Mal wieder: Wagen zieht nach rechts und Ärger mit dem FOH
Hallo,
ich habe meinen Sigi jetzt gut drei Monate und bin rund 4TKM gefahren. Der Wagen zieht eindeutig nach rechts. Es ist nicht extrem, aber deutlich spürbar. Besonders auf der Landstraße und der Autobahn spürt man das. Lasse ich das Lenkrad los, dann steht es zwar so gut wie gerade, aber es geht dann immer ab nach rechts. Ich muß also immer nach links gegenlenken, um letztlich geradeaus zu fahren.
Das ist mein erster Opel und auch mein erster Fronttriebler. Davor hatte ich einen 15 Jahre alten Mercedes w124, der auch jetzt noch stur geradeaus fuhr.
Jetzt habe ich beim FOH angerufen und wollte darum bitten, daß sich das mal jemand ansieht. Ich bin nicht jemand, der sofort wegen jeder Kleinigkeit auf der Matte steht, aber trotz Versuchen mit anderem Luftdruck und der Hoffnung auf ein "Einfahren" oder so, ist der Effekt unverändert. Jetzt sagte mir der gar nicht freundliche, daß ich nicht erwarten bräuchte, daß da was kostenlos gemacht wird. Nach 1 Monat fallen Rad und Spur aus der Garantie. Das finde ich einen Hammer! Klar kann theoretisch beim harten Überfahren von Bordsteinen was an der Spur passieren, aber mein Wagen wird über gar keine Bordsteine etc gefahren. Ich bin da überpenibel.
Aber meiner Meinung hat das doch gar nichts mit Garantie zu tun. Die ersten 6 Monate greift die Händlergewährleistung und der Händler müßte beweisen, daß ich das Nachrechtsziehen verursacht habe. Nicht die Opel-Garantie greift hier, sondern meiner Meinung nach die Gewährleistung. Dafür steht nicht der Hersteller, sondern der Verkäufer gerade. Und die kann ich doch nicht nach einem Monat für bestimmte Teile des Autos raus nehmen, oder?
Jetzt habe ich am Donnerstag einen Termin, aber die wollen das Auto den ganzen Tag (Räder tauschen oder Spur vermessen geht meienr Meinung auch in einer Stunde oder so) und ich soll vielleicht auch noch den Leihwagen zahlen. Meiner Meinung nach ist das Schikane. Ich habe gefragt, ob wir einen Termin machen könnten, so daß ich warten kann. Ich wäre auch gerne bereit, ein oder zwei Stunden dort zu warten. Aber das wurde kategorisch abgelehnt. Ich glaube nun, daß die mit Hiweis auf den Ersatzwagen und damit verbundene Kosten hoffen, daß ich nicht komme oder so.
Hier im Forum wurde ja schon mehrfach von Problemen mit dem Geradeauslauf bei Neuwagen berichtet, aber daß man einfach sagt, nach einem Monat oder 1000 km ist das mein Problem, finde ich ein starkes Stück!
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen damit und wie der FOH damit umgeht?
Gruß
Michael
38 Antworten
Ich hatte bei meinem Siggi genau dieselbe Geschichte, als ich neue Reifen bekam. Die alten waren wirklich schlecht, aber der Wagen lief perfekt geradeaus. Mit den neuen Goodyear zog er stark nach rechts. Dann alles wie beim TE.
Jetzt habe ich vorne rechts/links getauscht ... und siehe da, es läuft alles wieder wie es soll.
Grüße
BV
Ich habe das am Anfang überlesen, dass der TE einen neuen Signum fährt. Dann hat er ja 2 Jahre Garantie.
Dann soll er doch zu einem anderen FOH fahren. Wenn er bei seinem Kauf-OH nicht ordentlich bedient wird, ein anderer freut sich vielleicht über einen neuen Kunden!
Hi Martin7791,
ich fürchte, daß genau hier das Problem liegt: Mein FOH meinte ja, daß Opel auf Grantie gar nix mehr an Spur oder Reifen macht, wenn der Wagen 1 Monat alt ist bzw 1.000km gefahren. Das finde ich lächerlich. Aber Garantie ist ja nunmal eine freiwillige Leistung und kann daher von Opel begrenzt werden. Wenn mir das ein anderer FOH bestätigt, kann ich auf Garantie nichts machen.
