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Kaufberatung: Anfänger sucht Maschine für größere Touren

Themenstarteram 21. August 2014 um 21:43

Hallo zusammen,

vor einigen Wochen habe ich meinen A2 Führerschein fertig gemacht und bin nun auf der Suche nach einer geeigneten Maschine. Da ich mich selbst nicht besonders gut auskenne, frage ich mal in die Runde und hoffe dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Budget liegt so bei 2.500 - 3.000 Euro, Fahrzeug sollte so maximal 30.000-35.000 km drauf haben.

Das Motorrad sollte auf jeden Fall reisetauglich sein, besonders gefallen mir Straßenenduros wie z.B. die F650 Dakar oder allgemein die F650. Triumph Tiger 800 würde mir z.B. auch zusagen. Wie ist das denn mit der Sitzhöhe beispielsweise bei der Dakar, ich bin 1,78 m groß, reicht das um noch gut runterzukommen oder sollte ich dann eher die Finger davon lassen? Bin leider noch keine Probegesessen, daher kann ich es überhaupt nicht einschätzen. Was mir auch noch sehr gut gefällt, sind Moto Guzzis (v.a. die V7 Classic und die anderen V7 Modelle), allerdings sind die ja Schweineteuer was ich so gesehen habe. Genauso die Kawasaki W800, sind ja relativ teuer die Dinger und liegt leider nicht im Budget. Die Yamaha MT-03 würde mir beispielsweise auch zusagen.

Das sind ja jetzt alles ganz unterschiedliche Motorräder.. Zu welcher Art von Motorrad bzw. Marke/Modell würdet ihr mir denn als Anfänger am ehesten raten? Bzw. gibt es noch andere Vorschläge?

Und welche ist am tauglichsten für längere Reisen? (möchte vor allem längere Alpentouren damit machen)

Was ich nicht vergessen darf ist, dass ich ja nur die 48 PS erstmal fahren darf.. Es eignet sich ja mit Sicherheit nicht jedes Motorrad zum drosseln oder? Bis wieviel ccm macht es denn Sinn, auf 48 PS zu drosseln? Ich denk mir so ne 1200 GS auf 48 PS zu drosseln (sofern das möglich ist) passt doch nicht wirklich zusammen oder?

Wichtig ist mir halt, dass ich ein qualitativ gutes Motorrad kaufe, das für meine Zwecke perfekt ist.

Vielen Dank schon mal.

VG Anton

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16 Antworten
am 21. August 2014 um 21:47

Setz Dich erstmal drauf. Nicht daß die Sanis dich nach ner langen Tour aus dem Sattel heben müssen.

So ne 650er GS ist ja schon keine schlechte Idee, das hätte ich auch vorgeschlagen, und da ist drosseln auch völlig ok weil da nicht viel fehlt am Ende.

Setz dich drauf und fahr damit, ist immer noch die beste Lösung.

Yamaha TDM 850/900

Zitat:

Original geschrieben von Peperonitoni

 

Setz dich drauf und fahr damit, ist immer noch die beste Lösung.

Echt Cool,

da ja auch soviel gedrosselte durch die Gegend fahren und zum Verkauf stehen. Da hat wohl einer nicht richtig nachgedacht, Pappe ist nur A2

Gruß

Frank

Wie wär's mit Honda?

Könnte allerdings mit dem Geld knapp werden:

NC700X

CB500X

Ansonsten V-Strom 650

Hallo,

glückwunsch zum Führerschein.

Hier mal eine Liste von Alpha-Technik mit den Mopeds die man auf 35 kW drosseln kann. Klick.

