Hagelschaden am WoWa - Gutachter will nur spachteln und lackieren
Hallo, ein kleiner Hilferuf an alle!
Mein Gutachten nach Hagelschaden besagt, dass das Dach und die Frontseite unseres Fendt TKM 490 gespachtelt und lackiert werden sollen. Viel steht nicht drin, z.b. ob alle störenden Teile wie Klima, Heki, Fahrradträger nur abgeklebt oder demontiert werden. (Würde sich auf den Arbeitslohn/Kosten ernorm auswirken) Zudem wird keiner die Gewährleistung übernehmen, dass die Spachtelmasse und der neue Lack auch genauso schön bleiben wie am ersten Tag oder der WoWa nach einiger Zeit noch schlimmer aussieht als mit Beulen.
Meine Fragen:
Muss ich die Heilung durch spachteln/lackieren akzeptieren oder kann ich auch ein neues Dach/Teil verlangen?
Wie teuer ist die Lacksache, und wie teuer ein neues Dach vom Werk? Erfahrungen?
Warum bekomme ich keinen Ausgleich für die Wertminderung, die ich in jedem Fall habe?
Kennt Ihr Urteile, die mir helfen dem Gutachter richtig Dampf zu machen?
Bitte schnell melden, ich stehe wirklich auf dem Schlauch
Liebe Grüße von Camperfreundin
Beste Antwort im Thema
Hallo,
wenn man 2 Bleche so aufeinaderliegend verbaut, kann eine Korrosion entstehen, denn durch die Kapillarwirkung und durch Schwitzen ist dort zwischen den Blechen Wasser zu erwarten, ich halte das für sehr riskant.
Nordjoe
35 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Joker496TL
... Auf keinen Fall das Dach erneuern ( undichtigkeit vorprogrammiert ).lg
das ist m.E. quatsch
unsern WW hat es vor 4 wochen auch getroffen, er kommt aber erst im Herbst wieder nach D.
nach den bildern sind es wohl ca. 200 dellen bis zu 0,5 cm tief, schadensmeldung ist eingereicht.
daumenwert für dacherneuerung liegt bei ca. 500euro/lt. Meter
werde berichten.
Die Probleme mit den Versicherungen sind nicht ganz neu und hängen auch mit unserer "Geiz-ist-geil"-Mentalität zusammen. Bei immer wieder günstiger werdenden Versicherungsprämien muss die Versicherung eben sehen, wie sie an ihr (also unser !) Geld kommt.
So gutachten versicherungseigene Gutachter natürlich im Sinne der Versicherung ! Da werden nicht die sonst für eine ordnungsgemäße Reparatur notwendigen Kosten ersetzt, sondern nur die Billigvariante.
Kalkül der Assekuranz: Der Schlichtkunde wird sich (in den meisten Fällen) darauf einlassen und wir machen unseren Schnitt.
Alle die sich wehren (das geht schon mit eigenen wohl forumulierten Briefen oder Anrufen, für den der keine Rechtsschutz hat) können mehr herausholen.
Man hat das Recht, einen eigenen Gutachter zu beauftragen (auf eigene Kosten).
Selbst ohne eigens Gutachten geht mehr ! Man muss nur selbst tätig werden ! Meine Erfahrung ist, das man dann fast soviel herausholen kann wie es ein Anwalt, ein eigenes Gutachten, ein eigenes Verfahren (und ca. 1-2 Jahre) schaffen können.
Bei meinem Caddy-Crash konnte ich allein durch Eigeninitative 3000,- mehr herausholen und lag knapp unter dem Wert, den mein VW-Händler als "ok" genannt hatte.
Reingefallen bin ich bei einer Versicherung (DA), die nach einem Marderbiss (Kühlwasserschlauch, ca. 50,- ) nicht zahlen wollte (trotz TK ohne SB), da sie "Marderschäden bis 150,- nicht übernimmt". Wie toll, muss das Vieh schon ordentlich zubeissen, bis sie die Kosten über 150,- dann mal übernehmen ...Wechsel steht an !!!
