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Leichter Unfall in Leitplanke ohne Beschädigung aber mit Polizei

Themenstarteram 17. September 2015 um 14:51

Hallo liebe Community,

ich habe vor 3 Wochen mit meinem Auto (nur Haftpflicht) einen Unfall gehabt indem mich eine Leitplanke an einer Autobahnauffahrt sanft gebremst hat.

Soweit sanft, da ich mit relativ wenig Geschwindigkeit und günstigen Winkel an der Leitplanke zu stehen gekommen bin. Die Leitplanke hat somit außer ein paar Lackspuren meines Auto keine Verformungen oder Schäden erlitten.

Die Polizei war jedoch vor Ort und hat mir eine Unfallmitteilung geschrieben die ich bei der Versicherung abgeben muss.

Daher meine Frage, ist es denn notwendig die Versicherung darüber zu informieren?

Wird die Versicherung sofort meinen Beitrag erhöhen oder wird diese ebenso erstmal auf eine Rechnung (wenn überhaupt) der Straßenmeisterrei warten?

Falls eine Rechnung kommt dann wird diese ja sicherlich erstmal an meine Wohnanschrift geschickt?

Ich bin mir relativ unsicher was für mich der richtige Weg sein wird.

Beste Antwort im Thema

In der heutigen Zeit wird bei Bagatellangelegenheiten viel zu oft der unpersönliche Weg beschritten.

Jetzt sind die persönlichen Einschätzungen von "sanft gebremst" ja sehr unterschiedlich, aber wenn am Wagen keine Verformungen aufgetreten sind, kann es durchaus sein, daß auch die Leitplanken nur einen Zinkschaden haben.

Aber eine Verformung der Systemkomponenten ist eben auch möglich, die dazu führenden Kräfte oder eine Sichtanalyse kann m. E. ein Kraftfahrer in oder nach einer Unfallsituation nicht klar einschätzen.

Mein Rat lautet somit ebenfalls:

Zwischen 7 Uhr (größte Hektik der Einweisungen ist vorbei) und "weit" vor 9 Uhr (9.00 i.d.R. Frühstück zur Kräftestärkung für das nachfolgende Bau- und Tagesgeschäft mit Kontrollfahrten, Schreibtischarbeit und Besprechungen)

zur Autobahnmeisterei fahren und die Situation schildern. Die schauen sich den Schaden ohnehin an, aber wenn man vorab mit Leuten spricht, kann man bürokratische Schwierigkeiten oder Entscheidungen "nach Lehrbuch" vermindern.

Die günstige Bandbreite dürfte sich ohne praktische Beschädigung zwischen "Wir ziehen die Schrauben nach und machen eine Nachverzinkung" bis über "Wird im Zuge der Erneuerung einer Schadensstelle 50 m weiter ausgetauscht und es fallen nur die Materialkosten an" bewegen.

Aber je nach realem Schadensbild auch nach oben offen.

Die Leitplanken selbst sind nicht teuer, immerhin handelt es sich mittlerweile um Massenware.

Aber die "Neben"-kosten zur Anbringung sind erheblich.

- Es muß die Arbeitsstelle des Austauschs "autobahntauglich" abgesichert werden. Also nicht "locker flockig" nach Regelplan B1 oder ähnlich.

- Wenn die LP in einem kleinen Kurvenradius (Auffahrt /Abfahrt) ist, muß die Planke, falls nur "R = unendlich" auf Lager ist, gebogen werden

- Es wird u. U. ein Fahrzeug mit Hebevorrichtung benötigt werden.

- Es sind mindestens zwei Mitarbeiter notwendig. Ein Stundenverrechnungssatz von 48 - 50 Euro netto je Stunde und MA zzgl Steuer ist nach der letzten Lohnerhöhung eine zu erwartende Rechengröße.

- An-/Abfahrt sind auch zu berücksichtigen.

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Wer Schäden verursacht, muss dafür geradestehen .

Wenn Dir versicherungsseitig zu hohe Nachteile entstehen, bleibt Dir nur noch der Ausgleich aus Deinem Geldbeutel.

So einfach ist das.

Der Versicherung genauso schildern, wenn was bezahlt wird, kannst du den Schaden immer noch zurückkaufen.