Dann bleibt nur die Gewährleistung, in deren ersten 6 Monaten der FOH beweisen muß, daß der Wagen nicht nach rechts gezogen hat. Aber die Gewährleistung ist nicht mit Opel, sondern dem FOH. Daher kann ich Gewährleistung nur bei diesem FOH reklamieren, aber nicht bei einem anderen.
Wenn ich die anderen Beiträge hier lese, dann scheine ich ja echt kein Einzelfall zu sein. Schon schlimm, daß ein nagelneues Fahrzeug mit IDS+Fahrwerk und was weiß ich noch alles, nicht geradeaus fährt. Die Luftdruckänderung hat übrigens nichts gebracht. Ich habe alle mal auf 3bar aufgepumpt, nun ist der Komfort merklich geringer, aber der Wagen zieht so wie vorher.
Interessant finde ich, was A.Hardy schreibt. Denn auch bei mir wird es mit Beifahrer stärker. Und wenn dann noch ein Erwachsener hinten rechts sitzt, muß ich schon ganz schön gegenlenken. Aber das darf doch so extrem nicht sein, oder? Habe ich noch bei keinem anderen Auto so gemerkt.
Aber wenn auch bei anderen hier die Spurvermessung immer ok war, dann liegt es ja vielleicht doch an den Reifen, oder? Vielleicht sollte ich mal wie bei BV rechts und links tauschen lassen. Sind ja wohl nicht laufrichtungsgebunden, oder?
Gruß
Michael
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Zitat:
Das finde ich lächerlich. Aber Garantie ist ja nunmal eine freiwillige Leistung und kann daher von Opel begrenzt werden
Wer hat dir denn diesen Quatsch erzählt? Garantie und freiwillig?
dann lies mal das BGB §§ 437, 438, 439
Viel Spaß
Gruß
Christoph
an den TE:
Garantie ist nicht freiwillig - das wurde gesetzlich geregelt!!
Da kann sich dein (F)OH nicht drücken!!!!
Tja, Leute, ich sage es Euch ja ungern, aber was da in den Paragraphen BGB 437 - 439 steht, betrifft NICHT die Grantie, sondern die gesetzliche GEWÄHRLEISTUNG! Und das ist ein himmelweiter Unterschied. Hier nochmal in Kürze:
- gesetzliche Gewährleistung: Stellt im Gegensatz zur einer Garantie auf die Mangelfreiheit bei der Übergabe ab. Nur Mängel, die dort schon vorlagen, werden beseitigt. Allerdings gilt für die ersten 6 Monate, daß der Händler beweisen muß, daß der Mangel nicht schon da gewese ist, was regelmäßig recht schwer fällt. Weiter: Die Gewährleistung ist ein Vertrag zwischen dem HÄNDLER und mir, der Hersteller Adam Opel AG hat damit nichts zu tun.
- Grantie: Ist NICHT gesetzlich geregelt und eine FREIWILLIGE Leistung des HERSTELLERS. Die Garantie kann nach Belieben des Herstellers eingeschränkt werden, z.B. Grantie auf Durchrostung, aber nicht auf Motor. Der Händler ist hier fein raus, weil eben der Hersteller in der Pflicht ist. Deshalb drücken sich ja viele Händler (nicht nur beim Auto, z.B. auch Media-Markt) vor der Gewährleistung, die sie erbringen müßten) und verweisen auf die Herstellergarantie, damit der Hersteller die Kosten trägt. Wenn ich z.B. einen DVD-Spieler bei Media-Markt kaufe und das Ding ist nach dem Einschalten schon kaputt, dann muß MM auf mein Verlangen sofort umtauschen. Ein Einschicken an den Händler brauche ich mir nicht gefallen zu lassen.
