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Kaltstartverhalten bei E85/E95-Betrieb verbessern

Themenstarteram 10. August 2007 um 4:09

Hallo allerseits,

 

das Problem des sehr schlechten Kaltstartverhaltens bei E85 ist ja sattsam bekannt. Mit E95 springt die Karre dann selbst bei schönstem Sommerwetter gar nicht mehr an. Und wenn sie es dann endlich doch tut, hat man viel unverbrannten Sprit durch den Auspuff geblasen und das Motoröl weiter verdünnt.

 

Also, was tun ?

 

Eine Zweitanklösung mit einem kleinen Benzintank zum Starten und dem normalen Tank für den Exx-Sprit, zum Umschalten per Schalter am Armaturenbrett, wäre zwar praktisch, aber wohl auch recht teuer. Oder ? Was würde sowas wohl kosten ? Man bräuchte wohl nen Tank ( oder Kanister reicht evtl. auch ), eine Benzinpumpe, Schalter und Kabel. Und natürlich die Arbeitszeit.

 

Ich hab zwar von Motoren keine Ahnung, aber eine andere Möglichkeit müßte doch sein, vor dem Start manuell etwas Benzin direkt ins Saugrohr zu spritzen, so ähnlich wie Startpilot. Irgendwelche Ideen, wie man das Alltagstauglich gestalten könnte ? Vielleicht mit nem Ventil und ner Pumpflasche, so wie für Cremeseife ? Und wieviel Sprit müßte man dann reinspritzen, damit die Karre anspringt ?

 

Wäre ja Verschwendung, wenn man nur um des Startens willen ewig viel Benzin in den Tank mischt und dadurch dann evtl. bis auf E50 oder gar E30 runtergeht, wenn man doch nur ganz wenig Benzin zum Starten braucht, und zum Fahren dann gar keins mehr.

Wenn das Startproblem gelöst wäre, dann könnte man ja endlich Alkohol pur im Tank fahren ! 

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9 Antworten

ein wenig viele Konjunktive in deinem Text ;)

auch wenn du deine Ideen technisch realisiert hättest, so bekämst du niemals eine TÜV-Plakette dafür, da sei dir sicher.

Wo sollte der zusätzliche Tank denn hin? in den Motorraum vielleicht? :D

vergiss das Ganze einfach

Themenstarteram 10. August 2007 um 11:29

Mit dummen Sprüchen hatte ich ja gerechnet, aber nicht gerade von anderen E85-Fahrern.

 

Also bitte - gebt konstruktive Antworten und technisch fundierte Erklärungen - oder klickt Euch weiter. Keiner zwingt Euch, hier zu schreiben.

 

Der TÜV interessiert mich nicht. Notfalls wird die Anlage vor der Abnahme abgeklemmt und danach wieder angeschlossen - man muß ja nur alle zwei Jahre mal hin, da ist ne halbe Stunde Arbeit kein Problem. Man kann es aber garantiert auch so verbauen, daß das gar nicht auffällt. Also, vergiß den TÜV. Dito für die AU - die wird eben mit Super Plus gemacht, oder gleich mit Shell V-Power.

 

Für den zusätzlichen Tank gibt es ne Menge Möglichkeiten, das kannst Du Dir ja selber denken - zumal ja 10 Liter völlig ausreichen, das kriegt man überall unter. Auch ne Entlüftung kann man leicht installieren, alles kein Thema.

 

 

 

 

 

 

hm warum willst du unbedingt ne 2 tank lösung??

fahr doch e85 und er läuft auch soo rechne mal ca 1500 euro nur für deine 2 tanklösung das dauert etwas bis du es heraus gefahren hast

kannte das vom diesel mit pöl betrieb

fahre wie gesagt e 85 und der wagen läuft zwar nur bis ca 5 grad + danach muss ich benzin fahren weil er sonst das saufen anfängt

einemöglich keit wäre einene reseve rad mulden tank ala lpg zuverbauen

gruss Hannes

am 10. August 2007 um 15:26

Moinsen,

warum nicht einfach eine Standheizung? Dann ist der Motor schon warm, müßte somit williger anspringen und die Verschleißmomente des Kaltstarts hast Du auch nicht mehr. Wenn unbedingt Geld ausgegeben werden soll... :)

Grüße

Martin

Themenstarteram 10. August 2007 um 15:49

Standheizung wär natürlich nobel. In Verbindung mit einer Standheizung könnte man dann wohl auch ganz einfach eine Saugrohr-/Injektorheizung mitinstallieren.

 

Zieht die Standheizung ihren Sprit aus dem Haupttank ?

 

Wenn ja, funktioniert bzw. zündet die auch mit reinem Alkohol ?

Oder müßte man dann einen kleinen Zusatztank mit Benzin für die Heizung installieren ?