Reingefallen bin ich nach einem Steinschlag auf meine Beetle-motorhaube wo der Versicherungseigene (HUK) Gutachter (zu dem ich auch noch 30 Km fahren musste !) mir die Spachtelung bezahlen wollte, obwohl die Haube aussah (und sieht !!) wie der Mond.....hatte aus Unkenntnis über die Folgen den "Select"-Service gewählt um 10,- zu sparen !! Wechsel erfolgt !
Aber, eine Binsenweisheit, wer liest schon immer das Kleingedruckte durch ??
Immer rechtens: Das vom Gutachter errechnete und ausgezahlte Geld kann für eine Reparatur genutzt werden. Wenn nicht, muss man bei Verkauf den durch die nicht ausgeführte Reparatur erlittenen Wertverlust benennen ! Auch bei einer neuen Schädigung der Sache muss man der Versicherung gegenüber angeben, das das Teil zwar reguliert wurde, aber die Reparatur nicht ausgeführt wurde.
Hallo,
ich stehe vor dem gleichen Problem. Nach einem leichten Hagelschaden, im Urlaub entstanden, will der Gutachter auch nur Spachteln und Lakieren.
Hat denn schon einer so einen Schaden mittels Spachteln und Lakieren reparieren lassen ?
Wie sind die Erfahrungen nach einer gewissen Zeit bzl. Garantiearbeit nach 3-4 Jahren ?
Für einen Hinweis wäre ich Dankbar.
mfg
H.G. Jäger
Mach mal lieber einen neuen Thread auf, dieser hier ist 9 Jahre alt...
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Zitat:
@tomold schrieb am 30. September 2017 um 20:19:27 Uhr:
Mach mal lieber einen neuen Thread auf, dieser hier ist 9 Jahre alt...
... und dann kommt: "Nutze die SuFu" als Antwort? Ist doch egal, wie alt. Das Thema ist doch das Gleiche...
Zum Problem: Ein Hagelschaden ist ein optischer Schaden, der ärgerlich ist, aber dessen Behebung in keiner Relation zum Schaden steht. Ein Blech am WoWa zu tauschen, ist meistens ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wenn jedesmal bei einem Hagelschaden ein Wohnwagen abgerechnet wird, werden wir uns die Teilkasko bald nicht mehr erlauben können. Dann bleibst Du auf den Kosten sitzen, wenn ein Baum drauf liegt.
Beim Auto würdest Du nach einem Hagelschaden das Dach auch nicht abflexen lassen. Das wäre die Alternative zum Spachteln. Steck also die Kohle dafür weg und gut!
Bei mir wurden schon einige Hagelschäden so behoben.
Bin sehr zufrieden. Spachteln hört sich erstmal sehr grob an, aber das hat nicht mit den spachteln in der Wohnung zu tun :P
Bei mir am Womo wurden so schon über die Jahre immer wieder gut 20 ausgebessert.
Gut nachlackieren ist hier natürlich sehr wichtig, auch der Optik (manche würden jetzt sagen man schaut ja nie aufs Dach) wegen, bin da etwas pingelig. Aber man sieht sogut wie nichts.
Auch kam über die Jahre (8 müssten dass jetzt sein) nie eine Folge Erscheinung. Spachtelmasse und Lack halten wie original.
Mein Womo wird auch im Winterbetrieb benutzt. Er kriegt so also einiges ab.
Kann dazu nur raten. Alles andere ist unwirtschaftlich.
Habe auch einige andere Teile schon nachgespachtelt und lackieren lassen. Zb eine ganze Ecke vom t3, Stoßstange vom t4 und co. Optisch und gegen Wetter sehr gut. Mir ist nur bei der Stoßstange die Stelle wieder abgeplatzt als eine Truhe beim Entladen draufkrachte...
Ansonsten für normalen Betrieb muss man da keine bedenken haben.
