Mal gesetzt den Fall... Hat jemand Interesse an unserem Dicken?

Mercedes E-Klasse W210

Hi Leute,

ich überlege ja schon länger hin und her, ob ich nicht auf einen Prius umsteige. Mich fasziniert einfach die Hybrid-Technik, und zur Zeit stellen sich in meinem Leben einfach immer mehr Weichen in diese Richtung (Photovoltaik-Anlage für Elektroauto usw.), so daß ich mich mit dem "Dicken" MB gedanklich zunehmend schwer tue.
Ja, er ist ein saugutes Auto und ja, er wird mir tierisch fehlen. So wie ich aktuell jedem Prius hinterher schiele, würde ich wohl zukünftig jedem schicken 210er hinterher trauern, wenn ich ihn wirklich hergebe. Aber manchmal muß ein Mann tun was ein Mann eben tun muß. ;-) Und mein Weg geht autotechnisch in eine andere Richtung zukünftig, glaube ich.

Noch ist nichts entschieden - ich warte auf eine gute Gelegenheit zum Umstieg - und natürlich hängt das ganze Manöver auch davon ab, ob ich für den Dicken einen gescheiten Preis bekomme. Darum starte ich hier einfach mal einen Testballon, ob vielleicht jemand von Euch Interesse hat. Der Wagen ist hier ja gut bekannt mit seiner Geschichte, und natürlich möchte ich, daß er in "kundigen Händen" bleibt. Ist ja schließlich ein Familienmitglied. ;-)

Hier noch ein paar Eckdaten:

- silbernes T-Modell von Sommer 2001
- Elegance aber bestellt mit vielen Avantgarde-Merkmalen wie z.B. Xenon
- 430er mit erstklassiger LPG-Umrüstung - Top-Umrüster(!) und Prins-Anlage. 10 Euro Sprit auf 100km...
- vor genau zwei Jahren sehr aufwändig entrostet, größtenteils neu lackiert und dann arschteuer (sorry) nach dem Timemax-Verfahren fettkonserviert. Alles mit Fotos ausgiebigst hier dokumentiert.
- Kilometerstand 162.000km. Gekauft vor 2,5 Jahren bei 117.000km.
- immer Checkheft bei MB, neuerdings auch mal in einer ausgezeichneten Hamburger Taxi-Werkstatt (www.taxitech.de), die MB auf keinen Fall nachsteht, im Gegenteil.
- Vollausstattung wird hier ja nicht gern gelesen, aber Ihr wisst was ich meine, wenn ich Vollausstattung schreibe. ;-) Er hat so ziemlich alles ausser Sitzmemory Beifahrerseite und Sitzheizung hinten. Dazu tolles Designo-Holz und -Leder.
- 8fach hochwertig bereift mit schicken AMG-Felgen, die natürlich nicht mehr wie neu aussehen
- TÜV vor kurzem neu, natürlich problemlos

um nur mal das Gröbste aufzuzählen.

Also falls einer von Euch genau so einen Wagen sucht, meldet Euch gerne. Ich lasse es mir dann ggfs. mal durch den Kopf gehen. Einen konkreten Zeitplan zum Umstieg gibt es aber noch nicht. Ihr solltet es also nicht eilig haben oder so.

