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Fahreignungstest MPU

Themenstarteram 24. Januar 2023 um 20:52

Ich war bei der mpu bzw fahreignungstest und bin leider durchgefallen bei dem psychologengespräch . Würde gerne wissen wie das abläuft wenn ich das nicht der fahrbehörde zu schicke da ich die Ergebnisse zu mir schicken lassen habe .

Mir wurde eine Abstinenz von einem Jahr angeordnet aber bin mir nicht sicher ob ich nicht einfach nochmal eine mpu machen kann oder ob die das wissen das ich dann 1 jahr Abstinenz nachweisen muss .

(War leider nicht vorbereitet und habe viel Mist erzählt)

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23 Antworten

Wenn du einen Antrag auf Neuerteilung gestellt hast: Zieh den Antrag zurück.

Wenn du deinen FS noch hast und eine MPU absolvieren musstest, um ihn zu behalten: Verzichte auf deinen Führerschein (Ist billiger, als ihn kostenpflichtig entzogen zu bekommen).

Du brauchst denen in jedem Falle das negative MPU Gutachten nicht geben. Wenn du denen das gibst, haben die nur noch mehr Infos über dich.

 

Und danach besser vorbereiten. Wenn sie einjährige Abstinenz haben wollen, um deinen Lebenswandel zu begründen, wirst du beim zweiten Versuch, egal bei welcher Prüfstelle du es machst, nicht ohne Bestehen. Da die Leitfäden und Anforderungen an der MPU überall diesselben sind.

Themenstarteram 24. Januar 2023 um 22:20

Also muss ich so bei der fahrbehörde anrufen und sagen das ich einen negativen test habe und die sagen mir wie was wann wo ich die urintests und soweiter machen muss

Nein. Um das Abstinenz-Programm musst du dich selber kümmern. Das macht keine Führerscheinbehörde.

Wenn du das Gutachten nicht einreichst erfährt die Führerscheinstelle überhaupt nicht, dass die Begutachtung stattgefunden hat. Die bekommt ihre Unterlagen kommentarlos zurück.

Wenn du ein neues Gutachten bei einem anderen Anbieter erstellen lässt erfährt der nicht mal, dass die Unterlagen bereits verschickt wurden.

Allerdings solltest du die Abstinezempfehlung ernst nehmen. Die hat der Gutachter nicht ausgewürfelt sondern ist zu der fachlichen Meinung gekommen, dass dein Alkoholproblem so groß ist, dass du zukünftig für den Rest deines Lebens keinen Alkohol aufnehmen kannst, ohne eine Gefahr als Kfz-Führer (?) darzustellen.

Du kannst natürlich versuchen mit Lügen dein Alkoholproblem zu verharmlosen. Kann klappen, muss aber nicht. In erster Linie halten sich die Gutachter zur Bestimmung deines Alkoholproblems an die objektiven Tatsachen, die du nicht beeinflussen kannst.

Eine Folge der Sucht ist, das Betroffene die Stärke ihres eigenen Alkoholproblems nicht einschätzen können. Die Sucht verhindert, dass sie erkannt wird.

Wenn du kurzfristig eine neue MPU angehen willst solltest du den aktuellen Antrag ohne Begründung zurückziehen. Wenn die Akten vom Institut wieder bei der Führerscheinstelle sind (dauert meinst eine bis zwei Wochen) kannst du einen neuen Antrag stellen. Wenn du die Untersuchung beim gleichen Anbieter durchführen lässt dürfen die auf ihre Unterlagen zurückgreifen und kennen das aktuelle Ergebnis. Andere Anbieter erfahren, wie bereits geschrieben, von der aktuellen Untersuchung nichts.

Vereinzelt habe ich gelesen, dass Betroffene, sofern die Abgabefrist noch nicht abgelaufen war, einfach eine neue MPU-Stelle nennen konnten ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen. Was natürlich die Kosten eingrenzt. Das kannt du versuchen, darauf gibt es meiner Kenntnis nach aber kein Anrecht.

Themenstarteram 25. Januar 2023 um 6:21

Danke erstmal Mr.murphy

Aber ich hatte einen Termin bis wann ich mich einer Begutachtung unterziehen musste aber ich muss nicht die Ergebnisse weiterleiten?

Die fahrerlaubnisbehörde weis ja das ich einmal eine mpu gemacht habe und das macht nichts wenn ich erneut bei einem anderen Anbieter das neu einreichen lasse bzw die Akteneinsicht?

Zitat:

Aber ich hatte einen Termin bis wann ich mich einer Begutachtung unterziehen musste aber ich muss nicht die Ergebnisse weiterleiten?

Du musst die Führerscheinstelle über die MPU (vollkommen unabhängig vom Ergebnis) nicht informieren, also auch die Ergebnisse nicht weiterleiten. Wenn überhaupt machst du das freiwillig.

Bislang haben wir kaum Informationen zu deiner MPU. Deshalb können wir nur im Nebel stochern und dir allgemeine Informationen geben.

Wenn der Termin abläuft wird dein Antrag (kostenpflichtig? das weiß ich nicht) abgelehnt. Wenn du den vorher zurückziehst ist das kostenlos.

Auch wichtig kann sein: Wenn der Antrag abgelehnt wird, beginnt die Verjährungsfrist neu zu laufen. Wenn du den Antrag zurückziehst läuft die aktuelle Verjährungsfrist weiter.

Zitat:

Die fahrerlaubnisbehörde weis ja das ich einmal eine mpu gemacht habe

Falsch. Das erfährt sie nur wenn du es selbst mitteilst. Die weiß nur, dass die Akten verschickt wurden. Nicht aber, ob die MPU auch stattgefunden hat. Das ist für die Führerscheinstelle Tagesgeschäft, die fragen in der Regel auch nicht weiter nach.