LG didi
Das eine ist so gut oder schlecht wie das andere. Ich halte von spachteln auch nichts, dennder WW war ja auch vorher nicht gespachtelt, also warum sollte ich jetzt Spachtel akzeptieren. Nur ein neues Blech aufziehen ist ein Akt, den nur wenige beherrschen. Dazu das Risiko der Undichtigkeit, und da liegt meines Erachtens die Krux. Wenn Undichtigkeiten auftreten bist du meist ausserhalb der Garantie und der Wagen ist schon geschädigt, (eindringendes Wasser) da geht die Suche los, und repariert ist der Schaden dann auch noch nicht.
Meine Idee das Geld nehmen und ein fahrbares Dach aufkleben lassen, da gibt es inzwischen tolle Dinge, hab das mal auf einem CP gesehen und war mit ~2300.- Euro gar nicht mal so teuer.
Das soll lt. dem Besitzer Regengeräusche erheblich mindern die Sonneneinstahlung verhindern und damit eine niedrigere Temp im WW selbst erzeugen.
Da wurde die Dachbahn ganzflächig aufgeklebt, und die Überstände vo/Hi beim Fahren komplett am Fahrzeug angelegt.
UNO
Naja Spachtel kostet kaum mehr als 200 für kleine Flächen.
Und wo ist bitte die Quelle dass dies nicht gut genug ist?
Klar neues Blech klingt super, aber willst du bei jeder kleinen bäule neues Dach draufziehen? Schau dir Mal die ganzen womos an. Fast jedes zweite hatte und hat Mal einen Hagelschaden erlitten.
Spachtel und lackieren ist total gängig in der Auto und wono Branche. Hatte noch nie in meinen 8 Jahren Spachtel Dach jemals eine Undichtigkeit oder der gleichen. Hält Bombe.
Klar, man will den uhrzustand und so, verstehe ich alles. Aber irgendwo wird es doch utopisch. Auch kann sich nicht jeder für sein Womo dies leisten.
Ich will nicht die Versicherungsbeiträge sehen wenn jeder hagelschaden so geregelt werden müsste. dann heißt es wieder "zu teuer die doofe Versicher"..
Was habt ihr denn alle gegen das Spachteln...?!?
Bei allen PKW wird nach Unfällen gespachtelt und das hält ewig!
Und zwischen Spachtel + Spachtel gibt es auch erhebliche Unterschiede.
-🙂
Danke für Eure Kommentare / Hinweise,
da die Dellen nicht so gross sind und man schon genauer hinsehen muss, werde ich wohl das Geld von der Versicherung nehmen und irgendwie sinnvoll Anlegen.
Ich habe drei verschiedene Händler über eine vernünftige Reparaturmöglichkeit befragt und alle rieten vom Spachteln ab. (Gewichtszunahme und evt. Ablösen - Risse in der Spachtelmasse).
Ich glaube auch, wenn die Reparatur bei einem Fachbetrieb durchgeführt wird, dass die Spachtelmasse an die speziellen Bedingungen wie Aluminiumblech angepasst wird.
Mich stört das zusätzliche Gewicht, da ich sowieso schon mit dem Gesamtgewicht auf Kriegsfuss stehe.
Vieleicht verkaufen wir unseren WW und der Händler verrechnet den Schaden, somit kann dieser dann über die Vorgensweise der Reparatur entscheiden.
Das Argument der Gewichtszunahme halte ich aber für ziemlich weit hergeholt....!
Ebenso, wie das Ablösen, oder das Auftreten von Rissen...!
-🙂
Bei jedem Kastanien-Fall-Schaden ein neues Dach...!
-🙂
Kein Wunder, wenn die Versicherungen immer teurer werden, bzw. meine Reisemobilversicherung 10% Sonderrabatt bei einem GFK-Dach einräumt...!
Hauptsache Otto-normal-motortalk-user hat seine Meinung geäußert und alles vehement Gegenargumentiert.
Wer einmal selbst gespachtelt hat, würde hier nicht solche Gegenargumente bringen. Man schleift bis auf Ebene ab und hinterlässt nur Millimeter an Spachtel. Dies versiegeln mit Lack oder dergleichen und fertig. Wer hier Angst hat über sein Gesamtgewicht, sollte morgens eine Stulle weniger essen und ersparrt das doppelte...