Grüße Dirk

Beste Antwort im Thema

Guten Morgen Dirk,
guten Morgen zusammen,

zum Thema umweltfreundliche Mobilität gibt es viel Diskussionsstoff. Ein Diskussionspunkt ist zum Beispiel, welche der Technologien sich denn technisch durchsetzen kann und welche tatsächlich ein Zugewinn für die Umwelt darstellt. Es gibt Grund daran zu zweifeln, dass es Elektroautos sein werden, weil sowohl deren Erfolg als auch deren Sinnhaftigkeit (im Sinne des Umweltschutz) von recht vielen Faktoren abhängen, die da z.B. wären: Infrastruktur zum Laden, beschränkte Reichweite der Akkus, Bereitstellung von "grünem" Strom ohne welchen jedes E-Auto höhere Emissionen verursacht als ein konventioneller Verbrennungsmotor, Zugriff auf wichtige Ressourcen zur Produktion, mögliche Produktionskosten und Verkaufspreise, Unfallsicherheit, etc... Generell ist es fraglich, ob wir weit kommen, wenn wir in konventionelle Autos einfach andere Antriebseinheiten einbauen, oder ob es nicht darauf hinauslaufen muss, dass das ganze Konzept des Autokaufs hinterfragt wird. Alternativ zum Elektroauto gibt es ja noch Autos mit Brennstoffzelle. Hier gibt es eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem Elektroauto, z.B. ist die Infrastruktur (Tankstellen!) generell vorhanden. Die bis vor kurzem horrenden Produktionskosten für eine Brennstoffzelle konnten z.T. massiv gesenkt werden und ein Großteil der praktischen Probleme heutiger Brennstoffzellenautos ist der Komplexität geschuldet, die nicht in jedem Fall notwendig ist. Die britische Firma Riversimple z.B. kauft ihre Brennstoffzellen recht günstig ein; die Technologie ist simpler und der Druck im Tank deutlich geringer als bei den z.B. von Daimler verfolgten Varianten, wodurch wiederum einiges an Energie gespart werden kann. Der wichtigere Punkt aber ist, dass Riversimple Mobilität vermietet und nicht das Auto verkauft, d.h. man mietet das Auto für einen Pauschalbetrag und muss sich um nichts kümmern -- außer tanken. Alle Wartungen werden von Riversimple übernommen, wodurch diese wiederum den starken Anreiz hat, ein gescheites Produkt zu bauen, welches nicht nach fünf Jahren durchgerostet ist oder anderweitige Probleme aufweist (Stichwort 'geplante Obsoleszenz'😉. Das Geschäftsmodell ist als ein anderes und nicht nur der Antrieb.

Ich glaube nicht an Carsharing und ähnliche Konzepte, weil es leider der menschlichen Natur widerspricht. Bei Riversimple jedoch sind die Anreize klug gesetzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass so zukünftige Lösungen aussehen könnten.

Übrigens ist diese ganze Hybridgeschichte mit dem Prius relativ witzlos, wenn man bedenkt, dass vor hundert Jahren ein Kerl namens Piech schon ein Hybrid-Auto ("Mixte-Wagen"😉 gebaut hat. So wird das Rad eben immer mal wieder neu erfunden. Was die Qualitäten des Prius betrifft: Ich zweifel nicht daran, dass die Kiste fährt. Vermutlich sogar sehr lang und sehr wahrscheinlicher problemloser als die meisten E-Klassen. Ich zweifel nur daran, dass man darin wirklich fahren will. Denn gerade wenn man viel Zeit im Auto verbringt, ist es doch wichtig, dass man sich wohl fühlt. In so einem nach 50.000 km abgegrabbelten Plastikcockpit kann ich mir das nur schwerlich vorstellen. Und das, obwohl ich sowohl an Technik als auch an Umweltschutz interessiert bin.

Die paar Liter mehr, die man mit einem V8 im Straßenverkehr braucht, machen den Kohl nicht fett. Natürlich sollte man stets schauen, wo man was Gutes tun kann, auch und gerade im Kleinen; ich glaube aber zum Einen, dass es kein einziges Problem löst, wenn man Prius kauft (abgesehen von der Befriedigung technischen Interesses) und dass man sehr viel mehr erreicht, wenn man sich auf wesentlichere Faktoren konzentiert: Ich steuere meinen Umwelteinfluss über meinen Konsum (wenig Fleisch, Fairtrade und Organic wo es geht, möglichst lokale Produkte...), mein Mobilitätsverhalten (ich kaufe z.B. 1x die Woche richtig ein und nicht 5x ein Bisschen), mein Wohnverhalten (meine Freundin und ich verbringen zu Hause die meiste Zeit zusammen in einem Zimmer, die anderen Zimmer heizen wir nicht/kaum, Schlafzimmer wird fast nie beheizt; und sicher werde ich auch nicht den Rest meines Lebens an einem Ort wohnen, der klimatisch erfordert, dass man ständig heizt und sicher dann auch in einem Haus, welches vernünftig isoliert ist; ich wohne nah an meinem Arbeitsplatz, sodass ich das Auto nicht brauche, und häufig arbeite ich von zu Hause)... vieles hat mit 'Lifestyle Design' zu tun. Ich glaube, dass man damit viel mehr Probleme lösen kann als mit einem Prius (nochmal: ich glaube, mit einem Prius trägt man zur Zeit wenig bis gar nichts Positives bei).

