Kein Kauf möglich, trotz Kaufoption? Audi Leasing

Moin,

ich lease einen Audi, der kurz vor der Rückgabe steht. Ich habe im Leasingvertrag eine Kaufoption zugesichert. Diese wollte ich nun wählen, allerdings meinte der Händler, da die Gebrauchtwagenpreise so hoch seien, die Audi-Leasing ihm Geld nachbelaste, falls ich den Wagen kaufen würde. Das mache er nicht mit, daher sei die Kaufoption nicht möglich.

Zuvor sagte er noch, dass ich keine Kaufoption hätte. Erst nachdem ich ihm daraufhin den Auszug aus meinem Leasingvertrag gesendet hatte, kam o. g. Aussage.

Ich glaube, mein Schwein pfeift. Hat jemand so etwas schon mal gehört/erlebt?

49 Antworten

Mein letzter A4 von 09/2018 bis 08/2021 mit einem BLP von 69.400 hat mich genau 500 Euro im Monat an Leasingrate gekostet. Abgegeben mit 77500km und einen Tag später war er verkauft für 28.500 Euro. Wenn ich das so umrechne bin ich mir nicht sicher ob das eine Cash Cow für den Hersteller war..

Ich zahle 479 Euro brutto bei 20k km/a und 36 Monaten. Angezahlt habe ich nur die Bafa-Prämie von 2500 Euro, die ich erstattet bekommen habe. Der Wagen hat für 10.000 Euro Sonderausstattung.

Hier steht schon wieder soviel Quatsch.

Du hast eine Kaufoption. D.h. der Händler muss Dir einen Preis nennen, für den Du das Fahrzeug kaufen kannst (aber nicht musst). Wenn Du es selbst zu einem überzogenen Preis nimmst, kann der Händler das nicht verwehren.

Zitat:

@hydrou schrieb am 27. Januar 2023 um 14:28:12 Uhr:



Zitat:

@tetekupe schrieb am 27. Januar 2023 um 14:24:16 Uhr:


Da steht ja auch deutlich drin, dass der Kaufpreis „auf Wunsch“ mitgeteilt wird. Das heißt, die legen ihn fest, angepasst an die jeweils herrschende Marktsituation und das ist ja auch aus kaufmännischer Sicht nicht zu beanstanden. Die wollen Geld verdienen und keine Geschenke verteilen.

Korrekt. Der Händler kann und wird das Fahrzeug zum marktüblichen Preis anbieten, welcher i.d.R. aktuell weit über dem ursprünglich kalkulierten Restwert liegen und daher uninteressant sein dürfte. Außer man möchte unbedingt sein liebgewonnes Auto behalten.

Zitat:

@hydrou schrieb am 27. Januar 2023 um 14:28:12 Uhr:



Zitat:

@IDFahrer schrieb am 27. Januar 2023 um 14:26:26 Uhr:


Danke für den Link. Er teilte mir halt mit, dass die Leasinggesellschaft den Preis festlegt und er dadurch im Nachteil wäre. Wie auch immer: Selbst wenn der Preis sehr hoch wäre, habe ich theoretisch den rechtlichen Anspruch das Auto kaufen zu können, oder kann er mir es verweigern?

Er kann es dir auch verweigern. Und selbst wenn er es müsste, was bringt es dir, wenn er ihn zu 30% über Marktpreis anbietet? Daher heißt es auch Option, weil weder der Händler anbieten muss noch du kaufen musst.

Unfug. Bei einer Option gibt es einen Stillhalter (Audi Leasing oder der Händler) und einen Inhaber. „Kann“ gilt nur für den Inhaber. Sonst könnten wir den weltweiten Optionshandel sofort beenden.

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Zitat:

@hydrou schrieb am 27. Januar 2023 um 20:03:19 Uhr:



Zitat:

@IDFahrer schrieb am 27. Januar 2023 um 20:02:21 Uhr:


Der Thementitel beinhaltet meine Hauptfragestellung.

Die Frage ist doch abschließend beantwortet: Nein, nicht verpflichtend und wenn dann zum Wunschpreis des Händlers.

Doch, natürlich verpflichtend! In dem Fall aber zum Preis der Leasing oder des Händlers.

Dankeschön!

Zitat:

@GTDennis schrieb am 28. Januar 2023 um 10:13:55 Uhr:


Mein letzter A4 von 09/2018 bis 08/2021 mit einem BLP von 69.400 hat mich genau 500 Euro im Monat an Leasingrate gekostet. Abgegeben mit 77500km und einen Tag später war er verkauft für 28.500 Euro. Wenn ich das so umrechne bin ich mir nicht sicher ob das eine Cash Cow für den Hersteller war..

Wen interessiert denn der BLP? Die können auch 1 Mio. ins Verkaufsprospekt bzw. bei der Konfiguration schreiben. Was am Ende zählt ist, was für dieses Produkt effektiv bezahlt wurde.

Wenn du deine Zahlen zusammenrechnest, hat Audi allein mit deinem A4 in 36 Monaten 46.500 Euro umgesetzt (Leasingraten + Verkauf), plus Service, Teile, Öl etc.

