M240i Firmenwagen
Guten Tag Community,
Ich habe vor einigen Wochen angefangen, fest bei meinem Arbeitgeber zu arbeiten und habe von der Möglichkeit erfahren, einen Firmenwagen als Gehaltsumwandlung zu erhalten. Ich wusste zwar schon vorher dass das geht, hatte mich aber nie genau damit befasst. Gibt es hier irgendwen der einen M240i oder andere BMWs als Firmenwagen least und Auskunft darüber erteilen kann, wie das ganze funktioniert bzw. abgerechnet wird? Gegooglet habe Ich schon, habe dadurch auch einige Informationen erhalten, allerdings finde Ich es besser im direkten Dialog mit Leuten zu stehen, die das schon gemacht haben bzw. machen und mir sagen können ob es sich in meiner Gehaltsklasse lohnt.
Ich bedanke mich im Vorraus für eure Hilfe!
LG
Beste Antwort im Thema
Also wenn das eine reine Gehaltsumwandlung ist, wird Dir die Leasingrate (Full-Service-Leasing ist hier normalerweise Standard) vom Bruttogehalt abgezogen. Das hat den Vorteil, dass Du weniger Gehalt Brutto versteuern musst, bzw. dass die Nettokosten der Rate wesentlich weniger sind (im Vergleich auch zum Privatleasing wo Du die Leasingrate netto 1-zu-1 zahlst).
Dazu kommt jedoch die Versteuerung, d.h. Du musst den Fahrtweg von Zuhause ins Büro versteuern und 1 Prozent des Bruttolistenpreises auch noch zusätzlich versteuern. Somit ist es auch eine Frage wie weit Deine Fahrtstrecke zur Arbeit ist bzw. ob Du vielleicht sogar einen reinen Home-Office Arbeitsplatz hast oder ein öffentliches Nahverkehrsticket/Jobticket - dann würde die Versteuerung des Fahrtweges entfallen (bzw. nur bis zum Bahnhof anfallen). 1% BLP bleibt jedoch immer. Deshalb immer mit einem Auge auf die Leasingrate und mit der anderen auf den Preis sehen...
Dann ist die Frage wie Dir der Sprit in Rechnung gestellt wird, ob Dir z.B. der Arbeitgeber Tankkarten gibt und Dir die Kosten vom Brutto abzieht (dann gilt dasselbe wie bei der Leasingrate) oder selber für Dich bezahlt.
Hab das jetzt mal schnell aus dem Ärmel geschüttelt, keine Garantie auf Fehlerfreiheit oder ob ich alles mit den richtigen Worten ausgedrückt habe - korrigiert mich gerne, wenn was nicht passt...
27 Antworten
Zitat:
@AF20 schrieb am 1. November 2016 um 16:36:26 Uhr:
Danke @Methi , die Übersicht ist wirklich gut. Eine allerletzte Frage, entschuldige die Verwirrung aber: Die Leasingrate (also in deinem Beispiel die 820€) werden dann ganz oben vom Bruttolohn ebenfalls abgezogen, richtig?
Richtig
Zitat:
@AF20 schrieb am 31. Oktober 2016 um 10:50:56 Uhr:
Gegooglet habe Ich schon, habe dadurch auch einige Informationen erhalten, allerdings finde Ich es besser im direkten Dialog mit Leuten zu stehen, die das schon gemacht haben bzw. machen und mir sagen können ob es sich in meiner Gehaltsklasse lohnt.
Mal ganz nebenbei: Ob es sich bei dir lohnt, können wir dir nicht sagen. Da müsstest du schonmal die Katze aus dem Sack lassen, was du verdienst. Bei dem von dir genannten Modell würde es mich aber wundern, wenn sich der M240i wirklich lohnen würde.
Vielen Dank für eure Antworten. Es sind etwa 48.000€/Jahr, lohnt sich zwar im Vergleich zum privaten Leasing eines M240i - realistisch und vernünftig gesehen in Anbetracht aller anderen Kosten jedoch noch nicht wirklich nach meinen Berechnungen. Bleibt also vorerst wohl nur ein Traumwagen
820€ Leasingrate für den Wagen erscheint mir viel zu hoch.
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Zitat:
@felipe123 schrieb am 1. November 2016 um 19:46:53 Uhr:
820€ Leasingrate für den Wagen erscheint mir viel zu hoch.
Das war die Full-Service-Leasingrate. Also inkl. allem. Wahrscheinlich beim Firmenwagen auch Benzin.
Zitat:
@felipe123 schrieb am 1. November 2016 um 19:46:53 Uhr:
820€ Leasingrate für den Wagen erscheint mir viel zu hoch.
Ja, ist auch zu hoch. Würde da eher so 600€ inkl. Service (exkl. Benzin; das sollte idR der Arbeitgeber - zumindest bei einem Diesel - übernehmen) bei 20tkm p.a. ansetzen.
Die Rechnung sähe dann (bei 20km Arbeitsweg) wie folgt aus:
4000€ Brutto Monatsgehalt
- 600€ Leasing
= 3400€
+ 800€ Geldwerter Vorteil inkl. Fahrten
= 4200€
abzgl. ca. 45% Abgaben
= 2310€
- 800€ geldwerter Vorteil
= 1510€ Netto
Würde ich dann nicht unbedingt so machen 😉
In der Gehaltsklasse sollte man sich eher in Richtung 30k BLP orientieren bei einem FW über ein Umwandlungs-Modell.
