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Fast Unfall auf Landstraße gehabt! Hätte ESP in dieser Situation helfen können?

Themenstarteram 6. Mai 2018 um 16:10

Hallo,

diese Woche hätte ich auf der Landstraße fast einen Unfall gehabt.

Ich fuhr auf der Landstraße (gerade Strecke, ca100km/h, keine 70ige Zone) als von links aus dem Feldweg ein Audi geschossen kam und ohne die Vorfahrt zu achten auf die Landstraße gefahren ist (lebensmüde, Drogen, Alkohol oder was auch immer). :eek:

Nur dank meiner schnellen Reaktion (Vollbremsung mit ABS) konnte ich einen Zusammenstoß verhindern. Hätte ich nur eine Sekunde später reagiert, wäre mir der Audi in mein linkes Vorderrad gefahren. Er hat das linke Vorderrad nur um wenige cm verfehlt.

Meiner Beifahrerin und mir ist zum Glück nichts passiert, aber der Schock saß natürlich tief.

Meine Beifahrerin meinte, der Audi wäre auch fast mir dem Auto auf der anderen Fahrbahnseite kollidiert.

Jetzt beschäftigt mich die Frage, was wäre passiert, wenn der Audi (ich schätze der hatte 50km/h drauf) mich am linken Vorderrad getroffen hätte. Mein Smart hat ESP. Wäre ESP in der Lage gewesen nach Zusammenstoß ein unkontrolliertes Schleudern zu verhindern? Wäre ich in der Lage gewesen das Auto kontrolliert auf den rechten Grünsteifen zum Stehen zu bringen? Oder hätte ESP in dieser Situation nichts gebracht?

Beste Antwort im Thema
am 6. Mai 2018 um 17:45

wenn ein Audi einen Smart von der Strasse schiesst, ist ESP völlig egal.

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Stellst du immer Gleichungen mit hundert Unbekannten auf?

Zitat:

ich schätze der hatte 50km/h drauf

Da wäre ESP, oder nicht ESP völlig egal gewesen.

Was da mit deinem Auto passiert wäre, hätte einzig davon abgehangen, wie schnell du in dem Moment selbst gewesen wärst.

Kann man so nicht sagen. Vermutlich aber nicht da der Drehimpuls bei einem Einschlag erheblich höher und schneller ist als bei einem zu schnellen Einlenken. Käme auch darauf an ob der Einschlag ein gezieltes Bremsen dieses Rades noch ermöglicht hätte.

Bei einem leichten Treffer könnte das ESP vielleicht noch was retten, bei einem schweren Einschlag sicher nicht mehr. Da ist dann eher davon auszugehen das es deinen Smart ausgehebelt hätte und du auf dem Dach gelandet wärst.

am 6. Mai 2018 um 17:45

wenn ein Audi einen Smart von der Strasse schiesst, ist ESP völlig egal.

Zitat:

@Smartigirl12 schrieb am 6. Mai 2018 um 16:10:29 Uhr:

Wäre ESP in der Lage gewesen nach Zusammenstoß ein unkontrolliertes Schleudern zu verhindern?

Nein. Wenn dich ein Auto seitlich mit 50 km/h rammt, dann ist der Impuls so groß, dass dein Auto quer rutscht oder umkippt.

Smart....da bleibt wohl nichts von übrig...

ESP ist nur dafür gedacht, dass Fahrzeug möglichst lange stabil zu halten sobald du Ausweichmanöver machen musst, aber auch ESP kann die Physik nicht überlisten. Irgendwann sind die Kräfte zu groß und drehst dich trotzdem oder kommst von der Fahrbahn ab. Dazu kommen noch Faktoren wie Fahrbahnbeschaffenheit, Reifenqualität usw.

 

Wenn du von jemandem getroffen wirst, hat das nichts mit ESP zu tun - eher wie stabil deine Karosserie ist und dass deine Airbags auslösen.