Also brauchst erst mal keine Panik schieben. ;)

Gruß Metalhead

Du wirst mit dem nächsten Versicherungsjahr erst einmal heruntergestuft (nach Schadensmeldung; egal ob es was zu regulieren gab oder nicht). Kommt eine anerkannte Forderung, wird reguliert. Du kannst das nachträglich selbst bezahlen und die Rückstufung entfällt rückwirkend. Ist ein Rechenexempel mit ein paar Unbekannten.

Geht nach angemessener Zeit keine Forderung ein, kannst du den Versicherer bitten, die Rückstufung aufzuheben. Er wird dich darauf hinweisen, dass ein Geschädigter 3 Jahre Zeit hat, seine Absprüche geltend zu machen. Wenn das je passiert, wirst du so gestellt, als wenn das zeitnah passiert wäre (HUK24 jedenfalls war so kooperativ).

Zitat:

@Punto ONE schrieb am 17. September 2015 um 14:51:52 Uhr:

 

I: Soweit sanft, da ich mit relativ wenig Geschwindigkeit und günstigen Winkel an der Leitplanke zu stehen gekommen bin. Die Leitplanke hat somit außer ein paar Lackspuren meines Auto keine Verformungen oder Schäden erlitten.

II: Daher meine Frage, ist es denn notwendig die Versicherung darüber zu informieren?

III: Wird die Versicherung sofort meinen Beitrag erhöhen oder wird diese ebenso erstmal auf eine Rechnung (wenn überhaupt) der Straßenmeisterrei warten?

IV: Falls eine Rechnung kommt dann wird diese ja sicherlich erstmal an meine Wohnanschrift geschickt?

I: Naja eine Leitplanke (LP) ist ja in der Regel dazu da um Kräft aufnehmen. Das hast du ja implizit auch schon geschrieben ("sanft gebremst"). Ist ein LP "verwendet" worden, muss sie ersetzt werden. Gehe davon aus, dass das auch die Straßenmeisterei so sehen wird.

II: Ja

III: Nein, aber ein Schaden einstellen, der zu einer Höherstufung zur nächsten Hauptfälligkeit führt.

IV: das kann sich die Meisterei aussuchen; bei mir war es damals so, dass ich sie bekommen habe.

Gruß

Sprich mit der zuständigen Straßenmeisterei und lote aus was deren Meinung ist.

Wenn die sagen - alles klar, für uns keine Beschädigung, dann mach nichts. Sagen die: "100 Meter Leitplanke müssen ersetzt werden" - mach Meldung.

Wenn die Leitplanke wirklich nur Kratzer und keine strukturelle Beschädigung hat, bekommst du bei der Straßenmeisterei einen Kaffee und lernst neue Freunde kennen.

I. d. R. wird eine Schutzplanke bei einem Anprall beschädigt.

Das muss keine Deformation der Holme sein, es kann auch eine Verschiebung der Pfosten sein.

Ich würde auch den direkten Kontakt mit dem Leiter der Autobahnmeisterei suchen.

Vielleicht hast du Glück und triffst auf einen netten Menschen, der sich der Sache annimmt und einen Mitarbeiter beauftragt, sich das anzusehen.

Hallo,

zur Beruhigung: Leitplanken sind in der Regel preislich erstaunlich günstig.

Die Empfehlung, mit der Autobahnmeisterei zu sprechen, finde ich gut.

Gruß Rainer

Zitat:

@Rainer560sk schrieb am 19. September 2015 um 21:38:01 Uhr:

Hallo,

zur Beruhigung: Leitplanken sind in der Regel preislich erstaunlich günstig.

Die Empfehlung, mit der Autobahnmeisterei zu sprechen, finde ich gut.

Gruß Rainer

Da habe ich eine ganz andere Erfahrung gemacht, lass Dich überraschen.

Zitat:

@Rainer560sk schrieb am 19. September 2015 um 21:38:01 Uhr:

Hallo,

zur Beruhigung: Leitplanken sind in der Regel preislich erstaunlich günstig.

Die Empfehlung, mit der Autobahnmeisterei zu sprechen, finde ich gut.

Gruß Rainer

Wechseln die sich denn von alleine? Was wird man wohl so für eine fliegende Baustelle auf der BAB in Rechnung stellen?

In der heutigen Zeit wird bei Bagatellangelegenheiten viel zu oft der unpersönliche Weg beschritten.

