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Gas oder Diesel?

Themenstarteram 17. Mai 2010 um 20:57

Hallo Gemeinde,

da unsere Tochter im Sommer eingeschult wird, werden zu unseren bisher beschaulichen 15 bis 20.000 km Laufleistung pro Jahr etwa 10.000 km dazukommen.

Derzeit fahre ich einen S 210, E 320, 4Matic und allerlei schönen Sachen, die man nicht unbedingt braucht, aber die man nie mehr missen möchte.

Wie viele 210er knuspert auch meiner an einigen Stellen. Darum soll er (wenn die Bank mitspielt) durch einen S 211 ersetzt werden.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ein Dieselfahrzeug oder ein Benziner mit Gasanlage sich bei der oben angegebenen Laufleistung lohnt und wie hoch etwa die Differenz zwischen den beiden Antriebsarten ist.

Und noch etwas: in einem Thema im 210er-Forum wurde empfohlen, nur einen Mopf-211er zu kaufen. Sind die Vor-Mopf denn problematischer als die späteren Modelle?

 

Vielen Dank für eure Hilfe

Jrööße us Kölle

Beste Antwort im Thema

wirthensohn,

wenn ich mit meinem 280 CDI 7,1 l auf 100 km verbrauche, dann musst du mir mal die Rechnung mit deinem Gas-500er darlegen:D

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Nein, die Vor-Mopf sind nicht wirklich viel schlechter. Die Mopf sind natürlich besser. Viele schrecken vor der elektrohydraulischen SBC-Bremse zurück, die mit der Modellpflege entfallen ist. Aber die SBC ist inzwischen ausgereift.

Ich persönlich halte eigentlich relativ wenig von deutschen Autos, insbesondere solchen mit zu viel Elektronik und viel Spielereien und insbesondere solche vor einem Facelift/Modellpflege - aber nach langem Forschen und Lesen in verschiedenen Foren habe selbst ich bewusst und ohne Bedenken zu einem 2005er Vor-Mopf gegriffen. Im 2005er sind schon viele Neuigkeiten eingeflossen, die eigentlich zumeist aber zu unrecht der Modellpflege angerechnet werden. Also das 2005er Modell ab etwa Mitte 2005 kann ich empfehlen.

Ob sich die Gasanlage im Vergleich zum Diesel streng betriebswirtschaftlich lohnt, kannst Du auf amortisationsrechner.de ermitteln.

Ich hatte mein erstes Auto schon im April 2005 auf Autogas umrüsten lassen und bin insgesamt über 120.000 km mit zwei Autogas-Autos gefahren. Von daher kann ich Dir sagen, dass die Amortisationsrechnung spätestens nach dem ersten Tanken vergessen ist, wenn Du nur noch verdutzt auf den geringen Gesamtpreis schaust und mitleidig dumm grinsend in die frustrierten Gesichter der Leute blickst, die an den anderen Zapfsäulen einen halben Reichtum für Benzin oder Diesel ausgeben.

Bei der Rechnung musst Du eines bedenken, ein klassischer Fehler vieler Leute: ein Diesel rechnet sich gegenüber einen Benziner ab einer jährlichen Laufleistung von ca. 20.000 km; aber...

...das kann man beim Autogas-Auto so nicht rechnen. Wenn Du 2500 Euro für die Umrüstung investieren musst, hast Du diese Investition nach wahrscheinlich einmalig 30.000 bis 40.000 km wieder reingeholt. Danach kommt nichts mehr, dann jedoch kommt der enorm günstige Gaspreis dauerhaft voll zum tragen. Und der geringe Steuersatz auf Autogas ist bis Ende 2018 garantiert.

Bei mir lag die effektive Ersparnis bei 30.000 km jährlich seit 2005, bis mein Autogas-Mazda zum Zweitwagen wurde und der dicke W211 als "Alltagsschlampe" dazu kam, bei rund 2.000 Euro jährlich. 2.000 Euro mehr in der Tasche am Jahresende oder nicht, sind ein Argument, finde ich.

Für mich standen zwei 211er zur Wahl: E320 CDI oder E500. Man sollte es nicht glauben, aber nach unendlich viel rechnen kam ich immer wieder zu der Erkenntnis, dass ein E500 mit Autogas günstiger käme, als ein E320 CDI: Treibstoffkosten geringer oder maximal gleich, dafür deutlich geringere KFZ-Steuer, geringere Versicherungsprämie und Wartungskosten sollten auch einen Tick geringer ausfallen. Dass es doch ein E320 CDI wurde, hat verschiedene Gründe - ganz glücklich bin ich im Nachhinein, insbesondere mit Hinblick auf die derzeitigen Spritpreise, aber nicht.

