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Firmenwagen oder Privat PKW

Themenstarteram 3. September 2015 um 17:34

Hallo,

derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema, ob ich von meiner Firma einen Dienstwagen (mit Privatnutzungsanteil) nehmen soll, oder einen privaten PKW kaufen und nutzen soll.

Autofahren ist für mich hauptsächlich Mittel zum Zweck und muss in einer Kosten-/Nutzenrechnung gut weg kommen. Deswegen komme ich mit recht günstigen Wagen aus (egal ob Firmenleasing oder privat)

Mein Derzeitiger Dienstwagen ist ein Golf Variant mit 85PS, der mir ausreicht. Wichtig ist mir gut irgendwo anzukommen und ordentlich Platz zu haben. Wobei der Golf auch gut mit 160 auf der Autobahn vorwärts kommt (Steigungen mal ausgenommen...)

Da ich in absehbarer Zukunft meinen Arbeitgeber wechsel, muss ich mich fragen, ob die neue Dienstwagenrichtline meinen Anforderungen reicht, oder nicht.

Ich fahre privat oft weite Strecken und schaffe es recht schnell privat 15-20.000 Kilometer zu fahren.

Mein Dienstsitz ist ca. 70 Km von mir entfernt, aber als "Berater" habe ich oft wechselnde Firmen zu denen ich fahre, so das ich zur täglichen Pendelei wenig sagen kann.

Zum Dienstagwagen:

  • Leasingzeitraum 3 Jahre
  • 25.000 Km pro Jahr, davon 50% Dienstlich, der Rest privat
  • Monatliche Nettokosten für mich, bei einem Skoda Oktavia mit 85PS ~300€
  • Private Mehrkilometer werden mit 30 Cent angesetzt.

Fahre ich also 20.000 Privatkilometer pro Jahr kostet der Wagen eher 500€ im Monat.

Wie ich jetzt einen privaten Skoda Oktavia mit LPG(!) dagegen rechnen kann fällt mir schwer, bzw. ich mache scheinbar einen Denkfehler und rechne mir den privaten PKW ggf. schön...

Kosten pro Jahr:

  • Spritkosten bei 30.000 Km ~1.500 - 1.700
  • Versicherung ~ 700
  • Steuer ~100(?)
  • Rücklagen Neuanschaffung 2.000
  • Rücklagen Wartung/Reparatur ~1.000

Damit bin ich immer noch günstiger als mit dem Firmenwagen im schlechten Fall. Natürlich bedeutet die Rechnung, dass ich den Privatwagen nicht alle 3 Jahre austausche, sondern länger fahre.

Ich bin mir sicher, dass ich etwas übersehe oder vergessen habe.

Vielleicht kann mir der ein oder andere Helfen meinen Fehler zu sehen und mir bei der Entscheidung zu helfen.

Mit den besten Grüßen,

Edward

Beste Antwort im Thema

An sich sehe ich nicht viele Fehler.

Allerdings wenn du 12.500km beruflich fährst bzw. 20.000km privat und 25tkm inklusive sind, komme ich auf 7.500km, die du oben drauf mit 30 Cent/km zahlen musst. Das sind 188€/Monat, allerdings vom Brutto (gehe ich mal aus). Netto dürften das irgendwas um die 100€ sein.

Des weiteren halte ich 2000€ Wertverlust und nur 1000€ im Jahr für Wartung, Verschleißteile und Reparaturen für zu niedrig angesetzt, insbesondere letzteres.

Die spanndende Frage ist, wenn du ein Privatfahrzeug hast, fährst du dann auch beruflich damit und werden dir die Kilometer vergütet?

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An sich sehe ich nicht viele Fehler.

Allerdings wenn du 12.500km beruflich fährst bzw. 20.000km privat und 25tkm inklusive sind, komme ich auf 7.500km, die du oben drauf mit 30 Cent/km zahlen musst. Das sind 188€/Monat, allerdings vom Brutto (gehe ich mal aus). Netto dürften das irgendwas um die 100€ sein.

