Facelift Mercedes X Klasse 2020
Hallo Zusammen
Hat jemand Infos möchte mir ne X Klasse kaufen weiss jemand ob nächstes Jahr ein Facelift kommt bzw wie Umfangreich es ausfällt neue Motoren bzw 9G Automatik
Jetzt kaufen oder besser auf 2020 warten?
29 Antworten
"Sorge müsse vor allem die Entwicklung der Van-Sparte bereiten, die offenbar grössere Probleme habe. Zwei Milliarden Euro Verlust im operativen Geschäft hat der Bereich im zweiten Quartal 2019 angehäuft. «Das ist eigentlich ein kleiner Geschäftsbereich und haut ihnen die grössten Verluste rein», sagte Dudenhöffer.
Details sind unklar, naheliegend ist aber, dass es dabei zumindest auch um die X-Klasse geht. Schon im Frühjahr hatte der damalige Finanzchef eingeräumt, dass das Geschäft mit den erst 2017 eingeführten Pick-ups nicht so läuft wie gedacht und Daimler deshalb auf einen der zwei Produktionsstandorte verzichtet."
Komisch, kaum ist Dr. Z. weg, prasseln nur noch "bad News" über Daimler nieder. Dieselsorgen, Gewinnwarnung, Milliardenverlust im 2. Quartal 2019 usw.
Zitat:
Komisch, kaum ist Dr. Z. weg, prasseln nur noch "bad News" über Daimler nieder. Dieselsorgen, Gewinnwarnung, Milliardenverlust im 2. Quartal 2019 usw.
Das ist bei jedem Führungswechsel so. Der neue Chef rechnet die Situation erstmal so mies wie irgend möglich, um dann in zwei Jahren, wenn es um seinen Bonus und seine Vertragsverlängerung geht, umso besser dazustehen. Wer nimmt denn das noch ernst?
igs
Kann man auch auf Focus online nachlesen.
Meiner Ansicht nach hat Mercedes von Anfang an einen Riesenfehler gemacht.
Das Image wurde schon beim Start der Baureihe nachhaltig zerstört indem man einen umgelabelten Nissan mit Mercedeskabine mit reiner Nissantechnik präsentierte. Warum hat man nicht den OM 654, die Neungangautomatik und eine richtige 4-matic eingebaut.
Der 350d hingegen lässt sich wahrscheinlich nicht mehr auf Euro 6d temp aufrüsten. Ob der Reihensechser OM 656 hineingepasst hätte ist fraglich. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Hätte Mercedes die X-Klasse ernster genommen, so würde sie den Vorderwagen für die Aufnahme des R6 umkonstruiert haben.
Ich denke die Einstellung ist eben auch den am 1.9.2019 neuen Abgasnormen geschuldet. Aus eben genannten Gründen war der Willen nicht da, weitgehende Konstruktionsänderungen durchzuführen.
Auf jeden Fall hat die frühe Einführung der Modelle 220 und 250 das Image des Nissans mit Mercedesstern ruiniert, das auch der 350 nicht ändern konnte, obwohl der weitgehend ein „echter“ Mercedes ist.
Ich bin sehr enttäuscht von Mercedes‘ Modellpolitik, auslöffeln muss es der Kunde in Form niedriger Wiederverkaufswerte. Wer will schon einen fahrenden Misserfolg kaufen?
Zitat:
@vozidlo schrieb am 14. Juli 2019 um 16:16:55 Uhr:
Ich bin sehr enttäuscht von Mercedes‘ Modellpolitik, auslöffeln muss es der Kunde in Form niedriger Wiederverkaufswerte.
Falsch. Wiederverkaufswert hat was mit Nachfrage zu tun. Einserseits sich bewusst für einen Exoten zu entscheiden, also für ein Auto, das keiner haben will, und andererseits dann zu erwarten, dass die Gebrauchtwagenkäufer später Schlange stehen, ist irgendwie schon etwas schizophren. Dass es in Mitteleuropa keinen Markt für Pickups gibt und schon gar nicht für 50.000 EUR teure, kann man Daimler wirklich nicht ankreiden. Teure Exoten haben immer miserable Wiederverkaufswerte (siehe auch R-Klasse).
