Hilfe: Pro und Contra-Einbau LPG Gsanlage
Nun brauch ich echt mal Hilfe
Ich rechne schon im Halbschlaf und komm nicht zur Ruhe
Beflügelt durch die derzeitigen Spritspreise bin ich am überlegen mir ne Gasanlage ins Auto bauen zu lassen.
Es handelt sich um nen E 200 Benziner aus Bj 1999.
Der Motor hat derzeit 177000 km runter
Durch die gute Rostvorsorge meines Vorgängers und anschließende Restbeseitigung meines Händlers steht der Wagen also noch ganz gut da.
Lohnt es sich bei solch einem Bj. mit der km Leistung noch solche Anlage einbauen zu lassen.
Ich fahre in etwa 15000 km im Jahr
Nun hab ich mir heute schon mal 2 Angebote machen lassen
Das erste in einer kleinen Hinterhofwerkstatt die sich auf solch Einbauten spezialisiert hat
Dort liegt alles zusammen .,also ´Material ,Einbau und TÜV Abnahme sowie Dichtheitsprüfung ud voller Tank bei einem Festpreiß von 1800 Euro.Das Ganze dauert von Dienstag bis Freitag und ich bekomm kostenlos noch nen kleinen Ersatzwagen
Ich hab für 2 Jahre Garantie auf alles b.z.w. für 100000 km.
Das 2. Angebot hab ich mir bei ATU machen lassen.
Da komm ich spielend schon mal auf über 2300 Euro.
Nun hört man ja immer wieder das sich viele solch Gasanlage in Polen einbauen lassen.
Was kostet da sowas und in wie weit hat man Garantie b.z.w. wer nimmt das dann ab.
Oder muß man hinterher zum deutschen TÜV.
Leute ich brauch Input
Ich will Alles wissen
Wer ratet mir zu -wer ab und warum
Danke Gruß Norbert
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Norbert W.W.
scheint ja nun doch nen interessantes Thma geworden zu sein.
Schließlich schon die 4. SeiteNun
ich hab heute noch mal in meiner MB Spezialwerkstatt angerufen.
Der Chef hat bei MB im Salzufer in Berlin gelernt ,dort seinen Meisterbreif gemacht und danach die freie Werkstatt seines Vaters übernommen
Sich dann natürlich auf MB spezialisiertIch hab nur gefragt ob mein Auto mit den km noch gastfest sei.
Die erste Gegenfrage war: Ist der Zylinderkopf schon umgebaut insbesondere die Ventilführungen
Ich : Nein alles noch orginal
Er: dann komm mal her und schau Dir was an.
Ich hab gerade nen MB hier mit ZK Schaden wegen Gasbetrieb ( 20 Tkm)hier
Es gibt Gasanlagen wo ein Zusatz eingespritzt würd .Das sollte eventuell gehen.´Jetzt mal wieder meine Frage an Euch
Ist das so bei den Prinz-AnlagenWa ist das für ne Anlage wo zusätzlich ein Stoff eingespritzt würd um die Ventilsätze zu schonen
Muss mich immer wieder wundern...
Deine Spezialwerkstatt hat keine Ahnung.
Bis auf wenige Ausnahmen (A- Klasse) sind alle MB- Motoren gasfest.
Da muss nix umgebaut werden und FlashLube brauchen sie auch nicht.
Veilleicht solltest du doch mal ins Gasforum hier reinschauen.
76 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von hotw
Auch der Hinweis auf den Einbauer ist fürn Popo. Wenn das Produkt so eine katastrophale Prozesssicherheit aufweist, daß die Nummer mit dem Einbauer steht oder fällt, dann ist das Produkt einfach schlecht. Aber wie soll's auch gut sein mangels Test. Es passt schon alles logisch nachvollziehbar zusammen.
Die "Steherqualitäten" eines Autos dürfen demzufolge auch nicht vom Fahrer abhängen (Umgang, Pflege,...) --- sonst ist das Auto einfach schlecht?
