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Gesetzliche Rechnungsaufbewahrungsfrist ???

Themenstarteram 26. Juni 2010 um 21:47

Hallo Leute

Mein Radsatz wurde aus meinem Keller gestohlen und das übernimmt meine Kfz-Teilkassko so viel dazu. Die Versicherung hat eine Anschaffungsrechnung verlangt die ich,aber nicht mehr habe und das habe ich der Versicherung auch mitgeteilt und auch Daten vom Radsatz,Anschaffungpreis und Alter,jetzt verlangt die Versicherung das ich mich an die Firma wende wo ich den Radsatz gekauft habe da die Firmen einer "Rechnungsaufbewahrungsfrist" unterliegen nur das Problem liegt daran das ich die Dinger irgendwo in München bei einem Autohändler gekauft habe und das vor 3 Jahren ich habe keinen Schimmer wo und wie der hieß. Kann die Versicherung sowas verlangen? Was mach ich jetzt?

14 Antworten
am 26. Juni 2010 um 22:14

Ja aus unter Anderem steuerrechtlichen Gründen unterliegen Firmen dieser Pflicht. Rechnungen müssen für 10 Jahre (wenn ich mich nicht irre) aufbewahrt werden.

Dass du nun nicht mehr weist, bei wem du die gekauft hast ist natürlich dumm gelaufen. I.d.R. weis man aber doch zumindest aber ob man bei einem Autohändler, einer Teile-kette oder einem Nischenladen eingekauft hat und kann es ein wenig eingrenzen.

Aber du musst auch die Versicherung verstehen. Es könnte ja auch sein, dass du die Felgen auf dem Flohmarkt für kleines Geld gekauft hast oder es sich um reduzierte Posten gehandelt hat. Wobei dann z.B. nicht der aktuelle Listenpreis oder die ursprüngliche UVP hergenommen werden könnte.

Ob das nun aber der einzige Grund dafür ist, bzw. ob die das fordern dürfen kann ich dir leider nicht beantworten - für mich ists aber nachvollziehbar, dass ich für eine Leistung die ich erhalten möchte Nachweise erbringen muss.

Themenstarteram 26. Juni 2010 um 22:29

Es ist zwar dumm,aber es ist nun mal so was soll ich machen, wieso sollte ich mir auch den Namen des Händlers merken? Und was jetzt können die mir den Schadenersatz verweigern oder wie sieht das aus? Außerdem man kann doch nicht alle Rechnungen jahrelang aufbewahren da müsste man ja ne Lagerhalle anmieten! Ich hebe alle Rechnungen 2 Jahre lang auf ,weil man hat ja meistens 2 Jahre Garantie auf die Sachen,aber nach zwei Jahren schmeiße ich sie weg was soll ich damit.

am 26. Juni 2010 um 22:38

Bei Sachen, die man versichert hat und gegebenenfalls auch irgendwann ersetzt haben möchte empfiehlt es sich, wie man sieht, durchaus die Rechnungen dafür auch länger als Garantie auf den gegenstand ist aufzuheben. So viele versicherte Sachen und deren Rechnungen werden das wohl nicht sein.

Hast du auch deinen Zahlungsnachweis schon weggeschmissen?

Wg. der Verjährungsfrist sollte man die nämlich nach dem Kaufjahr 3 Kalenderjahre aufbewahren.

Wenn du also noch deine Bankbelege hast, findest du dort auch den Verkäufer.

..was hat der Radsatz denn damals gekostet und welche Summe möchtest Du von der VS haben ?

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher

Bei Sachen, die man versichert hat und gegebenenfalls auch irgendwann ersetzt haben möchte empfiehlt es sich, wie man sieht, durchaus die Rechnungen dafür auch länger als Garantie auf den gegenstand ist aufzuheben. So viele versicherte Sachen und deren Rechnungen werden das wohl nicht sein.

Nix für ungut, aber das ist Klugscheißerei... Ich habe eine Hausratversicherung (also sind alle Sachen, die hier rumfliegen, versichert). Laut Deiner Denke müsste ich ja alle Belege von dem aufheben, was ich versichert habe und ggf. irgendwann einmal ersetzt bekommen möchte.

Vielleicht machst du das ja wirklich - ich zumindest bewahre deffinitiv nicht die Rechnungen für meine Bücher, CD's, Hemden, Hosen, und, und, und.... auf, nur weil ich die erstattet bekommen möchte, wenn unsere Hütte irgendwann abbrennt.

Schönen Gruß aus der Realität - Sause

Themenstarteram 28. Juni 2010 um 9:13

Zitat:

Original geschrieben von rolf39

Hast du auch deinen Zahlungsnachweis schon weggeschmissen?

Ja habe ich meiner Meinung nach habe ich die Rechnung nicht mehr gebraucht.