Wie Du und auch Peperonitoni schon geschrieben haben, ist eine F 650 GS oder eine (Ur-) F 650 keine schlechte Idee. Diese beiden würde ich mir anschauen. Sonst geb mal deine Daten in mobile ein. Dann findet sich eine Auswahl, nicht nur Straßenenduros. Zum Beispiel: Honda CBF 600 S(A) mit Vergaser (schwarzer Motor, bis BJ: 2008)

Mach dir von der Sitzhöhe mal keine Gedanken. Ich selber bin auch 178 cm groß und habe die höchste Sitzbank an meiner F800R = 82,5 cm. Komme mit beiden Füßen auf den Boden und habe somit einen sicheren Stand. Und die Sitzbank ist durch die "Mehr-/Aufpolsterung" auch bei langen Strecken kein Problem. Erst gestern waren es knapp 6 Stunden mit nur zwei ganz kurzen Pausen. Völlig problemlos.

Zitat:

Original geschrieben von bolzano07

Ich denk mir so ne 1200 GS auf 48 PS zu drosseln (sofern das möglich ist) passt doch nicht wirklich zusammen oder?

Wenn Du irgendwo eine 1200er GS für 2500-3000 Euro siehst - fahrfähig, egal ob gedrosselt oder nicht - bring' mir eine mit ;).

Ansonsten gibt es auch genug tourentaugliche Enduros, die Du gar nicht drosseln brauchst. Eine Suzuki XF650 Freewind z.B. hat ohnehin "nur" 48 PS, da erübrigt sich die Drosselei. Den Motor gibt es auch mit der DR 650 drumherum, dort könnte die Sitzhöhe aber grenzwertig werden. Die alte Yamaha XTZ 660 Ténéré hat auch 48 PS, aber eine ähnliche Sitzhöhe wie die DR 650 - lässt sich evtl. noch abpolstern wenn's zu hoch ist. Für längere Fahrten wäre eine neue Polsterung der Sitzbank eh keine schlechte Idee, nach 15 oder mehr Jahren sitzt man auf dem originalen Plastiksack nicht mehr so besonders.

Kawasaki KLE 500 passt leistungsmäßig auch noch genau, sieht allerdings nur nach Enduro aus, ist keine - eher die höhergelegte Version der GPZ500, der Motor fährt sich deutlich anders als die Eintöpfe, und die Federwege sind geringer. Für Hondas Transalp gibt es m.W. einen Drosselkit, um von 50 auf 48 PS 'runter zu kommen, wovon man beim Fahren dann wenig merken dürfte. Qualitativ sieht die Transalp in der Runde noch am Besten aus, generell richtet es sich aber danach, was die Vorbesitzer übrig gelassen haben, sind eben alles schon recht alte Motorräder.

Was Du in der Preisklasse dann auch nicht oder nur selten (F650 GS) hast, wäre das ABS. Und bei den alten Einzylindern gibt's keine Einspritzung, also muss anfangs mit Choke gefummelt werden. Stört mich bei meiner DR 800 etwas, die älteren Motorradfahrer wird's eher amüsieren.

In der Exotenecke gäbe es in der Sub-48-PS-Kategorie z.B. noch die Cagiva Canyon - aber alleine da noch 'nen Satz Kofferträger für zu bekommen dürfte eng werden.

Gruß

Derk

Themenstarteram 24. August 2014 um 18:03

Vielen Dank erstmal für die Antworten!

In der näheren Auswahl sind jetzt:

BMW F650 / F650 GS (Dakar lass ich mal außen vor, ist halt einfach vermutlich von der Sitzhöhe nix für mich, die würde mir halt v.a. optisch sehr zusagen, aber muss ja nicht sein, gibt ja noch andere schöne Bikes)

Suzuki XF 650 Freewind --> scheint mir ja Preismäßig das Günstigste zu sein

Kawasaki KLE 500 --> hab eine für 3.200,- gefunden, Bj. 05. mit 17.000 km.. Ohne Koffer oder Kofferhalter, von nem Händler, mit neuwertigen Reifen. Sieht echt nicht schlecht aus, aber is das zuviel?

Honda Transalp --> Sitzhöhe hab ich recherchiert ist mit 85cm die Höchste von den 4 Bikes

Meint ihr das is noch i.O. mit meinen 178cm??

 

So jetzt ist die Frage bei den genannten Motorrädern, wieviel man ausgeben muss, um eine gute/richtig gute zu bekommen, möglichst mit Kofferträgern und Koffern gleich dazu.