Jetzt sind die persönlichen Einschätzungen von "sanft gebremst" ja sehr unterschiedlich, aber wenn am Wagen keine Verformungen aufgetreten sind, kann es durchaus sein, daß auch die Leitplanken nur einen Zinkschaden haben.

Aber eine Verformung der Systemkomponenten ist eben auch möglich, die dazu führenden Kräfte oder eine Sichtanalyse kann m. E. ein Kraftfahrer in oder nach einer Unfallsituation nicht klar einschätzen.

Mein Rat lautet somit ebenfalls:

Zwischen 7 Uhr (größte Hektik der Einweisungen ist vorbei) und "weit" vor 9 Uhr (9.00 i.d.R. Frühstück zur Kräftestärkung für das nachfolgende Bau- und Tagesgeschäft mit Kontrollfahrten, Schreibtischarbeit und Besprechungen)

zur Autobahnmeisterei fahren und die Situation schildern. Die schauen sich den Schaden ohnehin an, aber wenn man vorab mit Leuten spricht, kann man bürokratische Schwierigkeiten oder Entscheidungen "nach Lehrbuch" vermindern.

Die günstige Bandbreite dürfte sich ohne praktische Beschädigung zwischen "Wir ziehen die Schrauben nach und machen eine Nachverzinkung" bis über "Wird im Zuge der Erneuerung einer Schadensstelle 50 m weiter ausgetauscht und es fallen nur die Materialkosten an" bewegen.

Aber je nach realem Schadensbild auch nach oben offen.

Die Leitplanken selbst sind nicht teuer, immerhin handelt es sich mittlerweile um Massenware.

Aber die "Neben"-kosten zur Anbringung sind erheblich.

- Es muß die Arbeitsstelle des Austauschs "autobahntauglich" abgesichert werden. Also nicht "locker flockig" nach Regelplan B1 oder ähnlich.

- Wenn die LP in einem kleinen Kurvenradius (Auffahrt /Abfahrt) ist, muß die Planke, falls nur "R = unendlich" auf Lager ist, gebogen werden

- Es wird u. U. ein Fahrzeug mit Hebevorrichtung benötigt werden.

- Es sind mindestens zwei Mitarbeiter notwendig. Ein Stundenverrechnungssatz von 48 - 50 Euro netto je Stunde und MA zzgl Steuer ist nach der letzten Lohnerhöhung eine zu erwartende Rechengröße.

- An-/Abfahrt sind auch zu berücksichtigen.

Hallo,

ja bei mir sind in der Vergangenheit schon einige Rechnungen wegen beschädigtem Straßenzubehör, u. a. Leitplanken, dienstlich über den Tisch gegangen. Wenn ich sie mit Werkstattrechnungen, z. B. für eine verkratzte Stoßstange, vergleiche, sind die in der Tat erstaunlich günstig. Klar, der Arbeitsaufwand für die Leitplanken besteht, aber wir reden hier, sowohl was Material als auch Stundensätze betrifft, über ganz andere Dimensionen als in Vertragswerkstätten der Autohersteller. Da wird ein über Versicherung abzurechnender Kratzer am lackierten Stoßfänger fast immer vierstellig.

Gruß Rainer

Meines Wissens werden Schäden an Schutzplanken nicht von Mitarbeitern der AM beseitigt.

Die sehen sich den Unfallschaden nur an und protokollieren der Schadenumfang.

Wenn eine Reparatur erforderlich sein sollte, wird das durch Privatunternehmen instandgesetzt.

Dafür werden, nach Ausschreibung, Jahresverträge geschlossen.

Nur wenn kein Schaden eingetreten sein sollte besteht die Möglichkeit, das mit der AM zu regeln.

Die zu erwartenden Maßnahmen und Kosten sind aber ähnlich.

Und die Autobahnmeisterei kann ja auch den Ansprechpartner der ausführenden Firma benennen und ggf einen Kontakt herstellen oder die Rufnummer weitergeben. Verlieren oder sich schlechter stellen tut man hierbei nicht.

Würden die Menschen (in Deutschland) mehr miteinander reden, wäre der durch lange Entscheidungs- und Vermeidungswege hausgemachte Streß im Leben nur halb so groß.

Man regt sich hier immer über die beispielsweise langatmigen politischen Entscheidungsfindungen auf, aber macht selbst ja (oft) auch nichts anders bei Entscheidungswegen.

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