Inzahlungnahme: Was würdet ihr tun?

Moin,

bei einem Autokauf, wollten wir unser altes Auto in Zahlung geben (Polo 6N2, Automatik, TÜV bis 03/19). Im Vorfeld hatte ich online den Wert ermittelt, ca. 1500€ (meist ein wenig mehr). Es stehen Reparaturen in Höhe von 500€ an => Ich habe ein Angebot von knapp 1000€ erwartet.

Der Händler wollte das Auto nicht auf dem Hof und telefonierte im Hintergrund mit Ankäufern. Ergebnis: gönnerhafte 400€. Alternativ wurde ein Privatverkauf empfohlen. Darauf habe ich aber wenig Lust und zudem keine Erfahrung.

Was tun? Akzeptieren, Nachverhandeln, Privatverkauf, ...?

Beste Grüße

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Also wenn du 25% NL bekommst solltest du über die Inzahlungnahme nicht unglücklich sein. Alles kann man nun mal nicht haben 😁

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Ja er kann den weg der Tür ja zeigen.
Entweder man einigt sich oder eben nicht.

Ich will ja die allgemeine Händlerschaft nicht in Schutz nehmen, aber Geld verdienen mit Auto verkaufen, insbes. Neuwägen tun die nicht mehr soooo viel, wie früher. Das Internet und die Geiz-ist-geil-Mentalität der Verbraucher .... den Rest kennen die meisten. Der durchschnittliche KD von heute erwartet doch geradezu den Glaspalast, oder dieser wird vom Konzern so diktiert, siehe die Eingangsportale von VW. Dann muss sofort ein ansprechbarer Mitarbeiter parat sein, am liebst jung, hübsch, wohlgeformt, intelligent genug um einigermaßen dialektfrei sprechen zu können und blond. Dann muss natürlich sofort ein Verkäufer oder ein erfahrender Servicetechniker oder der Meister verfügbar sein. Das alles kostet Geld. Und das Geld wird (fast nur noch) in der Werkstatt verdient. Bei Stundensätzen von annähernd 100,00 netto für Blech und 120,00 netto aufwärts für Lack muss der unterbezahlte Mechaniker / Lackierer den Vertrieb mit pushen, dafür darf der gestresste Verkäufer über das lange WE schon mal das schöne Cabrio mitnehmen... Ich möchte heute an keiner Stelle in einem Autohaus arbeiten. Nicht mal als GF oder Inhaber.

Hallo,

habe gerade gute Erfahrungen mit Inzahlungnahme gemacht. Wir haben einen neuen Mini Countryman bestellt. Der Mini-Vertragshändler hat 14.500 Euro für mein 1er Cabrio mit 20.000 km (8/2011) geboten und 10% auf den Neuen.
Die Mini-Werksvertretung hat 17.250 Euro und 11% auf den Neuen geboten.
Habe natürlich bei der Mini-Werksvertretung bestellt, auch wenn ich dazu in die nächste Großstadt muß. Zum Service gehe ich trotzdem in die Werkstatt meines Vertrauens.
Aber bei 400 Euro würde ich nicht lange überlegen wenn da gleich das gewünschte Neuauto steht. Einsteigen und losfahren.
ciao olderich

Ich hatte 2002 (!!!) mal Einblick in interne Zahlen eines kleinen VW-Betriebes.

Das war damals schon so. Dort waren sogar die Mechaniker stinksauer auf den Verkauf. Denen waren aber die Hände gebunden, weil die haben die NW schon verramscht und kamen trotzdem nicht auf den Nachlass eines VW-Zentrums.

Zitat:

@keksemann schrieb am 7. September 2017 um 17:34:02 Uhr:


Ich will ja die allgemeine Händlerschaft nicht in Schutz nehmen, aber Geld verdienen mit Auto verkaufen, insbes. Neuwägen tun die nicht mehr soooo viel, wie früher. Das Internet und die Geiz-ist-geil-Mentalität der Verbraucher .... den Rest kennen die meisten. Der durchschnittliche KD von heute erwartet doch geradezu den Glaspalast, oder dieser wird vom Konzern so diktiert, siehe die Eingangsportale von VW. Dann muss sofort ein ansprechbarer Mitarbeiter parat sein, am liebst jung, hübsch, wohlgeformt, intelligent genug um einigermaßen dialektfrei sprechen zu können und blond. Dann muss natürlich sofort ein Verkäufer oder ein erfahrender Servicetechniker oder der Meister verfügbar sein. Das alles kostet Geld. Und das Geld wird (fast nur noch) in der Werkstatt verdient. Bei Stundensätzen von annähernd 100,00 netto für Blech und 120,00 netto aufwärts für Lack muss der unterbezahlte Mechaniker / Lackierer den Vertrieb mit pushen, dafür darf der gestresste Verkäufer über das lange WE schon mal das schöne Cabrio mitnehmen... Ich möchte heute an keiner Stelle in einem Autohaus arbeiten. Nicht mal als GF oder Inhaber.
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Ja, und nur weil es den kleinen Vertragshändlern nicht gut geht zahle ich denen dennoch nicht mehr als unbedingt nötig.

Würde denen auch nicht wirklich was bringen den im Endeffekt geht es den Vertragshändler wie Tankstellenpächtern, beide sind von dem Konzern den sie vertreten abhängig, und der lässt ihnen zum sterben zu viel und zum leben zu wenig.
Daran kann der Kunde gar nichts ändern.

