ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. falscher motor im gekauften fahrzeug

falscher motor im gekauften fahrzeug

Themenstarteram 2. Oktober 2008 um 10:23

hallöchen zusammen,

also ich habe folgendes problem: vor ca. 3 monaten kaufte ich mir bei einem gebrauchtwagenhändler einen älteren e30. es sollte ein 316i ....73 kw sein.

jetz war ich aufgrund eines vom mir bemerken stoßdämferschadens in der werkstatt und dort wurde mir gesagt, dass in dem fahrzeug ein 318 is motor mit 136ps.. ist!

auch misteriös ist, dass im kaufvertrag bj 12/93 steht, obwohl das datum zu K:18.11.1988 im brief steht.

nun meine frage: das ist doch eindeutig betrug oder?

kann mir jemand sagen wie ich jetz rechtlich vorgehen sollte?

meiner meinung nach müsste er das auto zurücknehmen und ich bekomme den kaufpreis rückerstattet...

liege ich da richtig?

danke im vorraus

mfg

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von micha457

soll doch froh sein das er bisschen mehr feuer in der kiste hat.

wenn ein 1.6er dazu noch eingetragen ist,ist doch alles paletti;-)

Eben nicht.

Wenn "Haben" (Fahrzeug) nicht zum "Soll" (Papiere) passt, dürfte der Fahrzeughalter zunächst einmal in Erklärungsnöte geraten. Und zwar im Falle einer Aufdeckung unterwegs oder nach Unfall sowohl gegenüber Ermitlungsbehörden und/oder Prüforganisationen als auch gegenüber Finanzamt und Versicherung.

Und wenn er dann schon eine Weile dieses Auto hat, wird die Glaubhaftmachung des Kaufs in diesem Zustand immer schwerer.

Schlussendlich ist der Fahrzeughalter für den vorschrifts- und ordnungsgemässen Zustand seines Fahrzeuges selbst verantwortlich, niemand sonst.

Bei Opel kann man anhand des kleinen Blechschildchens am Schlossträger einige Produktionssteuerdaten ablesen, die dann auch auf diversen Webseiten und Foren auseinanderklabustert werden können. Notfalls BMW-Werkstatt fragen ...

36 weitere Antworten
Ähnliche Themen
36 Antworten
Themenstarteram 6. Oktober 2008 um 10:27

danke danke danke für die ganzen antworten....hatte leider keine zeit eher zu schreiben.

also erstmal vorweg, ich bin eine frau und daher habe ich nicht so die ahnung-....weil einige antworten mit warum hast du nicht vorher geguckt kommen. =(

also passt auf. in den papieren steht 316i....

der motor ist ein 318is definitiv....soviel habe ich schon erfahren.es liegt auch keine verwechselung vor, es ist das auto was ich gesehen habe und auch die passenden papiere.bis auf den motor eben.

natürlich ist das steuer und versicherungsbetrug....seit ich davon weiss, bewege ich das fahrzeug auch nichtmehr.

ich will ihn auf jedenfall zurückgeben!

ach und baujahr ist auch 93. das mit dem datum zu K hatte ich falsch verstanden *schäm*

so also nur weiß ich jetz immernochnicht genau:

bin ich im recht wenn ich zu ihm fahre und grob gesagt mein geld zurückverlange?

das ist meine hauptfrage.....bekomme ich mein geld zurück?

vielen dank an alle

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

ach und baujahr ist auch 93.

Definitiv nicht!!!

BJ 93 ist kein E30, sondern ein E36!

Schau noch mal genau in deinen papieren nach, dort steht Erstzulassung (EZ) oder woher hast du das baujahr?!

 

Irgendwas stimmt hier immer noch nicht.

Machs doch mal ganz einfach:

 

  1. Zulassungsbescheinigung einscannen
  2. Mit Grafikprogramm Deine persönlichen Daten unkenntlich machen ("schwärzen")
  3. Letzte 5-6 Stellen der Fahrgestell-Nummer (FIN) unkenntlich machen ("schwärzen")
  4. Scan hier reinstellen oder per Bilderhoster (z.B. http://pic.leech.it/ ... wie imageshack, nur schneller) verlinken
  5. Antworten abwarten

Ob s jetzt ein als Neuwagen "ewig gestandener" E30 oder ein E36 (wohl wahrscheinlicher) ist, ist ja für den Fall relativ unerheblich, sofern im Vertrag nur die Erstzulassung und nicht das Baujahr vermerkt ist...bei so einem nun 15 Jahre alten Wagen ist da wegen der mögicherweise langen Standzeit nix mehr zu holen, das wird maximal bei jungen Gebrauchten als Rückgabegrund anerkannt.