Kostenpunkt fürs selber machen keine 50 euro Material. Firma berechnet dann noch 2-3h und fertig. Warum sollte eine Versicherung dann direkt neues Blech bezahlen? ...
Würde es um 20, 50 oder gar mehrere hunderte Dellen gehen, okay. Dann ist spachteln bullshit. Aber geht es hier nur um einige kleine..
Hallo,
GoofyNo1 schrieb:
"Ich habe drei verschiedene Händler über eine vernünftige Reparaturmöglichkeit befragt und alle rieten vom Spachteln ab. (Gewichtszunahme und evt. Ablösen - Risse in der Spachtelmasse)."
Dass Fachbetriebe von einer fach- und sachgerechten Reparaturform abraten ist schon sehr bedenklich. Immerhin wird das Blech ( egal ob genoppt oder glatt) zunächst vorgeglättet. Dafür gibt es div. Verfahren, wie z.B. die Methode des Aufbringens von Zughaken mittels Heißklebstoff. Dann wir die Delle zu 95% unter Wärmezufuhr entfernt. Den allerletzten Hauch einer Unebenheit übernimmt dann die Spachtelmasse. Das sind dann ( bei ehem. kastaniengroßen Dellen) kein 20 Gramm, sonder 1- 2 Gramm Spachtelmasse. Danach erfolgt der übliche Glättungs- und Lackaufbau.
Bei 100 Dellen sind das dann ca. 250 Gramm Mehrgewicht, wovon natürlich sofort der Reifen platzt und die Achse knickt. Wer hat schon einmal Risse in einer max.0,5 mm starken Spachtelung entdeckt? Ich: Wenn die Mischung der Masse nicht stimmte, oder all zu billiges Zeug aus einem Mülleimer von Hinterchina verwendet wurde.
Die Smartrepair- Methode führt zudem zu keinem Wertverlust des Fahrzeuges.
Irgendwie habe ich seit Längerem das Gefühl. dass das Anspruchsdenken etlicher Zeitgenossen einer Rakete ähnelt. Je höher, um so besser. " Warum soll ich mit einer soliden Lösung einverstanden sein, wenn es auch viel teurer geht"
Im Übrigen: Bereits die Hersteller nutzen Spachtel, um kleine Uebenheiten zu kaschieren, oder meint Ihr, wenn der Monteur mit dem Akkuschrauber abrutscht und eine Delle hinterlässt, dann wird das Blech gewechselt?
Eine zweite Schicht Metall aufzubauen ist genauso unsinnig ( wie w.o. völlig richtig dargestellt)
Das Aufbringen eines Hagelschutzdaches, siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=mev3y8LpH7o
muss aber unter dem Gesichtspunkt - Zusatzlast- gesehen werden, da hochwertige LKW- Planen ein Eigengewicht von über 700 gr. / qm haben. Bei einer Fläche von 16 qm kommen da schnell 15- 30 Kg ( samt Kleber) Zusatzgewicht zusammen. Zudem muss sichergestellt sein, dass sich die Verklebung auch unter widrigsten Umständen nicht lösen kann, weil der kleinste Mangel dem Wind eine Angriffsfläche bietet, die sehr schnell größere Schäden bewirkt.
Ob das dann von der Versicherung bezahlt wird- ich vermute- eher nicht! Zudem ist der Brandschutz / Entflammbarkeit des Materials zu beachten. LKW- Plane ist PVC- beschichter Webstoff und kann u.U. auch brennen. Zudem sollte bedacht werden, dass Beschädigungen des Belages ( z.B. durch Touchieren starker Äste u.ä.) wohl kaum 100%-ig repariert werden können. Zumindest optisch bleiben dann Reparaturstellen sichtbar. Wenn dann auch das darunter befindliche Blech beschädigt wurde, dann....
Gruss vom Asphalthoppler