Zitat:

das macht nichts wenn ich erneut bei einem anderen Anbieter das neu einreichen lasse bzw die Akteneinsicht?

Richtig. Du kannt die MPU im Prinzip so häufig machen wie du Spaß daran hast und es dir leisten kannst.

Themenstarteram 25. Januar 2023 um 10:16

Also ich musste nur zum fahreignungstest bislang wo ich leider bei dem psychologengespräch durch fehlende Vorbereitung versagt habe jetzt schreiben die von der mpu das ich Abstinenz nachweisen muss ich wurde zweimal mit Alkohol aufgehalten grad etwas über den darfwert ....weitere Details kann ich am Abend schreiben bin leider auf Arbeit...

Danke im voraus

Alkohol ist ein ernstzunehmendes Problem für die Psyche. Nicht nur für den Führerschein.

 

Dass du 2x erwischt wurdest zeigt Außenstehenden deutlich, dass du die Kontrolle darüber verloren hast. Man sagt, 1x erwischt bedeutet mindestens 100 Verstöße, ohne erwischt worden zu sein.

 

Die Psychologen sind sehr gut geschult und ausgebildet. Ohne gute Vorbereitung kommst du da nicht durch.

 

Mit Vorbereitung meine ich aber nicht, dass du dich auf das Gespräch vorbereitest und alle vermeintlichen Tricks der Psychologen kennenlernst.

Das bieten nur unseriöse Anbieter an.

Diese Tricks gibt es nämlich nicht. Das ist Wissen aus dem Studium und Erfahrung gepaart mit guter Schulung in Gesprächsführung.

 

Mit Vorbereitung meine ich eine Psychotherapie, die dir hilft, deinen Alkoholkonsum und das, was in deinem Leben dazu geführt hat, dass du darüber die Kontrolle verloren hast, in den Griff zu bekommen.

 

Hast du die Therapie erfolgreich durchgeführt, brauchst du keine Vorbereitung auf das MPU-Gespräch mehr, weil du ehrlich erzählen kannst, was sich geändert hat.

 

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche ich dir!

Zitat:

@Thomasss schrieb am 25. Januar 2023 um 10:16:34 Uhr:

.. ich wurde zweimal mit Alkohol aufgehalten ...

Ja merkste was?

Deswegen der Nachweis.

Nach meinem Empfinden kann oder sollte hier ein Schloss vor. Eine Beratung wie man aus der Nummer am einfachsten rauskommt sollte (drüfte?) hier nicht stattfinden.

Themenstarteram 25. Januar 2023 um 11:50

Ja ich habe es vor mir Hilfe zu holen bzw eine Therapie durchzuführen das werde ich vor meinen antritt der neuen mpu sowieso machen aber ich möchte darauf hinspielen das ich evtl das nur ein halbes jahr mache und dann die neue mpu antreten.

Da ich beruflich stark auf meinen Führerschein angewiesen bin und ich eh komplett auf Alkohol verzichten möchte.

"möchten" heißt noch nicht automatisch "können".

Du solltest jetzt mittels Therapie versuchen, deine Alk-Probleme in den Griff zu bekommen.

Das wird in jedem Fall länger als ein halbes Jahr dauern. Dass du auf den FS angewiesen bist, ändert nichts und sollte für dich eher zusätzlicher Ansporn sein, da wirklich was grundlegend zu ändern.

Wie ich bereits schrieb

Zitat:

In erster Linie halten sich die Gutachter zur Bestimmung deines Alkoholproblems an die objektiven Tatsachen, die du nicht beeinflussen kannst.

Eine Tatsache ist in deinem Fall offensichtlich, das du innerhalb kurzer Zeit (damit sind auch mehrere Jahre gemeint) zweimal als Kfz-Führer auffällig geworden bist.

Auch wenn die Alkoholkonzentration in deinen Augen gering war, ist dir damit ein massives Alkoholproblem nachgewiesen worden. Dazu wird auch etwas zu Beginn deines Gutachtens stehen.

Wenn du weiter Kfz führen willst musst du deshalb für den Rest deines Lebens auf jegliche Alkoholaufnahme (in welcher Form auch immer) verzichten. Dies wirst du als Einstieg in eine MPU mit Abstinenzbelegen von mindestens einem Jahr nachweisen müssen. Vollkommen unabhängig, bei welchem Anbieter du die MPU durchführen lässt.

Daher die Abstinenz-Empfehlung in deiner misslungenen MPU. Das hat der Gutachter nicht geschrieben um dich zu ärgern, sondern das sind wisschenschaftliche und ärztliche Erkenntnisse, die durch die Gesetzeslage gedeckt sind.

Seit zwei Monaten sind neue Beurteilungskriterien veröffentlicht. Auf die stellen alle Institute aktuell um. Nach denen könnte von dir sogar mit etwas Pech eine 15monatige Abstinenz verlangt werden.

Es gibt auch Ausnahmen, in denen bei einer ähnlichen Vorgeschichte wie deiner eine MPU mit kontrolliertem Trinken bestanden wurde. Auch wenn die von Betroffenen gerne als Vorbild genommen werden: Das sind Ausnahmen, die häufig nicht mal stimmen - Ich habe das von einem gehört der das von seinem Onken Fritz gehört hat ....

Wie voch waren denn Deine Promillewerte? Es macht schon einen Unterschied.

Themenstarteram 25. Januar 2023 um 19:04

Seit zwei Monaten sind neue Beurteilungskriterien veröffentlicht. Auf die stellen alle Institute aktuell um. Nach denen könnte von dir sogar mit etwas Pech eine 15monatige Abstinenz verlangt werden.

 

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