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Gebrauchtwagenkauf - Diesel oder Benzin?

Themenstarteram 29. April 2022 um 11:55

Guten Tag,

ich bin aktuell mehr oder weniger stolzer Besitzer eines GTI Clubsport aus 2016 mit 6-Gang-Handschaltung. Aufgrund der aktuellen "Marktsituation" tausche ich diesen gelegentlich mit dem A3 8V Facelift 2.0 TDI meiner Eltern aus, wenn ich "längere" Strecken (> 15 km) fahre.

Den Audi bekomme ich mit meiner Fahrweise problemlos unter 4 l, den GTI kaum unter 7, bei normaler Fahrweise gar nicht erst unter 9.

Der GTI wird gebraucht scheinbar relativ hoch gehandelt. Habe ihn 2016 neu ab Werk für ca. 30.000 € gekauft, sprich für 25.000 € würde ich ihn wohl ohne zu zögern abgeben.

Jetzt habe ich nur leider überhaupt keinen Marktüberblick, was "Diesel vs. Benziner" bei den nun identischen Kraftstoffpreisen angeht. Ab welche Fahrtstrecke ergibt ein Diesel Sinn? Wann gleichen die höheren Anschaffungs- und Steuerkosten den Minderverbrauch aus?

Ich hatte an einen 318i bzw. 318d gedacht. Leistung reicht mir mehr als aus, das Auto gefällt mir optisch extrem Gut. Kauf wäre dann September/Oktober 2022 angedacht. Natürlich erst, wenn ich den GTI verkauft habe. Bin aber auch für ähnliche Modelle offen: Sparsam, "luxuriös" (Digitales Tacho, ACC, Spurhalteassistent, Automatik), Leistung egal.

Ich kalkuliere für 2023 und 2024 eine Fahrleistung von 20.000 km p.a., alle anderen Jahre nur 10.000. Ist da ein Diesel überhaupt sinnvoll?

Würde mich über Ratschläge, aber auch über Modellvorschläge freuen. Dass so ein Tausch nicht wirtschaftlich ist, ist mir natürlich klar. Aber ich sehe hier eine verhältnismäßig günstige Möglichkeit für ein "neues" Auto.

Mit freundlichen Grüßen

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33 Antworten

Absolut sparsam und günstig im Unterhalt sind CNG-Modelle, z.B. der Seat Leon TGI. Den gibt es auch in einer hochwertigen Ausstattung. Verbrauch liegt nach Werksangabe bei 3,5 kg CNG pro 100km. Ich bekomme den aber locker unter 3. Bei Verwendung von BIO-CNG bist Du Klimaneutral unterwegs und der Sprit kostet zwischen 0,99 und 1,39€ pro kg. Bei mit kostet eine volle Tankladung ca. 20€ und ich komme ca. 450 km damit.

Der Diesel lohnt sich schon ab 100 km im Jahr - wenn Du die 100 km am Stück fährst :D

Im Ernst: denk nicht an Diesel, egal ob 10.0000 km oder 1000.000 km, wenn die Einzelstrecken nicht zügig und recht weit gefahren werden.

Sprit spart er IMMER, und er zieht auch besser aus unteren Touren. Die paar EUR mehr an Steuern würde ich auch nicht als Kostenfaktor berücksichtigen. Aber er verkokt und versifft, wenn er nicht durchgeblasen wird.

Von daher: grundsätzlich nur dann Diesel, wenn Strecken unter 40-50 km mit Autobahn Richtgeschwindigkeit die Ausnahme sind.

Die Überlegung kann ich nicht nachvollziehen:

Auf Grund der Marktlage bekommt man zwar höhere Preise beim Verkauf, zahlt aber auch entsprechend mehr beim Kauf eines anderen Fahrzeugs.

Wenn es ein Neuwagen sein soll, hat man lange Lieferzeiten.

Falls es ein Gebrauchtwagen werden soll: Ich würde ein neu gekauftes und nur selber gefahrenes Auto nicht ohne Not gegen einen Gebrauchtwagen mit zweifelhafter Herkunft tauschen

Themenstarteram 29. April 2022 um 13:08

Zitat:

@autosmachenfreude schrieb am 29. April 2022 um 12:50:54 Uhr:

Die Überlegung kann ich nicht nachvollziehen:

Auf Grund der Marktlage bekommt man zwar höhere Preise beim Verkauf, zahlt aber auch entsprechend mehr beim Kauf eines anderen Fahrzeugs.

Wenn es ein Neuwagen sein soll, hat man lange Lieferzeiten.

Falls es ein Gebrauchtwagen werden soll: Ich würde ein neu gekauftes und nur selber gefahrenes Auto nicht ohne Not gegen einen Gebrauchtwagen mit zweifelhafter Herkunft tauschen

Die Marktlage bezog sich auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise, nicht auf die sehr teuren Gebrauchtwagenpreise. Das gleicht sich ja, wie du korrekt anmerkst, einigermaßen aus, da ich einen Gebrauchten für einen Gebrauchten gebe.

Ich kann den Teil mit dem "selber gefahren" nachvollziehen, aber in meiner Situation kein Pluspunkt:

1. Mein GTI hat Zündaussetzer, die von der Werkstatt trotz hohen Reparaturkosten nicht behoben werden konnten. Seitdem fahre ich nur noch Ultimate 102, das hat etwas geholfen, aber beseitigt ist es nicht. Inzwischen hat er "nur" noch einen extrem unrunden Leerlauf, vorher hat sogar immer die Motorkontrollleuchte geblinkt ...