Das ursprüngliche Konzept für den X war, dem Amarok in dessen Märkten (Süd- + Mittelamerika, Afrika, Australien, Osteuropa und ein wenig Asien) Konkurrenz zu machen. Dieses Konzept hat man mit dem X350 verwässert, bei dem ich immer noch nicht verstehe, an wen man den in Stückzahlen verkaufen will. Wegen des X350 hat man viel zuviel Mercedes in den Nissan gepackt und das Basisfahrzeug ist letztlich viel zu teuer. Ich bin seit einem halben Jahr in Mittelamerika. Ja, hier fahren schon ein paar Amaroks herum, aber die Idee, dass man hier sowas wie den X in Stückzahlen verkaufen kann, ist geradezu absurd. Dass man da die Reißleine gezogen hat, ist nur verständlich.
Zitat:
Meiner Ansicht nach hat Mercedes von Anfang an einen Riesenfehler gemacht.
Mit Sicherheit hat Daimler Fehler gemacht. Mir fallen da auch einige ein, jedoch mit Sicherheit nicht die oben genannten. Hätte man den OM 654 verbauen wollen, hätte die Entwicklung drei Jahre länger gedauert und das Auto würde dann 80.000 EUR kosten. Das hätte das Desaster nur vergrößert.
igs
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In Mittelamerika fährt man vermutlich auch eher keinen Dieselmotor spazieren. Da gibts doch Ethanol ohne Ende...
Oder bin ich da völlig falsch gewickelt.?
PS: den 447 gibts auf anderen Märkten als Deutschland ja auch mit nem 2l Turbo Benziner. Nur wäre der in D eben völlig praxisfern. Hier denkt ja jeder er muss mit nem 2,5t+ Van auf der Autobahn 200+ fahren. Und das klappt eben hier nicht ohne das das Ding wie verrückt säuft.
Zitat:
@GT-Liebhaber schrieb am 15. Juli 2019 um 18:57:17 Uhr:
In Mittelamerika fährt man vermutlich auch eher keinen Dieselmotor spazieren. Da gibts doch Ethanol ohne Ende...Oder bin ich da völlig falsch gewickelt.?
PS: den 447 gibts auf anderen Märkten als Deutschland ja auch mit nem 2l Turbo Benziner. Nur wäre der in D eben völlig praxisfern. Hier denkt ja jeder er muss mit nem 2,5t+ Van auf der Autobahn 200+ fahren. Und das klappt eben hier nicht ohne das das Ding wie verrückt säuft.
Mit meinem OM642 (Euro 4) hatte ich noch keine Probleme. Das Thema wird m.E. überall überdramatisiert. Guatemala z.B. ist überall rot markiert. Der Diesel hat angeblich einen viel zu hohen Schwefelgehalt. An der Tankstelle wird aber tatsächlich LS Diesel verkauft (Low Sulfur). Wobei der hohe Schwefelgehalt ja wohl nicht schlecht ist für den Motor sondern nur für die Abgasreinigung.
Diesel gibt es hier im Gegensatz zum Norden an jeder Tankstelle und ist billiger als Benzin, so dass ich davon ausgehe, dass doch ein paar Diesel hier rumfahren. Hab ich bisher nicht wirklich drauf geachtet. Aber generell ist natürlich richtig, dass es viel mehr Benziner gibt. Und ja, man kann nirgendwo schneller als 80-100 fahren, so dass sich das sich der Verbrauch in Grenzen hält.
igs
VE verkauft ja auch genug Amaroks mit dem V6 TDI. Und die Adaption des OM 642 hat keine so hohen Entwicklunskosten verschlungen, weil der Aufpreis zum Vierzylinder ist bemerkenswert moderat. Den OM 654 hineinzuhängen wäre sicher nicht der Aufwand gewesen.
Die Entwicklung des X hat 2012 begonnen. Zu dieser Zeit gab es keinen OM 656 (ich denke du meinst den 656 und nicht den 654=Vierzylinder) und schon gar nicht in Untertürkheim. Selbst heute 7 Jahre später gibt es noch keinen Transporter mit dem OM 656.