Leider denken viele, daß man ja jetzt grundsätzlich 2 Jahre Garantie hat. Das ist und bleibt leider falsch! Wenn nach einem Jahr etwas kauptt geht, ist das grundsätzlich nicht von der gesetzlichen Gewährleistung gedeckt. Gibt es keine weitere Herstellergarantie, dann habe ich eben Pech gehabt. Es sei denn, ich kann BEWEISEN, daß der Defekt schon am Übergabetag der Ware Vorlag. Das ist eben der große Nachteil der Gewährleistung, daß sie ausschließlich auf den Zeitpunkt der Übergabe abstellt. Nur daß in den ersten 6 Monaten der Händler beweisen muß, daß der Mangel nicht schon da war bei der Übergabe, was meist schwer ist. Der FOH müßte also beweisen, daß der Mangel bei Übernahme des Autos nicht da war und ich an der falschen Spur schuld bin. Was schwer sein dürfte, falls nicht ein sichtbarer Schaden durch meine Fahrweise da ist. Die Monate 7 bis 24 der gesetzlichen Gewährleistung kann man leider nahezu vergessen, denn wie beweist Du nach 12 Monaten, daß ein Mangel schon am Tag der Übergabe der Sache da war und nicht erst nach zwölf Monaten aufgetreten ist?
Sorry, wenn ich einigen hier im Glauben an eine gesetztliche Garantie die Augen öffnen muß, aber leider meint das BGB genau das. Eine gesetzliche Garantie gibt es nicht, egal was unseriöse Händler erzählen.
Gruß
Michael
@mikeman
Das mit dem rechts-links tauschen hatte ich übrigens früher bei einem ganz anderen Fahrzeug auch schon einmal mit Erfolg machen lassen.
Es kostet ja auch fast nichts bzw. mein Reifenhändler hat es sogar ganz kostenlos gemacht und ist docheinen Versuch wert.
Interessanterweise zog er danach auch nicht nach links, sondern geradeaus, was ich mir zwar nicht erklären kann, was aber natürlich auchgut so ist.
Viel Erfolg!
@Bettervogel,
leider habe ich zuhause kein gescheites Equipment, um mal schnell die Räder zu tauschen, aber ich werden den FOH darauf hinweisen und bitten, das mal als einfachen Anfang zu probieren.
Bei einem anderen Auto habe ich auch mal den Fall gehabt, daß das Lenkrad mit Sommerreifen leicht nach links stand und mit Wintterreifen leicht nach rechts. Allerdings fuhr er dabei besser geradeaus als mein Sigi jetzt. Aber ich denke, daß die Reifen eine ganz erhebliche Rolle spielen können und das auf jeden Fall einen Versuch wert ist.
Gruß
Michael
hi @ll,
mal was anderes zu den reifendrücken. Die Angaben die von dem Herstellern gemacht werden sind auf komfort gedacht. Das bedeutet das mann einigermaßen weich fahren kann . . . .
Was die reifen aber wirklich abkönnen, bzw was vom reifenhersteller vorgesehen ist also der 100% wert, ist die angabe max. press. Bei meinen reifen wären das 3,5 bar. 3,5 bar ist der 100% wert bei meinen Reifen wo die aufstandsfläche, seitenführungskräfte . . . . ordentlich arbeiten.
Was im Tankdeckel oder einstiegsleiste . . . steht ist vom Hersteller wie gesagt die angabe wo mann mit dem auto komfortabel fährt. Es ist gesetzlich festgelegt das die reifenhersteller dies nicht öffentlich machen dürfen.
gruß jay
und wo hast du die weißheit her, so wie ich dein posting verstehe, bist du der meinung das 3,5bar bei dir der beste wert bezogen auf den reifen ist und wie ist das mit dem fahrzeuggewicht?
die reifenhersteller wirds freuen wenn sich die reifen schön in der mitte abfahren.
also mit so pauschal aussagen kann man mehr schaden anrichten als gedacht.
jeder reifen hat ein tragindex. außerdem ist es quatsch das ein reifen mit so einer barzahl in der mitte abgefahren wird, denn das war der fall mit schlauchreifen und nicht wie bei den heutigen tubeless reifen, das ist wißentschaftlich bewiesen aber mann es nicht ändert da sich ja alte sachen bewärt haben.
ein blödes Beispiel: wenn du mit einem reifen mit mit 2,5 bar über ein schlagloch fährst, wird das gewebe eingedrückt wo es dann zum bruch kommen kann, mit 3,5 ist er hart und wird nicht eingedrückt.
