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Kürzung bei fiktiver Abrechnung gerechtfertigt?

Themenstarteram 12. April 2016 um 10:16

Hallo zusammen,

ich hatte einen unverschuldeten (der Verursacher hat seine Schuld 100% anerkannt) Unfall.

Nach Rücksprache mit der gegnerischen Versicherung habe ich einen Gutachter beauftragt.

Ich habe folgende Auflistung der Versicherung erhalten:

http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=41f1d7-1460450158.jpg

Darf die Versicherung bei fiktiver Abrechnung weniger zahlen, als wenn ich es reparieren lassen würde?

Es wäre nett, wenn mir hier ein "Experte" weiterhelfen könnte.

Danke!

Beste Antwort im Thema

das ist das übliche Geschmiere von Auftragstreicher Controllexpert. Da sitzt einer Zuhause am PC und streicht nach Vorgaben der Versicherung die Gutachten zusammen. Die Versicherung bezahlt für diesen Mist zwischen 12 und 15 Euro.

Das sieht amtlich aus und so mancher Anpruchsteller denkt, dass dieses Unternehmen über die Befugnisse verfügt, und alles rechtens ist.

Der Chef dieser Pufferbude (ist mittlerweile Millionär geworden) sagt über seinen eingenen Laden folgendes:

Im Einzelnen äußerte sich der Control€xpert-Geschäftsführer wie folgt:

„Wir prüfen Gutachten, Kostenvoranschläge…“

„Wir sind keine Sachverständigenorganisation, sondern wir prüfen schematisiert,

automatisiert Vorgänge und wenn wir auf Diskrepanzen stoßen zwischen den hier

eingehenden Belegen und anerkannten Regeln der Technik und Herstellervorgaben,

dann erscheint das bei uns auf einem Prüfbericht und was letztendlich der Versicherer

mit diesem Prüfbericht macht, ist Sache des Versicherers oder der Flotten- und

Leasinggesellschaft und nicht unsere Baustelle und auch nicht von uns zu

verantworten.“

(Gerhard Witte Control€xpert, VOX TV 15.04.2012 auto mobil)

Zum Thema "Herstellervorgaben" und Beilackieren:

Ob und wann das Beilackieren erforderlich ist, entscheidet der Sachverständige, welcher das Auto

in Augenschein genommen hat.

Diese Enscheidung muss im übrigen immer vorher getroffen werden. Wenn der Lackierer die Pistole einmal in der Hand hat und das Auto "Lackiervorbereitet" in der Kabine steht ist das natürlich viel zu spät.

In der Praxis ist das so, dass die Entscheidung ob Beilackiert werden muss oder nicht am Auto bei der Besichtigung getroffen wird.

Alles andere ist einfach nur fachlich dummes Gequatsche und nichts anderes.

Gib diesen Wisch deinem Sachverständigen. Der wird dir eine (Kostenpflichtige) Stelungnahme schreiben und dazu Stellung nehmen.

Die Kosten hierfür hat die Versicherung zu übernehmen, da die das Gutachten angegriffen haben und du das Recht hast dich dagegen mit deinem Sachverständigen zu Wehr zu setzen. Das ist in der Rechtsprechnung manifestiert.

Das alles setzt natürlich voraus, dass du einen qualifizierten Sachverständigen beauftragt hast, der sich auch mit der Problematik auskennt und über genügend Fachwissen verfügt.

Abschießend darf ich dir die Empfehlung ausprechen bei der Abrechnung eines KH- Schadenfalles immer einen Rechtsanwalt einzuschalten. Eine ordentliche Abwickung, welche nicht mit finaziellen Nachteilen verbunden ist, kann man ohne rechtlichen Beistand leider nicht mehr realisieren.

Leider.....:(

 

PS: Die Zettel von den grünen Männchen sehen so ähnlich aus. Alle in einen Sack und draufhauen. Du trifft garantiert immer den richtigen.........:D

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Was sagste zum BGH Urteil VI ZR 320/12?

Interessiert dich nicht, oder?

Zitat:

@ChristianHe schrieb am 12. April 2016 um 15:13:11 Uhr:

Was sagste zum BGH Urteil VI ZR 320/12?

Interessiert dich nicht, oder?

Ich sage es doch: du bist und bleibst ein Troll !!

Lesen und verstehen kannst du auch nicht.

Es geht hier nicht um die Stundensätze sondern und den Reparaturweg.

Ich sag dir dann schon mal Tschüss und Good By.

Wenn du glaubt, dass du twindance oder Steini hier verarschen kannst, musst du aber noch dreimal früher

aufstehen du Komiker.

[quote]

@lechner-motorsport schrieb am 12. April 2016 um 14:59:05 Uhr:

Grundsätzlich sich einen Anwalt zu nehmen verstößt gegen die Schadensminderungspflicht. Bei Fällen in denen die Versicherung Zahlungwilligkeit zeigt bleibt der Geschädigte auf den Anwaltskosten sitzen. Es gibt dazu genügent Urteile. Es reicht ja logischerweise beim ersten Problem mit dem Versicherer einen Anwalt einzuschalten.

 

Na dann bitte mal her mit den Urteilen. Mir ist noch kein Fall bekannt, in welchen das was du hier gepostet hast zutrifft. Und ich bin schon ein paar Jähren im Geschäft. Da was du hier schreibt ist Versicherungsdenke, nix anderes.

