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Fragen/Gedanken zu Radnaben-Paste, Drehmoment

Themenstarteram 6. Dezember 2020 um 0:07

Moin,

ich habe früher bei meinem Fiat Punto die Reifen selber gewechselt und in den letzten Jahren aus Bequemlichkeit und Platz-/Untergrundmangel die Reifen von meinem Kia Ceed und meinem Skoda Octavia in der Werkstatt wechseln lassen.

Diesen Winter habe ich die Räder wieder selbst umgezogen und mir sind als Laie da ein paar Fragen aufgekommen bzw. einfach ein paar Punkte über die ich gerne sprechen würde.

1. Welche Radnaben-Paste ist sinnvoll. Besser jedes Mal beim Wechseln erneuern oder die alte Paste vom Vorwechseln noch dranlassen wenn diese noch genug (wann ist genug?) auf der Radnabe vorhanden ist?

2. Frage zum Drehmoment: Ich hab beim Octavia sowie beim Kia 108nm verwendet (das sind auch die empfohlenen Maximalwerte). Diese Werte hab ich dem jeweiligen Handbuch entnommen und entsprechend beim Drehmoment (UNITEC 20807) eingestellt. Wenn ich nun die Schrauben anziehe bis zum Knacken (i.d.R folgt gleich der zweite Knack) finde ich die persönlich noch nicht so fest. Also fest schon aber ein Störgefühl bleibt. Ich weiß, blöde Formulierung und 108nm sind halt 108nm - fertig.

Mit dem Drehkreuz kann ich (bin gewiss kein Herkules) noch ohne große Anstrengung ne viertel Schraubenumdrehung schaffen. Hab das an jeweils einer Schraube an drei Rädern getestet. Sind jetzt alle jeweils wieder mit 108nm angezogen.

Im Grunde müssen die 108nm ja reichen und wenn ich dann noch per Hand festziehe kann ich den Drehmoment gleich im Werkzeugkasten lassen. Wollt das mal ansprechen und andere Meinungen / Erfahrungen hören um meine Gedanken diesbezüglich abhaken zu können.

Gruß und alles Gute

Michael

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21 Antworten

Am Besten gleich zur Gewichtsoptimierung den Tacho im Werkzeugkasten ablegen, weil Du die Geschwindigkeit bestimmt mindestens so gut einschätzen kannst, wie das passende Drehmoment!

Also warum das zusätzliche Gewicht für Geschwindigkeitsanzeige und Kontrollleuchten spazierenfahren ...

Sorry, aber ich versteh dich nicht.

Themenstarteram 6. Dezember 2020 um 0:37

Verstehst du nicht warum ich nach der Radnaben-Paste frage (leicht formulierte Frage) oder findest du als vermeintlich erfahrene Type meine Gedanken sinnlos? Wenn ja dann äußer einfach deine Gedanken und Erfahrungen, damit es mir hilft oder äußer dich nicht und verwende deine Zeit sinnvoller.

Für was hat man Drehmomentschlüssel erfunden?

Nach dem Klack noch 1/4 Umdrehung nachziehen ist unverantwortlich.

Wenn du einen vernünftigen Drehmomentschlüssel besitzt und der Hersteller die Angaben macht, würde ich diese schon einhalten.

Zur Paste: Ich entferne die alte Paste und trage ein wenig neue auf, so bin ich immer gut gefahren. Ich nutze die von Liqui-Moly.

Wenn Du sichergehen willst, dass der Drehmomentschlüssel korrekt funktioniert, vergleiche ihn mit einem Profiwerkzeug.

auf jeden Fall sparsam mit der paste umgehen, und maximal die Zentrierung damit etwas pflegen,

aber nicht die ganze Nabe.

zum Drrehmoment, Du kanst den auch auf 120 stellen, wenn du der meinung bist, das dir das nicht fest genug ist,

aber nicht mehr, und auch nicht mehr weiter drehen.

und nach 50-100km nachziehen

Was ist eine Radnaben-Paste und für was ist die gut wenn man sie draufschmiert?

Und was das Drehmoment betrifft, ich ziehe die Schrauben mit 120 Nm an.

Achte aber darauf das wenn ich eine Schraube, mit Hand, reingedreht habe erst die Gegenüberliegende Schraube reindrehe, die Radschrauben also immer über Kreuz reindrehe und dann erst mit dem Drehmomentschlüssel - immer über Kreuz - festziehe. Überigens habe ich die Radschrauben, nach dem ersten mal montieren, niemals noch einmal angezogen.

MfG kheinz

Der eine Hersteller hat im Handbuch 105 Nm stehen, der andere gibt für die baugleiche Felge, die lediglich anders designed ist, 115 Nm an. Nimmst du also 110 Nm liegst du nicht falsch und du hast noch Toleranz für die Abweichung beim Drehmomentschlüssel von Aldi oder Lidl :-)

Als Radnabenpaste verwende ich, wie schon seit langen Jahren, als man nicht für jeden Sche.... eine "Spezial-"Umsatzförderungspaste benötigte, stinknormale Kupferpaste. Auch damit backt mir keine Felge - ob Stahl oder Alu oder Kunststoff-Zentriering -, an der Bremsscheibe/-trommel bzw. Radnabe fest.