Des weiteren halte ich 2000€ Wertverlust und nur 1000€ im Jahr für Wartung, Verschleißteile und Reparaturen für zu niedrig angesetzt, insbesondere letzteres.

Die spanndende Frage ist, wenn du ein Privatfahrzeug hast, fährst du dann auch beruflich damit und werden dir die Kilometer vergütet?

Themenstarteram 3. September 2015 um 22:19

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 3. September 2015 um 19:09:48 Uhr:

An sich sehe ich nicht viele Fehler.

Allerdings wenn du 12.500km beruflich fährst bzw. 20.000km privat und 25tkm inklusive sind, komme ich auf 7.500km, die du oben drauf mit 30 Cent/km zahlen musst. Das sind 188€/Monat, allerdings vom Brutto (gehe ich mal aus). Netto dürften das irgendwas um die 100€ sein.

Des weiteren halte ich 2000€ Wertverlust und nur 1000€ im Jahr für Wartung, Verschleißteile und Reparaturen für zu niedrig angesetzt, insbesondere letzteres.

Die spanndende Frage ist, wenn du ein Privatfahrzeug hast, fährst du dann auch beruflich damit und werden dir die Kilometer vergütet?

Ich denke das die 188€/Monat Netto sind, dazu kann ich dir aber nichts genaues sagen. Die Zahlung wäre ja eine Nachzahlung...

Bezüglich eines privaten PKW würde ich mir einen guten Gebraucht für 10-12 Tsd. kaufen und den auf LPG umrüsten. Sollten sich bei 2000€ pro Jahr nach 7 Jahren amortisiert haben.

Die Rechnung ist der Tat "Grenzwertig", aber ich habe da mehr oder weniger Null Erfahrung und rate, bzw. werfe einfach Zahlen in den Raum.

Das bedeutet natürlich grob, dass der Wagen 300Tsd. Km fahren muss.

Was mir noch fehlt ist das Geld, dass ich a) von der Firma für Dienstfahrten bekommen würde (unbekannte Höhe) plus b) das was von der Steuer noch kommt. Meine Firma würde mir Anfahrten ins Büro definitiv nicht zahlen, diese kann ich dann wieder als Werbungskosten ansetzen.

Ob ich meinen PKW überhaupt für Dienstfahrten nutzen würde ist auch offen.

Was würdest Du für Wertverlust/Wartung ansetzen?

Derzeit tendiere ich dazu einen Firmenwagen zu nehmen. Das gibt mir die Möglichkeit alle Prozesse und Möglichkeiten zu sehen, bevor ich, quasi mit noch nicht trockener Tinte auf dem Vertrag, schon löcher wie denn das mit der Vergütung von Kilometern mit dem eigenen PKW aussieht.

Zudem denke ich, dass der Monatliche Betrag sich in Grenzen hält.

Also vorweg:

Nein, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie deine Firma was vom Netto nimmt, das gibt es nicht!

Einfach auch deshalb, weil das Netto je nach Familienstand, Kinder und Co. sich extrem unterscheidet.

Das kann nur Brutto sein.

Die entscheidende Frage hier ist, wie funktionieren die Geschäftsfahrten ohne diesen Firmenwagen?

Das kann hier niemand für dich klären.

Aber das ist der springende Punkt für mich. Zahlt die Firma 30 Cent/km (was steuerfrei ist) für alles Geschäftliche (nicht unüblich), mach es privat, tun sie es nicht, nimm den Geschäftwagen.

P.S.:

1000€/Jahr an Wartung/Verschleiß/Reparaturen ist bei dem Alter und der Kilometerleistung zu gering angesetzt.

Ich glaube von mir, ich bin echt gut darin zu optimieren und habe in für meine Ex-Fahrzeuge in entsprechenden Foren in der Signatur die Frage hinterlassen, wer das toppen kann? ... bis heute hat sich niemand gemeldet!

Ich halte die ganze aufstellung für recht abenteuerlich. welcher Berater fährt nur 12 500 km p.A. für die Firma und 20 000 privat? Aussendienst ist idR das doppelte bis drei/vierfache an km unterwegs. Bei der km Leistung dienstlich lohnt es sich ja schon fast km mit dem Privatwagen abzurechnen.

