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Fuhrpark des Teufels

Themenstarteram 14. Juli 2007 um 15:58

Habe heute im Phönix TV einen Bericht über das missglückte Attentat auf den spychopatischen damaligen "Reichskanzler" gesehen. In den Original-Dokumentar Filmen wurde von der Machtergreifung bis zum Ende im Führerbunker in Berlin eine Menge Mercedes Benz Autos Typ 770 bzw W150/II gezeigt. Auf manchen Bildern von "Paraden" sind mehr als ein Dutzend Fahrzeuge auf einen Blick zu erkennen.

Die Paraden fanden zum Beispiel in Frankfurt, Nürnberg , München , Berlin und Hamburg statt. Da der "Irre" viel flog , musste sowas damals schon eine gute Organisation haben , oder es gab an den verschiedenen Orten jeweisl eigene Flotten. Zusätzlich wissen wir vom Obersalzberg , an dem auch zig Autos vorgehalten wurden.

Interessant ist auch der Film : "Der Untergang" mit dem Darsteller Bruno Ganz als Hitler. In diesem Film wird nach bestätigten Zeugenaussagen ein ranghoher Offizier des Fuhrparks befehligt , wie wichtigsten 50l Benzin des Krieges aus den am Führerbunker geparkten Fahrzeugen "für den allerbesten aller Zwecke" abzuzapfen. :D

Man konnte im Film sehen , das da mindesten 50 Autos in der Tiefgarage standen.

So , nun meine eigendliche Frage:Wo sind die Mercedesse, Horchs und Maybachs und auch Opels geblieben, die zur "Flotte" gehörten?

Wurden die unter den Siegermächten aufgeteilt , und wenn ja , weis man , wo sie heute ihren Standort haben ?

Ich hoffe , ich habe meine Abneigung gegen dieses Regime zum Ausdruck gebracht . Ich möchte nur wissen , wo sich die Fahrzeuge befinden und möchte politische Diskiussionen tunlichst vermeiden , was ja auch gegen die Chatregeln wäre.

Danke für eure Antworten.

dsu

20 Antworten
am 14. Juli 2007 um 17:06

ich weis es nicht genau, aber ich denke mal das die Fahrzeuge von den Siegermächten "einkassiert" wurden und wohl größtenteils den Weg der Dinge gegangen sind ... ein "original Hitler-Benz" steht in Sinzheim" das ist aber auch der einzige den ich kenne ...

Hallo zusammen ;)

Genaueres weiss ich auch nicht, zumindest nicht im allgemeinen.

Aber schon vor einigen Monaten bin ich beim Stöbern auf der Webseite von Mirbach auf diesen Mercedes-Benz 770K Pullman gestoßen.

Laut der Webseite war dieses Auto angeblich als Geschenk für einen befreundeten "Regierungschef des neutralen Auslands" (???) gedacht. Es ist also offenbar unwahrscheinlich, dass der grösste Verbrecher aller Zeiten und seine Komplizen in DIESEM Auto gefahren sind.

Immerhin wurde es aber im Auftrag der Reichsregierung gebaut.

Grüße ;)

Lars

am 15. Juli 2007 um 17:55

nett, so einen wollte ich schon immer als Zweitwagen :D

Themenstarteram 15. Juli 2007 um 17:58

Scheint ein Geschenk für den "damaligen Schergen " Mussolini gewesen zu sein....

 

käme schon hin.....

oder General Franco ( Spanien ) wär auch möglich...

Sind denn hier keine "Geschichts-Kenner" , oder ist das Thema zu "heiss"??

dsu

Wenn die Siegermächte die Autos haben , müsste es ja in Moskau , London , Washington "Unmengen" von Fahrzeugen in Ausstellungen geben... ich kenn keine.... genau das ist , was mich neugierig macht...

am 15. Juli 2007 um 18:06

Zitat:

Wenn die Siegermächte die Autos haben , müsste es ja in Moskau , London , Washington "Unmengen" von Fahrzeugen in Ausstellungen geben... ich kenn keine.... genau das ist , was mich neugierig macht...

wahrscheinlich weil die Autos genutzt, verschlissen und gequadert wurden ... das waren halt in den 50er und 60er Jahren auch "nur alte Karren" ... leider :(

gerade in Russland kommt zudem noch ein anderes Schicksal in Frage: Umbau zu was weis ich, in Sinsheim steht ja die berühmte Maybach-Säge und so mancher Traktor in den Kolchosen war ein seinem früheren Leben vllt. auch eine Luxuskarosse ...

http://www.museum-sinsheim.de/00004211CC49_D4E3D357_00004699_0001.html

Themenstarteram 15. Juli 2007 um 20:36

Also eines ist Sicher:

Berlin mit der "Letzten Bastion" wurde von den russischen Streitkräften eingenommen .

