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Kleiner Unfall mit Mercedes Taxi

Themenstarteram 12. April 2010 um 14:29

Hallo,

heute sollte eigentlich ein schöner Tag sein denn ich konnte nun endlich meinen "neuen" Gebrauchtwagen Alfa Romeo 156 2.0 TS abholen. Die Freude hat auch ganze 5min gedauert. Im wunderbaren Berliner Stadtverkehr fehlte von meiner Seite aus ein Schulterblick um ein herranfahrendes Taxi zu sehen. Ich habe mit gutem Gewissen einen Spurwechsel gemacht und plötzlich macht es "rumps" und das Taxi mitten in die linke Seite.

Letztendlich war es alles nur Blechschaden. Leider war es ein nagel neues Taxi.

Ich bin nun etwas skeptisch wie ich vorgehen soll. Die Schuld habe ich eingestanden und wir haben die Telefonnummern und Adressen ausgetauscht. Er meinte zu mir, das wenn der Schaden sich auf unter 1000Euro beläuft, er sich nochmal bei mir meldet.

Da es meine erste Erfahrung in Bezug auf einen Unfall ist, wollte ich mich über den allgemeinen Verlauf informieren und wie ich mich am besten verhalten sollte.

Allg Infos noch zu mir:

20 Jahre jung, 1 Monat Führerschein, 1. Auto am Samstag gekauft, Versicherung (nur Haftpflicht) bei am Sonntag abgeschlossen.

Da ich keine Teilkasko habe und am Unfall schuld bin, werde ich die Kosten vollständig alleine tragen müssen oder? Soll ich es dann der Versicherung melden?

Vielen Dank!

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5 Antworten

Natürlich mußt Du Dich sofort bei der Versicherung melden, das steht auch in den Versicherungsbedingungen!!!

Schließlich soll die ja den von Dir angerichteten Schaden regulieren. Gib Gas, sonst Ärger!!

Ach ja, Schäden unter 1 k€ sind ganz selten. :(

Hallo

die Kasko übernimmt den Schaden am Taxi.

Du solltest zuerst mal deinen Versicherungsvertretter kontaktieren und am besten einen euröpischen Unfallbericht ausfüllen (Falls das nicht schon am Unfallort gemacht wurde). Denn Trennsatz bekommt man meist mit den Versicherungsunterlagen, kann man auch Downloaden.

Schuldfragen muss man am Unfallort nicht abklären sondern die Sachlage vollständig aufnehmen und am besten mit Bildern dokumentieren. Im Zweifelmacht man eine globale Schuldaussage die hat vor Gericht kein Bestand weil unter Schock und/oder Zwang. Eine gültige Schuldanerkennung muss den Sachverhalt beschreiben und ist auch keine Freibrief wenn es später ein Autobumbser Unfall war.

Die Abwicklung ist etwa so das ein Gutachter den Schaden am Taxi aufnimmt oder das Taxi in einer Werkstatt steht wo der Schaden dann während der Reperatur ermittelt wird.

Da Taxis ein Produktionsmittel sind wird man dort zügigst instandsetzen.

Vermutlich ist das Taxi heute Abend schon wieder Fit.

Taxi Standzeiten sind sehr teuer der "Verdienstausfall" kann 1000€/tag sein es gibt den Ersatztaxiverleih der aber vermutlich wegen der Daimler Injektor Problematik überbucht ist.

Thema Wertverlust bei Taxis ist zu vernachlässigen der Taxi Marktwert wird durch Bagatellschäden nicht gross beeinflusst nur durch massive Unfälle die mehrere Werktage Reperatur dauern dann werden die Taxis meist "abgeschrieben" und erneuert.

Bei Schäden mit geringen Kosten ist es oft sinnvoller die selbst zu übernehmen weil man dann in der Versicherung nicht hochgestuft wird das kann der Versicherungsvertretter ausrechnen bzw es gibt dafür auch irgendwo Onlinerechner. Wenn der Schaden 1000€ ist und man deswegen 2 Klassen hochgestuft wird und dann damit über die nächsten 10 Jahre 3000€ mehr Versicherungskosten hat dann ist die Rechnung relativ einfach wenn man die Summe eh verfügbar hat.