2. Dazu stand er fast 2 Jahre nur in der Garage und wurde nicht bewegt, weil ich zwischenzeitlich ein Leasingfahrzeug hatte und ich mich vom GTI aber nicht getrennt habe, weil er streng genommen ein "Firmenfahrzeug" ist - im Nachhinein ein großer Fehler, den ich sehr bereue.

3. Meine berufliche Situation hat sich im letzten Jahr stark gewandelt, vorher war ein Großteil der Strecke deutlich unter 10 km. Auch nicht die beste Bedingungen.

Zusammengefasst: Die Wahrscheinlichkeit, dass es dem "neuen" Gebrauchten noch schlechter geht als dem meinen ist unwahrscheinlich.

Der Zustand wirkt sich natürlich aber auch negativ auf meinen erzielbaren Verkaufspreis aus.

Themenstarteram 29. April 2022 um 13:14

Zitat:

Von daher: grundsätzlich nur dann Diesel, wenn Strecken unter 40-50 km mit Autobahn Richtgeschwindigkeit die Ausnahme sind.

Schwierige Sache. Der Kurzstreckenanteil ist schon relativ hoch, weil ich auf dem Land lebe. Mein letzter Diesel, der vorher von meiner Familie auch hauptsächlich auf Kurzstrecken gefahren wurde, hat bei 200.000 km angefangen, sich über einen zugesetzten DPF zu beschweren. Sonst aber alles einwandfrei.

Kann ich da einfach mal Verbrauchswerte vom Spritmonitor abgreifen, sind die realistisch? Wenn der Unterschied von i zu d bei über 2 l liegt, würde es mir sehr schwer fallen, den Benziner zu nehmen. Vielleicht auch Kopfsache.

Vollhybrid ist bei ständig wechselnden Geschwindigkeiten eine gute Option. CNG natürlich auch, aber das sind meist komische Mühlen, und die Tankstellen sind meist nicht gerade griffbereit.

Beim Diesel von BMW ist die AGR das Thema. Danach folgt der Turbo und DPF kommt danach.

1. Diesel hat ca. 30% mehr Energie pro Liter bei aktuell ähnlichem Preis.

2. Die Steuervorteile von Diesel könnten kippen, ich persönlich vermute dass Diesel nicht mehr wesentlich billiger wie Benzin wird, weil die Nachfrage sehr hoch bleiben wird.

3. Alternative Kraftstoffe wie E85 oder Gas ist als Hybridsystem (möglichst ab Werk) was feines.

4. Obwohl ein Diesel unter dem Strich wohl weniger teuer sein wird, so erscheckt mich doch immer wieder die Problematik der Partikelfilter und Injektoren, die teilweise sehr teuer werden können. Das fällt stärker ins Gewicht, wenn der TE den Wagen länger fahren möchte.

Diesel Hauptlieferant ist Russland. Davon trennt man sich gerade und so bald wird sich daran auch nichts ändern. Die ganze LKW Flotte wird noch ewig darauf angewiesen sein, bis mal was mit Hybrid oder Brennstoffzelle kommt. Da die CO2 Steuer nach Energiegehalt angepasst werden wird (EU Vorgabe) kommen bei Diesel weitere 20 Prozent dazu. Ich glaube nicht, dass Diesel dauerhaft noch unter 2 Euro fallen wird.

Dennoch sind die Verbrauchswerte bei Spritmonitor (mittlere 50 Prozent betrachtet) bei gleichem Fahrzeug, jeweils 2 Liter Hubraum, zwischen Diesel und Benziner weit auseinander. D.h man kann immer noch Geld mit dem Diesel sparen.

Auf Kurzstrecken würde ich ihn aber auch nicht haben wollen. Wegen der von anderen bereits erwähnten erwarteten technischen Problemen. Aber auch wegen des nach wie vor weniger komfortablen Verhaltens (Geräusch, Vibrationen).

Unter den Voraussetzungen würde ich auch zum Vollhybriden raten. Dieselverbrauch mit einem einfachen Benziner. Leider gibt's die brauchbar nur von Toyota/Lexus, Honda oder Ford.

Zitat:

@F20Fahrer schrieb am 29. April 2022 um 15:07:58 Uhr:

Dennoch sind die Verbrauchswerte bei Spritmonitor (mittlere 50 Prozent betrachtet) bei gleichem Fahrzeug, jeweils 2 Liter Hubraum, zwischen Diesel und Benziner weit auseinander. D.h man kann immer noch Geld mit dem Diesel sparen.

Dass die Verbräuche bei gleich großem Motor zwischen Benzin und Diesel unterschiedlich sind liegt hauptsächlich an dem abweichenden Energiegehalt je Liter, aber auch an den unterschiedlichen Leistungskurven, Getrieben ect.

Hier kann man überschlagsmässig eine Orientierungshilfe bei unterschiedlichen Treibstoffen bekommen:

https://rechneronline.de/elektroauto/

Wie viel Energie für den jeweiligen Kraftstoff zur Herstellung aufgewendet wird, steht auf einem ganz anderen Blatt...

Wegen der Steueränderungen dürfte Diesel die nächsten Monate 20 Cent teurer sein als Benzin.

Zitat:

@Emsland666 schrieb am 29. April 2022 um 16:05:28 Uhr:

Wegen der Steueränderungen dürfte Diesel die nächsten Monate 20 Cent teurer sein als Benzin.

Weshalb?

Die jährliche Fahrleistung ist für einen Diesel zu gering. Ob ein BMW 318 als Benziner im Alltag deutlich sparsamer ist als der Golf würde ich bezweifeln.

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