Frage bezüglich gebrauchtem Elystar

Hallo zusammen,

ich hätte die Möglichkeit, eine Peugeot Elystar sehr günstig zu ergattern, jedoch muss ich mir das Ganze noch überlegen.

Der Punkt ist, dass der Roller die letzten zwei Jahr ungeschützt draußen stand und auch nicht bewegt wurde!!

Ein Blick auf das Moped hat gezeigt, dass..

- der Auspuff völlig durchgerostet ist
- die Scheibenbremse hinten ebenfalls völlig von Rost überzogen ist
- der Lack des Variogehäuses zur Hälfe abgeblättert ist
- der Sitz mit grünem Zeugs übersät ist (Pflanzen?!)
- es 5000 Kilometer runter hat

Der Roller sieht ziemlich ranzig ist, wäre aber von einem guten Bekannten für sehr wenig Geld zu haben.

Was meint ihr: Ist der Elystar ein solides Grundgerüst, kann man mit dem Moped noch was anfangen, kann man die beschriebenen Probleme beheben?

Danke euch!

195 Antworten

Ich bin es wieder bzw. immer noch.. Mich ärgert immer noch das Startverhalten.

1. Es dauert ewig bis er überhaupt anspringt, man muss 20 Mal orgeln oder treten

2. Wenn er langsam anspringt, geht er dann sofort wieder aus

3. Ist er mal angesprungen, ist die Drehzahl völlig normal, jedoch dreht er nach 2 bis 3 Sekunden völlig Richtung Vollgas auf (Rad dreht sich sehr schnell)

4. Das geht geht dann ca. eine halbe Minute, bevor er auf eine normale Kalststartdrehzahl abtourt

5. Gasgeben führt zum Abtouren und folglich zum Absterben des Motors, ein Losfahren ist erst ab Punkt 4 möglich, dann aber mit einer Ölfahne (zur Zeit Castrol mineralisches Öl)

Mit dem alten originalem Auspuff war das Kaltstartverhalten ebenfalls katastrophal, auch da konnte man während der ersten 1 bis 2 Minuten nicht vernünftig losfahren (fehlende Kraft oder Kraftschluss), aber Gasgeben führte nicht zum Abtouren und er ging auch nicht auf Drehzahl..

Kann es vielleicht am mineralischen Öl liegen?

Ist vielleicht die Ölpumpe defekt?

Die Motorleistung ist mit dem neuen Naraku Traffic im Vergleich zum Original doch ziemlich begrenzt.

Du schriebst ja, dass dein Roller mit dem Naraku ähnliche Symptome zeigt, aber so wie es momentan ist, ist es eine reine Katastrophe und grauenhaft, wenn andere in der Öffentlichkeit oder auf dem Parkplatz das Kaltstartverhalten "bewundern".

Etwas ist nicht in Ordnung bzw. undicht oder ähnliches.. Bitte um Hilfe!

Moin , schon da.

Da stimmt was mit dem Kaltstartverhalten nicht. Alleine das plötzliche Hochdrehen... Überprüfe mal die Kaltstartautomatik ( Punkt 3. )

Bei defekter Ölpumpe würdest du einen Kolbenklemmer bekommen. Alternativ mal selber mischen. Pumpe (elektrisch abstellen) aber nicht vergessen die wieder in Betrieb zu nehmen wenn du wieder normal fährst!!

Um mit dem NT zu fahren sollte das Gewicht der Rollen leichter sein als im original.

und mal grobe Prüfung- Zündfunke da ? Start Möglich

Benzin läuft reibungslos zum Vergaser ? Leitung abziehen und testen.

Kommt also Sprit und Zündfunke stimmt auch liegt der Fehler im Vergaser. Falschluft ? Gemisch nicht zünd fähig ( Benzinfilter lässt nicht genug durch? ). Das würde erklären warum du nach Standzeit ewig benötigst bist vom Vergaser wieder genug verarbeitet wird.

Die nächsten Wochen bin ich auf Tour. Also keine Antworten.

Danke für die Antwort.

Ja, er tourt nach dem Gasgeben auch nicht richtig ab, auch dann nicht, wenn der Vergaser sehr fett ist. Drehe ich die Gemischschraube komplett rein, dauert es eine Weile, bis es ausgeht - eigentlich sollte es doch ziemlich schnell passieren, besonders, da der Leerlauf wirklich sehr niedrig ist.

Er raucht immer sehr stark, wenn er anspringt, man zieht wirklich eine richtige Ölfahne hinter sich, die über die gesamte Strasse geht. Das beruhigt sich aber relativ schnell. Es ist definitiv Öl und kein fettes Gemisch, daher könnte das ja mit den Startschwierigkeiten zusammenhängen: Ölventil undicht. Es sitzt soweit ich gesehen habe im Ansaugrohr.