Deshalb werden Autos vom Hersteller auch unter extremen Belastungen und Bedingungen in unterschiedlichen Variationen getestet.
Wie gesagt, Gasanlagenhersteller können das nicht mal im Ansatz mangels finanzieller Möglichkeiten.
Zitat:
Original geschrieben von hotw
Deshalb werden Autos vom Hersteller auch unter extremen Belastungen und Bedingungen in unterschiedlichen Variationen getestet.
Die Gasanlagenhersteller erfinden das Rad nicht neu, sie substituieren lediglich den Kraftstoff. Selbst der Motor wird nur gering modifiziert, bei Flüssggasern wird sogar die OEM-Motorsteuerung verwendet. Die verwendeten Teile an sich unterliegen abhängig vom Hersteller natürlich einer Qulitätskontrolle.
MB rüstet inzwischen sogar selbst nach."Nicht prozesssicher" - große Worte 🙂
Ich halte dem entgegen, daß alles und jedes schief gehen wird, wenn du einen Idioten hinstellst.
Prozesssicherheit ersetzt trotzdem nicht geschultes und erfahrenes Personal und so wie es Unterschiede bei der Ausführung standartisierter Wartungen gibt so gibts die auch bei Gasnachrüstungen.
Sobald ein Pfuscher am Werk ist, klappt die Gasnachrüstung genausowenig wie der Wechsel der Bremsbeläge, Das hat nix mit Prozesssicherheit zu tun.
ghm
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Hotw hat schon einen sehr relevanten Punkt angesprochen, nämlich das Qualitätsmanagement. Und gerade die Qualität ist oft der Pferdefuß, sowohl hinsichtlich Material (Icom, Pumpen), wie auch hinsichtlich Einbau (Vaille standardisiert in NL nicht umsonst; Einsendung der Ansaugbrücke).
Icom verkauft, die Umrüster verbauen, seit diversen Jahren (schon vor 2007) Pumpen in ihren Systemen, die konstruktiv nicht lange halten können. Das geht seit Jahren so, und der Pumpentausch außerhalb Garantie kostet dann pi mal Daumen 300-400 EUR, woran alle prächtig verdienen.
Mercedes hat früher die berühmte Qualität durch sehr große Prüffelder geschaffen, also die Qualität hineingeprüft. Und auch die anderen Fahrzeughersteller leben geradezu von Standardisierung und Qualifizierung, z.B. hat MB die letzten Werkstatttests nur gewonnen, weil dieses Thema seit einigen Jahren mit umfangreichen Qualifizierungen in der Breite sowie Kontrollen/Konsequenzen gepusht wurde.
Qualität kommt nicht nur durch den einen "Guru", der im LPG-Markt bekannt ist, wie ich auch feststellen durfte - der tauscht seine Mitarbeiter, und schon ist die konkrete Umrüstungserfahrung zum Fahrzeug bei der Umrüstung wieder recht weit am Anfang.
Auch die Evaluation der Umbauten findet gar nicht statt. Und die Kompetenz der Umbauten, dass die oft grottig ist, sieht man z.b. im angesprochenen No-Go-Chart im Gasforum mit vielen Fotos (es mangelt an Qualifikation, an Kontrolle, und es gibt in diesem Markt auch keine Konsequenzen weil die Kunden es erst recht nicht beurteilen können). Nur ein kleines Beispiel, was mir unser MB-Betriebsleiter fassungslos mitteilte: Steuergerät der Gasanlage wird in den Spritzwasser-Bereich gebaut... geht gut, solange Garantie besteht, und dann...
Insofern, wenn man ein bischen mit der heutigen Industrie zu tun hat, ist das Treiben im Gasumbau-Markt schon ein Abenteuerspielplatz. Und staatliche Aufsicht gibts auch nicht, sogar der TÜV ist oft nicht in der Lage, sogar illegale Umbauten zu erkennen, was man ebenfalls im obigen Thread nachlesen kann.
