LPG/LPI Umrüstung/ Störfälle / Fahrweise vs. weiche Ventile

Volvo C70 2 (M)

Hallo Zusammen,

die Fahrweise ist anscheinend ein großer Faktor bei allen Umrüstungen; oft lese ich zwischen den Zeilen, dass viele Fahrer mit LPG/LPI zu hohen Geschwindigkeiten riskieren, ihre Systeme nachhaltig schädigen und am Ende sich in den Foren ausheulen. Vielleicht bin ich da ja konservativ, aber über 140kmh würde ich mit einer Umrüstung eh nicht länger als 2-3min. fahren (und dann auch nicht über 160-180kmh)

Ist am Ende nur alles eine Frage der Disziplin?
Wie ist da Eure Einschätzung, Erfahrung etc...?

Beste Grüße, H.

Beste Antwort im Thema

Hallo,

also ausschlaggebend ist hier nicht die Verbrennungstemepratur, denn da tut sich nicht wirklich viel LPG im Vergleich zu Benzin, sondern die Abgastemperatur am Ende des Explosionstaktes, die in der Tat beim Gas um einiges hoeher ist als beim Benzin. (Benzin duerfte bei 850 bis 900 °C liegen, Gas um die 950 heiss werden.)
.. aber das ist egal ... und wuerde den Rahmen ein wenig sprengen.

Ich habe einige Fahrzeuge im LPG betrieb (einen 2er Golf bereits seit 14 Jahren bspw.) und muss ehrlich sagen, dass ich keine Skrupel habe, sie mal richtig im Gas-Betrieb zu treten, wenn's noetig ist (wann auch immer das der Fall ist ...).

Ich habe keine Fahrzeuge/Motoren die von AnlageHerstellern fuer die Umruestung NICHT freigegeben wurden.

Wenn die AB es zulaesst, fahre ich schon laengere Strecken mit Tempomant bei 170-180km/h. (Dreht ja dann immer noch unter 4.000U/min).

Wichtig ist nur, dass Du weiss, was Du da tust und das Ventilspiel regelmaessig kontrollierst und einstellst.

... und uebrigens - lange AB-Strecken mit Vmax verringern auch im Benzinbetrieb die Lebensdauer des Motors, nur so am Rande.

Persoenlich finde ich hohe Geschwindigkeiten bei unseren heutigen Verkehrsaufkommen einfach zu stressig, so dass ehe keine grossen Moeglichkeiten gibt laengere Strecken mit Vmax zu fahren - egal ob Benzin oder LPG.

... und wichtig ist hier nicht zu vergessen, dass es ja auf die Drehzahl (U/min) ankommt. Wenn Du moderat faehrst und den Motor nicht staendig mit 6000 U/min trittst, passt es doch ...

Ich kann nichts Negatives berichten und fahre mit LPG seit bereits 14 Jahren ...

In diesem Sinne

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😕

Das ist mir aber neu, dass ich meine Fahrweise der Treibstoffart anpassen muss.
Ich bin bin bislang davon ausgegangen, dass man entsprechende technische Vorkehrungen trifft - z.B. Kühlung der Ventile - wenn man beispielsweise auf Gas umrüstet.

Daher verstehe ich den impetus dieses Threads nicht ganz.

Gruß
Torsten

Es kann nie schaden, den Motor nicht voll auszureizen, wenn man auf Gas fährt...

Grüße,
Eric

Zitat:

Original geschrieben von Eric L.


Es kann nie schaden, den Motor nicht voll auszureizen, wenn man auf Gas fährt...

Grüße,
Eric

Bezieht sich das auf "wenn man auf Gas fährt" ? oder meinst Du das generell ?

Gruß
Torsten

@ hurricane76
Das "Problem" das du wohl ansprichst ist die heissere und trockenere Verbrennung von Gas gegenüber Benzin. Das belastet die Ventile und Ventilsitze natürlich. Deshalb müssen Diese auch besser gehärtet sein. Die Belastung steigt natürlich bei längeren Hochgeschwindigkeitsfahrten. Mein Umrüster hat mir zwar auf Nachfrage zu diesem Thema gesagt, das ich da keine Rücksicht drauf nehmen muss, aber wenn ich mal richtig Tempo mache stelle ich auch auf Benzin um. Ich habe dann einfach ein besseres Gefühl.