108Nm sind gerade mal 10,8kg auf einem Hebel der knapp 1m lang ist.

Das ist also wirklich nicht viel.

Wenn du unsicher bist kannst du ja nach ein paar Tagen noch mal überprüfen ob sich was gelöst hat, wird aber nicht passieren wenn dein Drehmomentschlüssel auch nur halbwegs passt.

Viel fester anziehen kann man eigentlich nicht empfehlen, die Praxis zeigt aber das die Radschrauben und auch die Felgen da ziemlich tolerant sind gegen die Misshandlung die sie 2x im Jahr erfahren.

Themenstarteram 6. Dezember 2020 um 12:00

Moin, frohen Nikolaus und vielen Dank für die zahlreichen Infos und Erfahrungswerte :)

Zitat:

108Nm sind gerade mal 10,8kg auf einem Hebel der knapp 1m lang ist.

Zitat:

Nimmst du also 110 Nm liegst du nicht falsch und du hast noch Toleranz für die Abweichung beim Drehmomentschlüssel von Aldi oder Lidl :-)

war amazon ;) aber Spaß beiseite:

Im Handbuch vom KIA stehen zum Beispiel 11 kgf-m (79lbf-ft). Nm sind nicht angegeben. Umgerechnet sind das ca. 108 nm. Auf der KIA Seite stehen aber 79,6 ~ 94,0 lbf-ft also 107,9 ~ 127,5 nm. Somit wären "meine" 108 also Minimalanzug? Quelle: kceedde.com/anzugsdrehmoment-1113.html

Mein Thema ist eine reine Gefühlssache. Ich ziehe nach Handbuch an, fand das nur nicht so fest, wie ich das von früher (war damals vermutlich zu fest, hatte aber zum Glück nie Probleme) her kannte, daher wollte ich hier mal ein paar Gedanken dazu austauschen :)

Ist immer so eine Sache sowas in Foren anzusprechen da i.d.R. durch die schöne Anonymität und den Abstand zueinander sich die Leute oft nur profilieren wollen statt zu helfen. Niemand weiß alles, man lernt stets dazu.

Hab hier aber überwiegend schon tolle Tipps und Meinungen erhalten, danke :)

Moin!

Die Paste für die Radnabe ist dafür da, dass sich die Felge nicht festsetzen kann. Vorzugsweise bei Stahlfelgen durch Rost. Hierzu kann aber auch normales "Stauferfett" genommen werden, und es muss nicht die ganze Nabe verschmiert werden, nur der Sitz der Felge.

Was das Drehmoment betrifft, so ist 108Nm nicht unbedingt wenig für das Fahrzeug. Bei meinem Felgen für meinen e30 wird 100 vorgeschrieben, und das bei nur 4 Radbolzen. Ich ziehe mit 110-115 fest, selbstverständlich ohne das Gewinde der Bolzen einzufetten. Wer das z. B. in einem anderen Treat befürwortet hat, sollte sich erst einmal sachkundig hinsichtlich Kraftschlüsse machen.

G

Früher hat BMW für gebrauchte Radschrauben (Gewinde nicht mehr neu, glatt, glänzend) durchaus "Gewinde leicht einölen" empfohlen " !

Heute komischerweise nimmer . . . warum auch immer . . .

Hab aber zwischenzeitlich (trotz nach wie vor geschmierter Gewinde) immer noch kein Rad verloren :p

(Porsche empfiehlt heut immer noch das Schmieren der Gewinde, die anderen sind meist eher auf dem "trocken-drauf-dreh"-Trip . . . wo sich mir als Mechaniker aber die Haare sträuben, wenn ich so ein schon etwas angerostetes Gewinde trocken reindrehen sollte ---> also schmier ich die trotzdem, egal welches Fabrikat !)

Ansonsten gibt's ja hier schon reichlich Lesestoff dazu :

https://www.motor-talk.de/.../...-rad-von-radnabe-loesen-t6147233.html

Bei dem ein oder anderen Hersteller ist der Konus des jeweiligen Radbolzens dünn einzufetten (einige Opel Modelle z.B., nicht alle).

Weiterhin wird üblicherweise nur die Radmittenzentrierung dünn (!) gefettet.

Die Auflagefläche am Scheibentopf bzw der Bremstrommel wird mittels Drahtbürste, oder Drahtbürstenaufsatz für die Bohrmaschine vollständig von Rost befreit. An der Felge wird etwaiger Rost an der Auflagefläche ebenfalls abgebürstet.

Gewinde der Rad - oder Stehbolzen werden mit der Drahtbürste gereinigt.

Es hilft, sich die Vorgaben des jeweiligen Herstellers zu besorgen, gerade was das fetten von Konus oder gar Gewinde (seltenst vorgesehen) angeht.

Statt Kupferpaste nehme ich Plastilube, damit ist man die Sorgen hinsichtlich Metallpaarungen wie z.B bei Kupferpaste los.

Oder Keramikpaste

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