Zitat:
@mike499 schrieb am 1. November 2016 um 21:10:07 Uhr:
Zitat:
@felipe123 schrieb am 1. November 2016 um 19:46:53 Uhr:
820€ Leasingrate für den Wagen erscheint mir viel zu hoch.
Ja, ist auch zu hoch. Würde da eher so 600€ inkl. Service (exkl. Benzin; das sollte idR der Arbeitgeber - zumindest bei einem Diesel - übernehmen) bei 20tkm p.a. ansetzen.Die Rechnung sähe dann (bei 20km Arbeitsweg) wie folgt aus:
4000€ Brutto Monatsgehalt
- 600€ Leasing
= 3400€
+ 800€ Geldwerter Vorteil inkl. Fahrten
= 4200€
abzgl. ca. 45% Abgaben
= 2310€
- 800€ geldwerter Vorteil
= 1510€ NettoWürde ich dann nicht unbedingt so machen 😉
In der Gehaltsklasse sollte man sich eher in Richtung 30k BLP orientieren bei einem FW über ein Umwandlungs-Modell.
Bitte was? Sorry, aber das ist doch falsch!
Korrekt wäre:
4000€ Brutto Monatsgehalt
- 800€ Leasing
+ 600€ Geldwerter Vorteil inkl. Fahrten
= 3800€ (Steuerbemessungsgrundlage)
abzgl. ca. 40% Abgaben
= 2280€
- 800€ Leasingrate
= 1480€ Netto
Der geldwerte Vorteil wird versteuert und nicht nach Steuer bezahlt! Nach Steuer wird die Leasingrate bezahlt, die allerdings schon vorab steuerlich genutzt wird für die Steuerbemessungsgrundlage.
Letztlich gilt: Der LP > geldwerter Vorteil ist prinzipiell wertmaximierend. Dabei werden aber die Opportunitätskosten ausgeblendet.
zahlt die Leasingrate und alle Kosten die für dieses KFZ anfallen nicht die Firma und der AN versteuert nur die 1%?
Zitat:
@afis schrieb am 2. November 2016 um 00:10:13 Uhr:
Bitte was? Sorry, aber das ist doch falsch!
Korrekt wäre:
4000€ Brutto Monatsgehalt
- 800€ Leasing
+ 600€ Geldwerter Vorteil inkl. Fahrten
= 3800€ (Steuerbemessungsgrundlage)
abzgl. ca. 40% Abgaben
= 2280€
- 800€ Leasingrate
= 1480€ NettoDer geldwerte Vorteil wird versteuert und nicht nach Steuer bezahlt! Nach Steuer wird die Leasingrate bezahlt, die allerdings schon vorab steuerlich genutzt wird für die Steuerbemessungsgrundlage.
Letztlich gilt: Der LP > geldwerter Vorteil ist prinzipiell wertmaximierend. Dabei werden aber die Opportunitätskosten ausgeblendet.
Natürlich wird der geldwerte Vorteil versteuert - aber das funktioniert nicht so, wie Du es schilderst:
Bitte les Dir das durch:
http://www.lohn-info.de/sachbezug.html
(Und die Leasingrate wird nicht zweimal abgezogen, bei Gehaltsumwandlung verzichtest Du auf den Brutto-Betrag, von dem dann der Arbeitgeber Dir die Leasingrate zahlen kann)
Zitat:
@afis schrieb am 2. November 2016 um 00:10:13 Uhr:
Bitte was? Sorry, aber das ist doch falsch!
Nö, meine Auflistung ist - unter den genannten Annahmen - von der Systematik her vollkommen korrekt.
Du hast Gehaltsumwandlung und geldwerten Vorteil durcheinander geworfen. Weißt ja, wenn man keine Ahnung hat... 😉
Hm...ok, dann ist wohl was falsch...Wir haben für unsere Jungberater ein ähnliches Modell, aber da hat dann wohl jemand in der Leasinggesellschaft einen Fehler gemacht, denn bei uns ist's in dem Beispiel so wie bei mir beschrieben...aber gut. Eigene Erfahrung habe ich damit nicht.
@cypher2006
Das was du schilderst, ist das klassische Modell, wie es meiner Meinung nach auch einzig wirklich Sinn macht. Aber mittlerweile wollen soviele alle 2 Jahre ein neues Modell und geben dafür Unmengen in irgendwelchen steueroptimierten Leasingmodellen aus...na ja,muss jeder selber wissen.
Dann lag ich doch nicht so falsch. Warum dann nicht das klassische Modell wählen, anstatt wie oben nur schwer verständliche Rechnungen aufmachen?
Zitat:
@cypher2006 schrieb am 2. November 2016 um 12:31:51 Uhr:
Dann lag ich doch nicht so falsch. Warum dann nicht das klassische Modell wählen, anstatt wie oben nur schwer verständliche Rechnungen aufmachen?
Das klassische Modell ist für den Arbeitgeber teurer, weil die Leasingrate vom Arbeitgeber bezahlt wird. Das wird z.B. auf Führungsebene angeboten.
Das andere, hier angesprochene, Leasingmodell, kann der Arbeitgeber z.B. über x-beliebige Leasinggesellschaften quasi jedem Arbeitnehmer anbieten, theoretisch bis hin zur Putzfrau. Es kostet den Arbeitgeber nix und wirkt auf viele Arbeitnehmer wie ein Add-on. Tatsächlich ist es gar nicht so leicht zu nutzen wie 99% denken mögen, denn vieles wird kleinlichst geregelt, z.B. bei Verlassen des Unternehmens wird daraus häufig ein Privatleasing.