Wie es sich bei vielen "wiedergefundenen" Schätzen mitlerweile bewiesen hat : Die Russen haben von allen Siegermächten am professionellsten "buchgeführt" über "Reparationswerte". Sie haben sich die größte Mühe gegeben , das das Zerreisssen des Staatsschatzes von Chaos geleitet wurde , in Wirklichkeit jedoch war das höchstprofessionell. Der Fuhrpark des "Irren" wird nicht als Traktor geendet sein. Es "sollen" neulich Kleidungsstücke aus dem F-Bunker versteigert worden sein , selbst diese genauestens katalogisiert und beschrieben.

Ein W150 wird da nicht einfach an nen Bauern verschenkt worden sein .

Frage : Hat der Kreml grosse Tiefgaragen und weis man , was da so alles steht ?

dsu

am 15. Juli 2007 um 22:18

Ettliche Fahrzeuge sind mitlerweile in privater Sammlerhand.

Es gibt n Haufen Irrer, die alte Panzer, Hitlerlimousinen usw. sammeln, einfach des Habends wegen und nicht wegen rechter Gesinnung.

Mfg, Mark

am 15. Juli 2007 um 23:13

Sind eigentlich irgendwelche dieser Fahrzeuge auch öffentlich zu sehen? Wie gesagt, außer dem Benz-Cabrio in Sinsheim kenne ich keinen.

(und bevor mich hier eine für einen Nazi hält: ich finde Fahrzeuge die einmal berühmten Persönlichkeiten gehört haben insgesamt besonders interessant, egal ob das nun positive oder negative Gestalten waren)

Hallo,

eine interessante Frage, die man vielleicht Guido Knopp stellen sollte ( :D ). Ich habe mich damit auch überhaupt noch nicht beschäftigt. Die überlebenden Fahrzeuge aus Berlin -war die Garage Bestandteil des Bunkers?- dürften wohl garantiert in den Osten gewandert und verbraucht worden sein. Abgesehen von den Modellen, die man zu den "persönlichen" Fahrzeugen von Hitler gezählt und als besondere Trophäe angesehen hat.

Was damals überlebt hat, wird wohl schon lange in der Hand von Sammlern sein, die es verständlicherweise nicht unbedingt an die große Glocke hängen. Auch aus dem "Rest" des Landes dürfte der größte Teil des Fuhrparks unter den Siegermächten aufgeteilt worden sein.

Es soll hier wirklich keine politische Plattform werden. Aber man kann doch in einem solchen Zusammenhang auch den Namen von Hitler erwähnen, ohne daß man sich vorauseilend gleich dafür entschuldigen und distanzieren muß. Kein normaler Mensch wird es verharmlosen oder verleugnen, was damals geschehen ist. Aber es gibt auch (anders als zur Zeit der Nazis) keine Sippenhaft mehr. Und ich fühle mich nicht nicht, nur weil ich deutscher Staatsbürger bin, gleich als Nazi und möchte mich nicht gleich überall dafür entschuldigen, nur weil ich über die Vergangenheit rede.

Mit freundlichen Grüßen

Schwatzmaul

Moin,

Zuerst einmal ... Ich denke durchaus, das die Fahrzeuge dieser Personen wertneutral diskutiert werden dürfen. Schließlich sind diese Fahrzeuge nunmal Zeugen der Geschichte (Wenn auch eines ziemlich schrecklichen Teiles).

Was ich über die Fahrzeuge beitragen kann ist, das auf der Technoclassica 2005 ein Mercedes Cabrio von Goebbels verkauft wurde. Ich habe mir allerdings nicht gemerkt, welches Modell das war.