Gruß,

Christian

wirthensohn,

wenn ich mit meinem 280 CDI 7,1 l auf 100 km verbrauche, dann musst du mir mal die Rechnung mit deinem Gas-500er darlegen:D

Ok, mal ein bisschen hypothetisch gerechnet:

Ich hatte den E500 damals mit rund 14 Liter Autogas auf 100 km angesetzt. Bei 60 Cent je Liter aktuell hier und heute komme ich da auf 8,40 Euro pro 100 km.

Nehme ich jetzt Deine 7,1 Liter Diesel für hier und jetzt gerade 1,21 Euro je Liter, komme ich auf 8,59 Euro je 100 km.

Die doppelte KFZ-Steuer und den etwas höheren Versicherungsbeitrag beim Diesel lassen wir in dieser hypothetischen Rechnung mal unter den Tisch fallen....

Wirtschaftlich kommt sich das gleich. Aber jetzt eine subjektive Frage: was macht mehr Spaß bei identischen Kosten? Ein V6-Diesel oder ein dicker, fetter, mördermäßig dumpf bollernder Fünfliter-V8-Benziner mit satten 306 PS? :D

Gruß,

Christian

Hallo Benzfreund

Du stellst da eine ziemlich grundsätzliche Frage. Die kann man wirklich nur für sich selbst beantworten. Manche mögen das 'Gefrickel' mit Gasautos einfach nicht leiden. Die werden sich das nie 'schönrechnen'.

Ich hatte z.B. unbedingt einen Gas-Benz gewollt, hatte mich beim Umrüster vorinformiert nach dem geeignetsten Motor, und habe nun einen 350er. Trotzdem war der Umbau mit Problemen behaftet, die teils erst nach Wochen und Monaten ausgestanden waren. Kam wohl etwas Pech dazu: öfter Falschluft, dadurch Gas- und Motorsteuergeräte durcheinander gekommen: Motorkontrolleuchte an - mal wieder zum Umrüster. Eine wirkliche 'Panne' gab es nie. Gekostet hat mich das ausser Zeit und Nerven nicht viel, aber geärgert hat es mich schon. Hatte mich ja extra vorab informiert (wie hier und im Autogas-Forum empfohlen) und der Umrüster hatte ja einige sehr nette Umbauten bereits gemacht. Sämtliche 350er funktionierten problemlos, bis auf meinen - war allerdings auch sein erster E 350. Jetzt ist hoffentlich alles ausgestanden. Da ist der Diesel-Kauf sicher einfacher (abgesehen von der Steuer-Rechnung am Ende des Jahres).

Die Prins-Anlage hat mich nun 2.500€ gekostet. Da ich das Auto praktisch direkt nach dem Kauf umgerüstet hatte, sieht man 'psychologisch' nur den Endpreis (den ich an anderer Stelle für das gleiche Auto ohne Gasanlage locker hätte bezahlen können), und fängt direkt an zu sparen. Gerade gestern für 40 Euro 67 Liter getankt. Da bekommt man schon ein Grinsen, wenn man die "1.25,9" für Diesel sieht, und das eigene Auto leise säuselt, und bei Bedarf besser losschiesst, wie es ein Diesel nie könnte. Kein spürbarer Leistungsverlust und ca. 13 L/100 km Gasverbrauch, 1-1.5 L mehr als mit Super.

Trotz anfänglicher Probleme habe ich es nicht bereut. Man fährt etwas besonderes und ist umweltfreundlicher unterwegs (was man persönlich natürlich nicht merkt ausser am 'Öko-Bonus' der Versicherung). Das Gastankstellen-Netz ist sehr eng. Die Preise haben eine prozentual enorme Bandbreite (von 58 bis knapp 70 cent in meiner Gegend). Man will schon weiterfahren zur billigeren Quelle. Wenn man dann mit den 1.45 für Super an der gewöhnlichen Tanke vergleicht - bleibt wieder nur das Grinsen.

Was man nicht vergessen darf: bei extrem viel Kurzstrecken wird viel zusätzliches Benzin (Kaltstart-Phase) gebraucht, dadurch steigen die Gesamtkosten. Aber für Kurzstrecken ist ein Sechzylinder S211 sowieso nicht das richtige Auto, finde ich.