Davon abgesehen: Der deutsche Staat macht es einem nicht gerade leicht, sich für etwas Neues zu entscheiden. Elektroautos sind sehr teuer und rechnen sich nicht. Hier, im sozialistisch-diktatorisch regierten Norwegen, sind Elektroautos häufig günstiger als "normale" Autos und (wirtschaftlich) eine gute Alternative für den Gebrauch in der Stadt (weil alle anderen Autos mit Steuern und Einfuhrgebühren unglaublich teuer gemacht werden). Dazu kommt, dass in Norwegen um die 90% des Stroms aus erneuerbaren Energien kommt, womit die Nutzung von Elektroautos, zumindest was die variablen Emissionen anbelangt, sinnvoll macht. Und Konsum lokaler Produkte wird dadurch gefördert, dass es für viele Produkte hohe Einfuhrzgebühren oder Zölle gibt. Zum Beispiel wurden gerade Einfuhrzölle von bis zu 400% auf diverse Käsesorten erhoben, die mit lokalem Käse (so man es denn so nennen mag..) konkurrieren 😁. Sowas geht in einem Land wie Norwegen, welches seit Jahrzehnten progressiv regiert wird. In Deutschland geht das nicht. Daher obliegt es jedem Einzelnen, Gutes zu tun, und ich bin sehr froh, dass es Leute wie Dich (Dirk) gibt, die echtes Interesse daran haben. Nur den Prius halte ich momentan für einen Irrweg.. 😉.

Viele Grüße und viel Erfolg, für welchen Weg auch immer Du Dich entscheidest
ES

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Zitat:

Original geschrieben von CC5555


Ogottogottogott, Dirk!!!

Ich krabbele gerade wieder unter meinem Schreibtisch vor, nachdem ich in Ohnmacht gefallen bin...
Wenn Du Dich von Deinem 210er trennen willst, okay.
Aber wofür????????????

Für eine kleine Keksdose mit fragwürdig modernistischem Design, die von einem Hilfsmotor und einem Akku-Pack angetrieben wird? Deren Hilfsmotor aufheult, wenn Du versuchst zu beschleunigen? Deren Asphalt-Trennscheiben gequält aufheulen, wenn Du versuchst, um die Kurve zu fahren?

Ich lese hier, Du hast Kinder...
Sollen die hinterherlaufen?

Hi Stefan,

ok, in einem MB-Forum war wahrscheinlich keine andere Reaktion zu erwarten, und ich möchte hier auch nicht provozieren oder so. Aber bitte, Eure Urteile, teils Vorurteile, gegenüber dem Prius (zumindest Prius 2 und 3) sind unfaßbar! Ganz ehrlich.

Zu meiner Fahrweise und meinen Ansprüchen würde er jedenfalls gut passen. Das widerspricht sich überhaupt nicht mit dem jetzigen MB. Klar, 10mal im Jahr trete ich den V8 mal richtig, und bergauf heult der nicht auf. Ja, toll. Wirklich jetzt, das ist toll, und das genieße ich auch. Aber brauche ich das? Um die Kurve dreschen, daß die Reifen heulen, tue ich weder den MB noch nen Prius. Ich fahre beide Autos maximal sparsam und schonend. Ne, sorry, ich lasse auf den Prius nichts Schlechtes kommen, weil er nicht schlecht ist. Ganz im Gegenteil. Er ist auch keine kleine Keksdose. Das müsste eigentlich jeder merken, der sich mal reinsetzt oder nur mal ein Foto von der Prius 2 Rückbank/Fußraum googelt. Das Ding hat mehr Platz als manche Limousine mit oder ohne Stern. Und Kinder passen da auch ganz wunderbar rein.

Ok, ich verstehe die Standpunkte hier. Wir fahren unsere MBs schließlich aus Überzeugung. Aber fair sollten wir schon bleiben gegenüber anderen Autos. Ich zumindest schaue auch gerne mal über den Tellerrand. Und was ich da sehe, finde ich selten aber in diesem Fall eben interessant. Und daß andere Mütter auch schöne Töchter haben, macht meinen/unsere Dicken ja nicht schlechter. Die haben ja ohne Frage ihre Qualitäten, die wir hier auch alle sehr gut kennen.

