Kleine Basteleien

Hallo MT!

Ich hatte mir schon mal überlegt, einen Fred über Motorradtechnik aufzumachen,
in dem jeder das beschreibt, was er am und um das Mopped so schraubt.
Ein paar Bilder wären nett, "vorher-nachher" oder so. Im Winter steht das Möpp ja meist,
da bereitet man es auf die kommende Saison vor.

Nur bitte folgendes sagen, wenn es um ein spezielles Motorrad geht:
Marke, Typ, Typenbezeichnung, Baujahr.

Selbst Ölwechsel oder Lufi ausklopfen welcome!

Viel Spass!

Beste Antwort im Thema

Tschö.

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Abzüglich der Grundi, Uffz und ATN 7 Lehrgängen..........ca. 3 Jahre beim LTG 61
Leider hat die Lw jetzt keine Hueys mehr was sehr "verheerend" ist 😉

8 Jahre bei der 2/302 in Niederstetten, incl. 1993 Somalia.
Bist noch dort, Zombie?

Zitat:

@Jim.Vier schrieb am 19. Juni 2016 um 23:39:43 Uhr:


Spezialwerkzeug ;-)

Was ist das? Eine Kombizange mit Einstellschraube?
Werden damit Hubschrauberturbinen "feineingestellt"?

Drahtsicherungszange. Damit werden die Sicherungsdrähte ( wie auf Calles Bild) verzwirbelt

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Nannte man bei uns Rödelzange. Zombie kennt die ganz sicher.
Wenn man der Rändel zieht, dann dreht sich die Zange mit den geklemmten Drähten um die Längsachse.

Drahtwirbel- oder Rödelzange.

Kenne ich auch. Bin ungedient.

Zitat:

@Jim.Vier schrieb am 20. Juni 2016 um 06:55:44 Uhr:


8 Jahre bei der 2/302 in Niederstetten, incl. 1993 Somalia.
Bist noch dort, Zombie?

Ne, war 1997 bis 2001 drin inkl. Millennium Force.
Und nachdem der Flyout war, bin ich e froh nicht mehr dabei zu sein. Nur noch unsere beiden SAR Maschine werden von der 2. Fliegende geflogen, Maschinen gehören dem Heer............somit gibts keinen Gamsbock mehr auf der Huey 🙁

So. Die GSX600F - Vergaser von Jayem sind heute vormittag gekommen, es war ein schöner sonniger Tag, um draußen was zu machen, also bin ich gleich dran gegangen. Mittlerweile sind sie fertig und schon im Paketbriefkasten beim Frachtpostzentrum.

Erst einmal war eine Reinigung im Teilewasher notwendig, beim Zerlegen stellte ich kräftige Verschmutzung im Bereich der Unterdruckmembranen fest.

Dass da schon jemand dran geschraubt hat, verraten die Inbusschrauben der Schwimmerkammern und der vergnaddelte Schlitz der Leerlaufdüsen. Deshalb: Immer einen genau passenden Schraubendreher verwenden. Zum Glück waren die nicht allzu fest.

Erstaunt hat mich die große Bedüsung, HD 137,5 auf Zylinder 1 und 4, 135 auf 2 und 3. Normalerweise werden die inneren Zylinder zur Innenkühlung größer bedüst, nicht die äußeren, zudem sind so große Düsen für eine 600er merkwürdig. Das 98er Modell hat 110/112,5.

Aber Jayem hat nachgeschaut: Es hat seine Richtigkeit.

Düsen, Düsenstöcke und Nadelventile sehen aus wie neu, auch die O-Ringe der Ventilsitze, Leerlaufdüsen waren nur 2 frei. Hier kam die 0,3er Reibahle zum Einsatz. Das Vergasergehäuse gab dann doch noch reichlich Schmutz aus seinen Innereien ans Ultraschallmedium ab, das war hinterher rabenschwarz.

Schwimmerkammerdichtungen sind noch gut, Ventilnadeln aus Metall, Nadelventilsitze habe ich poliert.
Die Bedienungswelle für den Leerlaufanschlag ist eine ineressante Eigenkonstruktion, erst habe ich die Feder vermisst, nachher wusste ich, weshalb die fehlt, mit Feder würde diese Schlauchkonstruktion nicht funktionieren.

Eigentlich wollte ich am frühen Nachmittag fertig sein, aber das Fräulein Tochter kam mit ihrem Mercedes - Cabrio dazwischen, "Papa kannst Du mal gucken ?"

Nachdem Papa "geguckt" hatte, den innen komplett nassen Scheinwerfer zerlegt, getrocknet und neu abgedichtet, die Haubenverriegelung wieder gangbar gemacht und eine abgebrochene Halterung in der Mittelkonsole geflickt hat, war es halb sechs und Zeit die Vergaser zusammen zu bauen.

Bleibt nun zu hoffen, dass die kleine GSX jetzt schnurrt wie ein Kätzchen.

Der sieht ja aus, als ob den jemand mitlackiert hatte oder war das einfach nur Dreck aussen?

Die Leerlaufeinstellschraubenkonstruktion habe ich mal mit Schwiegervatter gebastelt. Er hat sich geweigert, das Originalteil zu kaufen.
Die sieht original aber auch nicht viel anders aus. Ist nur ein steifer Schlauch. Der war aber durchgegammelt. Eine Feder habe ich da aber auch nicht gesehen.
Es gab zwischendurch auch eine vielversprechende Konstruktion aus einem alten Bowdenzug. Hat aber nicht an der Schraube gehalten.