Ein weiteres schönes Beispiel für die teilweise herrschende Ignoranz: MB hat verschiedene Gasanlagen mit verschiedenen Motoren getestet. hab selbst mit einem Werksvertreter gesprochen, der zuständig war. Dort kam raus, dass die 6 Zyl.-Motoren innermotorischen Verschleiß während der Testphase mit LPG hatten. Das habe ich in einem Gasforum gepostet, und daraufhin wurde die gesamte Aktivität von MB von einigen Umrüstern völlig infrage gestellt und als unglaubwürdig dargestellt. So nach dem Motto: Ich habe schon 40 MB umgebaut, da hat keiner Probleme - also hat das Werk schei**e gemacht, und ich habe doch recht.
Daran kann man sehen, wie ein Umrüster oft genug hinsichtlich Qualität und Lernen denkt. Von einem Profi würde ich erwarten, dass er sich über die neuen Infos informiert, um daraus etwas zu lernen, und sie nicht abstreitet. Das ist nur ein typisches Beispiel.
Wer mit etwas Erfahrung aus der heutigen Industrie auf den Gasumbau-Markt guckt, der fasst sich an den Kopf, was dort läuft und was die Kunden mit sich machen lassen. Das heißt nicht, dass es dort nicht viele gute Einzelbetriebe gibt, die anders denken und arbeiten...
viele Grüße
Oliver
PS: Ich will damit nicht den LPG-Antrieb generell kritisieren, wir selbst sind froh, dass wir unsere Autos damit betreiben können. Ältere Diesel wären wegen Umweltzonen nicht infrage gekommen. Mein nächstes eigenes Auto wird allerdings ein jüngerer Wagen mit 4matic, Service-Garantievertrag, und dann wieder mit CDI. Ich würde dann keinen neuen größeren Benziner mehr auf LPG umrüsten, da der Zusatzaufwand und die Zusatzmühe (öfter Tanken, Vorsicht bei Vollast) mir zu groß sind. Das meint Hotw mit "prozesssicher" - beim CDI gibt es im Problemfall 1 Ansprechpartner, und das Gesamtsystem ist komplett abgebildet und bekannt. Wie ich gemerkt habe, kommt es auch preislich letzten Endes mit dem CDI aufs gleiche Niveau. Und innen brummt ein 6 Zyl. CDI heute auch nicht mehr so stark, wie ich neulich feststellen konnte. Für ältere Gebrauchte, wenn es sich lohnt und alles funktioniert und hält, finde ich LPG heutzutage generell eine tolle Sache, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Aber eben mit nicht geringen Risiken hinsichtlich Qualität, späteren Kosten, eventuellen Problemlösungen. Das habe ich jetzt in 4 jahren oft genug selbst erlebt und sehr oft von anderen hier gelesen, sowie auch von MB-Betrieben gehört, wo die Probleme dann aufschlagen.
Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
Die Gasanlagenhersteller erfinden das Rad nicht neu, sie substituieren lediglich den Kraftstoff. Selbst der Motor wird nur gering modifiziert, bei Flüssggasern wird sogar die OEM-Motorsteuerung verwendet. Die verwendeten Teile an sich unterliegen abhängig vom Hersteller natürlich einer Qulitätskontrolle.Zitat:
Original geschrieben von hotw
Deshalb werden Autos vom Hersteller auch unter extremen Belastungen und Bedingungen in unterschiedlichen Variationen getestet.
So einfach ist das leider nicht. Man nehme einen Motor und tanke einfach was Anderes. Beim Diesel geht das sogar ganz arg schief. Aber das ist ein anderes Thema. Die Qualitätskontrolle hab ich auch nicht abgesprochen, kommt halt immer drauf an, auf welchem Nivea 😉
Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
MB rüstet inzwischen sogar selbst nach.