Der Schaden an deinem Fahrzeug ist eigentlich dein Problem dein Versicherungsvertretter wird dir vermutlich eine lokale Schadenstelle der Versicherungen benennen oder du kannst zu einer Fachwerkstatt und dort einen Kostenvoranschlag einholen. Ein freier Gutachter macht kein Sinn.

Günstige Fachwerkstätten kennen die Taxifahrer bzw es gibt grosse Taxibetriebe die auch normale Kunden bedienen (Wartung, Reperatur, kleine Unfallschäden werden dort über Nacht gemacht)

Vermutlich wird deine Türhaut eigedrückt sin solange die Scharniersäule nix abbekommen hat kann man einfach die Türe erneuern bzw wenn man Glück kat denn Blechschaden rückformen. Wenn die Scharniersäule und/oder die Schliessäule was abbekommen hat wird es aufwendiger speziel die Scharniersäule ist schwer rückformbar und wird dann in Teilersatz erneuert wofür man dann viel ab/aufgarnieren muss und auch den Lackaufbau und Konservierung anstehen.

Wenn du es eilig hast dann wird die Reperatur meist teuerer weil man wenn man etwas Zeit hat evtl. eine gebrauchte Tür in der selben Farbe findet, ist oft günstiger als die Rückformung. Lackiert werden muss meistens auch die Gebrauchttüre aber wenn aussd er Tür sonst kein Lack ansteht kann man ein auspolieren vesuchen. Gebrauchtüren werden beim Lagern und Transport aber gerne vermackt oder bekommen Lackabplatzer an den Kanten. Das kann man rückformen und per Lackstift ausbessern und passt dann oft zu dem Restzustand vom Auto aber ie meisten Flaschnr wollen am Ende eine saubere Arbeit abliefern weil man mit den Superbilligreperaturen sich sonst den Ruf versaut und vor allem oft einen Kundenkreis reinschaufelt denn man besser nicht am Hals hat.

Bei Unfallschäden gibt es die Konkurenz zwischen den Autohäusern und den unabhängigen Karosseriebauern. Tendenziel ist der Karosseriebauer im Vorteil weil er die Materie vollständig beherrscht während Autohäuser meist nur Schrauben können und für die gelegntlichen komplexeren Unfallschäden externe Flaschner reinholen oder denn Auftrag als zu einem Karosseriebauer als SUB geben.

Nur grosse Autohäuser haben Flaschner im Haus weil sich dass dann eher rechnet. Erkennbar ist das daran ob die Firma selbst im Haus lackiert.

Blech und Lack Arbeitsbereiche sind mindestens so gross wie eine normale Werkstatt also nochmal um 80 qm aufwärts von der Werkstatt getrennt.

Also wenn du zu einem kleinen Alfa Händler fährst dann gibt der mit grosser Wahrscheinlichkeit den Auftrag an einen lokalen Flaschner weiter und liefert die Neuteile zum Einbau mit.

Der selbe Flaschner macht dir das ohne den Aufschlag fürs Autohaus günstiger und kann beurteilen ob er den Blechschaden durch Rückformen günstiger beseitigt als durch Neuteile.

Auch haben Flaschner ein Netzwerk für Gebrauchtteile das auch viele Autohäuser nutzen könnten aber nicht gerne machen.

Das Stichwort heisst Zeitwertgerechte Instandsetzung und selbst bei Daimler werden Autos jenseits der Garantiezeit mit Recyclingteilen instandgesetzt (Es gibt aber ein paar Modele wo gute Gebrauchteile wegen Rost rar sind dort sind sogar Neuteile Mangelware)

Versicherungen haben gerne Gutachten von beiden Autos zum statistischen Datenabgleich und wenn man eine entsprechende Basis hat fallen die überteuerten Schadenensregulierungen eher auf.

Zudem kann man damit die Versicherungsbetrüger per Datenabgleich einkreisen.

Mit dem Gutachten kann man abschätzen ob lokale Werkstätten vergleichbare Preise aufrufen. Schadensgutachten der Versicherungsseite sind aber oft "schlecht" kalkuliert oft wird was vergessen wie Kleinteile oder Rüstzeiten oder man hat eine "falsche" Preisliste und dann ist es ohne Mwst.

