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Fahrzeug nach Unfall unrepariert verkaufen, wann und wie lohnt sich das?

Themenstarteram 22. Oktober 2017 um 20:30

Hallo,

leider hatte ich kürzlich einen unverschuldeten Unfall mit meinem Fahrzeug. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 15.000 - 18.000 Euro. (Austausch von Seitenteil, Tür, Stoßstange...). Ein detailliertes Gutachten steht aber noch aus.

Nun hört man immer wieder davon, dass es sich lohnen könnte das Fahrzeug nicht reparieren zu lassen und eine "fiktive Abrechnung" mit der Versicherung vorzunehmen. Mein Fahrzeug hat einen Wiederbeschaffungswert von ca. 36.000 Euro nach eigener Recherche.

Nachdem ich erst vor zwei Monaten einen ebenfalls unverschuldeten Schaden in Höhe von rund 6.000 Euro instandsetzen lassen musste, habe ich den Gedanken mich nun von dem Fahrzeug möglicherweise trennen zu müssen. Sowohl der "Stress" mit der Reparatur, aber auch ein rundum geflicktes Auto bereiten mir hier Kopfzerbrechen, eventuell ist nun der richtige Zeitpunkt für einen Neustart.

 

Wie ist denn hier die richtige Vorgehensweise?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

 

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11 Antworten

Ob sich das lohnt, weiß ich nicht - wahrscheinlich eher für Leute, die selber schrauben oder das schwarz beheben lassen.

In den 43 Jahren die ich Auto fahre, habe ich nach einem Unfall das Auto immer direkt verkauft, hat zum Teil viel Geld gekostet, aber ich mag keine Unfallwagen (ich rede nicht von einer Tür oder einem Kotflügel aber ein Schaden von über 5.000 € ist mir zuviel).

Ich habe das immer mit dem Verkäufer des neuen Autos geklärt.

Themenstarteram 22. Oktober 2017 um 20:41

Vielen Dank. Für mich ist weder selbst noch schwarz beheben eine Option.

Mit den heutigen Reparaturmethoden bedeutet eine Reparatur normalerweise keinen technischen Minderwert.

Den merkantilen Minderwert bekommt man im Haftpflichtfall erstattet.

Bei fiktiver Abrechnung hat man ggf. Einbußen hinzunehmen, z. B. bei Mehrwertsteuer und Stunden-Verrechnungssätzen.

Alter des Fahrzeugs und Neupreis?

Normalerweise lohnt es sich bei einem Schaden in dieser Höhe zu verkaufen. Biete das Auto maximal um die Hälfte der Schadensumme unter dem Normalpreis an.

Zitat:

@Oetteken schrieb am 22. Oktober 2017 um 20:49:16 Uhr:

Bei fiktiver Abrechnung hat man ggf. Einbußen hinzunehmen, z. B. bei Mehrwertsteuer und Stunden-Verrechnungssätzen.

Weder, noch. Es wird ja vermutlich wieder ein Fahrzeug mit Mehrwertsteuer angeschafft.

Themenstarteram 22. Oktober 2017 um 20:59

Hallo,

das Fahrzeug wird nun 7 Jahre alt und der Neupreis lag bei 135.000 Euro.

Dann könnte eine Reparatur sogar eine Wertsteigerung bedeuten.

Der Vorbesitzer meines 325xi hat einen Seitenschaden verursacht, der fachgerecht repariert wurde.

Die verunfallte Seite sieht heute, nach gut zehn Jahren, eher besser aus als die unverunfallte Seite.

Ich würde fachgerecht reparieren lassen und die Wertminderung etc. kassieren.

Es gibt die Allgemeinen Bedingungen für die KFZ-Versicherung (AKB)

Die schränken einen ein. Hatte jetzt einen selbstverschuldeten Unfall mit Totalschaden.

Ich brauche die Zustimmung der Versicherung, bevor ich meinen Wagen verkaufe oder zum Autoverwerter

bringe.

Würde mich daher vor irgendeiner Maßnahme beim Versicherer erkundigen.

Zwischen selbstverschuldet (Kasko) und unverschuldetem (Haftpflicht) des Gegners ist ein großer Unterschied.

Und daher beim TE nicht mit deinem Eigenschaden vergleichbar.

Daher braucht er sich auch nicht vorher erkundigen was die Versicherung gerne hätte. Er allein bestimmt was geschehen soll.

Beim Haftpflichtschaden kann der Geschädigte das allein entscheiden.

Zitat:

@MUC6666 schrieb am 22. Oktober 2017 um 20:30:00 Uhr:

leider hatte ich kürzlich einen unverschuldeten Unfall mit meinem Fahrzeug. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen ca. 15.000 - 18.000 Euro.

Das tut mir ehrlich leid für Dich. Ich habe das Foto im anderen Thread gesehen und kann mir vorstellen wie's Dir geht :(

Zitat:

Nachdem ich erst vor zwei Monaten einen ebenfalls unverschuldeten Schaden in Höhe von rund 6.000 Euro instandsetzen lassen musste, habe ich den Gedanken mich nun von dem Fahrzeug möglicherweise trennen zu müssen. Sowohl der "Stress" mit der Reparatur, aber auch ein rundum geflicktes Auto bereiten mir hier Kopfzerbrechen, eventuell ist nun der richtige Zeitpunkt für einen Neustart.

Der Titel des Threads trifft es nicht ganz oder? Mir scheint, Du denkst darüber nach, was am besten für Deinen Kopf ist und die Geldbörse ist eher zweitrangig. Wäre ja nicht verkehrt.

Bei meinem unverschuldetem 10.000-Euro-Schaden am F10 damals, hätte ich das Auto am liebsten noch am selben Tag verkauft. Schreck vom Unfall, Aufwand, Wartezeit wegen gegnerischer Versicherung, in der Zwischenzeit ein übel zugerichtetes Auto - alles in eine Schachtel schmeißen, verkaufen und gut ist.

Als der Schaden dann behoben war, waren diese Gedanken aber Geschichte.

Die Schäden an Deinem Auto sind zwar beträchtlich, aber doch nur oberflächlich. Wenn sie behoben sind, ist es kein schlechteres Fahrzeug als zuvor. Den Wertverlust ersetzt die Versicherung.

Der Gedanke, mit einem neuen Auto könnte sowas nicht sofort wieder passieren, ist falsch, das ist Dir auch klar.

Und falls es ein Gebrauchter werden sollte, weißt Du nicht woran Du damit bist. Lust auf eine Runde Injektor-Tauschen, lustige Geräusche suchen, die erst im Sommer auftreten etc.? Bei Deinem F13 weißt Du was Du hast und wenn er ansonsten in bester Ordnung ist, gilt es nur, die Zeit bis zur Instandsetzung abzuwarten.

Zitat:

Wie ist denn hier die richtige Vorgehensweise?

Erstens: Triff keine Entscheidungen, solange die Emotionen die Oberhand haben.

Zweitens: Wenn Du ihnen vertraust, setze Dich zum persönlichen Gespräch mit Deinem Händler oder Sachverständigen zusammen und stelle denen Deine Fragen bzgl. finanzieller Abwägungen.

Mir jedenfalls würde das mehr Seelenfrieden geben, als die Meinungen der Foristen. Die mögen fundiert sein, bitte nicht angegriffen fühlen - aber das weißt Du nicht sicher.

Grüße,

Dirk.

PS: Falls es übrigens am vertrauenswürdigen Sachverständigen fehlen sollte, hätte ich von damals einen sehr guten im Münchner Raum zur Hand. Aber vermutlich bist Du da versorgt.

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