Im Kaufvertrag wird entweder die Typenbezeichnung 316 und/oder der Hubraum (der bei einem 318 grösser ist, Frau ;) ;) )

festgehalten worden sein.

Hat der Wagen einen anderen Motor, fehlt dem Wagen eine vertraglich zugesicherte Eigenschaft

(ähnlich wie bei Aussagen zu Unfallschäden, Anzahl der Vorbesitzer...das ist aber nicht zwangsläufig "Betrug")

, der Händler wird letztich um eine Rücknahme nicht herumkommen.

 

"bin ich im recht wenn ich zu ihm fahre und grob gesagt mein geld zurückverlange?"

ja.

".....bekomme ich mein geld zurück?"

hoffen wir's.

Versuch es zunächst im freundlichen (am besten einen Zeugen mitnehmen) und vermeide das Wort "Betrug". Der Händler habe bestimmt übersehen, dass ein anderer Motor, blablabla...

In einen Gerichtsverfahren würdest Du wohl Recht bekommen - nur, wer weiss ob es den Händler bis dahin noch

gibt, ob er nicht Konkurs angemeldet hat, etc. ... Mit den Anwalt drohen kannst Du noch, wenn er sich quer stellt.

Kommst Du dem Händler (ich vermute mal, es ist ein freier Gebrauchtwagenhändler) direkt so,

wird er möglicherweise von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Dich hinauswerfen...Händler sind oft eisenharte Profis im Problem-Aussitzen und Klagen gewohnt.

Der Händler KÖNNTE Dir natürlich unterstellen, dass während der 3monatigen Fahrdauer der Originalmotor einen von Dir verschuldeten Defekt hatte und

der Motor von Dir (oder Bekannten eben..) gegen einen "falschen" getauscht wurde. Ziemlich unwahrscheinlich.

Fahr jetzt zum Händler, je eher desto besser. ;)

Der Händler darf Dir jedoch für die Nutzung pro Kilometer einen -relativ geringen- Prozentsatz/Betrag abziehen.

Warete seinen Vorschlag ab. Zieht er Dir pauschal 1, 2, 3 Hunderter ab - m. E. einfach machen. Klagen dauert länger und

kostet mehr Nerven, als es wert ist.

 

 

 

Helldriver hat es richtig beschrieben, so würde ich auch den Ablauf empfehlen. Rechtlich darf der Händler Dir pro 1000 gefahrener Km 0,65% vom Kaufpreis abziehen. In einem Punkt würde ich aber anders verfahren: wenn der Händler rumzickt und den Wagen nicht zum vollen Preis minus Nutzung zurücknimmt, würde ich ihm knallhart mit gerichtlicher Abwicklung drohen ( im höflichen, aber bestimmten Ton). Dazu würde ich ihm eine Bedenkzeit von 24 Stunden einräumen. Wenn er noch alle Tassen im Schrank hat, wird er sich dann ganz schnell mit einer richtigen Rückabwicklung einverstanden erklären.

Themenstarteram 7. Oktober 2008 um 8:42

martinshl: ich meine ich bin zwar eine frau, doch den unterschied zu von einem e30 und e36 erkenne ich schon....-.-

das ist definitiv nen e30 erstzulassung ist 12/93!!!!

helldriver danke deine antwort ist sehrviel aufschlussreicher =)

ja das mit dem hubraum habe ich verglichen.... normal müsste der 316, wie es auch in den papieren steht 1596 cm³.

der motor der bei mir drin ist, auch von einer bmw-service-werkstatt bestätigt, ist ein 318is mit 1796 cm³!

was nirgendwo in den papieren vermerkt ist.

okay alles klar ich muss dahin....

aber gut zu wissen, dass ich quasi im recht bin.

okay erstmal vielen dank und schönen tag noch

mfg

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

martinshl: ich meine ich bin zwar eine frau, doch den unterschied zu von einem e30 und e36 erkenne ich schon....-.-

das ist definitiv nen e30 erstzulassung ist 12/93!!!!