Beste Grüsse und viel Spass bei der Entscheidung und anschliessenden Suche

Markus

Zitat:

Original geschrieben von greenline87

wirthensohn,

 

wenn ich mit meinem 280 CDI 7,1 l auf 100 km verbrauche, dann musst du mir mal die Rechnung mit deinem Gas-500er darlegen:D

Morgen...!

Zum Vergleich sollten schon Diesel hergezogen werden, die auch mit dem 500ter mithalten können und kein lächerlicher 280iger!!!;)

Rein von den Fahrleistungen bietet sich da der 420iger an. Dieser benötigt beim Sprint von 0-100 Km/h ca. 6,4 Sekunden. Bis auf 180 Km/h vergehen 19,3 Sekunden. Das sind ungefähr die Werte, welcher auch vom Vor-MoPf 500ter erreicht werden. Selbstredend ist der MoPf 500ter um einiges schneller;)

Wenn du diesen E 420 zugrunde legst, bist du dort auch schon bei einem Verbrauch von ca. 10 Litern Diesel im Durchschnitt! Von Steuer und Versicherungen wollen wir mal garnicht reden.:)

 

Vieles wurde schon von den Anderen geschrieben. Mich hat vor allem der Wechsel des Turboladers bzw. im E420 der Bi-Turbos abgeschreckt. Wenn dieser irgendwann ansteht, ist der Gas-Umbau sofort armortisiert, da dies ungefähr das gleiche kostet. Ich kenne keinen im Familien- und Freundeskreis bei dem der Turbolader länger als 140.000 Kilometern hielt, leider. Es waren aber auch viele Fahrzeuge dabei, die meist als Kurzstreckenfahrzeuge eingesetzt worden sind.

 

 

MfG André

 

Zitat:

Original geschrieben von wirthensohn

Aber jetzt eine subjektive Frage: was macht mehr Spaß bei identischen Kosten? Ein V6-Diesel oder ein dicker, fetter, mördermäßig dumpf bollernder Fünfliter-V8-Benziner mit satten 306 PS? :D

dreimal darfst du raten :D

Ich möchte Dir einfach nur den 320 CDI an Herz legen.

Ob Mopf oder nicht hängt natürlich vom jeweiligen Geldbeutel ab.

Mehr braucht man wirklich nicht und der Spaß kommt bei Papis auch nicht zu kurz.

@pcAndre: hinkt der Vergleich von E420 CDI und E500 Vor-Mopf nicht etwas arg? Der E500 tritt mit 306 PS und geradezu bescheidenen 460 Nm an (also eben so viel wie der E280 CDI 3.0 V6, auch wenn ihm 116 PS fehlen), während der E420 CDI mit 314 PS und 730 Nm eine geradezu atemberaubende Macht an Schubgewalt abgibt *habenwill*

Ich bin E500 (306 PS, 460 Nm) und E320 CDI (3.0 V6, 224 PS, 510 Nm) unmittelbar nacheinander probe gefahren und bis Autobahnrichtgeschwindigkeit würde ich persönlich beide Modelle subjektiv als Ebenbürtig bezeichnen. Jenseits von Tempo 150 schlägt dagegen die Stunde des E500.

Den E280 CDI in der neueren V6-Variante würde ich jetzt nicht gerade als "lächerlich" bezeichnen. Allerdings lässt sich der Abstand zum E500 natürlich nicht wegdiskutieren.

Zurück zum Thema: aus langjähriger Erfahrung würde ich spontan jederzeit zum E320 / E350 mit Autogasumrüstung raten. Im Vergleich zum Sechszylinder-Diesel fehlt es natürlich erheblich an Drehmoment. Wirtschaftlich wäre das sicher die beste Wahl, besser als jede Diesel-Motorisierung.

Übrigens: ich rate grundsätzlich dazu, wenn eine Autogas-Umrüstung ansteht, immer eine möglichst üppig motorisierte, wenn nicht gar übermotorisierte Variante zu wählen. Denn was in Verbindung mit Autogas auf Dauer für Motor und Ventile nicht so gesundheitsfördernd ist, ist der häufige, langandauernde Betrieb mit Volllast. Hat man dagegen ein reichhaltig bestücktes Gefährt, wird der Motor niemals nennenswerte Strecken unter Volllast zurücklegen und somit ist die Gefahr eines Motorschadens extrem gering. Eine E-Klasse mit Vierzylinder (-Saugmotor) würde ich niemals auf Autogas umrüsten.

