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Mehrfache Motorstarts - Gefahr für den KAT?!

Themenstarteram 17. Mai 2012 um 23:07

Hallo, schon wieder eine Frage an alle Technikkenner:

In der Betriebsanleitung von BMW steht folgendes:

"häufiges starten kurz hintereinander vermeiden. Sonst wird der Kraftstoff nicht genügend verbrannt und es besteht die Gefahr der Überhitzung und Beschädigung des Katalysators".

Hierzu habe ich als Komplettlaie nun folgende Fragen:

a) Wie schlimm ist es tatsächlich, wenn ich den kalten Motor mehrfach sehr

kurz hintereinander neu starten muss. Zum Beispiel bei folgender

Situation: Parkhaus mit Hebebühnenparksystem:

1. Motorstart zum Herausfahren aus der Parkhebebühne.

Dann Motor aus und Absenken der nun leeren Hebebühne.

2. Motorstart nach dreißig Sekunden. Fahrt bis zum Tiefgaragentor.

Motor aus und Aussteigen zum Toröffnen.

3. Motorstart und herausfahren aus der Garage. Motor aus und

Schließen des Garagentors.

4. Motorstart. Kurzes anfahren, erneuter Halt um noch etwas

in den Kofferraum zu laden/ein Kind einsteigen zu lassen. Motor aus.

Beladung erledigt/Kind angeschnallt.

5. Motorstart.

Hinweis: zwischen den einzelnen Motorstarts liegen maximal 30

Sekunden

 

b) Woran merke ich, dass/ob der Katalysator überhitzt oder kaputt ist?

Kann ich eine Uberhitzung zum Beispiel sofort bei den Motorstarts an

einer Geruchsentwicklung oder so feststellen? Oder ist das Quatsch?

Und wie groß ist dann überhaupt tatsächlich die Gefahr eines Defekts?

Bitte um hilfreiche Antworten...

Gruß

RI

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21 Antworten

wenn der Kat kalt ist, dann ist es egal. Wenn du aber von der Autobahn kommst kann das zum problem werden.

Wenn der Kat nicht ausreichend arbeitet merkst du wenn die MKL angeht oder bei der AU.

PS für das Motoröl und den Motorenverschleiß sind solche kaltstart und Kurzstart aber zu vermeiden, den bei jedem starten und stoppen vom Motor hast du Mischreibung was Verschleiß bedeutet, bei der Fahr kommt das in den lagern nicht mehr vor. Das unberbrannte Benzin gelangt dabei ins Öl, das verdünnt das und lässt es chemisch schneller altern. d.h. soll man bei Kurzstreckenverkehr das Öl früher wechseln, das steht auch in den Anleitungen. Auch wenn der Service Computer noch nicht zum Ölwechsel ruft.

PS Es gibt Funksysteme die dir das Tor öffnen und schließen, das kann man auch mit den Doppelboxen machen. Das ist nicht nur für den Motor angenehm, auch für die Bequemlichkeit.

am 17. Mai 2012 um 23:16

Wenn du den kalten Motor startest, hat der Kat ja kaum Temperatur. Einen Schaden wird er deshalb nicht nehmen. Ich würde aber trotzdem empfehlen, den Motor nicht jedes Mal kalt abzustellen, weil dadurch der Kondensatanteil im Öl steigen kann.

Ich habe meine Schlüssel für die Garage und den Hebemechanismus so am Schlüsselbund befestigt, dass ich sie benutzen kann, ohne den Motor auszuschalten.

Themenstarteram 17. Mai 2012 um 23:25

Ok, wenn ich das also erst seit kurzen so praktizieren muss (drei Wochen,

Wegen defektem Torantrieb), dann wäre das bisher also nicht soooooo schlimm, oder?!

Und in Zukunft dann halt Motor laufen lassen :-)

Und bisher hat sich die MKL Gott sei Dank noch nicht gemeldet. Ich wusste gar nicht, dass diese auch einen defekten Kat mit anzeigen würde...