Demnach fährst du auch nicht an Tankstellen zum Tanken?

Hi

Was geht mich das an?
Ich kaufe meine Autos zum günstigst möglichen Preis. Dies beinhaltet ab und zu eine Inzahlungnahme und ggf. auch Service. Inspektionsgutscheine können auch ein ordentlicher Rabatt sein.

Wenn die kleinen Händler gegen die Konzerne nicht mehr ankommen, müssen sie sich zusammenschließen und mit den Konzernen verhandeln.
Klappt das nicht, müssen sie eben Mehrmarkenhändler werden.

Mir egal, ich habe nichts zu verschenken und benötige wede reinen Glaspalast noch inkompetente Verkäufer, denen ich erst mal ihr eigenes Produkt erklären muss.

Genausowenig benötige ich eine Werkstatt, die 1.500 Eur für Teile abrechnet, die sie dann nicht einbaut.
Das geht auch anders. Zur Not kauft man das Auto online und bringt es in eine gute freie Werkstatt. Solche werden immer überleben.

HC

Jo, guter Ansatz - sollte knapp außerhalb der Garantiezeit dann ein Fehler auftreten und der Hersteller den Ruf nach Kulanz überhören, ist das Gezeter aber ganz groß....
Genau diese Denke sorgt für das Sterben der kleinen - nicht nur Auto-Händler. Bestellt wird online bei den Amazons und Zalandos der Welt weil es da ja so günstig ist. Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass man Schuhe, Klamotten und I-Elektronik etc. bei Nichtgefallen einfach zurückschicken kann. Das Auto wird selbstverständlich im Autohaus ausgiebigst begutachtet und wenn keine Probefahrt möglich ist, taugt der Händler nix. Dessen Kosten soll gefälligst wer anderes tragen, weil: das Auto wird ja online gekauft.
Kranke Welt, kranke Denke.

Klar hat keiner was zu verschenken, ich nehme mich da nicht aus.

Es wäre ein Leichtes, wenn die Konzerne auch im Automobilbereich z.B. die Apple-Strategie fahren würden.

Naja, ich denke jeder Hersteller muß selber wissen, ob er mit einer Handvoll Werksvertretungen/Megahändlern in den großen Metropolen auskommt oder ein flächendeckendes Netz kleiner Händler braucht (und diesen zum Überleben taugliche Konditionen bietet).

Sollen doch alle VW-Händler im Landkreis sterben - wenn die Leute dann Ford (aus Kölner Fertigung) kaufen, schadet es der deutschen Wirtschaft auch nicht 😉

Spannend wohin sich mein Beitrag entwickelt hat.

Nur so nebenbei: Mittlerweile haben wir uns mit dem Händler besprochen und das Auto gekauft. Danke an alle Ratschläge, Tipps, etc. Ohne euch wäre das wesentlich schwerer gewesen.

Hi!

Zitat:

@Texas_Lightning schrieb am 8. September 2017 um 08:21:34 Uhr:


Jo, guter Ansatz - sollte knapp außerhalb der Garantiezeit dann ein Fehler auftreten und der Hersteller den Ruf nach Kulanz überhören, ist das Gezeter aber ganz groß....
Genau diese Denke sorgt für das Sterben der kleinen - nicht nur Auto-Händler. Bestellt wird online bei den Amazons und Zalandos der Welt weil es da ja so günstig ist. Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass man Schuhe, Klamotten und I-Elektronik etc. bei Nichtgefallen einfach zurückschicken kann. Das Auto wird selbstverständlich im Autohaus ausgiebigst begutachtet und wenn keine Probefahrt möglich ist, taugt der Händler nix. Dessen Kosten soll gefälligst wer anderes tragen, weil: das Auto wird ja online gekauft.
Kranke Welt, kranke Denke.

Amazon zumindest ist super kulant.

Aber sei´s drum, bleiben wir beim Auto: insbes. die deutschen Hersteller glänzen ohnehin nicht sonderlich in Bezug auf Kulanz.
Also was soll´s?

Wenn das Autohaus vernünftige Preise und guten Service bieten kann, ist doch alles bestens. Wenn nicht, sucht man sich eben Alternativen.

Ich habe keine 4- oder 5-stellige Summe über, um ein netter, fairer Mensch in den Augen eines deutschen Autohauseigentümers oder gar Werksniederlassungsleiters zu sein.
Sie etwa?

Wenne s aber um 500 Eur hin oder her geht, bin ich gerne bereit, den lokalen Händler zu wählen.
Geht ja auch, ich kaufe meine Autos, meist neu oder jung gebraucht, meist von >Händlern in Deutschland. Es sind auch immer sehr gute Rabatte drin, zumindest bei den marken die ich kaufe. Ich biete stets den US-Straßenpreis für vergleichbare Modelle und das funktioniert bei Mercedes seit vielen Jahren bestens. Der Kauf dauert nur länger, weil der Händler erst mal mit Stuttgart sprechen muss. Stört mich nicht, ich kann auch mal 2 Wochen auf mein neues Auto warten.

Wer VW kauft, hat da natürlich keine Chance. Aber sowas fährt man ohnehin seit 2000 nicht mehr.

HC

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