Und die Idee mit dem Gebrauchtwagen und da noch 300 000 km draufzukopfen? Und dann noch Gasanlage?

Bitte überdenken.

Ich würde mir von meinem BRötchengeber einen Wagen vor die Türe setzen lassen und Privatfahrten mit einem eigenen Wagen machen. Dann ist alles sauber getrennt.

Zitat:

@habanos schrieb am 5. September 2015 um 14:11:44 Uhr:

Ich halte die ganze aufstellung für recht abenteuerlich. welcher Berater fährt nur 12 500 km p.A. für die Firma und 20 000 privat? Aussendienst ist idR das doppelte bis drei/vierfache an km unterwegs. Bei der km Leistung dienstlich lohnt es sich ja schon fast km mit dem Privatwagen abzurechnen.

Und die Idee mit dem Gebrauchtwagen und da noch 300 000 km draufzukopfen? Und dann noch Gasanlage?

Bitte überdenken.

Ich würde mir von meinem BRötchengeber einen Wagen vor die Türe setzen lassen und Privatfahrten mit einem eigenen Wagen machen. Dann ist alles sauber getrennt.

Warum sollten die Kilometerleistungen nicht stimmen? Das wird er ja nun am besten wissen.

Auch wüsste ich nicht, was dagegen spricht eine Gasanlage zu nutzen und dann das Fahrzeug so lange zu fahren, bis es tot ist.

Die saubere Trennung mag am Ende sauber sein, ist mit Sicherheit aber die teuerste Lösung.

Themenstarteram 5. September 2015 um 20:50

Ich werde mich jetzt erst mal mit meinem neuen Arbeitgeber kurzschließen und sehen wie die Modalitäten bezüglich eines privaten PKW sind. Dann sehe ich und ihr vielleicht etwas klarer.

Das mit den 30 Cent und ob die nun Brutto oder Netto sind, werde ich ebenfalls prüfen (lassen).

Das mit den 12500Km dienstlich erscheint mir auch zu wenig, aber ich bin nicht in einer täglich wechselnden Arbeitsstätte, sondern werde als externe Fachkraft für Monate oder an andere Firmen verliehen. Da ich nicht genau weiß, wohin es für mich geht und wie lange das Engagement dauert wird es schwer hier eine Leistung abzuschätzen, aber ich würde auch eher 15- 20.000 ansetzen. Dienstlichen Mehrkilometern würde ich entsprechend anmelden.

Zum Thema gebrauchte: Ich denke es ist möglich einen guten und LPG fähigen PKW mit einer Laufleistung um die 40-80 Tsd. Kilometer für 12.000 zu bekommen, der noch nicht 10 Jahre alt ist.

Ich erinnere noch einmal daran, dass ich keinen High-End Wagen benötige, weswegen ich ja auch bei einem Firmenwagen so gut wegkommen würde.

Listenpreis meines Fahrzeugen 23.000-24.000 Euro. Meine Kollegen liegen in der Regel 10.000 darüber. Ergo denke ich, dass ein für mich passender PKW für das Geld drin ist.

Ich denke bis Mitte kommender Woche weiß ich mehr und werde ein Update schreiben.

Themenstarteram 14. September 2015 um 12:14

So,

Antwort der Firma ist gekommen, allerdings hilft sie mir nicht bei der Berechnung.

Die theoretische Antwort lautet wie folgt:

1) Die 30 Cent werden Netto angezogen.

2) Die Fahrtkosten werden ab einer gewissen Entfernung (welche genau fehlt) als Projektzuschlag ausgezahlt (Höhe unbekannt). Somit wäre es theoretisch möglich die Fahrtstrecke steuerlich gelten zu machen.