Ich weiß wer da umrüstet und ich weiß auch, daß da, je nach Motor, neue Zylinderköpfe usw. verbaut wurden und ich weiß auch wie umfangreich getestet wurde 😉
Zitat:
Original geschrieben von ghm
"Nicht prozesssicher" - große Worte 🙂
Na klar, oder wie nennst Du "einfach mal irgendwo in Loch in die Ansaugung bohren?"
Zitat:
Original geschrieben von ghm
Ich halte dem entgegen, daß alles und jedes schief gehen wird, wenn du einen Idioten hinstellst.Prozesssicherheit ersetzt trotzdem nicht geschultes und erfahrenes Personal und so wie es Unterschiede bei der Ausführung standartisierter Wartungen gibt so gibts die auch bei Gasnachrüstungen.
Dem halte ich entgegen, daß Du von Qualität, Statistik und Produktionsplanung wenig weißt. Und den Standar
dfehler zähl ich mit und das Klischee festigt sich zusehends.
Zitat:
Original geschrieben von ghm
Sobald ein Pfuscher am Werk ist, klappt die Gasnachrüstung genausowenig wie der Wechsel der Bremsbeläge, Das hat nix mit Prozesssicherheit zu tun.
Wieder falsch. Bei den Bremsbelägen tausche ich Teile, beim Einbau einer Gasanlage verändere ich Teile. Vom Prozessablauf ist das Ändern, das Anspruchsvollere. Und wenn jeder Gasumrüster für jedes Modell einen Einbauplan anbieten könnte, der so detailiert ist, wie das was Mercedes für seine Werkstätten zur Verfügung stellt, dann wären die schon seit 10 Jahren pleite 😉
Versteht mich richtig, das ist keine Rebellion gegen Gasumbauer! Ich nehme sie sogar in Schutz indem ich betone, daß sie gar nicht die Möglichkeit haben auf entsprechendem Qualitätsniveau zu arbeiten.
Mein Chef sagt immer: "Jugend forscht" und da ist was Wahres dran. Passt auch gut zu neu2003s Beitrag.
Weitere Details kann ich leider im Forum nicht bieten.
Zitat:
Original geschrieben von hotw
So einfach ist das leider nicht. Man nehme einen Motor und tanke einfach was Anderes. Beim Diesel geht das sogar ganz arg schief. Aber das ist ein anderes Thema. Die Qualitätskontrolle hab ich auch nicht abgesprochen, kommt halt immer drauf an, auf welchem Nivea 😉Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
Die Gasanlagenhersteller erfinden das Rad nicht neu, sie substituieren lediglich den Kraftstoff. Selbst der Motor wird nur gering modifiziert, bei Flüssggasern wird sogar die OEM-Motorsteuerung verwendet. Die verwendeten Teile an sich unterliegen abhängig vom Hersteller natürlich einer Qulitätskontrolle.
Natürlich ist es nicht so einfach---aber sollte deutlich machen warum MB unter verschiedensten Bedingungen alle Komponenten / Konstruktionen / ... auf Herz und Nieren prüft. Im Verhältnis zum Gesamtwerk Auto ist der Anteil der Gasanlage vernachlassigbar gering, daher auch weniger Prüfumfang!
Zitat:
Original geschrieben von hotw
Ich weiß wer da umrüstet und ich weiß auch, daß da, je nach Motor, neue Zylinderköpfe usw. verbaut wurden und ich weiß auch wie umfangreich getestet wurde 😉Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
MB rüstet inzwischen sogar selbst nach.
Je nach Motor bedeutet aber auch, dass nicht immer der ZK getauscht werden muss?
@new2003
Alles richtig was du sagst.
ABER, was heißt das nun für mich als Umrüstwilligen? Auf eine Gasumrüstung zu verzichten weil alle von dir genannten Risiken im Gasumbaumarkt über mich hereinbrechen können?