Für Privatpersonen gibt es keine Frist für die Aufbewahrung von Rechnungen. Lediglich wenn Aufwendungen getätigt wurden, die steuerlich relevant sind (z.B. Aufwendungen für Mietwohnungen) gibt es eine Frist (zwei Jahre). 

 

Bei Verkäufen ist die Ausstellung einer Rechnung nicht zwingend, sodass Käufer insbesondere bei Kleinkäufen keine Rechnung erhalten. Der Verkäufer muss in diesem Fall lediglich einen Eigenbeleg für sein betriebliches Rechnungswesen erstellen.

 

Das Verlangen der Versicherung, einen vor mehreren Jahren ausgestellten Kaufbeleg für einen Radsatz beim Verkäufer einzufordern, ist schon heftig. Beleg muss noch vorhanden sein, da Unternehmen eine 10-jährige Aufbewahrungsfrist haben. Wer bezahlt aber den Aufwand, den die Firma für das Heraussuchen des Beleges verlangen kann?

 

O.    

wenn du noch den ungefähren zeitraum weisst, wann du die teile gekauft hast (und insofern per karte bezahlt), dann mal bei deiner bank eine anfrage auf umsatzanfrage machen, die haben die daten i.d.r. auf microfiche (oder sonstigen speichermedien), kostet zwar ebenfalsl eine kleine gebühr, aber dadurch würdest du zumindest rausfinden, wann und bei wem gekauft.

(falls überhaupt dann noch notwendig, evtl. reicht ja schon der bankbeleg als nachweis für die versicherung aus)

am 28. Juni 2010 um 10:05

@ Sause:

Das hat nichts mit Klugscheißerei zu tun.

Bei "normalen" Haushaltsgeräten, Büchern, Kleidung und so ist es recht Schnuppe mit der Rechnung, da gibts eben einen gewissen Grundbedarf.

Hast du jedoch irgendwelche goldenen Uhren, teure Bilder, teures Werkzeug, ein edles Fahrrad oder eine teure TV-HiFi-Anlage über die du keinen Nachweis mehr hast, stellt sich die Versicherung ganz schnell quer.

Natürlich hebe ich Rechnungen für den großen Plasma-TV, teure Werkzeuge und Ähnliches so lange auf, bis das Gerät durch mich entsorgt wird.

Zitat:

Original geschrieben von Sause4711

Vielleicht machst du das ja wirklich - ich zumindest bewahre deffinitiv nicht die Rechnungen für meine Bücher, CD's, Hemden, Hosen, und, und, und.... auf, nur weil ich die erstattet bekommen möchte, wenn unsere Hütte irgendwann abbrennt.

Vor allem, wo bewahrt man denn üblicherweise die Belege auf? Ich bei mir im Heim-Büro, dem Ort, der aufgrund des ganzen Papiers wahrscheinlich am schnellsten abfackelt (inkl. aller Urkunden, Zeugnisse, etc.) :D

Ich schätze aber, daß Hausratsversicherungen eh anders abrechnen, immerhin muß man dort ja den ungefähren Wert *vorher* schätzen und angeben.

viele Grüsse,

Andre

Hi,

ich bin selbstständig und muss auf meinen Rechnungen für die Kunden folgenden Satz anbirngen:

"Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet Sie darauf hinzuweisen, dass Rechnungen für eine Dauer von 2 Jahren von Ihnen aufzubewahren sind."

Ich habe das aus einer Rechnungsvorlage, die einem sagt, wie man Rechnungen zu erstellen hat (ich meine die war vom Bundesfinanzministerium oder so).

Warum das so ist - keine Ahnung :-) Wie geschrieben, das bezieht sich auf den Kunden. Ob ich die Rechnungen aufbewahren muss, weiß der Teufel oder das Finanzamt (ist ja das selbe :-) ) - ich mache es einfach.

Gruß

Pinarella

Die entscheidende Frage ist hier vom TE noch nicht beantwortet worden:

 

Welche Forderungen wurden gegenüber dem Versicherer erhoben?

 

Auf Rechnungsnachweise wird in der Regel dann bestanden, wenn das übliche Maß überschritten wird.

 

Wem der teure Designerradsatz von einigen tausend Euro entwendet wurde, sollte das schon nachweisen (können) – notfalls auch durch Anforderung der Rechnung beim Verkäufer.

Zitat:

Original geschrieben von xAKBx

Die entscheidende Frage ist hier vom TE noch nicht beantwortet worden:

Welche Forderungen wurden gegenüber dem Versicherer erhoben?

Auf Rechnungsnachweise wird in der Regel dann bestanden, wenn das übliche Maß überschritten wird.

Wem der teure Designerradsatz von einigen tausend Euro entwendet wurde, sollte das schon nachweisen (können) – notfalls auch durch Anforderung der Rechnung beim Verkäufer.

Genau das vermute ich auch. Aus meiner Erfahrung nach, sollte sonst die Zahlung kein Problem sein.

Gruß

traumzauber

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