Zitat:

@lechner-motorsport schrieb am 12. April 2016 um 14:59:05 Uhr:

Grundsätzlich sich einen Anwalt zu nehmen verstößt gegen die Schadensminderungspflicht. Bei Fällen in denen die Versicherung Zahlungwilligkeit zeigt bleibt der Geschädigte auf den Anwaltskosten sitzen. Es gibt dazu genügent Urteile. Es reicht ja logischerweise beim ersten Problem mit dem Versicherer einen Anwalt einzuschalten.

dann poste mal bitte die Urteile dazu

Ein derartiges Urteil ist mir bisher absolut nicht bekannt. Der Anwalt des Geschädigten stellt auch erst die "Waffengleichheit" her, wenn der Geschädigte kein ausgebildeter Jurist ist.

Genau so ist das.

Stichwort Waffengleicheit.

Selbstverständlich hat der Geschädigte im KH-Schadensfall Anspruch auch professionellen juristischen Beistand.

Und zwar von Anfang an.

Das war so, das ist und das wird auch weiterhin so bleiben.

am 12. April 2016 um 18:45

Zitat:

@alibaba77 schrieb am 12. April 2016 um 10:16:46 Uhr:

Hallo zusammen,

ich hatte einen unverschuldeten (der Verursacher hat seine Schuld 100% anerkannt) Unfall.

Nach Rücksprache mit der gegnerischen Versicherung habe ich einen Gutachter beauftragt.

Ich habe folgende Auflistung der Versicherung erhalten:

http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=41f1d7-1460450158.jpg

Darf die Versicherung bei fiktiver Abrechnung weniger zahlen, als wenn ich es reparieren lassen würde?

Es wäre nett, wenn mir hier ein "Experte" weiterhelfen könnte.

Danke!

wir sind hier doch alle Experten...

Kürzungspositionen:

  1. Verrechnungspreis
  2. Beilackierung
  3. UPE

Grundsätzlich gilt: Alles was bei Nicht-Reparatur nicht anfällt (Märchensteuer ist wohl das verständlichste Beispiel hierfür), wird nicht bezahlt.

Der Versicherer kann bis auf einige Ausnahmen die Verrechungspreise von markengebundenen Werkstätten auf marktübliche kürzen, da der Mehrbeitrag, der auf Grund der Reparatur in einer Markenwerkstatt entsteht (höherer Verrechnungssatz) wurde, eben nicht anfällt. Ob die Kürzung gerechtfertig ist, kann also nur geklärt werden,

  • wenn bekannt mit welchem Verrechnungssatz der Gutachter gerechnet
  • ob ggf. eine der Ausnahmegründe gegeben ist.

Zu Beilackierung ist hier nur eines relevant. Nämlich, ob ein fach- und sachgerechte Behebung des Schadens ohne Beilackierung möglich ist oder nicht. Insbesondere entstehen hier Probleme bei Farbunterschieden. Da wir alle keine Experten sind, sind die bisherigen Aussagen dazu in Teilen pauschal verurteilend. Meines Wissens ist @Dellenzaehler Gutachter. wenn Du hier mal ein Foto reinstellst, wird er bestimmt eine grobe Aussage treffen können.

UPE Aufschläge sind nicht zu zahlen, wenn sie nicht anfallen.

-----

OT:

Aus obigen Grundsatz leidet sich im Übrigen auch, dass wenn Du selber reparierst und Teile hierfür kaufst, dass Du Anspruch auf die Erstattung der auf die Teilekosten entfallende MwSt. hast.

am 12. April 2016 um 19:02

ich habe nichts anderes geschrieben...

Hatte ich auch kürzlich, einfach einen GUTEN Anwalt suchen, der übernimmt dann die komplette Abwicklung mit der Versicherung, du musst dann praktisch nur noch auf den Zahlungseingang warten.;)

Bei mir kam letztendlich auch die außstehende Entschädigunssumme vom Anwaltskonto.

RSV habe ich nicht, mein Anwalt sagte gleich bei dieser Sachlage muss die gegnerische Versicherung die Anwltskosten übernehmen, habe nie eine Anwaltsrechnung gesehen, dass hat er wohl direkt mit der Versicherung abgerechnet.:p

Nutzungsausfall steht dir auf jeden Fall zu, in der Höhe wie es im Gutachten ausgewiesen ist.

Ich habe selber erst nach der vollständigen Zahlung/Regulierung repariert, Winterauto sei dank, da war es mir eh egal ob der Sommerflitzer mit oder ohne Beule in der Garage steht....:D

Zitat:

@lechner-motorsport schrieb am 12. April 2016 um 14:59:05 Uhr:

Grundsätzlich sich einen Anwalt zu nehmen verstößt gegen die Schadensminderungspflicht. Bei Fällen in denen die Versicherung Zahlungwilligkeit zeigt bleibt der Geschädigte auf den Anwaltskosten sitzen. Es gibt dazu genügent Urteile.

Hierzu ein ganz klares Nein.

Es gibt hier in Deutschland keine Urteile, die dem Geschädigten sein Recht auf einen Rechtsbeistand verweigern. Da erklärt auch, warum hier kein einziges dieser angeblich "genügend existierenden" Urteile verlinkt wurde.

Zitat:

@Dellenzaehler lieber Christian H ?

 

Bei den zig Accounts die dieser komische Troll hat kann man sich schonmal mit dem Namen vertun.

[Edit, ei da war ich aber langsam]

https://openjur.de/u/56723.html

Vielleicht ist der Bezug dieses Urteil. Das ist aber auf die wenigsten Fälle anzuwenden, auch auf diesen hier nicht, somit eher eine Einzelfallentscheidung.

Velleicht wird das immer wieder mit Urteilen zu Kaskoschäden verwechselt.

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