Da bist Du nur noch Passagier

am 7. Mai 2018 um 9:11

Wenn ein Auto als Rechtsabbieger von einem Feldweg kommend auf die Landstraße fährt, dann mit Sicherheit nicht mit 50 km/h, denn dann würde er auf der anderen Straßenseite im Graben landen.

Ich habe das Jahre lang machen müssen (vom Feldweg rechts auf eine Landstraße). Da schaut man natürlich ganz genau, ob die Straße frei ist (wenn man nicht lebensmüde ist).

Wenn von links niemand kommt und von rechts nur ein Auto (also keine Gefahr, dass jemand überholt), dann fährt man eigentlich raus, ist schließlich zweispurig (also wenn´s tatsächlich zweispurig ist).

Man sollte dabei natürlich äußerst eng abbiegen oder im Zweifel den anderen doch noch durchfahren lassen.

Ich kann mir vorstellen, dass der Typ im Audi tatsächlich nicht geschaut hat und auch auf die andere Spur rübergekommen ist und ja, das ist, wenn man selbst 100 km/h auf dem Tacho hat, sicherlich nicht schön.

Außerorts fahre ich eigentlich nie schneller als 80 km/h, eben weil man in solchen Situationen nicht mehr viel machen kann. Wenn man da noch 10 bis 20 km/h rausnehmen kann und so nur mit 60 bis 70 km/h im Feld (oder am Baum) landet, ist das mit Sicherheit besser, als wenn man mit 95 km/h die Kontrolle verliert, weil der Tacho auf 110 stand und man keine Zeit zum Bremsen hatte.

Jeder wie er will... mit einem Smart?!

PS:

Ist eben kein Rennwagen und wenn man mit einem großen SUV "gefühlt" (tatsächlich nicht der Fall) noch zwei drei Bäume umnieten könnte, ist das mit einem Kleinstwagen eben nicht der Fall. Von daher finde ich es auch nicht unverschämt oder behindernd, mit solch einem Auto einfach nicht 100 km/h zu fahren.

ESP verhindert ein Schleudern.

Angenommen, du kommst von der Fahrbahn ab, bist mit 2 rädern auf dem grünstreifen (rutschig) und mit 2 auf der Fahrbahn (nicht rutschig).

Dann bremst Du.

Ohne ESP drehst Du dich wie ein Kreisel, mit ESP bleibt das Auto stabil.

Unterschied zu ABS:

Bei ESP hast Du noch einen Querbeschleunigungssensor, der Schleudern erkennt und die Räder einzeln so abbremst, dass Du das auto gerade halten kannst.

Ohne ESP hat niemand eine Chance, das Schleudern zu verhindern.

Ich habe ein Fahrsicherheitstraining für Prototypen bei VW und BMW gemacht, da sieht man das ganz genau.

Ich kann so ein Training jedem Empfehlen, zumal ich sehe, dass 90% der leute keine Ahnung vom (richtigen, technischen) Autofahren haben.

Für kleines Geld gibt es das beim ADAC, für etwas mehr kann man das auch bei der BMW M GmbH machen.

Das kann Leben retten, vor allem, wenn man ich so ein Gefährt ohne Knautschzone wie einen Smart steigt.

Da ist das Leben nicht viel wert.

ESP = Elektronisches Stabilitätsprogramm

Was soll das ausrichten, wenn dir einer frontal gegen den Reifen (also in die Seite) fährt?

Im Übrigen, auf Glatteis bremsen und das ESP bringt dir och nüschte... nur um mal Grenzen aufzuzeigen.

Auf ner Landstrasse mit 100 km/h fährst du 80 km/h? Suuuuuuuper... damit forderst du riskante Überholmanöver der hinter dir fahrendenen heraus. Selten so eine bescheuerte Begründung fürs schleichen gehört... weil Jemand aus nem Feldweg raus kommen könnte... ja ne, is klar...