Gruß,

Christian

Unsinnige Diskussion:

Machen 300E/a mehr oder weniger im Verbrauch ggü. dem Wertverlust von ... 2KE/a WIRKLICH etwas aus ....?

Würde eher darüber nachdenken,

1. ob das Auto durch das Töchterlein "gepflegter" wird. (-> Dacia)

2. ob der Dollor ggü. E fällt, steigt, die Ruusen den Gashahn zudrehen, das Wetter besser wird etc pp.

Zitat:

Original geschrieben von may.hem

völlig unsinnige Diskussion:

Machen 300E/a mehr oder weniger im Verbrauch ggü dem Wertverlust von ... 2KE/a WIRKLICH etwas aus ....

Wieso unsinnig?

Ich hatte mit meinem Mazda, immerhin sparsamer und 600 kg leichter als eine E-Klasse, eine effektive Ersparnis von 2.000 Euro jährlich. Würde ich heute noch 30.000 km jährlich zurück legen, wäre es aufgrund der deutlich angewachsenen Preisdifferenz zwischen Superbenzin und Autogas eine noch deutlich höhere Einsparung.

Oder mal anders gesagt: wenn man eine elegante, höchst komfortable und repräsentative E-Klasse zu effektiven Kosten eines sehr sparsam bewegten Golf TDI fahren kann, dann hat das sicher nichts mehr mit "unsinnig" zu tun. Dann ist das höchst reizvoll und wirtschaftlich.

Gruß,

Christian

obacht...

die Differenz Golf TDI zu w211 Diesel KANN durchaus nur bei 1l Diesel liegen. So und nun ?

Zitat:

Original geschrieben von may.hem

2. ob der Dollor ggü. E fällt, steigt, die Ruusen den Gashahn zudrehen, das Wetter besser wird etc pp.

Wie schön, dass der Autogas-Preis im Gegensatz zu Erdgas nicht an den Ölpreis gekoppelt ist, Autogas nicht an den Rohöl- und Benzin-Börsen und auch nicht in Dollar gehandelt wird, Autogas auch nicht primär aus Russland kommt und das Wetter keine Rolle spielt.

Tatsächlich ist es so, dass Autogas heute im Schnitt gerade mal 5 Cent mehr pro Liter kostet als 2005 und das trotz 3% Mehrwertsteuererhöhung. Auch hat Autogas in den letzten 5 Jahren in einem Preisbereich von etwa 10 Cent geschwankt, Superbenzin im gleichen Zeitraum aber bekanntlich um rund 40 Cent.

Schön auch, dass man pro Liter Autogas nur rund 12 Cent Steuern an den Staat rüber reichen darf, bei Superbenzin aber aktuell satte 88,6 Cent je Liter....

Gruß,

Christian

Zitat:

Original geschrieben von may.hem

die Differenz Golf TDI zu w211 Diesel KANN durchaus nur bei 1l Diesel liegen. So und nun ?

*Kann*. Ja. Doppelte KFZ-Steuer noch drauf, die Versicherung und die recht happigen Wartungskosten beim Diesel und schon sieht die Rechnung anders aus ;)

Ich habe es rauf und runter durchgerechnet. Ich habe mich zwar für den E320 CDI entschieden, streng betriebswirtschaftlich durchkalkuliert ist das aber mit Abstand die teuerste Motorisierung - im Vergleich zu autogasenden Benzinern, wenn man den E400 CDI und die AMGs außen vor lässt.

Allerdings werde ich es hier und jetzt ganz sicher nicht versuchen, einen offensichtlich überzeugten Autogas-Gegner von Autogas zu überzeugen. Wer das Gefühl beim Tanken und beim äußerst dieselmäßig preisgünstigen Fahren eines geschmeidigen, laufruhigen, leisen Sechs- oder Achtzylinder-Benziners nicht selbst erlebt hat, wird niemals den Reiz an Autogas verstehen (können). Der Autogasfahrer lächelt vergnügt, genießt und denkt sich nur "wenn Du wüsstest"... :D

Gruß,

Christian

soso, "Autogas" käme nicht von Raffinerie oder Russland ? Ja woher dann ?

Und kostet also seit sagenwir 5 Jahren immer gleich viel ?

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