Diese Aussagen habe ich selber erfahren können beim Fahrdynamik Sicherheitstraining von safemaster.
wers icht glaubt, kanns googlen.
Gruß Jay
Hallo zusammen,
ja, der Termin ist nun um und hier mein Update:
Werkstatttermin war Donnerstag. Wagen um 7:45 abgegeben. Um 16 Uhr ruft der Meister an, daß ich den Wagen erst Freitag wieder bekomme. Aha. Offensichtlich hatten sie sich meinen Wagen bis dahin noch gar nicht angesehen, denn auf meine Frage, was bei Spurvermessen zwei Tage dauert, druckste der Meister rum.
Also Wagen Freitag abgeholt. Sie haben die Reifen über Kreuz getauscht (das sieht man) und angeblich die Spur vermessen. Etwas anders ist das Fahrgefühl in der Tat, aber gerade bei Autobahn ab etwa 100km/h zieht er noch immer nach rechts. Außerdem steht das Lenkrad jetzt leicht nach rechts. Wenn ich es gerade festhalte, dann fährt er zwar geradeaus, aber bei Loslassen wieder leicht nach rechts. Also das Ergebnis hat eine geringe Verbesserung gebracht, aber eben nur eine geringe. Wie andere hier ja auch schon geschrieben haben, ist das Problem wohl z.T. echt schwer in den Griff zu bekommen.
Was tun? Entweder fahre ich jetzt so weiter und schaue mal, wie die Lage im Winter ist, wenn ich Winterreifen drauf habe. Denn wenn alles korrekt vermessen ist, kommen doch eigentlich nur die Reifen in Frage, oder? Tja, oder wieder beim FOH vorstellig werden, aber ich glaube nicht mehr daran, daß die sonst noch was machen könnten.
Besonders deprimierend: Als Leihwagen hatte ich einen Meriva. Ganz schöner Plastikbomber und bestimmt nur halb so teuer wie mein Sigi. ABER: Die Kiste hatte einen 100%igen Geradeauslauf. Auf meinen üblichen Straßen konnte ich das Lenkrad los lassen und er fuhr stur geradeaus. Toll! Warum geht das bei einem teurer High-Tech-Sigi nicht?
Positiv war übrigens, daß ich für den Leihwagen (war ein Vorführer) nichts zahlen brauchte, wie übrigens auf für den Rest der Aktion. Nur bin ich eben auch noch nicht wirklich zufrieden 😕
Zur 3,5 Bar Diskussion. Ich hatte ja mal rundrum 3,0 drauf gemacht probeweise. Das fand ich schon viel zu unkomfortabel. Mag ja sein, daß die Reifen 3,5 abkönnen, aber ich möchte nicht brettharte Sportlichkeit, sondern durchaus Komfort.
Gruß
Michael
Moin,
wollte mal anmerken, dass auf meinem Signum Cosmo auch die Goddyear in derselben Größe verbaut sind, und sie laufen 1a geradeaus, da ist gar nix mit einem Ziehen in irgend eine Richtung, sogar Spurrillen sind kaum merklich wahrnehmbar.
Das Phänomen des "nach-rechts-Ziehens" hatte ich auf dem vorher gefahrenen Omega, wenn ich die Pirelli-Sommerreifen (16 Zoll) draufhatte. Auch das hat der FOH nie weggekriegt. Die folgten auch jeder Spurrille, so dass ich manchmal dachte, ich hätte 'nen Defekt in der Lenkung. Bei den Winterreifen dann (auf 15-Zoll Felgen) lief er problemlos, wie der Schnur gezogen, geradeaus.
Die Sache scheint also grundsätzlich auch für 'nen FOH ziemlich undurchsichtig zu sein. Ich wünsch Dir, dass Du - oder ein Schrauber - mit dem Problem fertig wird.
Einen schönen Tag noch.