Also es ist schon so, dass es durchaus noch immer Fahrzeuge gibt, die sowohl den 2WK, als auch diverse Verschleppungen etc.pp. überlebten. Es ist im übrigen allgemein überraschend, was für Schätzchen teilweise in der ehemaligen UDSSR aus diversen Labors und Kellern geborgen werden konnten. Denn man muss sich eines vor Augen halten ... die meisten der Fahrzeuge sind damals nicht genutzt worden, sondern zu Forschungszwecken an Ingenieure und Institute gegangen, man erhoffte sich dadurch das man im Fahrzeug- und Motorenbau diverse Rückstände aufholen könne.

MFG Kester

moin moin.

Wie schon richtig festgestellt wurde, sind viele in die damalige UDSSR "abgewandert".

Dennoch gibt es auch div. Schätzchen übern großen Teig zu finden.

So wurde vor einigen Jahren eine Doku gezeigt (Focus - oder Stern-TV oder sonstiger Nachrichtensender) bei dem ein anonymer Sammler aus Florida seine private Samlung gezeigt hatte.

Fragt mich nicht nach Namen des Ortes/ Stadt oder der Marken-Typen der Objekte.

Ich weiß es nicht mehr genau. Weiß nur noch, das es mehrere(!) Wohnhäuser waren, in denen die Wagen aufgestellt wurden.

Auch diesem Sammler war es weniger wichtig, damit zu fahren - was er auch nicht tat, als viel mehr die "Aura" der Zeitzeugen zu spüren.

Tja, wenn die Autos jetzt noch reden könnten. Könnten sie doch nur.;)

Gruß,

Mario

am 16. Juli 2007 um 12:12

Re: Fuhrpark des Teufels

 

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffuser

So , nun meine eigendliche Frage:Wo sind die Mercedesse, Horchs und Maybachs und auch Opels geblieben, die zur "Flotte" gehörten?

Wurden die unter den Siegermächten aufgeteilt , und wenn ja , weis man , wo sie heute ihren Standort haben ?

Verbleib der 6-rädrigen G4 W31:

1 Exemplar hat das spanische Königshaus

http://www.panzer-modell.de/referenz/in_detail/g4/g4.html

http://www.autosieger.de/print.php?sid=4938

1 Exemplar hat das Automobilmuseum Sinzheim, ein nach der Wende zum Schleuderpreis glücklich erworbenes und rückgebautes Ex-Tschechei Feuerwehrauto. Waren sich die Tschechen wohl nicht ganz klar darüber, dass für einen G4 20Mio. geboten werden...

http://www.militaria-fundforum.de/showthread.php?t=15351&page=2

http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W31

1 Exemplar steht im russischen Panzermuseum Kubinka, dieser G4 ist eine sehr seltene Funkwagenversion von der Fahrbereitschaft des Oberbefehlshabers der Ostfront.

http://www.tankmuseum.ru/

http://www.autogallery.org.ru/k/m/mbo3982.jpg

Entgegen den üblichen Angaben existiert noch ein weiteres Exemplar, dass von einer Fimgesellschaft (wurde in der Serie "Ein Käfig voller Helden" verwendet) in die USA an einen privaten Sammler verkauft wurde.

http://forum.stalag13.de/search.php?...

http://www.motor-talk.de/showthread.php?...

Modellbaufotos:

http://www.g-pro.de/.../mercedes_benz_g4___w_31.html

am 16. Juli 2007 um 14:09

Seht ihr, genau so wie wenn man mich fragt ob und wo es noch Authenrieth-Cabriolets vom Rekord P + PII gibt, weis auch hier jemand Sachkundiges, wo die Autos stehen.

Geben tuts ne Menge ;)

am 16. Juli 2007 um 14:28

Wie ich aus Berichten aus der Verwandschaft erfahren hab, wurde ein Fahrzeug von Joseph G. (Damals Reichspropagandaminister) nach dem Krieg von einem Industriellen am Niederrhein gefahren (angeblich mit 'nem Motor vom MB 170 drin). Vermutlich ist der 770er dann den Weg alles irdischen gegangen, als der Eigner sich dann einen Ponton-Mercedes kaufen konnte.

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