Soll ich zur Sicherheit (trotz der nur kurzen Dauer von drei Wochen) eine AU machen lassen, oder kann ich hoffnungsvoll davon ausgehen, dass noch alles in Ordnung ist.

Hinweis: beim nachhausekommen mit warmem Motor/Kat lief das Spiel natürlich ähnlich, also wieder Motor an und aus. Das war für den Kat dann sicherlich schlimmer?

Danke und Gruß

RI

am 17. Mai 2012 um 23:29

Zitat:

Original geschrieben von Romimperator

Und in Zukunft dann halt Motor laufen lassen :-)

Ja, ist besser (aber nicht wegen dem Kat).

Und wenn der anfällige N43 - Motor im 116i (2.0, 122 PS) kaputt geht, dann sicher nicht (nur) wegen Dir, sondern mehr wegen seiner schlechten Konstruktion.

- Injektoren

- NOx - Sensor

- Steuerkettenspanner

- Zündspulen

Themenstarteram 17. Mai 2012 um 23:40

Ok, aber die drei Wochen musste er halbwegs überstanden haben, oder. Sooooo schnell dürfte er eigentlich nicht verrecken - schlechter Motor hin oder her,

Ich werde mein startverhalten also verbessern und hoffen, dass bisher nichts schlimmes passiert ist und der Motor nicht zu sehr gelitten hat,

Danke übrigens für die schnellen Antworten

Gruß

ich würde mir da keine Sorge machen, einfach unnötige Start vermeiden.

die Nachkat Lambdasonde überwacht ob der Kat arbeitet, wenn nicht geht die MKl an. Nicht alle Fahrzeuge haben die, aber alles mit Euro 4 und neuer sollte die haben.

Themenstarteram 18. Mai 2012 um 0:03

...dann kann ich ja nun etwas beruhigter schlafen gehen...

Danke und Buenas noches :-)

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

....die Nachkat Lambdasonde überwacht ob der Kat arbeitet, wenn nicht geht die MKl an. Nicht alle Fahrzeuge haben die, aber alles mit Euro 4 und neuer sollte die haben.

Alle Fahrzeuge ab Modelljahr 2002 haben eine Nachkatsonde. Viele auch schon vorher, aber ab 2002 war es Vorschrift.

Zum Thema: Ich würde mir da eher Sorgen um den Anlasser machen, als um den Kat. 10 mal starten bei Abfahrt und Ankunft ist schon heftig wenn man bedenkt, das 2-4 mal auch reichen könnte. :)

Themenstarteram 18. Mai 2012 um 8:59

...wie gesagt: wird nicht mehr vorkommen. Sowohl im Kat, als auch Anlassersser und Motor. Mit war hält einfach nicht bewusst, dass häufige Starts ein Problem sind. Bin ein echter idiot.:eek:

Ich hatte nur Panik, dass ich da in den.vergangenen drei Wochen schon etwas kaputt gemacht haben könnte...

Gruß

RI

Im Stop-and-Go Betrieb wird der Motor bei Start-Stopp-Automatik alle paar Sekunden neu gestartet.

Themenstarteram 18. Mai 2012 um 10:30

...ist das da nicht was anderes - weil ich da ja nicht ständig den Starrkopf drücke?

Das ist etwas anders, weil der Anlasser auf sowas ausgelegt wurde, die Batterie ist größer und Start stop geht auch nur, wenn bestimmt Parameter erfüllt sind, z.b. muss der Motor eine mindesttemperatur haben, die Klima aus sein usw.

am 18. Mai 2012 um 11:19

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

PS für das Motoröl und den Motorenverschleiß sind solche kaltstart und Kurzstart aber zu vermeiden, den bei jedem starten und stoppen vom Motor hast du Mischreibung was Verschleiß bedeutet, bei der Fahr kommt das in den lagern nicht mehr vor.

Kaltstart ok, aber Kurzstart bei warmem Motor... wenn das ein Problem wäre, was machen dann die BlueMotion-Fahrzeuge?

