels. Der Sturz hingegen hat direkt Einfluss auf eine Abweichtendenz.

Logisch, wenn ich nen Hecktriebler mit Nachspur fahre wird der alleine dadruch nervös, das hat aber nichts mit Tendenzen zu einer Seite ziehen zu wollen zu tun.

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Es koennen auch die Winterreifen sein.

Tausch mal links mit rechts und seh was passiert...

Besser nicht oder zu zu Testzwecken, ansonsten sind die Winterreifen fürn A....

Die sind Laufrichtungsgebunden.

:D:D:D der war gut!

Die Laufrichtung ändert sich durch einen Tausch von rechts/links nicht.

Zitat:

Original geschrieben von c_krzemyk

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Es koennen auch die Winterreifen sein.

Tausch mal links mit rechts und seh was passiert...

Besser nicht oder zu zu Testzwecken, ansonsten sind die Winterreifen fürn A....

Die sind Laufrichtungsgebunden.

Das mag sein (allerdings denke ich das das eher ein Ueberbleibsel aus den 50ern ist)

Fakt ist aber das mir ein Wagen laufend nach Rechts gezogen hat und das trotz Vermessung.

Mir wurde der Tip gegeben die Reifen seitlich zu tauschen um zu sehen ob es einen Unterschied macht.

das hat es getan.

Ich habe die Reifen nicht wieder zurueck getauscht sondern habe die kaputten (Deiner Meinung nach) Reifen so gefahren bis kein Profil mehr drauf war.

Gruss, Pete

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