Das hieße auch, ich muß alle Kundendienste und Reparaturen in meiner Markenwerkstatt ausführen lassen, denn nur dort habe ich wenigstens eine geringe Wahrscheinlichkeit. daß alle Prozesse und Mitarbeiter dem richtigen Qualitätsmanagement unterliegen.
Das weite Feld freier Werkstätten fäält dann ebenso durchs Qualitätsraster, wie jeder Gasumrüster es nach eurer Aussage zwangsläuig tun muß.
Und trotzdem gibt es auch Hinterhofwerkstätten, die vernünftig arbeiten - die Kunst ist für mich als Verbraucher, die guten von den schlechten zu trennen - wenn jeder das mit der nötigen Sorgfalt tut, dann erledigt den Rest "der Markt". Unterm Strich ist das nichts anderes, als sich einen neuen Zahnarzt zu suchen.
@hotw
Bis hierher war alles noch sachlich - leider fängst du jetzt an persönlich zu werden und Vermutungen über meine Qualifikation anzustellen.
Zitat:
Dem halte ich entgegen, daß Du von Qualität, Statistik und Produktionsplanung wenig weißt.
Sehr schade, denn mit solch persönlichen Äußerungen, die nur auf Mutmaßung beruhen, stellst du natürlich auch deine Glaubwürdigkeit auf sachlicher Ebene in Frage. Leider stimmen deine Annahmen nicht, denn ich bin als System-Auditor für QM-Systeme nach ISO 10011-2 zertifiziert und als Doktor der Physik habe ich auch mit Statistik ein sehr inniges Verhältnis :-)
Bleibt zu hoffen, daß du mit anderen Vermutungen besser liegst. Aber gib die Hoffnung nicht auf, der Fehlgriff bei der Beurteilung meiner Qualifikation liegt ja mit etwas Glück außerhalb 3-sigma 😉
ghm
Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
Im Verhältnis zum Gesamtwerk Auto ist der Anteil der Gasanlage vernachlassigbar gering, daher auch weniger Prüfumfang!
Hallo Sluggygmx,
das würde ja heißen, dass die Gasbetriebe ein gezieltes Qualitätsmanagement betreiben, nur in kleinerem Umfang. Das ist nach dem, was ich erfahren habe, aber so nicht gegeben.
Praktisch unterstelle ich folgendes:
- Umrüster geht zur Anlagenschulung, die aber nicht auf jedes einzelne PKW_Modell vorbereitet
- spricht den Hersteller bei Problemen an, wenn eine Umrüstung nicht läuft
- Meister kontrolliert die Mitarbeiter (macht er das genau, und bei jedem einzelnen Fahrzeug????)
- Probefahrten (wobei nach meiner Lektüre häufig genug nicht parallel die Fahrzeugparameter gemessen werden, sondern nur mit dem Popometer und Ohr "geprüft" wird, ob "der Wagen läuft"😉.
- Inhaber bzw. Meister sehen aufgrund von Reklamationen, wo es zu Problemen gekommen ist
und dann würde man ja noch erwarten, dass der Anlagenhersteller aus vergangenen Problemen lernt und die Produkte optimiert. Das ist (Beispiel Icom) auch nicht unbedingt der Fall.
Hotw hat ja ein anschauliches Beispiel gegeben: Es wird mit einem Bohrer ein Loch in die Ansaugbrücke gebohrt. Wo, wie genau? Oft wird diese noch nicht mal abgeschraubt, so dass Metallspäne hineinfallen können. das abgebaut wird, ist offenbar schon eine Seltenheit.
Das die Bohrung standardisiert abläuft, also immer nach exakten Spezifikationen für den jeweiligen Motor, ist m.W. auch eine Seltenheit. Soweit mir bekannt ist, werden/wurden bei Vialle-Anlagen die Ansaugbrücken ins Werk nach Holland gesendet, und zwar als Pflicht für jeden Umrüster.