Das hat sich in jedem Fall für Audi gelohnt. Für 69.400 Euro hätten sich eher die wenigsten so ein Auto per Barkauf oder braver Finanzierung in die Garage gestellt. Leasing hat den Absatz ermöglicht und für Audi in 36 Monaten 1.291,66 Euro monatlich brutto eingebracht. Mit einem A4.... 😉

Rechne es dir ruhig schön. Klar kauft keiner zum BLP also nehmen wir an Spezialisten wie du bekommen 20% Rabatt....fehlen immer noch knapp 10tsd zu deinen errechneten 46500. Also na klar verdienen die daran aber das ist dann wohl win/win, weil für 18tsd Wertverlust in 3 Jahren bei 77500km fallen mir nicht viele Autos ein bei denen man das erreicht wenn wir uns in der Preisregion bewegen

Es ist eher so, dass du es dir „schlecht“ rechnest, weil du den real erzielten Gesamt-Verkaufspreis in Beziehung zu einem „fiktiven“ BLP setzt und meinst, dass es aus diesem Grunde keine „CashCow“ gewesen sein könne.

Wenn du z.B. 80.000 BLP für deinen A4 ansetzt, wird das Geschäft für Audi ja auch nicht schlechter, bzw. der Umsatz deshalb nicht weniger.

Die Berechnungsgrundlage für den ökonomischen Erfolg ist nicht der Vergleich zu einem fiktiven BLP, den Audi in irgendein Papier reinschreibt, sondern der erzielte Umsatz (bzw. der Gewinn nach Abzug aller Kosten) mit einem Produkt.

Und der ist bei deinem A4 recht hoch, egal wieviel der theoretische BLP mal ursprünglich war. Zu glauben, dass Audi kein gutes Geschäft gemacht habe, weil in Summe der BLP nicht erreicht wurde, ist eben ein Irrtum.

So ein A4 kostet den Hersteller ca 24.000 Produktionskosten, da sieht die Rechnung dann ganz anders aus.

Zitat:

@kasawumbu schrieb am 28. Jan. 2023 um 14:12:02 Uhr:


So ein A4 kostet den Hersteller ca 24.000 Produktionskosten, da sieht die Rechnung dann ganz anders aus.

Das wäre für den Hersteller natürlich super.

Ist aber absolut daneben.

Der Gewinn / Fahrzeug liegt bei 0-20%.
Wobei letzteres nur sehr wenige Hersteller schaffen, bspw. Porsche

Je mehr Zusatzausstattung, je mehr Gewinn. Klar soweit.

Bei vielen Modellen machen die Hersteller auch Verluste. D.h. für jedes verkaufte/verleaste Fahrzeug muss draufgezahlt werden!
Je einfacher das Fahrzeug, desto mehr kostet es das Unternehmen.

24.000€ Produktionskosten könntenpassen. Natürlich kommen Vertrieb, Werbung und Entwicklung drauf.

Zitat:

@tetekupe schrieb am 28. Januar 2023 um 13:27:55 Uhr:


Es ist eher so, dass du es dir „schlecht“ rechnest, weil du den real erzielten Gesamt-Verkaufspreis in Beziehung zu einem „fiktiven“ BLP setzt und meinst, dass es aus diesem Grunde keine „CashCow“ gewesen sein könne.

Wenn du z.B. 80.000 BLP für deinen A4 ansetzt, wird das Geschäft für Audi ja auch nicht schlechter, bzw. der Umsatz deshalb nicht weniger.

Die Berechnungsgrundlage für den ökonomischen Erfolg ist nicht der Vergleich zu einem fiktiven BLP, den Audi in irgendein Papier reinschreibt, sondern der erzielte Umsatz (bzw. der Gewinn nach Abzug aller Kosten) mit einem Produkt.

Und der ist bei deinem A4 recht hoch, egal wieviel der theoretische BLP mal ursprünglich war. Zu glauben, dass Audi kein gutes Geschäft gemacht habe, weil in Summe der BLP nicht erreicht wurde, ist eben ein Irrtum.

Also deine ursprüngliche Aussage war ja das Leasing eine Cash cow für den Hersteller ist.
Der BLP steht nun mal und es werden A4 verkauft. Nehmen wir an ich lease nicht und nehme dich als wirtschaftlichen Spezi mit dann bekomme ich bestimmt 30% Rabatt. Dann bekommt Audi also 49000 Euro....und hat immer noch mehr als deine oben berechneten 46000 tsd bekommen
In welchem Bezug stehen jetzt also deine kryptischen Annahmen, dass Leasing gegenüber Barkauf eine Cash cow ist?

Die Rechnung mit den 49k > 46k stimmt so aber auch nur, wenn der, der nicht least, stattdessen das selbe Auto mit dem selben Stickerpreis kauft. Wie oft wird das der Fall sein? Oder anders: lieber 1000 A6 für je 49k verkaufen oder 5000 A6 für je 46k verleasen...?

@GTDennis In deinem theoretischen Beispiel würde Audi mit dem Verkauf natürlich 3.000 Euro mehr verdienen im Vergleich zum Leasing. Das wäre aber immer der Fall, wenn das Auto für einen höheren Gesamtpreis verkauft wird, als die Leasingraten und der Verkauf zusammen ergeben würden und rechnerisch keine große Überraschung 🙂

Die Realität sieht aber so aus, dass die Fahrzeuge überwiegend über Leasing in den Markt gedrückt werden (nicht nur bei Audi), und zwar an gewerbliche Kunden bzw. Großkunden. Die BLP sind auch für diesen Vertriebskanal kalkuliert.

Wenn da mal ein Privatkäufer samt „Spezi“ auftaucht ist das natürlich auch nice, aber nur mit Privatverkäufen verdient der Hersteller eben kein Geld. Deshalb Leasing = CashCow, die Konditionen dort bestimmen maßgeblich über die Verkaufszahlen.

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