Gruß good news

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@good news

SChön das wir da einer Meinung sind; In der Regel scheint mir ein maßvoller Umgang und eine gewissenhafte Wartung (Additive)
ein großer Faktor für die Laufzeit des Motors mit LPG zu sein.

Hallo,

also ausschlaggebend ist hier nicht die Verbrennungstemepratur, denn da tut sich nicht wirklich viel LPG im Vergleich zu Benzin, sondern die Abgastemperatur am Ende des Explosionstaktes, die in der Tat beim Gas um einiges hoeher ist als beim Benzin. (Benzin duerfte bei 850 bis 900 °C liegen, Gas um die 950 heiss werden.)
.. aber das ist egal ... und wuerde den Rahmen ein wenig sprengen.

Ich habe einige Fahrzeuge im LPG betrieb (einen 2er Golf bereits seit 14 Jahren bspw.) und muss ehrlich sagen, dass ich keine Skrupel habe, sie mal richtig im Gas-Betrieb zu treten, wenn's noetig ist (wann auch immer das der Fall ist ...).

Ich habe keine Fahrzeuge/Motoren die von AnlageHerstellern fuer die Umruestung NICHT freigegeben wurden.

Wenn die AB es zulaesst, fahre ich schon laengere Strecken mit Tempomant bei 170-180km/h. (Dreht ja dann immer noch unter 4.000U/min).

Wichtig ist nur, dass Du weiss, was Du da tust und das Ventilspiel regelmaessig kontrollierst und einstellst.

... und uebrigens - lange AB-Strecken mit Vmax verringern auch im Benzinbetrieb die Lebensdauer des Motors, nur so am Rande.

Persoenlich finde ich hohe Geschwindigkeiten bei unseren heutigen Verkehrsaufkommen einfach zu stressig, so dass ehe keine grossen Moeglichkeiten gibt laengere Strecken mit Vmax zu fahren - egal ob Benzin oder LPG.

... und wichtig ist hier nicht zu vergessen, dass es ja auf die Drehzahl (U/min) ankommt. Wenn Du moderat faehrst und den Motor nicht staendig mit 6000 U/min trittst, passt es doch ...

Ich kann nichts Negatives berichten und fahre mit LPG seit bereits 14 Jahren ...

In diesem Sinne

Zitat:

Ich kann nichts Negatives berichten und fahre mit LPG seit bereits 14 Jahren ...

ich hoffe, dass ich das in 13 1/2 Jahren auch sagen kann😁

Da muss Ich Bomb total zustimmen! 🙂

Hatte ebenfalls bis letztes Jahr einen BMW 323i E36 mit einer PRINS VSI Gas-Anlage und war damit total zufrieden vorallem mir kam es teilweise sogar so vor das er besser geht wie mit Benzin... 🙂 Was natürlich alles reine Einstellungs-Sache is... 🙂

Jetz hab Ich in meinem neuen C30 T5 ebenfalls wieder eine Gas-Anlage von OMVL drin! Und er läuft und läuft und läuft! 🙂 😁

Bin total damit zufrieden! War zwar anfangs eine kleine tortur weil mein Händler es erst nicht geschafft hat das Auto Flüssig bzw ohne Probleme an mich weiter zu geben... Aber nun is es endlich geschafft! 🙂 Meinn kleiner Racing-Elch macht nun noch viel viel mehr Spass weil´s "GAS" geben einfach nicht mehr soooo Teuer is! 🙂 😁

Zitat:

Original geschrieben von good news



Zitat:

Ich kann nichts Negatives berichten und fahre mit LPG seit bereits 14 Jahren ...

ich hoffe, dass ich das in 13 1/2 Jahren auch sagen kann😁

🙂

tja, wie so haeufig tueftelt unser Land an einer eigenen Inselloesung, um dann spaeter feststellen zu muessen, dass die Nachbarlaender doch nicht so bloed waren/sind ...