Angenommen es sind keine Koffer dabei, bekomme ich für diese Modelle noch Kofferträger/Koffer? Und wieviel sollte ich dafür ca. einplanen?

Die Freewind ist meistens am billigsten, stimmt. Liegt einerseits am etwas rauher zu Werk gehenden Motor, verglichen mit dem BMW-Einzylinder (und an dessen Verbrauch und Haltbarkeit kommen eh kaum andere Eintöpfe 'ran), andererseits am Namen, häufig aber auch an den Digitalinstrumenten, die in der Klasse nicht so angenommen wurden.

Zitat:

Original geschrieben von bolzano07

Angenommen es sind keine Koffer dabei, bekomme ich für diese Modelle noch Kofferträger/Koffer? Und wieviel sollte ich dafür ca. einplanen?

Zwei Seitenkoffer haben in meinem Fall 35 Euro für den gebrauchten Träger (Five Stars, Ebay) sowie 120 Euro für den Doppelpack 44-Liter-Koffer (neu, Louis, Moto Detail - sind aktuell wieder 10 Euro pro Stück teurer) gekostet. Viel günstiger wird's wohl nur, wenn man die Koffer auch gebraucht findet.

Die teuerste KLE bei mobile.de liegt bei 3500 Euro und hat knapp über 1000 km gelaufen, daher finde ich 3200,- jetzt noch nicht sonderlich preiswert...

Da ich mit 177cm problemlos eine TR650 fahre, würde ich die Dakar nicht per se ausschliessen. Vielleicht passt's ja doch.

Wichtig ist ferner die Sattelbreite, ergibt dann insgesamt das "Schrittbogenmaß".

Bei den (Soft-)Enduros ist natürlich die Bodenfreiheit hoch und mit den Fußrasten muß auch der Sitz hoch, sonst sitzt man wie ein Yogi.

Aber deren Sitz ist generell nicht auf Komfort optimiert.

U.a. darum: Touren (auf Asphalt) fahre ich mit dem Großroller. Auf Touren will den Blick schweifen lassen und bequem fahren. Mit dem Motorrad wäre ich (wenn's hoch kommt!) 10% schneller unterwegs als mit dem Großroller, aber ermüde 30% schneller.

Womöglich lehnst Du Roller aus prinzipiellen Gründen striktestens ab, auch wenn Du noch nie einen gefahren hast.

Aber nimm zumindest den Rat mit: Schmerzfreiheit (auch nach mehreren Tagen!) ist das A und O für eine genußvolle längere Tour. Und danach kommt Bequemlichkeit (Windschutz, Stauraum, einfaches fahren). Geschwindigkeit ist nur nice to have.

Für die Dakar gibt es von BMW eine niedrige Sitzbank. Mit 1,78m sollte das klappen.

Ich bin 3 Jahre eine 2005er Dakar gefahren. Ein tolles Motorrad sowohl auf als auch abseits der Strasse. Aber für die Langstrecke nur begrenzt geeignet. Einzylinder mögen konstruktiv hohe Dauerdrehzahlen nicht besonders und Fahrer von Einzylindern auch nicht. Vibriert halt auf die Dauer doch. Wenn Du aber unter 130 bleibst, gehts.

Transalp ist da fürs Touren besser geeignet. Dafür fährt die Dakar spassiger.

Da fehlt noch die Pegaso in der Auflistung.

Die gibt's mit Koffern und kleiner und hoher Scheibe für 1300 bis 1500 in gutem Zustand,

mit demselben Rotax Einzylinder wie die BMW.

Ansonsten kann ich mich Lew nur anschliessen: Trail für Touren --> Transalp!

Grösse passt sicher.

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER

mit demselben Rotax Einzylinder wie die BMW.