Es ist zwar nur ein kleines Teil, aber mit großen Folgen: Erfolgt die Einspritzung nicht richtig, gibt es häufige Zündaussetzer, der Durchzug stimmt nicht, der KAT leidet bzw. geht kaputt; das ganze Fahrzeug ist nicht normal nutzbar; für Vielfahrer ein Fiasko. Davon gibt es mehr als genug Beispiele im Gasforum.
Schon hier dürfte das Qualitätsmanagement in den meisten Umrüstbetrieben gar nicht mehr existieren, indem es eben für die verschiedenen Fahrzeug-Modelle keine exakte Spezifikation, Durchführung gibt, und auch keine mitlaufende Evaluation.
viele Grüße
Oliver
Zitat:
Original geschrieben von ghm
@new2003Alles richtig was du sagst.
ABER, was heißt das nun für mich als Umrüstwilligen?
ghm
es gibt diverse Threads, worauf man achten sollte, u.a. hier:
http://www.motor-talk.de/.../...pg-betrieb-ohne-schaeden-t1568014.htmlda gibts auch einen Link auf eine Checkliste für das Umrüster-Gespräch. Ich selbst hab damals viel weniger gefragt, aber im Nachhinein trotz sehr viel Info einiges übersehen. PS: nach dem Anfang kommt in dem Thread eine Detaildiskussion einiger User, das driftet dann ab...
LPG ist eine Frage, wieviel Aufwand und Risiko man bereits ist in Kauf zu nehmen, für die Ersparnis.
Bei meiner Frau waren wir schlauer, haben einen guten Umrüster und eine Vialle genommen, sie hat jetzt praktisch gar keine Probleme und keine Mühe damit, auch im E200 136PS.
... und das o.g. war auch nicht primär an dich gerichtet, sondern mehr eine allgemeine Erfahrung. Dieser Thread wird ja auch jahrelang stehen bleiben und später von vielen anderen durchgelesen.
viele Grüße, viel Erfolg
Oliver
Neben aller Technik ist ein wesentlicher Aspekt das kaufmännische Risiko.
Man investiert Beträge zwischen 2 und 3 Tausend Euro in der Erwartung, irgendwann eine größere Ersparnis zu haben, als die Investition ausmachte.
Davon ist aber die Wartung bzw. Reparaturen und der Zinsverlust des ausgelegten Geldes abzuziehen, was schon mal den "Speck" reduziert.
Auch ist die Ersparnis durch den Benzinverbrauch in der Warmlaufphase je nach Anlage und Fahrprofil spürbar verringert.
Wenn nun nach zwei oder drei Jahren ein kleiner Unfall dem Leben des Wagens ein Ende setzt (und das geht schnell, denn der Restwert des Wagens ist klein!) geht die Rechnung nie auf.
Was bleibt sind mögliche tlw. teure Probleme mit dem Motor, Ärger im Alltagsbetrieb mit zickigen Anlagen und eine ungewisse Ersparnis in ferner Zukunft.
Auch der Restwert des "verbastelten" Wagens ist eher niedriger als höher, nur Gasfreaks werden den Umbau schätzen, der Markt ist daduch recht klein. Alle anderen werden aufgrund der möglichen Motorschäden (egal ob wahr oder vom hörensagen) lieber einen nciht umgerüsteten Wagen kaufen.
Ich wär' vorsichtig mit so etwas.
Zitat:
Original geschrieben von Austro-Diesel
Wenn nun nach zwei oder drei Jahren ein kleiner Unfall dem Leben des Wagens ein Ende setzt (und das geht schnell, denn der Restwert des Wagens ist klein!) geht die Rechnung nie auf.Was bleibt sind mögliche tlw. teure Probleme mit dem Motor, Ärger im Alltagsbetrieb mit zickigen Anlagen und eine ungewisse Ersparnis in ferner Zukunft.
das meinte ich - LPG-Umrüstung ist wie andere Investitionen auch eine Wette auf die Zukunft, bei der es ein nicht geringes Risiko gibt, welches man durch gute Vorbereitung aber begrenzen kann.
