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Kleinstwagen als Firmenwagen wg. 1-Prozent-Regelung?

Themenstarteram 4. November 2012 um 12:34

Ich habe folgende Ueberlegungen und wuerde mich einfach ueber Einschaetzungen freuen bzw. Argumente, die ich ggf. uebersehe:

Ich bin seit kurzem selbstaendiger in einer Sozietaet; nach unserem Sozietaetsvertrag hat jeder das Recht, auf Firmenkosten einen PKW zu leasen.

Im Moment habe ich eine gebrauchte A-Klasse (W169, A150, jetzt 80.000 km, Erstzulassung 10/2007) in mein Sonderbetriebsvermoegen ueberfuehrt (angesetzter Wert ca. 6.500 Euro; ich kann sie wohl auf zwei Jahre abschreiben). Der Listenneupreis lag bei ca. 22.200 Euro. Da ich ca. 40 km zur Arbeit fahre, habe ich neben der 1-Prozent-Regelung noch die 0,03 Prozent pro Kilometer-Zusatzsanktion. Ich habe also ca. 2.2 Prozent pro Monat private Nutzungsentnahme, also ca. 500 Euro.

Ich bin aus unterschiedlichen Gruenden nicht sehr zufrieden mit der A-Klasse, auch wenn sie als Stadtauto durchaus nicht schlecht ist, z. B. hohe Reparatur- und Inspektionskosten und staendig irgendetwas (rostige Tueren und Klimaanlage wurde auf Kulanz gewechselt, aber nur, wenn Inspektion D fuer 900 Euro gemacht wurde; beim letzten TUV Bremsscheiben verrostet, wieder 900 Euro; Inspektionsintervalle sehr kurz). Ausserdem ist der Verbrauch sehr hoch (ich nutze alle Spartricks, z. B. frueh hochschalten, Reifen etwas mehr aufpumpen, komme aber auf der Autobahn trotzdem auf ca. 6,5 Liter, im Mittel vielleicht auf 7,7).

Fahrtenbuch nutzt nichts, weil fast alle Fahrten Buero-Haus; ausserdem zu viel Aufwand.

Ich frage mich jetzt: Warum nicht einen sparsamen Kleinstwagen leasen (zB Kia Picanto)?

Den Mandanten ist es recht egal, was fuer ein Auto ich habe (war urspruenglich meine Befuerchtung, aber ich habe wenige Auswaertstermine). Wenn ich einen Listenneupreis von 12.000 haette (damit bekommt man beim Picanto schon eine Top-Ausstattung), waere ich bei einer Nutzungsentnahme von nur 260 Euro pro Monat; also nur die Haelfte zu versteuern. Zudem rechne ich mit einer Spritersparnis von zwei Litern pro 100 km, was bei einer geschaetzten Jahresfahrleistung von 22.000 km und 1,70 durchschnittlichem Superpreis auch schon fast 800 Euro waeren (natuerlich haben wir Vorsteuerabzug, also weniger). Die Sozien sagen, ihnen ist es egal, ob ich ein Auto lease und welches (sie haben selbst groessere Autos).

Uebersehe ich etwas? Ich habe zur Zeit 1 kleines Kind, und insoweit ist die alte A-Klasse vielleicht vorteilhaft gegenueber dem Picanto. Andererseits fahren wir zu dritt nur sehr selten groessere Strecken.

Was koennte gegen diesen Plan sprechen? Auf der Autobahn fahre ich eh maximal 120 (viel Verkehr), und ich glaube nicht, dass der Picanto wesentlich schwaecher ist als die A-Klasse. Gibt es fuer so kleine Autos ueberhaupt vernuenftige Business-Leasing-Angebote?

Fuer Einschaetzungen waere ich sehr dankbar.

Gruss

Andydomingo

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24 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von jschie66

Ich sag mal einfach: Citroen C1 Fünftürer ohne Schnickschnack kostet etwa 7.000 Eus.

1% = 70 Eus im Monat....

Dann noch unter 5 ltr/100km verbrauch.

Ansonsten hat man halt das Geld für Luxus.

Ich würde die Kiste erstmal probefahren, Kann mir nicht vorstellen, dass jemand so leidensfähig ist, jeden Tag Stunden in so einem Auto zu verbringen. Das sind und bleiben Klapperkisten für die Stadt.

Ich durfte heute z.B. in einem nagelneuem Dacia Logan Kombi 30km mitfahren. Da war mein alter Bora aus 1999 eine Wohltat dagegen. Hart, laut, billigstes Plastik und naktes lackiertes Blech an den Türen. Sorry aber so etwas habe ich seit 10 Jahren in keinem Auto mehr gesehen. Da würde ich doch glatt auf 50 Euro Mehrkosten im Monat pfeifen, die machen einen auch nicht reich, und mit lieber einen vernünftigten Gebrauchten holen, statt so ein "Ding".

An TE: Mach doch eine Vollkostenrechnung für die nächsten 3 Jahre auf, was kostet es dich deine A-Klasse weiter zu fahren und diese auch meinentwegen nach Liste zu versteurn. Und rechne eine anderes neues Auto dagegen. Ich wette die A-Klasse wird trotz Mehrverbrauch billiger sein, da der größte Wertverlust schon überstanden ist.

Zitat:

Original geschrieben von diman3

An TE: Mach doch eine Vollkostenrechnung für die nächsten 3 Jahre auf, was kostet es dich deine A-Klasse weiter zu fahren und diese auch meinentwegen nach Liste zu versteurn. Und rechne eine anderes neues Auto dagegen. Ich wette die A-Klasse wird trotz Mehrverbrauch billiger sein, da der größte Wertverlust schon überstanden ist.