Zitat:

Kauf Deinen Kindern Elektroautos in einer sinnvollen Größe (1:10) und fahre Deinen 210er weiter!

Vielleicht fahre ich den 210 weiter, wahrscheinlich sogar. Aber was zukünftige, saubere Mobilität angeht, liegen wir glaube ich recht weit auseinander in unseren Ansichten. ;-) Ich investiere gerade 50.000 Euro in eine Photovoltaik-Anlage, die (nur um gleich der aktuellen Meinungsmache vorzubeugen...) voraussichtlich KEINERLEI Rendite einfahren wird. Mit Glück wird das am Ende ne schwarze Null. Ich mache das aus Überzeugung und um meiner Familie sauberen Strom in den nächsten 30 Jahren zu sichern. Wer soll es machen, wenn nicht wir kleinen Leute?! Die Voraussetzungen dafür könnten in unserem Fall kaum ungünstiger sein, mit dem Geld wüßte ich Netteres anzufangen, und dennoch mache ich das. Und bei der Größe ist ein zukünftiges Elektroauto bereits fest eingeplant. So siehts aus. Von mir aus könnt Ihr jetzt Steine werfen. ;-) Wollte nur mal aufzeigen, wo es zumindest für uns irgendwann hingehen soll mit der Mobilität. Ich mag mich nicht mehr an der Tankstelle abziehen lassen. Realistisch gesehen ist das wohl noch gute 10 Jahre hin, denn ich kaufe mit Sicherheit kein fabrikneues, überteuertes Elektroauto. Und bis dahin mal sehen, genieße ich dann eben weiter den MB. So war das ja ursprünglich eh gedacht.

Grüße Dirk

Ich glaube deinen 430er zu Verkaufen wird sehr Schwer werden, da ich den Markt schon seit längerer Zeit beobachte, und feststellen musste das die 430er KAUM noch Verkauft werden. Die meisten stehen schon ewig im Netz.
http://home.mobile.de/STILLE-GEORGSHEIL#des_168954452

Der hier macht auf mich einen Gepflegten Eindruck, allerdings steht auch dieser schon ein bisschen länger drin. Habe mir auch schonmal Gedanken gemacht meinen zu Verkaufen, aber entweder gibt man so ein Auto beim Händler Inzahlung und bekommt nichts mehr, oder man findet einen Liebhaber, und das kann manchmal sehr lange dauern.

Da hast Du Recht, Audi. Ohne Gasanlage würde da gar nichts gehen. Die Leute haben Angst vor den großen Maschinen - imo unbegründet, aber egal. Andererseits werden wohl zum Erhalten eher die stattlichen Motorisierungen gefragt sein als ein lütter, nüchterner 200er, denke ich mir. Wenn jemand schon den Aufwand treibt...

Naja, ich wollte mal horchen, wie die Stimmung so ist, ob vielleicht gerade jemand von uns Kennern hier auf so ein Angebot wartet. Wenn nicht, dann nicht. Das ist echt überhaupt kein Problem. Es gibt Schlimmeres als weiter MB-fahren. :-))

So sieht es aus. Wobei es bei Mobile nurnoch wenige 430er mit Gasanlagen gibt, die meisten haben SEHR viel runter, und kosten nurnoch 4000-6000€.

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Hallo Dirk!

Ich danke Dir für Deine Antwort!!!
Zugegeben, ich habe mit meinem post provozieren wollen.
Es gibt sinnvolle Einsatzgebiete für E-Mobile.
Ein Freund denkt gerade darüber nach, für sein Gutachterbüro als Viertauto ein E-Auto anzuschaffen. Dieses wird nur innerhalb der selben Stadt laufen.
Und ich weiß Dein Engagement zu schätzen, wenn Du Dir eine Solaranlage zulegst. Mein Dachgiebel läuft leider in Nord-Süd-Richtung, was so etwas komplett sinnlos macht.

Auch weiß ich Deine Gedanken in Richtung Umweltschutz zu schätzen - gerade, weil du Kinder hast, die noch etwas länger auf diesem Planeten auskommen müssen.
Wenn ich an die Life-Cycle-Bilanz eines Hybrid-Autos denke, sieht es aber anders aus. Es ist schlimm genug, dass wir alle mit Li-Ion-Akkus in den Smartphones herumlaufen. Die sind umweltschädlich genug. Wir müssen damit nicht auch noch fahren. Wenn ich daran denke, was für Kraftwerke in Deutschland nach dem überstürzten Atom-Ausstieg den Strom für die "umweltfreundlichen" E-Autos liefern, wird mir ganz schlecht.

