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Gabelsetup/Revalve/Shim-Stack machen

Themenstarteram 6. September 2011 um 19:04

Mahlzeit!!

Wie oben im Titel soll es hier um das Setten bzw. Revalven einer Gabel gehen.

Bei meiner Gabel stand mal wieder ein Gabelservice an weil sich das gute (Drecks)Stück schon totgeölt hat.

Da dachte ich mir so, da ich mit dem Grundsetup nicht so recht zufrieden war und ich das Teil eh auseinander habe.

Warum dann nicht gleich mal etwas gröber Hand anlegen.

400 Tacken für eine Gabelüberarbeitung will und kann ich nicht ausgeben.

Also werde ich das Setup selber machen.

Also dachte ich so bei mir mach ich mal ne kleine Foto-Story draus.

Bei der Gabel handelt es sich um eine Marzocchi Shiver 45 USD aus einer Husky CR 250

Die Gabel war mir zu bockig und zu harsch über kleine Unebenheiten.

Über große Sprünge hingegen war es okay jedoch war da noch Reserve.

Zum Durchschlagen habe ich die Gabel noch nicht oder nur selten gebracht.

Mit der Druckstufe war ich eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden.

Zum Ziel des Ganzen.

Ich möchte der Gabel ein plüschigeres Fahrverhalten verpassen.

Die Progression aber weitgehend beibehalten nur nicht auf so hohem Niveau.

Das Öl was drin war sah schon sehr schön dreckig aus wie auf den Bildern zu sehen.

War auch metallischer Abrieb drin.

So nun zu den Änderungen die an der Gabel gemacht werden sollen.

Die Standrohre,Dämpferrohr,(Dämpferstange) werden poliert um das Losbrechmoment zu senken.

Grate an den Bohrungen der Kolben weggenommen.

Das Grundsetup wird ebenfalls geändert.

Vom 7,5er Öl werde ich umsteigen und 5er Öl nehmen

Die erste Aktion war die Reinigung der Gabelinnereien

Ultraschallen des Druckstufenstellers, reinigen der restlichen Innereien.

Danach kam die Bestandsaufnahme des Setups auf der Druckstufenseite .

Das Grundsetup war ein "2 stage shim stack" mit einem Crossover-Schim.

Wie es auf Bild 14 zu sehen ist.

So dann wurde ein wenig rumtelefoniert um ein paar zusätzliche Shims zu organsieren.

Der Motorradhai konnte mir auch gleich weiterhelfen.

Also in das Auto gehüpft und die Shims geholt.

Kostenpunkt 5 Euro

Danach aus dem "2 stage shim stack" einen "3 stage stack" gemacht und einen zweiten Crossover-Shim eingefügt.

Einen der großen Shims habe ich rausgelassen.

Wie auf Bild 15 zu sehen ist.

Damit ist das Shimpaket nicht so steif wie es vorher war.

Aber ein großer Teil der Progression sollte somit erhalten bleiben.

Dass es zu Beginn weicher ist merkt man schon wenn man mit dem Finger dran schnippst.

Nach hinten wirds dann aber immer noch recht hart.

Bei größeren Durchflussmengen sollte es noch ähnlich reagieren wie vorher nur auf schwächerem

Niveau.

Wie sich die Druckstufe mit dem dünneren Öl verhält wird mein Popometer herausfinden müssen.

Ob es der große Wurf wird kann ich mir zwar noch nicht im Entferntesten sagen aber wie sagt man so schön.

Wer es nicht probiert wirds nicht rausfinden.

"Versuch macht klug"

Die nächsten Testfahrten werden hoffentlich aufschlußreich werden.

Wenn ich mit der Gabel durch bin werde ich das gleiche nochmal beim Dämpfer machen.

Ich werde am Ende eine Auflistung der Kosten machen.

Schildert eure Erfahrungen auf dem Gebiet.

MfG

 

20 Antworten
Themenstarteram 7. September 2011 um 14:56

kleines Update

Meine Siris sind heute gekommen

Kosten 25 inkl. Versand

Die Hartverchromung auf einem Tauchrohr habe ich auch schon

poliert. Glänzt wieder wie ein Judenei und sollte dem Losbrechmoment

eher abträglich sein!