Vollkostenrechnung A-Klasse gegen Kleinstwagen?

Also ich fasse es nicht. Der TE ist gewinnbeteiligter Partner in einer Rechtsanwaltskanzlei. Über 1000 Euro Leasingrate sind genehmigt. Und jetzt wird hier überlegt, welches Auto vielleicht 50 Euro pro Monat billiger kommt. :confused:

Mich würde wirklich interessieren, was diese Sparmasche soll. Nötig scheint es mir nicht zu sein. Sinnvoll? Na ja, dass muß natürlich jeder selbst entscheiden.

Vielleicht kann sich der TE dazu mal äußern, warum er jetzt auf Teufel komm raus sparen möchte.

... weil er nicht gierig ist.

... weil er das Auto offensichtlich nicht als Statussymbol sieht.

... weil er sich nicht an anderen orientiert.

... weil er eine gesunde Einstellung zu MUST HAVE hat.

... weil der LP seines neuen Wagens auch direkten Einfluss auf sein Einkommen hat.

vielleicht beeinflusst nur eine dieser genannten Gründe seine Entscheidung und außerdem hat

er im Eingangspost geschrieben, dass er nicht sehr an der A-Klasse hängt (kann ich verstehen).

... weil er noch seinen Eintritt in die Kanzlei abbezahlen muss.

**********************************************************************************

Offen ist noch immer, wie es mit der Gewinnverteilung aussieht.

Sollte keine expliziet andere Regelung getroffen sein - was wahrscheinlich der Fall ist-,

kommt ihm nur ein Teil des gesparten zugute, über den Rest freuen sich die anderen Kanzleimitinhaber.

Zitat:

Original geschrieben von Nr.5 lebt

... weil er noch seinen Eintritt in die Kanzlei abbezahlen muss.

**********************************************************************************

Offen ist noch immer, wie es mit der Gewinnverteilung aussieht.

Gewinnbeteiligung lt. Angaben des TE 35%. Das würde doch bedeuten, dass 65% der Kosten von dem anderen Partner getragen werden. Umgekehrt werden auch 35% der Kosten für das "teure" Fahrzeug des Partners übernommen. Oder irre ich mich da.

Eintritt abbezahlen ist natürlich auch ein Argument. Dann wären es aber nicht 35%, sondern zB nur 50% von 35%, also 17,5%, mit steigender Tendenz.

Das hat er halt nicht eindeutig geschrieben.

Ich kann den fiktiven Gewinn der privaten PKW-Nutzung und die Fahrzeugkosten nach allgemeiner Quote verteilen, ich kann aber auch zuerst Kosten und Privatanteil direkt zuordnen und nur den Rest nach Quote verteilen. ;)

Themenstarteram 11. November 2012 um 22:27

Der private Nutzungsanteil wird nicht kompensiert. Jeder muss also im Umfang "seines Listenpreises" selbst Steuern auf die Nutzungsentnahme zahlen. Gezahlt werden nur Leasingraten (keine andere Finanzierungsform!), Unterhaltskosten (Inspektion, Wartung, TÜV, Reifenwechsel etc) und laufende Kosten (Benzin; Autowäsche etc).

Im Moment bin ich noch nicht auf 50 Prozent, sodass ich von den von der Firma getragenen Kosten profitiere (ist auch so erwünscht). Daher ist mein "Anreiz" so, dass ich einen möglichst geringen Listenpreis habe und dafür die laufenden Kosten egal sind. Aber natürlich möchte ich nicht Kosten als Selbstzweck verursachen.

Das Argument mit dem Restwert erkenne ich an; freilich wäre das ein Argument, bereits jetzt die A-Klasse zu veräußern. Denn bald ist sie steuerverstrickt; und gegenwärtig kann ich sie nur in zwei Jahren abschreiben (und dann müsste ich die Veräußerung zum Restwert oder sogar nur die Überführung ins Privatvermögen wieder versteuern).

Da allerdings das kleinste akzeptable Auto wohl schon fast 15.000 Euro kosten würde, werde ich es wohl beim Status quo belassen, zumal ich in absehbarer Zeit auf 50 Prozent bin und dann das ganze (abgesehen von USt) ein Nullsummenspiel wird.

Von was für 50% schreibst du da?

Anteil an der Firma?

Einkommensteuersatz?

Nutzungsanteil betrieblich/privat?

Und bist du sicher, dass ihr die private Nutzung Verursacherbezogen verteilt, die Kosten aber im Verhältnis 35/65?

Da bist du ja dann schön angeschmiert.

Themenstarteram 12. November 2012 um 8:56

Ich glaube, ich habe mich missverständlich ausgedrückt:

Der Umsatz der Firma betrage X. Hiervon sind natürlich erst einmal alle Kosten zu begleichen, die auch ohne AUtos anfallen würden. Dann kommen PKW-Kosten. Darunter fallen die von mir genannten Posten.

Die Kosten werden also faktisch 50-50 getragen (weil sie ja eben den Gewinn mindern; erst dieser wird 65-35 verteilt). Das heißt, dass ich deshalb ein "Interesse" habe, möglichst viel PKW-Kosten über die Firma laufen zu lassen (weil ich die dann wirtschaftlich ja über meinen Gewinn hinaus abwälzen kann- ist ausdrücklich gestattet und die Auswirkungen sind bekannt).

Die private Nutzungsentnahme muss hingegen jeder selbst bei sich versteuern. Mein Sozius wird für seine Nutzungsentnahme für seinen "Schlitten" auch nicht noch zusätzlich kompensiert.

Ich denke du solltest mal DRINGEND ein Gespräch mit eurem Steuerberater führen.

Wenn ihr euren Kram selber macht, dann lass dich mal von einem beraten. ;)

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