Ich halte die ganze Hysterie für E-Autos für gezielte Meinungsmache. Die Verbrennungsmotoren sind in den letzten 30 Jahren so sparsam geworden, dass wir nur noch den Mamis abgewöhnen müssen, ihre Kinder im SUV in den Kindergarten zu fahren.

Greets, Stefan

Hi Stefan,

was die Kindergarten-Mamis angeht, bin ich ganz bei Dir. Davon stehen mir morgens auch immer Unmengen unnötigerweise im Weg. ;-) Und sicher sind auch E-Autos nicht für jeden. Ich predige ja schon lange, daß wir zukünftig einen Energie- und Technologie-MIX brauchen. Es gibt keine alleinseeligmachende Lösung.

Ich könnte mir für unser Anforderungsprofil einen Plugin mit LPG-, Biogas-, Ethanol-, Was-weiß-ich-Rangeextender sehr gut vorstellen. Damit fahren wir die kurzen Strecken sauber und verschleißfrei, und unsere langen Strecken gehen damit trotzdem auch, eben so sauber wie möglich. So ein Auto käme bei mir sofort auf die Wunschliste. Dauert aber wohl noch.

Meine Solaranlage wird übrigens auch Ost-West. Das geht ganz prima, wenn das Dach nicht zu steil ist. (Wäre das Dach optimal ausgerichtet bei uns, hätte ich das schon vor 15 Jahren gemacht.) Natürlich hast Du dann Einbußen beim Ertrag, wir zudem durch diverse Verschattungen. Aber am Ende kommen bei uns z.B. immer noch gute 14.000 kWh jedes Jahr vom Dach, ca. 70% vom theoretischen Optimum. Und das reicht eben für unsere 2,5 Haushalte und 30.000km elektrisches Fahren irgendwann. Geld verdienen will ich damit nicht. Und mit dem Ansatz kann man dann durchaus auch solche suboptimalen Dächer angehen. Die niedrigen Modulpreise erlauben das inzwischen. Eine gute Planung ist wichtig, gerade in so einem Fall, aber da kann ich Dir jemand wirklich Tollen empfehlen bei Bedarf.

Die Batterie ist natürlich ein Thema beim Elektro-Auto, weshalb ich auch eine Ethanol-Brennstoffzelle bevorzugen würde. Baut mir nur bisher keiner. ;-) Allerdings wird die Batterie beim Prius wohl sehr gut recyceled. Und sie hält eben nachweislich ein Autoleben lang, was bei anderen wohl noch anders aussieht derzeit. Den Punkt würde ich daher nicht überbewerten.

Ach ja, klar: E-Autos machen nur mit SAUBEREM Strom so wirklich Sinn. Deshalb mache ich das ja auch so im Kleinen. Mit dem normalen Strom-Mix verlagert man das Problem nur aus der Stadt heraus, was natürlich auch schon ganz nett ist. (Neulich mal zu Fuß in der Stadt unterwegs gewesen und beinahe erstickt bzw. schwer genervt gewesen von dem Verkehrslärm.)

Grüße Dirk

Also Dirk, nachdem Du noch die Klima gemacht hast - Dein Wagen hätte in Berlin ein wundervolles Zuhause.

Und Du kannst, wenn Du ihn dann später besuchen möchtest, auch mal um's Eck des Fernsehturms fahren...

Aber - ich fasse es auch nicht!!!

Du willst ihn doch nicht wirklich verkaufen???

Ein wenig verwirrt,

Jens

@Dirk
Im ersten Moment war ich ja etwas entsetzt. Aber dann einmal kurz durchgeatmet, nüchtern den Sachverhalt betrachtet und alles wurde wieder gut. Du bleibst uns erhalten. Gott sei Dank. 😉

Meine Betrachtung der Dinge:
Bei fünfstellig, bei ca. 15K wirst du eventuell schwach. Ok.
Aber bei den Eckdaten für dein Fahrzeug wirst du eher keinen Käufer finden, der in den fünfstelligen Bereich geht. Der Markt für den W210 mit dicker Maschine ist mit Verlaub gesagt leider beschissen. 🙁
Du hast sehr viel in dein Fahrzeug investiert. Leider wird diese Kosten niemand im Ansatz bezahlen. Klar, jeder freut sich drüber, ist auch ein Verkaufsargument, aber niemand wird ein paar Tausender mehr locker machen wollen.