 

Habe aber leider feststellen müssen dass ein Standrohr im Inneren im Bereich der unteren Klemmung schon ein wenig gelitten hat.

Da ist leider die Beschichtung durch.

Bin am überlegen ob ich dass zum Hartanodisieren gebe.

Würde mich nochmal 90 Euro Kosten

 

Zitat:

Original geschrieben von RobMX246

kleines Update

Meine Siris sind heute gekommen

Deine was :confused:

Siris

Themenstarteram 7. September 2011 um 17:39

Siris "aka" Simmerringe "aka" Wellendichtringe

"aka" -> also known as

Wäre schön wenn man das gleich so bei einer Anleitung ,

was ich übrigens für eine gute Idee halte, schreiben würde :)

Diese komischen Abkürzungen mag ich persönlich eh nicht .........

Themenstarteram 9. September 2011 um 19:13

Kleines Update zu den Polierarbeiten.

Habe mich zum Cafe mal in die heimische Werke verkrochen und die

zweite Seite fertig poliert.

Es geht voran!

Poliert habe ich das Dämpferrohr und Standrohr

Hier angehängt nun ein paar Fotos der Polieraktion

Bild 1) Vorher

Bild 2) Mittendrin

Bild 3) Danach

Ich glaube dass da ein Unterschied erkennbar ist.

Mir fehlen nur noch die Eloxalteile und das Öl.

Dann gehts an den Zusammenbau und zum testen des neuen Setups.

Außerdem an die Behebung des letzten gröberen Highsider-Bergabsturz-Schadens.

Themenstarteram 13. September 2011 um 14:27

So heute sind die Standrohre zum Hardanodisieren gegangen.

Der Spaß wird mich 85€ + Mwst kosten.

Ich hoffe dass es das auch wert ist.

Damit ist es dann aber wenigstens vernünftig.

Themenstarteram 23. September 2011 um 16:56

So meine Hartcoat(Harteloxal) Teile habe ich gerade abgeholt.

Kosten = 101 Euro inkl. Mwst.

Günstiger wird es erst wenn man mehrere Teile auf einmal hingibt da die Firma einen Mindestauftragswert von der oben genannten Summe hat.

Ergebnis:

Farblich sieht es genauso aus wie vorher nur mit dem Unterschied dass die Oberfläche stumpfer/matter wirkt als vorher.

Aber die Oberfläche sieht aus als ob da jetzt etwas mehr Tiefe wäre.

Die Oberfläche wirkt jetzt eher glasig.

Man konnte vor der Beschichtung ahnen dass die Originalbeschichtung nur sehr dünn ist. Der Beschichter bestätigte das auch weil die Entschichtung nur sehr wenig Zeit in Anspruch nahm.

Das spricht nicht unbedingt für die Marzocchi Erstausrüster Qualität.

 

Ich werde heute noch mit dem Zusammenbau beginnen und schauen wie sich die Toleranzen im augenblicklichen Zustand verhalten und ob da noch Nacharbeit von nöten ist.

Außerdem habe ich leider noch feststellen müssen dass die Lenkkopflager fällig waren.

Die Lager haben scheinbar mal ne Weile im Wasser gestanden und haben dadurch an den Kontaktflächen korrodiert was das berühmte Rattern zur Folge hatte.

Ich war aber zu geizig einen Satz für 60 Euro zu kaufen.

Also war ich schön vorsichtig bei der Demontage der alten Lager damit ich den Dichtsatz nicht beschädige.

Also einfach einen Ford Radlagersatz vom Escort genommen.

 

Kostenpunkt 27 Euro

Themenstarteram 9. Oktober 2011 um 19:48

So es ist ja nun etwas Wasser die Spree runtergeplätschert seit dem letzten post.

Es wird nun Zeit die ersten Eindrücke der ganzen Aktion zu beschreiben.

Komme gerade von der ersten Proberunde auf unserem nächstgelegenem Testgelände.

Die ersten Eindrücke sind positiv.

Zu den geländemäßigen Begebenheiten:

Ich habe in waschbrettartigen Wellen testen können und auf einer kleinen engen und schmalen Endurorunde mit kleinen fiesen Bremswellen.

