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höherer Stromverbrauch = höherer Benzinverbrauch

Themenstarteram 24. Januar 2006 um 13:52

Hallo,

Man liest ja immer wieder, dass elektrische Verbraucher den Spritverbrauch erhöhen.

Jetzt würde mich interessieren, wie das technisch zu begründen ist:

Ich denke mal, die Lichtmaschine ist fest an den Motor gekoppelt, oder? Das bedeutet dann doch auch, dass die Lichtmaschine immer mit einer Drehzahl proportional zur Motordrehzahl läuft. Dementsprechend produziert sie den Strom unabhängig davon, wie viel verbraucht wird. Also ist die Verlustleistung, die zum Antreiben der LiMa verwendet wird doch unabhängig vom Stromverbrauch.

Wo liegt da mein Denkfehler?

Vielen Dank schon mal

Gruß

Ralle

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34 Antworten
am 24. Januar 2006 um 14:05

nimm mal einen generator und dreh ihn leer (also ohne verbraucher) und dann mal mit, dann weißt du es schon ;)

je höher die an den generator angeschlossene last, desto höher die zur drehung benötigte kraft. irgendwoher muss die (elektrische) energie kommen

Re: höherer Stromverbrauch = höherer Benzinverbrauch

 

Ich denke mal, die Lichtmaschine ist fest an den Motor gekoppelt, oder?

--- Ja, richtig, über den Keilriemen

Das bedeutet dann doch auch, dass die Lichtmaschine immer mit einer Drehzahl proportional zur Motordrehzahl läuft.

--- Auch richtig

Dementsprechend produziert sie den Strom unabhängig davon, wie viel verbraucht wird.

--- Nicht mehr richtig. Der Regler der LiMa regelt die

Spannung immer auf etwa 14V, egal wieviel Strom

gebraucht wird. Das Drehmoment der LiMa ist jetzt in etwa

proportional zum Drehmoment was nötig ist sie

anzutreiben. Und die Antriebsleistung berechnet sich aus

dem Produkt aus Drehmoment*Drehzahl

Also ist die Verlustleistung, die zum Antreiben der LiMa verwendet wird doch unabhängig vom Stromverbrauch.

--- S.o. eben nicht, da die Antriebsleistung abhängig von der

Stromentnahe

 

Gruß Meik

am 24. Januar 2006 um 15:41

Zitat:

Der Regler der LiMa regelt die Spannung immer auf etwa 14V

Richtig, aber den Strom regelt er eben nicht.

Zitat:

Dementsprechend produziert sie den Strom unabhängig davon, wie viel verbraucht wird.

Genau das ist der Denkfehler! Das wäre so, wie der Spruch "Wir brauchen keine Kraftwerke, bei uns kommt der Strom aus der Steckdose". Schön wär's.

Nach dem Energieerhaltungssatz entsteht keine Energie aus dem Nichts. Also muß sie unter Einsatz von Arbeit erzeugt werden. In diesem Fall in Echtzeit, und eben so viel Strom, wie es die gerade eingeschalteten Verbraucher verlangen. Auf Vorrat wird der Strom nicht produziert.

Das wiederum bedeutet nun, daß die LiMa fast keinen Strom erzeugt, wenn nur die Zündung läuft. Nun schalten wir die dicken Verbraucher zu, und siehe da, die Motordrehzahl sinkt, weil die LiMa mehr Leistung erzeugt, die sie vom Motor abzweigt. Wer ein Amperemeter hat, der kann den Strom messen.

Rechnen wir mal mit 20 A, das ergibt bei 12 V 240 W, also rund 1/4 kW bzw. fast 1/3 PS. Und genau wie beim schnelleren Fahren werden die PS halt durch den Treibstoff gefüttert.

warum schonwieder so ein thema?! das gabs doch erst!

kurzum:

je mehr strom du benötigst, desto mehr strom fließt duch die lima -> mehr strom bedeuted ein größeres (stärkeres) magnetfeld -> größeres magnetfeld bedeuted mehr wiederstand beim drehen de lima -> das wird durch mehr kraft ausgeglichen -> diese wird vom benzin erzeugt ;)

quasi ist es dann so, als wenn du nen berg hochfährst, sobald du strom verbrauchst....

am 24. Januar 2006 um 16:16

Zitat:

warum schonwieder so ein thema?! das gabs doch erst!