Den Choke könnte man natürlich überprüfen, sollte keine große Sache sein.

Zum Auspuff noch eine kurze Frage: Es wurde diese runde Kupferdichtung drin gelassen und darauf dann noch die neue Flachdichtung (kein Papier, hartes Material) gesetzt. Das darf man eigentlich nicht kombinieren, nicht wahr? Undicht scheint die Stelle aber nicht zu sein, es ist nicht nass oder ähnliches.

Schlussendlich bleibt also folgendes zu tun:
1. E-Choke prüfen.
2. Auspuffdichtung prüfen bzw. richtig verbauen
3. Ölventil reinigen (durchpusten) und Ansaugkanal auf Ölansammlung prüfen
4. Zündkerzenbild prüfen
5. Schwimmerkammer ablassen und prüfen, ob genug Benzin drin war

Na gut, das ist ja erstmal was..

Gute Fahrt und glückliche Heimkehr!

Also.. Habe heute den Vergaser mal auseinandergenommen. Es war am Abend ca. 26-28°C und der E-Choke schien komplett herausgefahren zu sein - darf das so?

Die Dichtung zwischen Vergaser und Ansaugstutzen war auf der Seite des Ansaugstutzens trocken, auf der Vergaserseite nass, jedoch nur unten. Es könnte also auch beim Auseinandernehmen etwas Gemisch aus dem Vergaser gelaufen sein.

In der Schwimmerkammer war genug Benzin. Im Vergaser bzw. Vergaserkanal selbst war relativ viel angesammeltes Öl zu sehen. Ich habe es saubergemacht und alles wieder zusammengebaut. Danach sprang der Motor sofort an und drehte auch nicht wie wahnsinnig hoch, auch raucht er normal. Ich denke, dass das Ölventil vom Vergaser undicht sein wird und dadurch Öl reinläuft, deshalb war er immer so schwer zu starten und rauchte extrem.
Wie das alles mit dem extremen Hochdrehen beim Kaltstart und schlechten Abtouren nach dem Gasloslassen zusammenhängt, wird sich noch zeigen. Die Schrauben, welche den Vergaser mit dem Ansaugstutzen verbinden, waren auch relativ leicht zugedreht, ich konnte die eine quasi nur mit der Nuss in der Hand aufrehen.

Ich bin gespannt.. Vielleicht braucht er nur ein Ölrückschlagventil, damit das Öl nicht ständig in den Vergaser läuft und das wars.. das wäre mal was.

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Bin heute kurz gefahren. Anspringen tut er sofort, geht die ersten Sekunden nach Gasgeben aber fast aus, nach ein paar weiteren Sekunden lässt es sich problemlos losfahren. Leider hängt die Drehzahl immer noch.. (1 Umdrehung Regulierschraue, original war etwas über 1).

Es herrscht also irgendwo eine Undichtigkeit oder der Motor hat nach den 6000 Kilometer Benutzung durch meinen Onkel einen Weg, aber das ließe sich nur durch einen Blick auf die Motorteile prüfen.

Die Kompression beträgt übrigens 5,5bar, das ist etwas wenig, nicht wahr?

Ich muss korrigieren: Die Kompression befindet sich zwischen 7 und 8 Bar. Ich messe es mit einem primitiven mobilen Gerät, welches man in das Zündkerzenloch richtig drücken muss, da es sonst undicht ist.

Die Zündkerze ist jedoch immer noch ziemlich schwarz (Isolatorkopf), am Hals aber grau.

Zitat:

@eddy_mx schrieb am 30. Juli 2016 um 19:29:07 Uhr:


Ich muss korrigieren: Die Kompression befindet sich zwischen 7 und 8 Bar. Ich messe es mit einem primitiven mobilen Gerät, welches man in das Zündkerzenloch richtig drücken muss, da es sonst undicht ist.

Die Zündkerze ist jedoch immer noch ziemlich schwarz (Isolatorkopf), am Hals aber grau.

Das Prüfgerät ist vollkommen ausreichend bei richtiger Benutzung.
Vergaser einstellen (bei You Tube ein paar Filme anschauen wie es geht )und dann mal den Roller richtig frei fahren.Durch das ganze probieren setzt der sich immer weiter zu und wird dir ein falsches Bild vom Zustand geben.
Also Tanken und rauf auf die Straße bis er leer wird.