Die Bodenverhältnisse waren griffig und teils schmierig.

Die Gabel scheint die Spur besser zu halten als vorher.

Das Frontend fährt in engen Kurven auf der schmalen Strecke nun nicht mehr so leicht aus der Kurve.

Das Fahrverhalten am Frontend wirkt jetzt lebendiger und nicht mehr so störrisch wie vorher.

Ich würde sagen es wirkt jetzt sicherer als vohrer.

Das Vorderrad hält nun den Bodenkontakt besser und man merkt das es williger meinen Lenkbefehlen in Spuren folgt.

In Wellen Ist der Eindruck ebenfalls sicherer geworden weil die Gabel jetzt effektiver arbeitet und ihren Arbeitsbereich scheinbar vergrößert hat.

Ich bin zügig durch das Waschbrett gefahren aber da ging noch mehr.

Das Frontend arbeitete in 3/4 seines Arbeitsbereichs.

Über große Sprünge müsste da noch genug Reserve sein.

Meine Handgelenke hatten jedenfalls nichts zu beanstanden.

 

Zu den Einstellungen die ich gefahren bin: im ersten Umlauf Druckstufen vorne und hinten komplett offen und die Zugstufen zu.

Im nächsten Umlauf die Duckstufe der Gabel halb zu gedreht. Zugstufe ebenfalls auf Mitte

Am Dämpfer Druckstufe komplett offen und Zugstufe halb offen.

Habe den Dämpfer auf der Druckstufe offen gefahren damit die Balance zwischen Heck und Front besser gewahrt bleibt.

Was aber aufällt ist dass das Federungssetup nun etwas stäker aus der Balance zu sein scheint.

Der Dämpfer kickt manchmal selbst mit zugrdrehter Zugstufe in den Wellen.

Dann habe ich die Zugstufe weiter aufgedreht un das Kicjen verschlimmerte sich.

Diese Unarten muss ich dem Teil wohl abgewöhnen.

Das würde das Fahrverhalten auf die "safe" Seite verschieben.

Meine angepeilte Kur für den Dämpfer möchte ich folgendermaßen gestalten:

Feder gegen eine weichere tauschen um eine Bessere Balance zu erlangen.

Die Empfehlung gibt jedenfalls das Race Tech Federauswahl-Tool.

Spricht ja auch eindruckmäßig etwas dafür so zu verfahren.

Zugstufe überarbeiten und die Druckstufe vielleicht auch ein wenig sensibler machen.

Soweit meine ersten Fahreindrücke ich werde demnächst mal auf der nächstgelegenen Strecke testen die meist in katastrophalen Zustand ist.

Themenstarteram 22. November 2011 um 0:08

Die Gabel konnte ich jetzt nochmal auf der Strecke testen.

Fiese Bremswellen bügelt die Gabel jetzt weg wie nichts.

Die Handgelenke werden schön geschont.

Bisher kein Durchschlagen.

Das einzige was ein wenig gelitten hat ist das Feedback zum Untergrund weil die Gabel nun besser arbeitet.

Daran muss ich mich erst etwas gewöhnen.

Im Sommer werde ich wahrscheinlich wieder auf das 7.5er Öl wechseln.

Ansonsten hat die Überarbeitung das gebracht was ich mir erstmal vorgestellt habe.

Da der Dämpfer da nicht mithalten konnte kann ich die neue Gabelperformance noch nicht in bessere

Rundenzeiten umsetzen.

Ich hoffe das ändert sich wenn der Dämpfer überarbeitet ist.

Ich bemühe mich eine gute Balance zwischen Gabel und Dämpfer hinzubekommen.

 

Eine wirklich genaue Aussage kann ich aber erst mit dem überarbeiten Dämpfer geben.

Außerdem müssen weitere Testfahrten Klarheit schaffen und eventuelle Schwächen aufdecken.

Wie sagt man so schön die Suche nach dem perfekten Fahrwerk ist nie zu Ende.

Hi,

danke für deinen ausführlichen Bericht; hat mir zumindest Mut gemacht, nachdem ich grade dabei bin, meine TE310 Gabel handgelenkschonender auf zu setzen.