Das freut mich, dass eine Frau so viel Autoverständnis hat, jedoch war davon bisher nix zu merken, denn du hast immer von Baujahr, und niemals von Erstzulassung gesprochen! ;)

Themenstarteram 7. Oktober 2008 um 9:21

ja ich weiß....sry mein fehler^^...-.-

achso eine frage hätte ich da noch: meint ihr ich sollte den händler im vorfeld schon einmal kontaktieren?...

anrufen oder nen netten brief schreiben dass ich vorbei komme?

mfg

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

meint ihr ich sollte den händler im vorfeld schon einmal kontaktieren?...

anrufen oder nen netten brief schreiben dass ich vorbei komme?

Wozu?

Einfach hinfahren und das freundliche Gespräch suchen. Finde ich irgendwie persönlicher und zeigt von mehr freundlichkeit, ausserdem hast du dann den wagen gleich dabei, quasi als "Beweisstück".

Zitat:

Original geschrieben von MartinSHL

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

meint ihr ich sollte den händler im vorfeld schon einmal kontaktieren?...

anrufen oder nen netten brief schreiben dass ich vorbei komme?

Wozu?

Einfach hinfahren und das freundliche Gespräch suchen. Finde ich irgendwie persönlicher und zeigt von mehr freundlichkeit, ausserdem hast du dann den wagen gleich dabei, quasi als "Beweisstück".

Ganz genau so würde ich das auch machen. Da hast Du auch das Überraschungsmoment auf Deiner Seite :)

Rufst Du ihn vorher an, schliesst er vielleicht den Platz für eine 4-stündige Mittagspause in der Pommesbude ;) ;)

Im Recht bist du auf jeden Fall...jetzt noch sanft aber nachdrücklich durchsetzen :)

Ich wünsch dir was, und schreib mal was draus geworden ist...

 

 

Themenstarteram 7. Oktober 2008 um 13:08

ja driver dass werde ich auf alle fälle machen.dauert aber noch n bischen, denn ich muss mir erstmal frei nehmen!...-.-

das nächste problem ist nämlich dass der händler 200 km richtung osten ist^^....

naja ich denke nächste woche wird es klappen.

also ein großes danke erstmal an alle die versucht haben zu helfen.....

till then ;}>

mfg

thanks =)

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

das nächste problem ist nämlich dass der händler 200 km richtung osten ist^^....

ok...unter den umständen würde ich dann allerdings schon vorher mal anrufen.

nicht, dass du dann 400km insgesamt umsonst fährst.

Themenstarteram 8. Oktober 2008 um 17:09

ähhmm noch eine sache...^^

kennt sich jemand mit dem bgb aus?

also ich nehme jetz einfach mal an da würde das stehen.

unter welchem paragrafen findet man die rechtslage in meinem fall?

also ka ist das eine nichteingehaltene leistung oder .....bla bla

ich würde ihm gerne mit "nach paragraf so und so bin ich im recht und du kannst garnix machen" kommen! *grins*

hat einer nen plan.....

lg thx thx

Moin,

ich denke das hier §§ 433 ff BGB zutreffen sollten.

Genaueres wird Dir allerdings ein Rechtsanwalt sagen können.... Droh Ihm nicht gleich mit der groben Kelle :D Weise Ihn einfach darauf hin das die Sache (Fahrzeug) eine vertraglich zugesicherte Eigenschaft nicht erfüllt.... und er somit in der Pflicht ist....

Gruss

Marcus

Zitat:

Original geschrieben von blackleaf

ähhmm noch eine sache...^^

kennt sich jemand mit dem bgb aus?

also ich nehme jetz einfach mal an da würde das stehen.

unter welchem paragrafen findet man die rechtslage in meinem fall?

also ka ist das eine nichteingehaltene leistung oder .....bla bla

ich würde ihm gerne mit "nach paragraf so und so bin ich im recht und du kannst garnix machen" kommen! *grins*

hat einer nen plan.....

lg thx thx

Da hier keine Rechtsberatung gegeben werden kann und darf, lies einfach mal hier:

http://dejure.org/gesetze/BGB/433.html Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag

http://dejure.org/gesetze/BGB/434.html Sachmangel

http://dejure.org/gesetze/BGB/439.html Nacherfüllung

http://dejure.org/gesetze/BGB/440.html Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz

http://dejure.org/gesetze/BGB/441.html Minderung

http://dejure.org/gesetze/BGB/442.html Kenntnis des Käufers

http://dejure.org/gesetze/BGB/444.html Haftungsausschluss

 

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. falscher motor im gekauften fahrzeug