Es ist wie Du schreibst kein Automatismus, dass man problemlos durch die Lande fährt, und auch nicht, dass man letzten Endes etwas gespart hat gegenüber dem Weiterfahren auf Benzin.
Ein zwei kleine Probleme, die durch die höheren Anforderungen im Gasbetriebe kommen, plus ein Pumpenwechsel, und schon sind nochmal 1000 EUR zusätzlich zu investieren, die sonst nie angefallen wären. Das sollte man 1. wissen, und 2. in die Überlegungen einbeziehen.
dieses Risiko bleibt, auch wenn der Umrüster gut ist.
gerade wenn man wenig fährt, hat man gute Chancen, dass Probleme erst nach Ablauf der Garantie auftauchen. Bei mir (40tkm p.a.) war klar, dass die erste Pumpe in der Garantie kaputtgehen würde, f a l l s diese kaputt geht. Leider war es aber danach bald die zweite, und dann kamen die 350 EUR doch, und vielleicht nächstes Jahr wieder... und da es keine bessere Pumpte gibt, ist meine Perspektive, dass diese nun alle 50tkm ersetzt werden muss, mit etwas Pech alle 1,5 Jahre. So ist Icom.
im Nachhinein wäre ein 6 Zyl.-CDI nicht teurer gewesen.
viele Grüße
Oliver
PS: Sorry für die viele allgemeine Diskusion zum Thema LPG. Wenn es den Threadersteller sehr nervt, halte ich mich gerne raus und zurück... 😉
Um einmal zurück zur Ausgangsfrage zu kommen: Natürlich ist mit dem Einbau der Gasanlage ein Risiko verbunden, da man dem Motor etwas gibt, an das der Hersteller nicht gedacht hat. Ähnlich verhält sich das auch mit Salatöl im Diesel. Was ich aber auf keinen Fall tollerieren kann sind Aussagen wie, dass dort irgendwo irgendwelche Löcher in den Ansaugtrakt gebohrt werden. Das mag sicher in einigen Fällen so sein, aber hier kommt wieder die Erfahrung eines Umrüsters ins Spiel: Wenn er wirklich Ahnung von der Materie hat, sind die Löcher mit Sicherheit nicht zufällig an den Stellen. Nach dem Einbau der Gasanlage war ich zwei mal bei Mercedes- in unterschiedlichen Werkstätten. Beide haben unabhängig gesagt, dass der Einbau sehr sauber durchgeführt wurde. Mein Mercedes Partner in Münster (Beresa) rüstet in eigener Regie seit ein oder zwei Jahren die neune C-Klassen um.
Und es stimmt im übrigen doch, dass im Gasforum hauptsächlich über Probleme gesprochen wird. Öffne ich das W210er Forum lese ich dort auch nicht "super Auto" "grandioser Fahrspaß" "tolle Erfahrungen", sondern ich lese etwas von Startproblemen, Motorruckeln und defekten Kupplungen. Es liegt einfach in der Natur der Sache, dass man hier Probleme darlegt, bei denen andere einem helfen sollen. Wenn man schreibt "alles perfekt!", wo ist denn da die Diskussionsbasis?
Ich würde auch meinen nächsten Benz auf Gas umrüsten. Beim Umrüster gab ich meinen Wagen ab, bekam ihn drei Tage später fertig zurück, nach 3.000 km zur ersten Inspektion wo nochmal einige Einstellungen vorgenommen wurden und seitdem war ich nicht wieder da. So kann es scheinbar auch laufen, auch wenn die Gasanlage "nur" 1700 Euro gekostet hat. Aber der Umrüster arbeitet gut. Um noch kurz zur Prozesssicherheit zu kommen: Wenn etwas kaputt geht, dann geht es kaputt. Bei einem 14 Jahre alten Auto mit 179.000 km passiert das. Das ist einfach das Risiko bei einem alten Auto.