Ergebnis:
Du wirst ihn mangels Käufer weiter fahren und uns erhalten bleiben. 🙂

Noch ein paar Worte:
Du hast einen tollen Wagen, eine dicke Transportsau, sieht gut aus, hat viel Platz, eine Menge Komfort und ist im Verhältnis zum Spaß dazu noch eine Sparsau dank der Gasanlage. Genieße es.
Der Prius mag auf den ersten Blick sparsamer sein, aber mit der Kohle, die du beim Verkauf vom 430er und beim Kauf vom Prius verbrennst, könntest du wohl 10 Jahre mit einem Hummer1 fahren.

Er hat ja gesagt, dass das ökonomisch nicht sehr sinnvoll sei, er das wisse und es der Umwelt, Gesetz den Fall, zur Liebe machen wolle.

Tipp von mir: Behalten und öfters mit dem Fahrrad fahren und aufs Fliegen verzichten. Dann tust du mehr für die Umwelt als wenn du dir nen Prius holst.
Dann kannst du auch mit reinem Gewissen in dieses Fahrzeug steigen und damit rumcruisen.

Gruß aus dem Mittelhessischen.

Frucht hat das schön auf den Punkt gebracht: Das, was du verlangen müsstest, wirst du nicht geboten bekommen. Der Markt bei Gebrauchsautos ist irrational und echte Youngtimer-Liebhaber sind selten, da kommst du wahrscheinlich auch einfach zu früh auf den Wechselgedanken.

Den Charme eines Hybriden für einen technikinteressierten Menschen kann ich gut nachvollziehen.

Das Argument, den V8 wegen seines unzeitgemäßen Verbrauchs des ökologischen Gewissens zu verkaufen zieht leider nicht: Ob der CO2-Ausstoß in deinem Haushalt oder woanders zustande kommt kommt aufs Gleiche. 😁

Was spricht dagegen, dass du dir einen gebrauchten Prius kaufst und den V8 auf Wechselkennzeichen "stilllegst", nur am Wochenende und im Urlaub fährst? Damit hast zu mehrere Fliegen auf einen Schlag: Der Wagen steht und verursacht kein CO2, er altert langsamer und wird dadurch mal einen besseren Preis als echter Youngtimer bringen, und wenn du willst hast du eine tolle Familienkutsche und einen praktischen Lastesel im Zugriff (das ist nämlich die Schwäche des Prius, soviel ich gelesen hab).

Alternativ könntest du einen anderen modernen Kleinwagen kaufen, die modernen Benziner haben sich das Saufen ja scheinbar abgewöhnt. Die recht große B-Klasse ist ja mit dem 180 BE unter 5 Litern zu fahren ...!

Guten Morgen Dirk,
guten Morgen zusammen,

zum Thema umweltfreundliche Mobilität gibt es viel Diskussionsstoff. Ein Diskussionspunkt ist zum Beispiel, welche der Technologien sich denn technisch durchsetzen kann und welche tatsächlich ein Zugewinn für die Umwelt darstellt. Es gibt Grund daran zu zweifeln, dass es Elektroautos sein werden, weil sowohl deren Erfolg als auch deren Sinnhaftigkeit (im Sinne des Umweltschutz) von recht vielen Faktoren abhängen, die da z.B. wären: Infrastruktur zum Laden, beschränkte Reichweite der Akkus, Bereitstellung von "grünem" Strom ohne welchen jedes E-Auto höhere Emissionen verursacht als ein konventioneller Verbrennungsmotor, Zugriff auf wichtige Ressourcen zur Produktion, mögliche Produktionskosten und Verkaufspreise, Unfallsicherheit, etc... Generell ist es fraglich, ob wir weit kommen, wenn wir in konventionelle Autos einfach andere Antriebseinheiten einbauen, oder ob es nicht darauf hinauslaufen muss, dass das ganze Konzept des Autokaufs hinterfragt wird. Alternativ zum Elektroauto gibt es ja noch Autos mit Brennstoffzelle. Hier gibt es eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem Elektroauto, z.B. ist die Infrastruktur (Tankstellen!) generell vorhanden. Die bis vor kurzem horrenden Produktionskosten für eine Brennstoffzelle konnten z.T. massiv gesenkt werden und ein Großteil der praktischen Probleme heutiger Brennstoffzellenautos ist der Komplexität geschuldet, die nicht in jedem Fall notwendig ist. Die britische Firma Riversimple z.B. kauft ihre Brennstoffzellen recht günstig ein; die Technologie ist simpler und der Druck im Tank deutlich geringer als bei den z.B. von Daimler verfolgten Varianten, wodurch wiederum einiges an Energie gespart werden kann. Der wichtigere Punkt aber ist, dass Riversimple Mobilität vermietet und nicht das Auto verkauft, d.h. man mietet das Auto für einen Pauschalbetrag und muss sich um nichts kümmern -- außer tanken. Alle Wartungen werden von Riversimple übernommen, wodurch diese wiederum den starken Anreiz hat, ein gescheites Produkt zu bauen, welches nicht nach fünf Jahren durchgerostet ist oder anderweitige Probleme aufweist (Stichwort 'geplante Obsoleszenz'😉. Das Geschäftsmodell ist als ein anderes und nicht nur der Antrieb.