Um es für mich einfacher zu machen:

Mit welchen Kosten müsste ich grob bei einem Gebrauchtwagen zu Grunde legen, der folgende Eckdaten haben sollte:

1) Jährliche Fahrleistung - 35.000 Km

2) LPG Fähig

3) Anschaffungskosten 10-15 Tsd. (inkl. LPG)

4) Min. 5 Jahre hält

5) PS 100-150

Gerade das Thema Fixkosten, wie Wartung, Reparaturen, Wiederbeschaffung/Rücklagen sind interessant. Den Rest wie Steuer, Versicherung und Sprit kann ich grob je nach Modell selber durchrechnen.

Zitat:

@EdwardHyde schrieb am 14. September 2015 um 12:14:44 Uhr:

 

Mit welchen Kosten müsste ich grob bei einem Gebrauchtwagen zu Grunde legen, der folgende Eckdaten haben sollte:

1) Jährliche Fahrleistung - 35.000 Km

2) LPG Fähig

3) Anschaffungskosten 10-15 Tsd. (inkl. LPG)

4) Min. 5 Jahre hält

5) PS 100-150

Gerade das Thema Fixkosten, wie Wartung, Reparaturen, Wiederbeschaffung/Rücklagen sind interessant.

Genau diese Kosten würde ich bei einem Wagen deiner Wahl eher nicht als Fixkosten bezeichnen.

Bei 5 Jahre alten Gebrauchten kann so langsam an Reparaturen genau alles möglich sein, genauso mit der Wartung (Stichwort Verschleiß).

Bei 35.000 km im Jahr würde ich eher zum Geschäftswagen tendieren, wobei ich ehrlichgesagt aktuell weder bei dem Firmenwagen-Modell deiner Firma, als mit der Vergütung privat gefahrener Geschäfts-km wirklich durchblicke... Sehr undurchsichtig beschrieben von deiner Firma...

Zitat:

@EdwardHyde schrieb am 14. September 2015 um 12:14:44 Uhr:

 

Gerade das Thema Fixkosten, wie Wartung, Reparaturen, Wiederbeschaffung/Rücklagen sind interessant. Den Rest wie Steuer, Versicherung und Sprit kann ich grob je nach Modell selber durchrechnen.

Das war doch oben schon gar nicht so schlecht gerechnet.

Wenn du dort aus den 1000€/Jahr für Wartung/Verschleiß/Reparaturen 2000€/Jahr machst, dann dürfte es grob passen.

Genau berechnen wird man so einen Gebrauchten aber nie können, denn woher will man wissen, was final tatsächlich alles kaputt geht?

Alles zwischen 25 und 45 Cent je Kilometer ist bei der Beschreibung möglich.

Das ist bei der Beschreibung klar zu hoch gegriffen.

Ich würde sagen, er landet irgendwo zwischen 18 und 25 Cent/km.

Themenstarteram 17. September 2015 um 23:09

Hallo! Da hat mir doch Motor-Talk "verschwiegen" das neue Beiträge im Thread ist. Sorry, dass ich mich jetzt erst wieder melde.

Ich denke ich werde jetzt erst einmal die "sichere" Variante wählen und einen Firmenwagen nehmen und dann sehen was sich alles wie ergibt.

Wenn ich nachher, in dem von mir geplanten Rahmen, mehr Geld zahlen muss passt das auch noch. Ich rechne ziemlich vorsichtig um mir wirkliche Überraschungen zu ersparen.

Ja, das Thema ist ziemlich undurchsichtig, was mir auch nicht so ganz schmeckt, aber alle anderen Themen, die mir "untergekommen" sind, haben sich nie für den Mitarbeiter als Nachteil herausgestellt.

Man will seine Mitarbeiter schon an sich binden und das merkt man bei anderen Themen. Dort kommen die Antworten sehr schnell und auch genau.

Ich werde sehen wie das bei den Kollegen ohne Firmenwagen läuft und kann mich ja dann am Ende der Laufzeit (3 Jahre) immer noch dagegen entscheiden den Vertrag zu verlängern.

In meinem Fall recht sich das ja noch ganz gut, aber wenn ich so an Firmenwagen von Kollegen denke, die so im 35-50 Tsd. Euro Bereich liegen...

Danke an alle für die Antworten!

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