Ich habe frueher in Holland und Italien gewohnt, so dass ich aus deren Erfahrungen profitiert habe ...

Schauen wir mal, wie sich das Ganze entwickeln wird, und was wir in 13 1/2 Jahren als Alternative fahren 🙂 ... Kumpel von mir faehrt seit Jahren mit einem Holzvergaser durch die Gegend - sieht lustig aus mit dem "Riesen-Aggregat" hinten dran, aber passt 🙂

Bis die Tage

Zitat:

Original geschrieben von apollo684


Da muss Ich Bomb total zustimmen! 🙂

Hatte ebenfalls bis letztes Jahr einen BMW 323i E36 mit einer PRINS VSI Gas-Anlage und war damit total zufrieden vorallem mir kam es teilweise sogar so vor das er besser geht wie mit Benzin... 🙂 Was natürlich alles reine Einstellungs-Sache is... 🙂

Guten Morgen,

das kann durchaus sein ... haette man sich auf nem Pruefstand anschauen muessen, wobei die 110 Oktan da nicht sooo ausschlaggebend waeren, man muss sich auch Flammgeschwindigkeit und Brennwert anschauen ... und hier wuerde LPG schlechter abschneiden 🙂

Nicht so wichtig, wir sind nicht bei der F1 ...

Just4info:

Quelle: autogas-journal

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Ab sofort fährt auch Volvo
auch mit preiswertem Autogas

 

Bielefeld, 04.07.2008. Auch bei Volvo ist Autogas jetzt ein Thema. In einem Pilotprojekt startet der ostwestfälische Vertragshändler Markötter in Verbindung mit dem Autogasanlagen-Hersteller Teleflex eine Verkaufsoffensive, die nach Meinung von Insidern längst überfällig war. Einige Motoren des schwedischen Herstellers sind ab Werk schon für den Betrieb mit dem Bio-Ethanol-Kraftstoff E 85 ausgelegt und bieten konzeptionell alle Voraussetzungen für problemlosen Einsatz von Autogas.
Diese Aggregate aus dem FlexiFuel-Antriebsprogramm verfügen schon ab Werk über modifizierte Ventile und Dichtungen sowie eine spezielle Anpassung des Motorenmanagements, das dem zuverlässigen und dauerhaften Betrieb mit Autogas sehr entgegen kommt. Kurzum, die klassischen Probleme im LPG-Betrieb können gar nicht erst auftreten. Außerdem verfügt Volvo über ein umfassendes Portfolio an Know-How in der Umrüstung der Fahrzeuge auf den wesentlich schwieriger zu handhabenden Betrieb mit Erdgas als Kraftstoff. Diese Produktschiene wurde seinerzeit allerdings eingestellt, da das Netz an Erdgas-Tankstellen noch immer unzureichend ist um demzufolge auch die Nachfrage nicht entsprechend hoch war. Aus dieser Ära fahren allerdings noch immer einige PKWs auf deutschen Straßen, die schon eine Laufleistung von 300.000 Kilometern und mehr klaglos überstanden haben. Bessere Referenzen können der Markötter-Initiative kaum in die Wiege gelegt werden.
Angeboten werden zunächst die Modelle Volvo C 30 1,8 F, Volvo V 50 1,8 F und Volvo S80 2,0 F Kinetic mit einer Flüssiggas-Anlage der Firma Teleflex. Der Aufpreis für die Anlage inklusive Einbau beträgt gerade einmal € 950,-- .
Die im Markötter-Verkaufsprospekt angegebene Amortisationszeit von 13.000 km dürfte wohl eher zurückhaltend angegeben sein, denn durch den höheren Wiederverkaufswert (siehe AutoGas Journal Heft 3 / Seite 33) und die seit Drucklegung des Prospekts noch weiter gestiegenen Preise für Benzin wurden in dem Rechenbeispiel noch nicht berücksichtigt.
Auch eine Garantie erhält der Kunde, wie seitens der Firma Markötter verlautete. Doch wer Volvo kennt und die Erfahrungen mit alternativen Kraftstoffen in der Vergangenheit beobachtet hat, weis, dass diese Frage allerdings eher nebensächlich ist.
Das Pilotprojekt wird derzeit von Volvocars Deutschland mit Rat und Tat begleitet. Bei einem erfolgreichen Marktauftritt, an dem unter den Vorraussetzungen keine Zweifel bestehen, könnten schon bald Volvos mit Autogas-Technologie deutschlandweit ausgeliefert werden. Nutznießer dieser Initiative ist in erster Linie der Kunde, der ein grundsolides Produkt erhält, das ihm hilft, den derzeit exorbitanten Benzinkosten ein Schnippchen zu schlagen.
Fazit: Mit diesem längst überfälligen Schritt hat sich Volvo erfolgreich in die Liga der sparsamen, umweltbewussten Fahrzeughersteller zurück gemeldet. Auch wenn man andere Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren darf, Autogas trägt wesentlich dazu bei, das Fahren wieder bezahlbar zu machen und ist hier und jetzt die exakt richtige Lösung, den steigenden Energiepreisen zu entgegnen. Das AutoGas Journal wird das ebenso ehrgeizige wie innovative Projekt weiter verfolgen und in einer der kommenden Ausgaben darüber ausführlich berichten.