Vielleich deshalb, weil in Tageszeitungen derartiger Schwachsinn abgedruckt wird: "Fahren Sie tagsüber mit Licht, ihre Lichtmaschine läuft sowieso". :D

am 24. Januar 2006 um 17:07

Zitat:

Original geschrieben von Gepard

Vielleich deshalb, weil in Tageszeitungen derartiger Schwachsinn abgedruckt wird:

das steht doch nirgends, da steht doch immer, dass es einen mehrverbrauch gibt - sonst ham die tfl-gegner ja nix zu sagen :D

(*vor madcruiser versteck*)

am 24. Januar 2006 um 17:30

Eben nicht! In der Heilbronner Stimme (größere Regionalzeitung) stand der Blödsinn öfter, fast bei jedem Automarkt!

am 24. Januar 2006 um 17:33

Hi

 

Naja das is ja wie bei nem Kleinen generator ausm Baumarkt mit na SchukoSteckdose!!

Wenn man dem mit na 80Watt Glühlampe betreibt oder mit dem 2000Watt Strahler, das ist ein sehr hörbarer Unterschied und natürlich auch zeitlich begrenzt, der Generator mit der 80Watt Lampe läuft um einiges länger als der wie mit dem 2000Watt Strahler!!

 

Kannste ja mal ausprobieren.

1.)Tank 1/4 voll und dann fahren bis der Wagen ausgeht ohne elektrische Verbraucher!!

2.)Dann wieder 1/4 voll tanken und mit Licht, Nebelscheinwerfer, Heckscheibenheizung, radio und Sitzheizung fahren!!

Beim 2. Versuch wirst du garantiert nicht die Kilometerzahl erreichen die du beim 1. mal geschaft hast!!

Ganbs auch letztens im TV nen Beitrag zu!!

MfG Daniel

Fakt ist, dass die LM immer gleichschnell dreht, egal wieviel Strom verbraucht wird. Die Drehzahl ist proportional zur Motordrehzahl und nicht zu den Verbrauchern.

Der größere Widerstand bei einem hohen Stromverbrauch kommt durch die Lorentskraft in der Spule der LM zustande, durch welche der Strom induziert wird. Die Kraft entsteht, wenn Strom durch die Spule fließt (weil sich die Spule in einem Magnetfeld befindet). Sie ist der Drehrichtung entgegengerichtet und wirkt somit als Widerstand zur Drehung. Sie ist fernerhin abhängig von der Stromstärke des Stroms, der durch die Spule fließt, also: Je mehr Verbraucher, desto höher der Strom in der Spule, desto höher die Kraft, die gegen die Drehung wirkt und desto höher der Dreh-Widerstand der Lichtmaschine.

Anders ausgedrückt: Ohne Reibung hätte die LM in ausgebautem Zustand keinen Widerstand, dieser kommt nur dadurch zustande, dass das Magnetfeld der Spule und das des Dauermagneten sich gegenseitig behindern, je mehr Strom fließt, desto höher die Behinderung, da das (e-)Magnetfeld stärker wird.

In Zahlen bedeutet es pro 100W elektrischer Leistung einen Mehr-Spritverbrauch von ca. 0,1l/100km im Stadtverkehr (Durchschn. 33km/h). Auf der Autobahn (100km/h) dementsprechend ca. 0,03-0,04l/100km.

So in etwa. Wenn wir nun auch noch alle am Tag mit Licht fahren sollen, haben wir schnell die 100 W. Hochgerechnetauf alle Autos in D...

Zitat:

Fakt ist, dass die LM immer gleichschnell dreht, egal wieviel Strom verbraucht wird. Die Drehzahl ist proportional zur Motordrehzahl und nicht zu den Verbrauchern.

Also dreht der Generator eben nicht immer gleich schnell.

Themenstarteram 25. Januar 2006 um 10:01

Ok, danke schonmal für die vielen guten Antworten... Habe auch schon etwas in Richtung Lorentzkraft vermutet, war mir aber nicht ganz sicher.

am 25. Januar 2006 um 15:51

Wie auch immer, würde die Energie von nichts kommen, hätten wir das perpetuum mobile.

Zitat:

Original geschrieben von Consylos

Also dreht der Generator eben nicht immer gleich schnell.

:D

Ja, ich meinte nur, dass die Generator-Drehzahl nicht vom Stromverbrauch, sondern von der Motordrehzahl abhängt. Hab mich nur etwas idiotisch ausgedrückt ;)

Themenstarteram 26. Januar 2006 um 11:56

Zitat:

Original geschrieben von Gepard

Wie auch immer, würde die Energie von nichts kommen, hätten wir das perpetuum mobile.

Argh, ich wusste, dass solche Antworten kommen würden: Niemand hat behauptet, dass nix von nix kommt (und der Energieerhaltungssatz ist mir auch noch geläufig) - es hätte doch aber sein können, dass die LiMa unabhängig vom Verbraucher die gleiche elektr. Energie produziert, die dann u.U. einfach flöten geht... (meinetwegen in Wärmeenergie umgewandelt wird, was auch immer).

Naja, jetzt hab ich's ja verstanden. Danke :)

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