Extreme Ersatzteilkosten
Bei der Reparatur der Bremsen hinten, ist mir aufgrund einer "festgefressenen" Führungshülse diese abgebrochen. Daraufhin wollte ich im Zuge der Erneuerung (meiner ist jetzt über 10 Jahre als) gleich die Bremssättel tauschen.
Kosten der Teile beim Suzuki-Händler:
"Guten Tag Herr xxx,
der Bremssattel, der Bremssattelhalter und die Führungshülsen gibt es bei Suzuki gesamt für 620,24 € pro Seite. Hinzukommen die Schrauben für je 4,56 €. Also liegen wir insgesamt bei einem Betrag von 1.258,72 € für die von Ihnen angefragten Teile."
Wie gesagt, den Bremssattelhalter gibt es nur zusammen mit dem Bremssattel.
Nachdem mir der Preis exorbitant hoch vorkam habe ich noch bei einem weiteren Händler den Preis erfragt. Es gab keinen Unterschied.
Leider konnte ich den Bremssattelhalter auch nicht im Zubehör-Internethandel finden.
Zum Vergleich: Letzte Woche habe ich für meinen Golf 3 zwei neue Marken-Bremssättel erstanden. Preis für beide 81,-.
14 Antworten
stimmt...das ist viel! vor ca 3 Jahren habe ich beim meinem Focus alle 4 Sättel+Scheiben+Beläge gewechselt ... da kostete ein Sattel ca EUR 150,-- (genau weiß ich es nicht mehr)
bei meinem jetzigen Swace kosten in Österreich die RDKS Sensoren EUR 700,-- (für Zwillingsbruder Corolla angeblich weit weniger) ... habe daraufhin ein Email an Suzuki Austria geschrieben und gefragt, warum der Preis für die Sensoren so hoch sind --> die Antwort war, dass ich mich an meinen Suzuki Vertragspartner wenden soll
Puhh das ist heftig. Bedenke aber das es für den Golf etliche Zubehör Marken gibt und ganz andere Stückzahlen existieren.
Wenn man aber ein wenig sucht,findet man aber auch was.
Da musst du aber mal die Teilenummer kontrollieren.
https://www.ebay.de/itm/224274121802?...
Sättel https://m.autodoc.de/.../18164397?...
Boa für die Sensoren 700€ und die dann wenn du Pech hast in paar Jahren nochmal...
Ich habe für 4 Originale von Toyota 195€ bezahlt. Du kannst auch Klone nehmen die Kosten deutlich weniger aber halten teilweise auch nicht sooooo lange.
Bei KFZteile24 gäbe es auch noch zeug. Habs mal grob überflogen
ja, genau...die Sensoren sind ja nach paar Jahren wieder fällig.
Ich habe mich dann gegen die orig Toyota/Suzuki Felgen+Sensoren entschieden, und 17" Dezent + Pacific CCT3 OE Sensoren gekauft. Diese Sensoren kosteten ca EUR 120,--
Zitat:
@okadererste schrieb am 13. Juli 2022 um 08:50:44 Uhr:
Puhh das ist heftig. Bedenke aber das es für den Golf etliche Zubehör Marken gibt und ganz andere Stückzahlen existieren.Wenn man aber ein wenig sucht,findet man aber auch was.
Da musst du aber mal die Teilenummer kontrollieren.
https://www.ebay.de/itm/224274121802?...Sättel https://m.autodoc.de/.../18164397?...
Hab ich alles durch - du findest bei keinem den Bremssattelhalter für meinen.
Leider haben alle 2 Suzuki-Händler mit mitgeteilt, dass es den Halter nur zusammen mit dem Bremssattel gibt.
Hab jetzt den Führungsbolzen ausgebohrt und innen ein wenig ausgefeilt.
Hat gut funktioniert. Aber wer kann das schon, wenn er keine Hebebühne und die richtige Werkzeugausstattung hat.
Ich gehe mal davon aus, dass ich früher oder später sowohl hinten als auch vorne den Halter brauche........und auch sonst sind mir die Originalersatzteile sehr teuer vorgekommen.
Ich denke darüber nach, das Fahrzeug zu verkaufen und mir einen Duster zu besorgen.