Lustigerweise nutzen die Versicherung die selbe Software wie unabhängige Gutachter oder grosse Instandsetzungsbetriebe.

Also nicht zwingend davon ausgehen das der Schaden am Ende zu den Kalkulationen der Versicherung abgearbeitet werden kann führer waren die meist ca 10-15% unter den realen Kosten und die Versicherungen kalkulieren immer nach den billigsten Stundensätzen die irgend ein Flaschner im Landkreis anbietet also ob man in Berlin die selben Mietkosten hat wie in Mek Vorpommern.

Die meisten Versicherungen haben inzwischen aber "Partnerbertriebe" die zu den kalkulierten Kosten arbeiten. Meist wird das Auto per Hänger abgeholt und ein paar Tage später abgeliefert.

Ein teil der "Partnerbetriebe" wird über Onlineauftragsversteigerungen gefunden ein anderer Teil ist in Orten mit kostengünstigen Strukruren meist in Grenznähe oder noch innerhalb der EG.

Bei einer Grosspedition kostet Autoverfrachten ca 20€ fürs Aufladen und Papierkrieg und jede 100km ca 5€. Das heisst wenn die Versicherung 1000€ günstiger arbeiten lassen kann dann rechnen sich die Frachtkosten für 1000km hin und zurück immer noch.

Grüsse

Grüsse

IXXI, bist Du Anwalt??? Wenn ja, dann ein schlechter!! :D :D

 

Den gegnerischen Schaden bezahlt die Haftpflicht, nicht die Kasko!

Es ist lt. Versicherungsbedingungen verboten!!!!, eine Schuld anzuerkennen! Das führt u.U zum Verlust des Versicherungsschutzes.

Da der TE keine (Teil-) Kasko hat, zahlt er seinen Schaden selber.

Kopfschüttelnd

Hallo,

eine schöne und umfassende Zusammenstellung zur Thematik rund um Unfälle, aber:

"die Kasko übernimmt den Schaden am Taxi"

Das wäre der Fall, wenn ihm das Taxi gehört und er den Schaden verursacht hätte. Für Fremdschäden ist aber die Haftpflichtversicherung zuständig.

Den Schaden an seinem Fahrzeug wiederum hätte er von der (seiner) Versicherung nur regulieren lassen können, wenn er Vollkasko ("Fahrzeugvollversicherung") in seiner Police eingeschlossen hätte - laut eigener Aussage keine Teilkasko, also auch keine Vollkasko (welchze wiederum Teilkasko einschließt).

Die Kasko springt im Fall der Fälle auch bei Schäden mit Unfallflucht des Unfallverursachers / Unfallgegners ein.

Gruß Reinhard

Hallo

nein ich bin kein Anwalt, ich bin von der Fraktion die das Blech wieder richten darf und sich nachher mit den Versicherungen rumärgert weil diese dass nach eigenem Gutdünken abrechnen wollen.

Das mit der Kasko ist natürlich falsch da war der Kopf nicht bei der Sache und auch wieder in dem Fall richtig.

Bei Taxis oder anderen Produktivgeräten werden meist die Reperaturen in Vorkasse des Unternehmens oder der Firmenkasko durchgezogen. Als Taxi Unternehmer kann man sich wegen Bagatellschäden nicht leisten das man 2-3 Tage darauf wartet bis die Haftpflicht des Unfallgegeners reagiert bis dahin ist das Taxi meist wieder auf der Strasse und lässt den Rubel rollen.

Und im realen Unfallalltag hat man oft einen Typen am Hals der einem alles mögliche reinzuschieben versucht normalerweise ruft man dann die Polizei zur Klärung der Sachlage aber die Realität sieht anderst aus und bei Bagatellschäden ist die Polizei nicht direkt zuständig kommt erst bei Personenschäden.

Also am besten ruft man seinen Anwalt an und macht vor Ort keine Angaben zur Sache bis der Anwalt da ist, der hat dann vermutlich schon die Polizei im Schlepptau.

Grüsse

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