Bei deinem Ergebnis fehlt mir noch das Verhalten bei kleinen Hindernissen, das du im Anfangspost bemängelt hat.

bei der 310er (11) sind 6 grosse vor dem XO drin; hab den XO nun zwischen dem 3. und 4. Shim. ist besser, aber noch nicht optimal.

Die Huskys haben 0,15er Shims drin; ich werd jetzt mal auf di 0,10er wechseln.

Themenstarteram 29. März 2012 um 15:20

Bei dem Setup was ich da verbaut hab, ist bei kleinen Hindernissen so soft dass da quasi jede noch so kleine Unebenheit weggebügelt wird.

Das Ansprechverhalten ist jetzt absolut top allerding erkauft man das mit einem Nachteil dir fehlt das Feedback vom Untergrund.

Ich würde bei mir wahrscheinlich sogar nochmal an die Druckstufe gehen um den vorderen Bereich der Dämpfungskurve wieder etwas steiler zu bekommen. Den Low-Speed wieder etwas straffer wär für meine Begriffe besser.

Wie gesagt fürs Motocross fehlt mir ein wenig das Feedback vom Untergrund.

Fürs Enduro könnte das aber funktionell sein.

Was hast du für eine Gabel drin?

Closed-Cartridge oder Open-Cartridge

am 9. April 2012 um 9:25

Servus aus Wien,

ich hatte kurz eine 400er Beta mit 5er-Öl drin, die ging wunderbar weich.

Jetzt will ich bei der gebraucht gekauften 450er das Öl tauschen, finde nirgends das Anzugsdrehmoment für die grossen Verschlusschrauben der Gabelschäfte oben/unten.

Geht das einfach so - oben und unten die Schrauben öffnen, Öl rauslassen, unten zu, Öl rein oben zu?

Hilfe bitte, THX, Alex.

Themenstarteram 9. April 2012 um 14:33

Anzugsmomente findet man in den Bedienungsanleitungen der Gabeln auf den Herstellerseiten.

Gibts meist als Download im .pdf Format.

Da ich nicht weiß was da für eine Gabel verbaut ist kann man das nur schwer beantworten.

Wichtig ist dass dir klar wird wie deine Gabel funktioniert.

Wenn man verstanden hat wie ein(e) Dämpfer(Kartusche) funktioniert lösen sich viele Fragen in Wohlgefallen auf.

Da es größere Unterschiede zwischen closed und open Cartridge gibt kann ich dir deine Frage schlecht beantworten.

Wenn dir nicht klar ist was du im Einzelnen tun must gib die Gabel lieber in fremde Hände.

am 3. Juni 2013 um 20:59

Hallo,

bin über die suche auf diesen fred gestoßen, als ich die 48er White Power Gabel von der 250er EXC bj 2004 meines alten herren mal warten wollte,Ölwechsel war ran.

Da sie sehr störrisch und hart war, und die einstellmöglichkeiten über druckstufe und zugstufe das nicht mehr ausgleichen konnten, habe ich nach einer anderen shim-einstellung gesucht.

Ich habe also die Druckstufenventil e auseinandergenommen, die originale einstellung ist dort wo das ventil noch dabei liegt (druckstufe1) (auf dem Blatt habe ich mich verschrieben, es ist keine 2003er sondern 2004, und ich hoffe das es noch die originale einstellung ist, nicht das die Vorbesitzer was geändert haben)

auf dem nächsten bild (druckstufen-shims) ist dann meine geäderte einstellung zu sehen. ich habe die 20er scheibe zwischen die 24iger gemacht und eine von den 24igern weggelassen.

Ich konnte mir die auswirkungen nicht wirklich vorstellen, aber dachte eig das man gar nix merkt bei der geringen

veränderung.

Ich habe nun testfahrt gemacht, also sie ist weicher geworden :)

Aber nicht viel, zum vergleich sie ist nicht so sanft wie die 2007er closed cartridge in meiner 450er.

Das losbrechmoment ist sehr groß, vielleicht gibt es sich aber noch nach einer gewissen einlaufzeit.

Vielleicht hilft das hier auch mal jemandem, gleichzeitig dank an den TE!

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