frage an die gaser
sobald mein kleiner fertig ist (noch ein paar schweißarbeiten und ein bisschen elektronikgefrickel) soll er eine gasanlage bekommen.
normalerweise wird bei unseren motoren ja eine venturi-anlage mit mischer über dem lmm verbaut.
meine überlegung ist nun, ob es nicht günstiger wäre, der ansaugbrücke 6 löcher zu verpassen, dort die einlassdüsen für das lpg zu versenken und über 2 rails und einen verteiler das gas dort einzuspritzen statt in den mischer.
somit hätte ich kein problem mit dem geringeren einlassquerschnitt durch den mischer und müsste mir keine sorgen über die luftberuhigung machen.
zudem wäre die backfiregefahr geringer... mehrkosten würden sich auf ca 100 € belaufen.
ist das sinnvoll, oder übersehe ich da gerade einen wichtigen punkt?
grüße
14 Antworten
Hallo!
Hast Du das irgenwo schon gesehen?
Ich habe mir auch schon Gedanken über die Einzeleinspritzung gemacht,denn eigendlich dürfte die Gas Einspritzung nichts anderes wie die Benzineinspritzung sein,im Prinzip entsteht bei der Verdampfung von Gas mehr Kühlung als bei einer Benzinvergasung.
In jedem Fall muß man wohl die Einzpritzzeiten steuern.
Letztendlich ist ja Benzinvergasung über Vergaser überholte Technik,deshalb kann man daraus wohl folgern das es sich bei einer Gasversorgung über Verdampfer genauso verhält alte Technik aber billiger zu montieren als ein zusätzlicher Satz einspritzdüsen nebst Steuerung.
Grüße Jörg
Bin kein Profi auf dem Gebiet, aber wenn mich nicht alles täuscht ist das grundsätzliche Problem:
Man braucht einen neuen/anderen Luftmengen/-massenmesser. Die Venturi-Anlagen dosieren das Gas quasi automatisch durch den vorhandenen Unterdruck. Sequentielle Anlagen brauchen aber ein Lastsignal von einem HFM oder MAP. Der halbmechanische LMM von der KE ist hier wahrscheinlich nicht sinnvoll integrierbar.
Auf jeden Fall etwas was die Funktion des Mengenteilers übernimmt,wobei sich da die Frage stellt ob man nicht einfach den Mengenteiler der Benzineinspritzung nutzen kan indem man nur über Magnetventile einfach von benzinzufuhr auf Gas umstellt.
Da stellt sich dann die Frage ob die gleiche Menge Gas reicht,denn das kann er ja nicht unterscheiden.
Grüße Jörg
hmm... die auslenkung der stauscheibe könnte man doch vom stauscheibenpoti abnehmen und diesem signal entsprechend die gasmenge regeln (?)
dass eine venturianlage sich das gas durch den unterdruck "zieht" habe ich bei der überlegung natürlich voll unterschlagen.
mit anderen worten: mit dem signal von lamdbasonde, stauscheibenpotentiometer und elektronischen einspritzdüsen sollte das problem lösbar sein, oder?
ein steuergerät dazu zu programmieren ist machbar... nur der onkel tüv kommt mir dann wahrscheinlich wieder in die quere...
schade... ich dachte, ich hätte eine einfache lösung...
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Hallo
Es ist eine sehr gute Idee denn beim Vergasermotor wird der Kraftstoff auch durch den Unterdruck gezogen,was man nicht vergessen darf ist ja der Kühleffekt bei der Einzeleinspritzung das würde einen großen Schwachpunkt der Gasanlage beseitigen.
Meiner Meinung nach hat es bis jetzt keiner versucht,von der Industrie schon gar nicht weil es die Anlagen verteuern würde.
Der Ansatz ist sehr gut,ich finde man sollte mal einen kleinen Vorversuch machen.
Du hast natürlich 6 Zylinder 4wäre einfacher.Geht nicht gibts nicht.
Vielleicht wird es einfacher als man glaubt,
TüV kommt später und unmöglich ist das auch nicht was die Tuner mit den Motoren anstellen (Turboaufladung mit den verschiedensten Laderherstellern) wird auch abgenommen.
Grüße Jörg
Oha, nun mal ohne Spekulation.
Es gibt 2 mögliche Gasanlagentypen für die KE-Motoren.
1. Venturi
2. halbsequentielle oder Multipointanlage.
Eine vollsequentielle Anlage, wie z. B. für den 320er geht bei dem KE-Motor nicht, da es keine Einspritzsignale gibt, die abgegriffen werden können. Am HFM oder LMM erfolgt niemals eine Signalabnahme bei diesem System. Die Einspritzdauer für Benzin, die Drehzahl und der Unterdruck im Saugrohr sind hier die Bezugsgrößen.
Die Multipointanlage entspricht dem, was als eleganteste Lösung möglich ist. Mit 100 Euro mehr ist es aber niemals getan.
Im Gegensatz zum Venturisystem, wo das Gas über den Mischer aus dem Verdampfer gesogen wird, erfolgt hier eine kennfeldabhängige und unterdruckgeführte Gaseinblasung über 2 Ventile, Verteiler und Schläuche zur Ansaugbrücke. Einzelne Injektoren werden nicht gesetzt, da nicht ansteuerbar.
Mögliche Gasanlagen:
BRC Just Heavy
Tartarini Etagas
Landirenzo IGS, meines Wissens nach die einzige noch verfügbare Anlage
Backfire ist bei diesen Systemen genauso wahrscheinlich, wie bei einer vollsequentiellen Anlage
Gruß
fleibaka
Hallo
Durch Zufall hab ich ein Prima Auto gesehen mit einer Interressanten Gasanlage
http://www.ebay.de/.../320914412370?...