Naja - mit Einschränkung. Aprilia hat 'nen anderen Zylinderkopf draufgeschraubt (5 Ventile anstatt 4 bei der BMW), was aber außer einer Verbrauchssteigerung nicht wirklich viel gebracht hat. Die Pegaso ist auch durch die Tankplatzierung (Pegaso: Vor dem Sattel, F650: Darunter/dahinter) nicht ganz so handlich. Mit ABS gab es sie auch nie, bleibt objektiv gesehen als wesentliches Argument der Preis.

Aber stimmt schon, in die Auflistung sollte sie mit 'rein ;).

Was die Motorisierung generell angeht, kann Dir leider keiner die Probefahrt abnehmen... Einzylinder ist halt ein wenig der Turbodiesel unter den Motorradmotoren. Unter 3000 Umdrehungen geht nicht, über 6500 Umdrehungen kommt nichts mehr, alles Wesentliche spielt sich dazwischen ab - verbunden mit entsprechender Schaltarbeit. Der V2 der Transalp ist von den Drehzahlen her ähnlich übersetzt, kann aber gerade im niedrigen Drehzahlbereich besser gefahren werden. Und der Twin der KLE ist eher 'ne Drehorgel, kann zwar auch ohne akustische Beschwerden mit niedrigen Drehzahlen gefahren werden, aber unter ~4000 Touren kommt halt nichts. Probier's aus... :)

Zitat:

Original geschrieben von bolzano07

 

Kawasaki KLE 500 --> hab eine für 3.200,- gefunden, Bj. 05. mit 17.000 km.. Ohne Koffer oder Kofferhalter, von nem Händler, mit neuwertigen Reifen. Sieht echt nicht schlecht aus, aber is das zuviel?

Angenommen es sind keine Koffer dabei, bekomme ich für diese Modelle noch Kofferträger/Koffer? Und wieviel sollte ich dafür ca. einplanen?

Ahhh, Kawasaki KLE500, eins der wenigen Motorräder, mit denen ich _wirklich_ Erfahrungen sammeln konnte. :-)

Ich bin letztes Jahr mit einer KLE500 6000km durch Russland, Norwegen und Finnland gefahren ("Rechtsrum zum Nordkapp", wie Lewellyn ist passenderweise genannt hat). (Kleine Eigenwerbung für den Tourenbericht: http://www.aconcagua.de/index.php/karelien/ )

Ich kann die KLE mit einer Ausnahme (Verbrauch) für längere Touren uneingeschränkt empfehlen, anders als andere hatte ich mit dem angeblich unkomfortablen Sitz keinerlei Probleme. Meine hat auf der Tour bis auf ein zickenden Kupplungs-Signalschalter (oder wie der heißt, konnte einfach abgeklemmt werden) keine Probleme gemacht, sehr zuverlässiges Maschinchen. Vom Handling her ist sie durch das geringe Gewicht und den großen Lenkeinschlag sehr einfach (Stichwort Mountainbike) und dank des sehr drehfreudigen Motors auch spaßig zu fahren. Nur ist der halt (zumindest bei den älteren Modellen) recht durstig.

Für meine habe ich lumpige 1000 EUR bezahlt mit ebenso lumpigen 19.500km auf der Uhr, mein Reisekumpel hat für seine sogar nur 500 EUR bezahlt (39.000km runter), die war ebenso zuverlässig und hat sich sogar nach Versenken in einem Sumpf und 24 Verweildauer im Sumpf (Details siehe hier: http://www.aconcagua.de/index.php/karelien/nord-karelien/ ) mit etwas Mühe wieder zum Laufen überreden lassen.

Da das Ding doch ein relativer Exot ist und sie nicht sooo gefragt ist wie z.B. die Transalp, ist das Angebot an Gebrauchten auch recht gut. 3.200 EUR würde ich für die Mühle aber in keinem Fall ausgeben, egal wie neuwertig sie dasteht. Da würde ich persönlich mich nach einer Suzuki V-Strom 650 umsehen, die hat mich (trotz des gewöhnungsbedürftigen Aussehens) als Tourenmopped immer angesprochen.

(Für die KLE 500 hätte ich noch einen Kofferträger zu verkaufen, falls es die werden sollte)

Grüße

Christian

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