Ich glaube nicht an Carsharing und ähnliche Konzepte, weil es leider der menschlichen Natur widerspricht. Bei Riversimple jedoch sind die Anreize klug gesetzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass so zukünftige Lösungen aussehen könnten.

Übrigens ist diese ganze Hybridgeschichte mit dem Prius relativ witzlos, wenn man bedenkt, dass vor hundert Jahren ein Kerl namens Piech schon ein Hybrid-Auto ("Mixte-Wagen"😉 gebaut hat. So wird das Rad eben immer mal wieder neu erfunden. Was die Qualitäten des Prius betrifft: Ich zweifel nicht daran, dass die Kiste fährt. Vermutlich sogar sehr lang und sehr wahrscheinlicher problemloser als die meisten E-Klassen. Ich zweifel nur daran, dass man darin wirklich fahren will. Denn gerade wenn man viel Zeit im Auto verbringt, ist es doch wichtig, dass man sich wohl fühlt. In so einem nach 50.000 km abgegrabbelten Plastikcockpit kann ich mir das nur schwerlich vorstellen. Und das, obwohl ich sowohl an Technik als auch an Umweltschutz interessiert bin.

Die paar Liter mehr, die man mit einem V8 im Straßenverkehr braucht, machen den Kohl nicht fett. Natürlich sollte man stets schauen, wo man was Gutes tun kann, auch und gerade im Kleinen; ich glaube aber zum Einen, dass es kein einziges Problem löst, wenn man Prius kauft (abgesehen von der Befriedigung technischen Interesses) und dass man sehr viel mehr erreicht, wenn man sich auf wesentlichere Faktoren konzentiert: Ich steuere meinen Umwelteinfluss über meinen Konsum (wenig Fleisch, Fairtrade und Organic wo es geht, möglichst lokale Produkte...), mein Mobilitätsverhalten (ich kaufe z.B. 1x die Woche richtig ein und nicht 5x ein Bisschen), mein Wohnverhalten (meine Freundin und ich verbringen zu Hause die meiste Zeit zusammen in einem Zimmer, die anderen Zimmer heizen wir nicht/kaum, Schlafzimmer wird fast nie beheizt; und sicher werde ich auch nicht den Rest meines Lebens an einem Ort wohnen, der klimatisch erfordert, dass man ständig heizt und sicher dann auch in einem Haus, welches vernünftig isoliert ist; ich wohne nah an meinem Arbeitsplatz, sodass ich das Auto nicht brauche, und häufig arbeite ich von zu Hause)... vieles hat mit 'Lifestyle Design' zu tun. Ich glaube, dass man damit viel mehr Probleme lösen kann als mit einem Prius (nochmal: ich glaube, mit einem Prius trägt man zur Zeit wenig bis gar nichts Positives bei).