Dass da vorher schonmal jemand an dem Vergaser dran war, kann ich mir gut vorstellen. Das Mopped hatte einige Vorbesitzer.
Die war auch mal auf 25kW gedrosselt.
Vielleicht war der Entdrosseler der Übeltäter.

Wenn die Leerlaufdüsen zu waren, ist auch klar, warum die im Leerlauf gelaufen ist, wie ein Sack Muscheln. Mindestens ein Zylinder ist erst mitgelaufen, wenn man Gas gegeben hat.

Zitat:

@moppedsammler schrieb am 20. Juni 2016 um 18:53:26 Uhr:


So. Die GSX600F - Vergaser von Jayem sind heute vormittag gekommen, es war ein schöner sonniger Tag, um draußen was zu machen, also bin ich gleich dran gegangen. Mittlerweile sind sie fertig und schon im Paketbriefkasten beim Frachtpostzentrum.

Erst einmal war eine Reinigung im Teilewasher notwendig, beim Zerlegen stellte ich kräftige Verschmutzung im Bereich der Unterdruckmembranen fest.

Dass da schon jemand dran geschraubt hat, verraten die Inbusschrauben der Schwimmerkammern und der vergnaddelte Schlitz der Leerlaufdüsen. Deshalb: Immer einen genau passenden Schraubendreher verwenden. Zum Glück waren die nicht allzu fest.

Erstaunt hat mich die große Bedüsung, HD 137,5 auf Zylinder 1 und 4, 135 auf 2 und 3. Normalerweise werden die inneren Zylinder zur Innenkühlung größer bedüst, nicht die äußeren, zudem sind so große Düsen für eine 600er merkwürdig. Das 98er Modell hat 110/112,5.

Aber Jayem hat nachgeschaut: Es hat seine Richtigkeit.

Düsen, Düsenstöcke und Nadelventile sehen aus wie neu, auch die O-Ringe der Ventilsitze, Leerlaufdüsen waren nur 2 frei. Hier kam die 0,3er Reibahle zum Einsatz. Das Vergasergehäuse gab dann doch noch reichlich Schmutz aus seinen Innereien ans Ultraschallmedium ab, das war hinterher rabenschwarz.

Schwimmerkammerdichtungen sind noch gut, Ventilnadeln aus Metall, Nadelventilsitze habe ich poliert.
Die Bedienungswelle für den Leerlaufanschlag ist eine ineressante Eigenkonstruktion, erst habe ich die Feder vermisst, nachher wusste ich, weshalb die fehlt, mit Feder würde diese Schlauchkonstruktion nicht funktionieren.

Eigentlich wollte ich am frühen Nachmittag fertig sein, aber das Fräulein Tochter kam mit ihrem Mercedes - Cabrio dazwischen, "Papa kannst Du mal gucken ?"

Nachdem Papa "geguckt" hatte, den innen komplett nassen Scheinwerfer zerlegt, getrocknet und neu abgedichtet, die Haubenverriegelung wieder gangbar gemacht und eine abgebrochene Halterung in der Mittelkonsole geflickt hat, war es halb sechs und Zeit die Vergaser zusammen zu bauen.

Bleibt nun zu hoffen, dass die kleine GSX jetzt schnurrt wie ein Kätzchen.

Top, das das alles so schnell klappte.
Ich bin gespannt wie sie läuft, wenn alles wieder zusammen gebaut ist.
Vorher werde ich aber Öl, ölfilter, bremsflüssigkeit und Zündkerzen wechseln.
Sollte ich die Stecker dann auch mal wechseln? Der eine sah jetzt nicht so gut aus, fand ich. Was denkt ihr?

Ich denke aber das sie am Ende schön fahren wird.

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Die Kerzen werden vor allem so bescheiden aussehen, weil der Vergaser total vermoddert war. Vielleicht reicht eine ausgiebige Behandlung mit der Drahtbürste. Viele Kilometer dürften die eigentlich nicht gesehen haben...

Die Kerzenstecker kannste mit nem Multimeter durchmessen. Einfach den Wiederstand zwischen dem Ende, wo das Kabel drauf kommt und dem Pinnökel, der auf die Kerze gesteckt wird, messen.
Sollte bei allen Steckern gleich und 5 oder 10kOhm sein. Weiß gerade nicht, was an der Suzi original ist.
Wenn das passt, sauber machen und wieder einbauen. Die Kabel würde ich ein Stück kürzen, wenn das noch passt. Die scheinen mal nass geworden zu sein und sind korrodiert.

Ich nehme die Stecker mal mit und Messe es dann durch.

Zitat:

@Jim.Vier schrieb am 20. Juni 2016 um 19:09:46 Uhr:


Der sieht ja aus, als ob den jemand mitlackiert hatte oder war das einfach nur Dreck aussen?

Der sieht aus, wie ein gründlich vor- und mit Ultraschall nachgereinigter Vergaser. Das muss so sein 😁

Es blieb noch ein wenig Zeit, an der Transalp weiter zu arbeiten.

Zwar gibts darüber ein eigenes Blog, aber ich hatte versprochen, ein paar Bilder von der Aufpolsterung einer TA Sitzbank für große Leute zu zeigen. Die Sitzbank der Transalp ist als Folterinstrument berüchtigt.

Ausgangslage: gebrauchte Originalsitzbank, der das Fell abgezogen, 2 cm Verbundschaumstoff RG 120, angepasst, 10 mm Kaschierschaumstoff, 0,8 kg Spezialkleber, 1 Sitzbankbezug Stoff-Style.

Bei der Transalp steht nun nicht die Schönheit im Vordergrund, sondern Funktionalität und Bequemlichkeit für lange Touren auch offroad.

Ich zeige hier nur erste Bilder, die Beschreibung mache ich dann im Blog.

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