Da will ich nur hoffen, dass trotz der Steuerreduzierung für LPG bis 2018 die steigende Nachfrage den Preis nicht zu sehr in die Höhe treibt. Sonst können wir uns die Rechenbeispiele bald schenken.

Zitat:

Original geschrieben von good news


Da will ich nur hoffen, dass trotz der Steuerreduzierung für LPG bis 2018 die steigende Nachfrage den Preis nicht zu sehr in die Höhe treibt. Sonst können wir uns die Rechenbeispiele bald schenken.

... in den 80ern gab es sehr viele freie Tankstellen (Benzin/Diesel) diese wurde nach und nach von den Grosskonzernen nieder gemacht ... genau das Gleiche passiert derzeit mit den LPG-Tanken.

Bis etwa 2006 war es so, dass es ueberwiegend irgendwelche freien Tanken LPG angeboten habe (oder irgendwelche Fluessig-Gas-Betriebe usw usw). Seit etwa 1.5 Jahr sind aber "die Grossen" im Aufbau. Bspw. Orlen (Berlin heftig dabei), ARAL will bis Ende des Jahres (min.) 200 ihrer Tanken in Deutschland mit LPG ausstatten usw usw ...

Wir muessen davon ausgehen, dass es ziemliche Preisunterschiede (freie Tanke <--> Gross-"Konzerne"😉 weiterhin geben wird (s. gas-tankstellen.de-Datenbank), aber dass der Gaspreis auch nach und nach anziehen wird (Anfrage steigt .....).

(Ende der 90er hatte ich eine Stammtanke, die hat damals so viel Gas in einem ganzen Jahr verkauft, wie sie heute an einem Tag unter die "Gaser" bringt .. mittlerweile 3 Zapfsaeulen fuer LPG, Riesen-Tank unter der Erde usw usw ...)

Ich kann nur empfehlen die guenstigste Tanke in der Naehe zu suchen und dort zu tanken ... sollen die "Grossen" zusehen, wie sie Ihre Kunden kriegen ...

Schoenen Abend noch.

Zitat:

Ich kann nur empfehlen die guenstigste Tanke in der Naehe zu suchen und dort zu tanken ... sollen die "Grossen" zusehen, wie sie Ihre Kunden kriegen ...

Die werden ihre Kunden auch bei höheren Preisen kriegen, da sie (meistens) die besseren Standore haben und die Deutschen (auch meistens) immernoch glauben, bei grossen Marken bessere Qualität zu bekommen. Aber auch als Gasfahrer achte ich auf möglichst niedriege Tankrechnungen und werde deshalb natürlich preisbewusst tanken.

Gruß good news

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