Massiver Ölverlust, Kurbelwelle?
Hallo Käfer-Freunde,
ich habe bei meinem 1960er Faltdachkäfer (1200 ccm, 34 PS) massive Ölverlust-Probleme. Seit etwa einer Woche läuft (ja eher schnurrt) der Motor wieder, hat jedoch auf rund 60km Fahrt etwa 3l Öl verloren (auf der Heimfahrt nachgefüllt).
Der Motor und die Motorhaube sind ölverschmiert, der Ölkühler, Lüfterrad, Kühlrippen und Stösselrohre absolut trocken.
Ich sehe zwei Ursachen.
*Verlust über den Ölpeilstab. Allerdings ist die Motorentlüftung über den Öleinfüllstutzen frei.
*Verlust über die Kurbelwellenöffnung zur Kurbelwellenscheibe. Hier sorgt ja das (sorry, mit den Fachbegriffen bin ich nicht vertraut) linkslaufende Gewinde der Kurbelwellenscheibe dafür, daß kein Öl austritt. Nun ist mir aufgefallen, daß bei der Ölabprallscheibe (so nenne ich es mal) innen im Motor (von außen ersichtlich) ein kleines Stück fehlt. Und zwar im inneren Umkreis, etwa 3 x 15mm groß (wie rausgestanzt). Kann dies zu den großen Ölverlusten führen?
Den Motor habe ich heute ausgebaut, bevor ich ihn knacke, hätte ich noch gerne Eure Einschätzung.
Danke und Gruß, Ingo
18 Antworten
Also bei mir ist gar kein Problem ;-)
Aber ich bezweifle genau wie Du, daß das Problem des TE mit der Form oder Einbaurichtung der Schleuderscheibe zusammenhängt.
Zwischen den Motorhälften war keinerlei Dichtmasse; an der Naht hat der Motor etwas geschwitzt aber nicht gesaut.
Was sagt ihr zu der These mit den Kolbenringen? Kann der Motor einerseits schön Leistung bringen, gleichzeitig soviel Druck über die Kolbenringe verlieren, daß er überkocht?
Unter der Lima hatte ich ein Stück Dichtungspapier, der Schacht im Limafuß ist Öl(kohlen)verschmiert, das Papier (von mir vor der ersten (und letzten)) Fahrt untergelegt absolut ölfrei. Das spricht eigentlich gegen ein Überkochen.
Jetzt baue ich die Tage mal neue Kolbenringe und den Motor wieder ein und hoffe auf ein positives Ergebnis. Oder hat noch jemand eine Idee?
Konnte ich keinen feststellen. Werde nochmal genau nachsehn.