Das verstehe ich, aber alles über einer Umdrehung der Regulierschraube führt dazu, dass der Motor in unkontrollierbare Drehzahlen kommt und beim Gasgeben die Drehzahl nicht mehr fällt..

Kleines Update: Der originale verrostete Auspuff wurde wieder drangebaut und es scheint ganz gut zu klappen. Der Motor ist mit dem alten Auspuff deutlich stärker als mit dem Naraku Traffic und die Gassannahme scheint nach der Vergaserreinigung auch deutlich bessser zu sein - zumindest gibt es kein Stottern mehr beim Gasgeben.

Der E-Choke scheint aber im Eimer zu sein, denn bei der Prüfung vor dem Start war es sehr weiter herausgezogen.

Der E-Choke scheint aber im Eimer zu sein, denn bei der Prüfung vor dem Start war es sehr weiter herausgezogen.

Hattest du vorher die Zündung an?

Der Roller wurde vorher nicht gestartet. Der Choke braucht doch aber auch über eine gewisse Zeit Strom, welcher nur anliegt, wenn der Motor läuft. Ich werde das aber nochmal untersuchen.

Zitat:

@eddy_mx schrieb am 15. August 2016 um 23:30:16 Uhr:


Der Roller wurde vorher nicht gestartet. Der Choke braucht doch aber auch über eine gewisse Zeit Strom, welcher nur anliegt, wenn der Motor läuft. Ich werde das aber nochmal untersuchen.

Der Roller meiner Tochter sprang damals mal schlecht an,Vergaser ausgebaut und da man an der Steckverbindung des Choke schlecht dran kam,hatte ich diesen abgebaut.
Der Bremslicht Schalter hat manches mal geklemmt,das wollte ich auch noch beheben,also Zündung an,nach einer gewissen Zeit sah ich das der Choke ausgefahren war,also bekam er bei dem Roller bei Zündung an Strom.
Wie weit das bei deinem oder anderen Rollern zutrifft,weiß ich nicht.

Hmm, das weiß ich auch nicht. So oder so macht es Sinn, vor dem Check des E-Chokes die Zündung nicht anzufassen. Danke für den Tipp - so kann ich dann sichergehen, ob der Choke kaputt ist oder nicht.

Zitat:

@eddy_mx schrieb am 30. Juli 2016 um 22:37:55 Uhr:


Das verstehe ich, aber alles über einer Umdrehung der Regulierschraube führt dazu, dass der Motor in unkontrollierbare Drehzahlen kommt und beim Gasgeben die Drehzahl nicht mehr fällt..

Du hebst den leerlauf etwas an. Dann drehst du die leerlaufgemischschraube in die position wo die höhste drehzahl kommt. Dann standgas auf normal einstellen.

Achte drauf, dass alle! schellen dicht sind, kein gummi rissig ist. Wenn die drehzahl nicht fällt, bekommt er sprit oder luft!

Die kerzenfarbe scheint normal.

Prüfe den vergaser nochmal. An den benzineingang einen trichter per schlauch anschließen und benzin rein. Der pegel darf nicht sinken. Auch nach 2 std nicht.

Es scheint alles dicht zu sein. Mit dem alten Auspuff ist der Roller deutlich stärker, jedoch ist das Ansprechverhalten bzw. die Gasannahme im unteren Drehzahlbreich verzögert. Er spricht zwar an, aber es dauert 1-2 Sekunden, bis die Drehzahl hoch genug ist, dass man losfahren kann - an der Kreuzung zackig loszufahren ist damit nicht möglich.

Die Bremspumpe fürs Vorderrad habe ich bestellt - nach der letzten kurzen Fahrt und anschließendem Stand über Nacht in der Garage war die ganze rechte Seite des Trittbretts mit stehender (!) Bremsflüssigkeit eingesaut. Das Lenkrad war dabei dummerweise nach rechts gedreht, aber selbst dann darf das ja nicht.

Die Funktion des E-Chokes werde ich noch prüfen. Wenn der Roller über Nacht in der Garage stand, werde ich den Choke ausbauen und die Länge nachmessen - das sollte aussagekräftig sein. Die Zündung werde ich nicht anfassen.

Was immer noch Probleme bereitet, das sind die Gabelsimmerringe vorne, welche beide undicht sind. Bislang konnte ich über Amazon lediglich die Simmerringe finden, aber man bräuchte am besten auch neue Staubmanschetten und neues Gabelöl, da er ja ständig welches verliert.

Auf dem Plan steht also:
1. Vorderradbremspumpe ersetzen
2. E-Choke auf Funktion prüfen und ggf. ersetzen
3. Gabelsimmerringe ersetzen
(4. Am Ansprechverhalten arbeiten)

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