Davon abgesehen: Der deutsche Staat macht es einem nicht gerade leicht, sich für etwas Neues zu entscheiden. Elektroautos sind sehr teuer und rechnen sich nicht. Hier, im sozialistisch-diktatorisch regierten Norwegen, sind Elektroautos häufig günstiger als "normale" Autos und (wirtschaftlich) eine gute Alternative für den Gebrauch in der Stadt (weil alle anderen Autos mit Steuern und Einfuhrgebühren unglaublich teuer gemacht werden). Dazu kommt, dass in Norwegen um die 90% des Stroms aus erneuerbaren Energien kommt, womit die Nutzung von Elektroautos, zumindest was die variablen Emissionen anbelangt, sinnvoll macht. Und Konsum lokaler Produkte wird dadurch gefördert, dass es für viele Produkte hohe Einfuhrzgebühren oder Zölle gibt. Zum Beispiel wurden gerade Einfuhrzölle von bis zu 400% auf diverse Käsesorten erhoben, die mit lokalem Käse (so man es denn so nennen mag..) konkurrieren 😁. Sowas geht in einem Land wie Norwegen, welches seit Jahrzehnten progressiv regiert wird. In Deutschland geht das nicht. Daher obliegt es jedem Einzelnen, Gutes zu tun, und ich bin sehr froh, dass es Leute wie Dich (Dirk) gibt, die echtes Interesse daran haben. Nur den Prius halte ich momentan für einen Irrweg.. 😉.

Viele Grüße und viel Erfolg, für welchen Weg auch immer Du Dich entscheidest
ES

Hallo zusammen,
beim geplanten Erwerb von sogenannten ökologischen Produkten sollte man auch unbedingt die "Nebenkosten" in Betracht ziehen, die da sind:
Recourcenverfügbarkeit, Energieaufwand bei Produktion, Lagerung und Transport, Entsorgung/Recycling und - was von den meisten unterschätzt wird - der virtuelle Wasserverbrauch (oft dazu auch noch Trinkwasser) insgesamt bei Produktion, Transport, Entsorgung.
Hier stellt sich nämlich sehr schnell heraus, dass der Weiterbetrieb von Altem samt seinen Nachteilen meist wesentlich ökologischer ist, als die Anschaffung und der Betrieb des Neuen. Frucht999 hat es ohnehin schon sehr deutlich erwähnt!
Bestes Beispiel für Ökononsens: "Energiesparlampe" *tztztz*.
Ich bin im Übrigen auch der Meinung, dass man mit dem Fahrrad zum Bäcker, Urlaub im eigenen Land, ohne Tulpen aus Holland oder Tomaten aus Spanien, Verzicht auf Fleisch usw. mehr zur Schonung der Umwelt beiträgt, als mit dem Erwerb eines Hybrids.
lg. Marko

Wie wäre es denn, wenn nur noch wir Europäer und die Menschen aus Nordamerika Autos kaufen und fahren dürften?

Dann wäre das mit der Klimaerwärmung, die es sowieso nicht gibt, vorbei!!!

Dann müssen wir uns keine Gedanken um Elektroautos und so nen Scheiß machen.

Wer ist noch dafür???

Bevor jetzt alle rumheulen,...Ironie...

Toyota glaubt selbst nicht mehr an sein E-Produkt...warum also kaufen?
Gruß

http://www.ftd.de/.../70095015.html

wie schade es ware wenn... sinnlos oder doch nicht... Komfort... Fahrgefühl... etc. wurde genug gesagt.

Auch mich überrascht die Überlegung schon ein wenig, dennoch kommt man manchmal eben an Punkte im Leben, wo ein Umdenken stattfindet - ob nun für alle nachvollziehbar oder nicht.

Ich möchte nur kurz auf den Punkt des Verkaufspreises eingehen.
ICH persönlich finde die angestrebten 10-15 K für eine hoch liegende Messlatte - aber keine Utopie.

Ich habe meinen 2000er 430 ja vor einem Jahr für 8,4 K verkauft. Ebenfalls sehr gute Ausstattung, ca. 110 TKM und MB-Scheckheft ABER ohne Standheizung und ohne Gasanlage.
Ich würde deinen für deine Preisvorstellung erwerben, wenn ich denn einen 210er suchen würde. Ich glaube auch, dass das über dieses Forum und einen entsprechenden Tip, eine Empfehlung oder Zufall auch möglich sein wird. ABER auch nur SO. Ansonsten würde natürlich jeder Interessent sich kopfschüttelnd abwenden...

Ich wünsche dir viel Erfolg - egal welchen Weg du gehst...

Gruss

Ö.

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