Grüße Jörg
Hallo fleibaka,
Du hast natürlich (wie fast immer) recht. Aber Du beschränkst Dich hier auf bereits zugelassene Anlagen. Die Buben unterhalten sich aber darüber, ob es eine Möglichkeit gibt ein anderes System von Gaseinspritzung in die KE zu integrieren.
Da ist aber genau das Problem, das Du vorher schon angesprochen hast, daß die KE eben nicht einzelne Einspritzsignale hat, sondern ständig an allen Düsen spritzt (deshalb saufen die Karren auch so viel). Wenn man aber mal ein bisschen zu spinnen anfängt, könnte man ja fragen, ob nicht bei der zusätzlichen Gasanlage das System nicht geändert werden kann. s bräuchte da zunächst mal ein ganz eigenes Steuersystem für das Gas, das die Düsen (oder zusätzliche) einzeln ansteuert. Bezugsgrößen wären dann neben der Information für die Luftmenge (LMM-Poti) eigentlich nur entweder Zündzeitpunkt (EZL) und/oder OT (OT-Sensor). Das Programm des Steuergerätes müßte dann nur ein Kennfeld erhalten und die Einspritzzeiten berechnen. Das Proplem ist, daß die Einspritzdüsen nicht direkt vor das Ventil oder in den Zylinder blasen, sondern untereinander durch Luftkanäle verbunden sind.
Ich glaube, das funktioniert eher nicht.
Möglich ist alles. Manche Leute wechseln die komplette Einspritz- und Zündanlage am M102. Kurbelwellen-Positionsgeber, MAP Sensor, Drosselklappensensor - kann man alles nachrüsten.
http://www.190teile.de/Tracpac.html
Kostet halt ne Menge Geld und mit einer Straßenzulassung wirds eher nix.
Zitat:
Original geschrieben von bleeb
... kann man alles nachrüsten.http://www.190teile.de/Tracpac.html
Kostet halt ne Menge Geld und mit einer Straßenzulassung wirds eher nix.
Klasse das Teil. Aber sach' ma ehrlich, meinst Du der TÜV-Mann merkt das, wenn er unter die Haube schaut?
Hallo
Habt ihr bei DMAX gesehen was die Leute von Südstahl für den Straßenverkehr vom Tüv abgenommen bekommen?
Einen alten Ford Ohne Kotflügel die wickeln jedes angefahrene Kind um die Radnabe,für mich ist sowas krimminell.Auf der anderen Seite machen sie um einen Furz Probleme.Ich sage nur soviel das ich Sachen eingetragen bekomme die würde ein jugendlicher nicht bekommen.
Soviel zu der "Kompetenz"einiger Tüv Ing. und auf Gleichbehandlung braucht da keiner zu pochen dann wirst Du ignoriert und mußt Klagen,wenn Du Geld hast gewinnst Du immer
Hoch lebe die Bimbis Republik Deutschland
Grüße Jörg
Zitat:
Soviel zu der "Kompetenz"einiger Tüv Ing. und auf Gleichbehandlung braucht da keiner zu pochen
Das sowieso nicht. Wenn ich mit einem Teil nicht durch den TÜV komme, dann habe ich folgende Optionen:
Ich geht zu
- Dekra
- KÜSS
- GÜSS
- einer Werkstatt mit Tüv/Küss oder Dekra-Abnahme
- zu einem Freund von mir, der einen TÜV-Ingenieur kennt.
Ich habe schon TÜV-Plaketten auf Kisten gesehen, in die würde ich mich nicht trauen einzusteigen.
also... meine gas-idee ist erst einmal in die zukuft verschoben worden, da ich eine e85-tanke in meiner nähe gefunden habe (sind nur ein paar km umweg auf meinem täglichen weg zur uni).
ist zwar nicht ganz so günstig zu fahren wie gas, jedoch liegen die umbaukosten bei 5 € statt 1000€ aufwärts...
sofern ich das richtig verstanden habe, schleife ich ein poti in reihe zum ansaugluftfühler und simuliere mit einem widerstand von 15-50 kOhm extreme außentemperaturen, damit dem motor mehr einspritzt. (von unterlegscheiben unter der stauschiebe halte ich nix, zudem wären dann die flexfuel-eigenschaften dahin)
das poti, sowie ein switch von poti oder nicht-poti kommen in den innenraum. dann noch den zündzeitpunkt ändern (abgleichstecker auf 1) und das ganze sollte funktionieren. (frage: hat mein kleiner (ezl 11.7.91) eigentlich noch einen passenden abgleichstecker, dass ich den zündzeitpunkt auf so früh stellen kann? oder muss ich steuergerät und abgleichstecker tauschen?)
bald sollte er fertig werden, der kleine... noch zu tun:
tempomatbedienteil duch schicke taster oder orginal-hebel ersetzen
türen tauschen (rost ist zwar entfernt und die löcher gespachtelt... für die ewigkeit ist das jedoch nix)
wagenheberaufnahmen und hinterachsaufnahmen schweißen
e85-umbau
lack neu (ist derzeit auch nur provisorisch.... was soll ich machen... ich bin student und hab chronisch kein geld.... aber 2.6er fahren...jaja :P)
grüße
dreadkopp
jo,Bafög tauglich ist er nur wenn Du alles selbst machst,ich hatte einen 250/8 der hat gesoffen wie ein Raubritter und natürlich Atomkraft nein Danke Aufkleber Vor über 30 Jahren,ich freue mich zu hören das es heute noch Leute gibt die genauso positiv bescheuert sind wie ich damals.Ich muß natürlich zugeben das sich die Rahmenbedingungen geändert haben heute ist alles viel schwieriger.
Viel Spaß mit Deiner Sänfte
Grüße Jörg