Die Entwicklungskosten kann man nur in niedrig halten, wenn man auf bewährte Technik setzt und Leute hat, die sich damit auskennen. Beides war für den OM 656 nicht gegeben.
Zudem ist der OM 656 eine völlig andere Generation. Der braucht ein 48V-Bordnetz, eine zusätzliche Li-ION-Batterie und hat Auswirkungen auf eine Vielzahl anderer Komponenten. Der lässt sich nicht so einfach in einen Mercedes integrieren und schon gar nicht in einen Nissan.
igs
Ich meine den OM 654 statt der Nissanmotoren. Der OM 656 wäre schön deswegen ein zu großer Aufwand gewesen, weil die Nissanbasis vermutlich zu kurz ist für einen Reihensechser. Was den Wiederverkauf betrifft, kann ich Dir nicht zustimmen. Ich habe schon zwei Interessenten die das Auto in vier Jahren haben wollen, was durchaus realistisch ist, weil ich meine früheren Autos teilweise auch so verkauft habe. In ländlichen Gebieten mit Forstwirtschaft sind PUs durchaus gefragt.
Zitat:
Ich meine den OM 654 statt der Nissanmotoren.
Also selbst in den anderen Tranporterbaureihen Vito und Sprinter werden in großem Umfang Renault-/Nissanmotoren verbaut. Wie gesagt entscheiden die Schwellenländermärkte über den Erfolg vom X. Wobei ich denke, dass die Absage der Produktion in Brasilien schon zeigt, dass man eingesehen hat, den X so nicht an brasilianische Bauern verkaufen zu können.
Ich kenne zufällig die kalkulierten Verkaufszahlen des X und weiß, wie weit die 14.000 verkauften im letzten Jahr davon entfernt sind. Erinnert an die R-Klasse und ich wage mal die Prognose, dass der X laufen wird wie der R. Es wird noch eine kleine Modellpflege geben und nach 7-8 Jahren wird man ihn auslaufen lassen.
Zitat:
Was den Wiederverkauf betrifft, kann ich Dir nicht zustimmen. Ich habe schon zwei Interessenten die das Auto in vier Jahren haben wollen, was durchaus realistisch ist, weil ich meine früheren Autos teilweise auch so verkauft habe. In ländlichen Gebieten mit Forstwirtschaft sind PUs durchaus gefragt.
Also das Jammern über die Wiederverkaufswerte nebst Schuldzuweisung an den Hersteller kam von dir (siehe oben), nicht von mir.
Der Nissan bekam gerade erst eine Modellpflege.
Bisher gibt es nix offizielles zu einer Einstellung der X-Klasse.
Sämtliche aktuellen internen Veröffentlichungen sind auf weitere Zukunft des Produktes aufgebaut.
Der V6 wird nur leider nicht mehr lange leben, ebenso wie im Sprinter.
Sprinter hatte früher und auch heute nie Renault Motoren. Motoren sind immer von MB, beim Frontantrieb dann eben quer. Dafür soll das Schaltgetriebe angeblich von einem Marktbegleiter sein. Beim Automatik ist eine ZF verbaut.
Vito mit Frontantrieb hat Renault 1,6 dci und auch Renault Getriebe.
Ich verstehe nicht wie man durch eine Einstellung hier groß Geld sparen will?
Die „Entwicklungskosten“ (wohl sehr überschaubar^^) sind ohnehin angefallen, das Ding läuft halt in der jeweils nachgefragten Menge vom Nissan-Band...
An jedem Exemplar wird man doch paar Euro verdienen, garde weil halt doch die dick ausgestatteten 350er bestellt werden und nicht die Buchhalter mit Stahlfelgen...
Wo ist das Problem?
Weil sich vermutlich die Umstellung auf die neuen 6d temp Motoren wie sie bereits von Nissan verkauft werden, nicht auszahlt. Die Vierzylinder am Lager werden regelrecht verschleudert und mit gratis Serviceverträgen und Sonderleasing schmackhaft gemacht.