Fahr am besten 30 km/h, immer und egal wo, biste auf der voll sicheren Seite *Achtung Ironie*

Zitat:

@einsdreivier schrieb am 7. Mai 2018 um 09:11:27 Uhr:

Wenn ein Auto als Rechtsabbieger von einem Feldweg kommend auf die Landstraße fährt, dann mit Sicherheit nicht mit 50 km/h, denn dann würde er auf der anderen Straßenseite im Graben landen.

Ich habe das Jahre lang machen müssen (vom Feldweg rechts auf eine Landstraße). Da schaut man natürlich ganz genau, ob die Straße frei ist (wenn man nicht lebensmüde ist).

Wenn von links niemand kommt und von rechts nur ein Auto (also keine Gefahr, dass jemand überholt), dann fährt man eigentlich raus, ist schließlich zweispurig (also wenn´s tatsächlich zweispurig ist).

Man sollte dabei natürlich äußerst eng abbiegen oder im Zweifel den anderen doch noch durchfahren lassen.

Ich kann mir vorstellen, dass der Typ im Audi tatsächlich nicht geschaut hat und auch auf die andere Spur rübergekommen ist und ja, das ist, wenn man selbst 100 km/h auf dem Tacho hat, sicherlich nicht schön.

Außerorts fahre ich eigentlich nie schneller als 80 km/h, eben weil man in solchen Situationen nicht mehr viel machen kann. Wenn man da noch 10 bis 20 km/h rausnehmen kann und so nur mit 60 bis 70 km/h im Feld (oder am Baum) landet, ist das mit Sicherheit besser, als wenn man mit 95 km/h die Kontrolle verliert, weil der Tacho auf 110 stand und man keine Zeit zum Bremsen hatte.

Jeder wie er will... mit einem Smart?!

PS:

Ist eben kein Rennwagen und wenn man mit einem großen SUV "gefühlt" (tatsächlich nicht der Fall) noch zwei drei Bäume umnieten könnte, ist das mit einem Kleinstwagen eben nicht der Fall. Von daher finde ich es auch nicht unverschämt oder behindernd, mit solch einem Auto einfach nicht 100 km/h zu fahren.

Dass dieser Unfug, man müsse die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen annähernd unter allen Umständen halten, immer noch für derartige Anfahrerei sorgt, ist ermüdend.

Klaro. Er provoziert damit. Sicher. Zu heiß gebadet?

Und den Unterschied zwischen Sarkasmus und Ironie solltest Du auch mal nachschlagen.

Zum Thema: Da rettet ESP nichts.

am 7. Mai 2018 um 12:13

Gestern und vorgestern wurde ich tatsächlich an den unmöglichsten Stellen überholt und das wird auch zukünftig so sein. Ich verstehe nicht, warum man im ländlichen Raum mit vielen Kurven, Feldwegen, Radwegen (gerne mal die Straße kreuzend), Bauernhöfen, Waldstücken, Feldern auf teils engen und schlechten Straßen die (angeblich*) zulässigen 100 km/h ausnützen sollte und das gerade noch mit einem Klein- oder Kleinstwagen bei den dicken Brummern und ihrer Fahrweise um einen herum.

Tacho 70 bis 90 auf der Geraden, fertig. Ich fahre ländlich von Ortschaft A zu Ortschaft B, das sind keine 5 km mit zwei Ortsdurchfahrten. Wenn mich da ein Rudel Mopeds überholt oder der dicke Familienkombi... was muss das muss eben.

*es gibt mehr Vorschriften bezüglich der Geschwindigkeit als allein das, was auf Schildern steht und nur weil man jahrelang keinen Unfall hat, heißt das nicht, dass man sicher fährt. Mehr schreibe ich aber gar nicht mehr zum Thema. Wenn ich mich frage, ob mir im Smart das ESP bei 100 auf der Landstraße den Hintern rettet, wenn mich einer abschießt... Nunja, nachher ist man schlauer.

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