Händler kauft Wagen an und findet nachträglich (angeblich) einen Mangel
Habe mir am Freitag ein neues Auto von einem örtlichen Händler gekauft, der mein altes Auto im Gegenzug angekauft hat. Er hatte die Gelegenheit, sich das Auto vorher anzuschauen, was er auch getan hat.
Nun schrieb er mir gerade, wieso ich ihm einen Hagelschaden verheimlicht habe. Das Auto war immer unter Dach und einen Hagelschaden hätte ich, sofern ich einen gesehen hätte, niemals verheimlicht.
Normalerweise würde mir meinen Teil denken und gut ist, eventuell will er nur noch etwas Geld rauschlagen, aber das Problem ist, das ich noch Geld per Überweisung von ihm bekommen werde, da mein altes Auto mehr Wert war, als das neue und ich nun meine Bedenken habe, dass er mir nun so einfach das Geld überweisen wird.
Das finanzielle ist alles bis auf den Cent ausgerechnet, über irgendwelche Mängel usw wurde nichts vertraglich festgehalten. Keine Klauseln, nicht Kleingedrucktes, lediglich sowas wie Namen und Adressen von Händler und mir, Kaufpreis neues Auto, Ankaufwert altes Auto, Betrag den ich bekommen werde und unsere Autogramme.
Ich möchte keinen Stress mit ihm haben, einfach weil ich keinen Stress mag 😁
20 Antworten
Würde mich da nicht verängstigen lassen. Er hat das Auto gekauft wie gesehen (nehme ich mal an - was steht im Vertrag dazu?) und wie schon gesagt ist ein Hagelschaden kein versteckter und für einen Profi ein leicht zu entdeckender Mangel. Hat der Händler halt Pech gehabt, wenn er das Auto nicht gut angeschaut hat...
Ohne die rechtliche Situation in der Schweiz zu kennen, vermute ich, dass man auch dort dem Händler mehr Sachverstand als dem Privatmann zugestehen wird.
Je weniger du bisher unterschrieben hast, desto besser.
Selbst wenn da jetzt ein Hagelschaden vorliegen würde, könnte der beim Händler entstanden sein. Fotos helfen nicht weiter.
Ganz klar auf den Vertrag berufen (der hoffentlich keine "hagelschadenfreiheit" von dir bestätigt 😁) und um Zahlung der vereinbarten Summe bitten. Frist setzen.
Zitat:
@Thinky123 schrieb am 15. August 2022 um 17:34:05 Uhr:
Selbst wenn da jetzt ein Hagelschaden vorliegen würde, könnte der beim Händler entstanden sein. Fotos helfen nicht weiter.
Sehr unwahrscheinlich. Wir reden von einem Tag, von Freitag auf Samstag. Und da weiß man doch, welches Wetter gerade war.
Es ist doch eher wahrscheinlich, dass unbemerkt in langjährigem Vorbesitz irgendwann einmal ein paar Dellen entstanden. Muss ja kein Hagel gewesen sein, es reicht ja schon unter einer Kastanie oder einem anderen gefährlichen Baum zu parken.
Könnte es nicht auch so sein, das der Händler sich die Fahrzeughistorie angeschaut hat und dort in der Vergangenheit ein Hageschaden gewesen ist welcher repariert wurde. Nun versucht er aus diesem noch etwas Geld rauszuschlagen.
Sollte dir dieser wirklich nicht bekannt gewesen sein, so mußtest du ihn auch beim Verkauf nicht erwähnen. Ergo bist du dann raus aus der Nummer. Gut wäre es wenn du ihm noch deinen alten Kaufvertrag präsentieren könntest wo der Hagelschaden nicht drin erwähnt wird.
Alles natürlich nur wenn es sich um einen alten, reparierten Hagelschaden handelt.
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Zitat:
@Deloman schrieb am 16. Aug. 2022 um 08:18:22 Uhr:
Sehr unwahrscheinlich. Wir reden von einem Tag, von Freitag auf Samstag. Und da weiß man doch, welches Wetter gerade war.
Der Händler müsste aber nachweisen, dass der Schaden bei Übergabe bestand und verschwiegen wurde (extremes Beispiel, wo ihm das gelingen würde: im Handschuhfach liegt das Hagelschaden Gutachten zu dem Fahrzeug von vor 2 Wochen).
Der Ankäufer behauptet und fordert, ist also in der Pflicht Nachweise dafür zu liefern. Da braucht die Privatperson auch das Wetter nicht interessieren. 😉
Weniger ist mehr... Nur die nötigste Kommunikation, auf bestehenden Vertrag berufen und gut ist. Je konsequenter die Privatperson hierbei auftritt desto schneller wird der Händler hier aufgeben und den Vertrag erfüllen.