Zitat:

Original geschrieben von Romimperator

Und in Zukunft dann halt Motor laufen lassen :-)

Umweltfeindlicher Ansatz, jedenfalls bei warmem Motor. Schon vor BlueMotion haben die Autohersteller Motorstopp selbst an der roten Ampel propagiert (lohnt ab 18 Sekunden, wobei der Profi sogar schon im Anrollen den Motor abstellen kann, wenn er die Ampelphase gut kennt und im Hinterkopf hat, womit er bei Bremskraftverstärker und Servolenkung zu rechnen hat). Die Hersteller haben jedoch festgestellt, dass das Motorstopp-Prinzip nicht in die Köpfe der Fahrer reinzukriegen war. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich an einer Forschungsfahrschule einer Universität meinen Führerschein gemacht habe. Mir lag sogar ein entsprechendes Papier aus dem Hause Mercedes Benz vor, in dem Motorstopp ausdrücklich empfohlen wurde.

Mit BlueMotion wurde das Prinzip dann automatisiert.

Ähnliches gilt ja auch für die Gangwahl. Ich möchte behaupten, dass weit mehr als die Hälfte aller Autofahrer dauerhaft in zu kleinen Gängen unterwegs ist, teils aus Schaltfaulheit, teils, weil sie nicht wissen/glauben können, mit wie wenig Drehzahl ihr Motor auskommt. In vielen Fällen sind sie dann auch beratungsresistent. Die Hersteller haben das wohl zum Anlass genommen, in neue Fahrzeugmodelle diese Schaltempfehlungsanzeige einzubauen.

Zitat:

Original geschrieben von Kaufbruno

Zum Thema: Ich würde mir da eher Sorgen um den Anlasser machen, als um den Kat. 10 mal starten bei Abfahrt und Ankunft ist schon heftig wenn man bedenkt, das 2-4 mal auch reichen könnte. :)

Unter der Maßgabe, dass der Motor komplett in Ordnung ist (insbesondere hinsichtlich des Einspritzgemisches), wurde damals festgestellt, dass die Kosten für einen neuen Anlasser, der durch die Motorstopps verschleißbedingt schneller den Geist aufgibt, geringer sind als die kumulierten Kraftstoffkosten über die ganzen Jahre durch den Leerlaufverbrauch bei Verzicht auf Motorstopp. Und das war noch in Zeiten, als der Kraftstoff die Hälfte dessen kostete, was man heute dafür hinblättern muss!

Was man natürlich im Auge behalten muss - und auch das wurde nicht verschwiegen - ist die Batterie. In der Bilanz muss genug Strom hereinkommen, um den Verbrauch durch die häufigen Starts auszugleichen. Je nach Fahrprofil kann das trivial oder auch etwas kniffliger sein. Ggf. kann man durch das Ausschalten unnötiger Verbraucher mithelfen. Das fängt schon bei den Bremslichtern an, wenn man an der Ampel (oder sonstwo) stillsteht und kein Gefälle ist. Da muss man nicht wie ein Depp auf der Bremse latschen bleiben, aber leider machen das fast alle Autofahrer so. Das verbraucht nicht nur Strom, sondern blendet und nervt auch den Fahrer, der hinter einem steht. Höchstens wenn man der letzte in der Schlange ist kann Bremslicht Sinn machen.

Auch bei einem warmstart tritt die Mischreibung aus, des erst ab einer gewissen Mindesdrehzahl kann ein hydrodynamisches Gleitlager funktionieren. Die Lager sind ausgelegt das sie das eine gewisse Anzahl mit machen und dann ersetzt werden müssen. Das Problem tritt aber erst im hohen Fahrzeugealter aus, d.h. kann das dem Neuwagenkäufer egal sein wenn bei 200tkm die Lageschaden außerhalb der Toleranz sind und der Motor klappert. Wer nur Langstrecken fährt, der macht locker seine Kilometer runter.

PS Die BMT ist nicht der freund jedes entwicklers, weil das Probleme auf einen zukommen die man vorher nicht kannt. Start Stop bei nem moderen diesel ist auch nicht immer sinnvoll, den wer nur kurze Strecken fährt, der bekommt das Ding nie auf Betriebstemperatur.

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