 

 

 

Hab gestern Abend auf Phönix eine sehr interessante Doku zu Biokraftstoffen, speziell Ethanol in Brasilien, gesehen. Unter anderem wurde dort ein VW Werk gezeigt wo die Modelle für Brasilien als FFV vom Band rollen. Die Europa Modelle dagegen als "nur" Benziner. Dort hat man genau gesehen wie VW das Problem mit dem Kaltstart gelöst hat. Mit einer Zweitanklösung! Und der Tank saß, genau, im Motorraum! War nicht größer als ein Behälter für Waschwasser der Scheibenwischer. Außerdem erkennt die Steuerung die VW dort verbaut automatisch die Exx Mischungsverhältnisse und passt die Motorsteuerung auf das erfasste Mischungsverhältnis an.

Sehr deutlich wurde außerdem mit dem Irrglauben aufgeräumt, die Brasilianer würden Urwald für den Zuckerrohranbau roden. Lohnt sich garnicht für die! Und wer denkt da laufen die Bauern mit Hacke und Sombrero übers Feld, der irrt. Die setzen Düngemittel und Pestizide satellitengestützt ein. Ertragskarten und permanente Satellitenaufnahmen liefern die Grundlage. Kein Zuckerrohranbau in der Amazonasregion oder dem Pantanal. Nicht rentabel. Zur Zeit kann Brasilien auf der neunfachen! Fläche der BRD Zuckerrohr anbauen, ohne neue Flächen erschließen zu müssen. Ethanol verlangt in der Veredlung vom Zuckerrohr zum fertigen Ethanol nur ein Achtel der Energie, die notwendig ist um aus Erdöl Benzin zu gewinnen. Und vier von fünf Neufahrzeugen in Brasilien sind für Ethanol gebaut. Dort wurden Leute an der Tanke interviewt, die uralte Autos seit Jahrzehnten mit Ethanol betanken. Ohne jedwede Umrüstung und die Autos laufen immer noch.

Einer der Projektleiter dort brachte es auf den Punkt: Wir haben vor mit dieser Technologie richtig Geld zu verdienen, wir werden diese Technik weltweit exportieren. Besondere Zielmärkte sind afrikanische Staaten, die es sich bei dem heutigen Ölpreis nicht leisten können Rohöl zu importieren. Vor Ort erzeugen, statt weltweit zu transportieren war das Credo. Da will ich mal an die Leute erinnern die während des Goldrausches in Alaska zu Millionären wurden. Das waren nicht diejenigen die schürften, sondern die, die die Schaufeln verkauft haben.

Was ich aber echt schäbig finde, in Brasilien rollen ethanoltaugliche VW's vom Band, und hier verarscht uns die Industrie in Bezug auf Biokraftstoffe.........

am 10. August 2007 um 18:21

MOIN, MOIN die Herren.

Das vertanken von E95 ist eher eine theoretische Angelegenheit, da E95 in Deutschland nicht zu bekommen ist. Gem. Energiesteuergesetz sind nur Ethanol-Ottokraftstoffgemische zwischen 70 und 90 % Ethanolanteil steuerbegünstigt. Also fällt E95 in Deutschland ebenso durch die Maschen wie das E50.

Wenn die Tankstelle richtig beliefert wird, gibt es eh Sommer- und Winter-Ware.

Im Sommer gibt es dann E85

im Winter halt nur ein E70

das aber trotz allem als E85 verkauft werden wird.

 

 

Die Doku auf Phoenix hatte ich auch gesehen... war mal sehr nett gemacht.

Zu deinem Thema. Bei den Pölern läuft das so. 2. Tank in den Kofferraum, diesen musst du beim Tüv eintragen lassen, muss man diverse Sachen beachten, geht aber. 2. Leitung vor ziehen, Magnetventil vor die Einspritzung und da dann von der einen Seite Benzin, von der anderen Exx. Kleiner Schalter im Innenraum zum umschalten -> kurz bevor du an deinem Ziel bist schaltet du für einige Sekunden von Exx nach Benzin und dann geht die Kiste auch beim nächsten Start an. ( selbst wenn es dann kein reines Benzin im wäre ist die Konzentration von Ethanol dann weit niedriger )

Teile dafür findest du z.B. bei monopoel.de

Gruß Giz

Themenstarteram 11. August 2007 um 0:46

Daß ich da von einem P-Öler geholfen werde hätt ich nicht gedacht ! :) 

Vielen Dank, gizmohund. Werd mal auf die Seite schauen - wär doch gelacht, wenn das nicht klappen sollte.

Die Frage ist nur, ob die die Diesel-/Pflanzenölresistenten Teile auch Benzin-/Alkoholunempfindlich sind ... ansonsten:

 

Benzinpumpe - 64 Euro, falls benötigt

Tank, 12l - 34 Euro

Magnetventil - ca. 65 Euro ( wieso haben die bei monopoel.de zwei Magnetventil im Umrüstset dabei ? Eins reicht doch, oder ? )

Schläuche, Adapter, Kabel - k.A., vielleicht 100 Euro ?

 

Also, es ist schon spät, und bestimmt hab ich was vergessen, aber die reinen Materialkosten für so ein Zweitanksystem scheinen sich unter 300 Euro zu bewegen.

 

 

 

...

 

Dank auch an astrodriver für die "Reportage" aus Brasilien - sehr interessant.

 

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