Zitat:
Original geschrieben von neu2003
Hallo Sluggygmx,das würde ja heißen, dass die Gasbetriebe ein gezieltes Qualitätsmanagement betreiben, nur in kleinerem Umfang. Das ist nach dem, was ich erfahren habe, aber so nicht gegeben.
[...]
viele Grüße
Oliver
Hallo Oliver,
ich hab direkt beim Importeuer einbauen lassen und kann daher nichts zu Hinterhof-Umbauten sagen. Wenn man in den einschlägigen Foren schaut sind natürlich viele Probleme auffällig. Aber es gibt eben auch zufriedene Gaser zu denen ich mich zählen kann. Die Qualität bzw. Überwachung bei meinem Umbau war wohl deutlich besser als beim Großteil der Umrüster.
Das Thema Bohrung hatte ich auch lange bedacht, letztendlich aber ist der Krafstoff schon gasförmig wenn er ins Saugrohr kommt und daher die Auswirkung wohl nicht sooo wild wie man es sich vorstellen mag.
Ich fahr nun seit 2,5 Jahren auf Gas, Probleme mit der Gasanlage gab es nur einmal wegen einem defekten Sensor. Getauscht und wieder Ruhe. Ob ich aber ein anderes Fahrzeug noch umbauen würde weiß ich nicht, der größte Nachteil an der ganze Geschichte ist eigentlich die Abneigung der Vertragswerkstätten die beim Wort GAS direkt das Fahrzeug verteufeln! Auf der anderen Seite hab ich so ordentlich gespart und würde den V8 nie auf Benzin fahren wollen!
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von sluggygmx
Ob ich aber ein anderes Fahrzeug noch umbauen würde weiß ich nicht, der größte Nachteil an der ganze Geschichte ist eigentlich die Abneigung der Vertragswerkstätten die beim Wort GAS direkt das Fahrzeug verteufeln!Gruß
so gehts mir auch! ich hatte damals aufgrund anderer Investition nur ca. 15tE für ein Fahrzeug, und ein älterer gebrauchter CDI war mir zu riskant. Den E320 konnte ich sehr günstig mit wenig KM erwerben, und ich hatte die Überlegung, dass dieser genauso teuer würde, wie davor mein 220cdi, aber mit mehr Kraft und Ruhe. Im Nachhinein ist es so, dass er so teuer ist wie ein 320cdi.
Außerdem konnten wir klar erkennen, dass Instandhaltung und andere Kosten den Ausschlag geben, und die Kraftstoffkosten (Diesel oder Benzin) gar nicht den Ausschlag gegeben haben. Das relativiert einiges..
Heute haben wir auch noch eine andere Priorität, aus persönlichen Gründen wollen wir Allrad und Distronic +, so dass ohnehin nur ein jüngeres Fahrzeug in Betracht kommt; u.a. wegen Elektronik und Servicegarantie-Vertrag. Das wiederum würde ich dann als 350 CDI nehmen, um die zusätzlichen Risiken die Du angesprochen hast auszuschließen. 1 Ansprechpartner, keine Garantiediskussionen. Und einen V8 mit 387PS würde ich auch nicht mehr wollen; das erscheint mir heute als Verschwendung. Und einen 350er auf LPG umzurüsten, da sehe ich keinen Gewinn, nur mögliche Probleme.
ich bin neulich im neuen 525D eines Bekannten ein paar hundert KM gefahren (6 Zyl. CDI mit ca. 200 PS), das war für mich schnell und leise genug, sowie saubequem (verstellbare Dämpfer, Distronic+ von 0-200) 😉
viele Grüße
Oliver