Der Allrad und die Untersetzung des Vitara sind zwar klasse aber dann fahr ich bei der Jagd halt da nicht mehr rein, wo ich bisher unterwegs war. Ist zwar eine Einschränkung aber ........
Das Festrosten der Führungsschrauben ist leider ein bekanntes Problem. Ausbohren musste ich die auch schon öfters. Die Schrauben gibt es aber einzeln zu kaufen.
Wenn das Festrosten der Führungsschrauben ständig vorkommt, dann nutzt Suzuki das aber schon extrem aus.
Ich habe mal bei anderen Herstellern die Ersatzteilkosten von Bremssattelhaltern durchgesehen. Da kosten solche Teile ab 30,- bis maximal 80,- und die gibt es auch einzeln.
Wenn ich mir die Kunden von Markenwerkstätten vorstelle und diese zahlen für den Tausch von Bremssattel, Bremssattelhalter und Führungsbolzen, Bremsscheiben und Belägen alleine ca. 1500,- Materialkosten zuzüglich Arbeitslohn und das auch noch nur für die Bremsen hinten..........nein selbst als Selbstschrauber geh ich da lieber zu einem "Volumenhersteller" (Dacia,Renault....) und bekomme die Teile günstiger im Zubehörhandel.
Bei meinem Golf 3 habe ich Bremssättel vom Markenhersteller für 80,- einschl. Lieferung bekommen und selbst die Metallbänder für die Tankhalterungen innerhalb von 2 Tagen für 35,- erhalten.
Jetzt war ich ja vom Duster überzeugt - bis ich einige Probefahrten absolviert habe. Schon beim Einstieg habe ich mir dreckige Hosenfüße geholt und eine Kopfnuss bekommen. Obwohl ich ja mit 1,70 nicht zu den großen gehöre. Auch ist das Fahrwerk hart und die Sitze waren mir zu unbequem. Nun bin ich halt weiter auf der suche nach Ersatz.....
Zitat:
@alf100 schrieb am 28. Juli 2022 um 07:49:06 Uhr:
Nun bin ich halt weiter auf der suche nach Ersatz.....
Funktional gesehen gibt es nicht viel, außer Renegade Trailhawk oder Freelander II. Keiner von beiden ist für günstige Anschaffungs- oder Ersatzteilkosten bekannt geworden 😉.
Leider ist die Ersatzteilsituation aktuell schlecht vorhersehbar. Bei stark verbreiteten Modellen gibt es natürlich auch eine entsprechende Anzahl Drittanbieter (bzw. Zweitvertriebswege der Zulieferer), um mehr oder weniger günstig an Verschleißteile zu kommen. Bei Suzuki - eher wenig bis gar nicht. Renault/Dacia ist aber auch keine Garantie für günstige Teile oder Verfügbarkeit. Vor gar nicht allzu langer Zeit bspw. bei Einspritzdüsen, Kupplung, oder aus eigener Erfahrung: Am Twizy ist so ziemlich alles knapp und teuer (okay, Extrembeispiel), für den RX4 war erstaunlich viel lieferbar, aber jedes Teil was keine direkte Normal-Scénic-Entsprechung hatte (Querlenker, Tankdeckel, Traggelenk, irgendwas an der Hecktür, etc.) war teuer.
Unter'm Strich hast Du bei der Zulieferersituation kaum noch eine Möglichkeit, halbwegs treffsicher vorhersagen zu können, ob das irgendwann benötigte Ersatzteil günstig sein wird. Im Nachhinein ist das natürlich einfach zu sagen, aber selbst bei VW kann es sehr schnell unangenehm teuer werden - Beispiel ESP-Steuergerät (gab' mal einen Serienfehler des Zulieferers, betraf nicht nur VW), da wurde gerne und oft das gesamte Steuergerät für vierstellige Summen getauscht, obwohl es einen nur einen viertel so teuren Reparatursatz gab, und das eigentliche Ersatzteil ein defekter Sensor für ca. 20 Euro war.
Gruß
Derk
....das stimmt wohl. Als Alternative hatte ich auch den Renegade Trailhawk im Auge. Allerdings habe ich bisher mit dem Renegade in verschiedenen Versionen Probefahten gemacht. Das Auto wäre genau das Richtige für mich, was Aufbau, Aussehen, Größe und Verarbeitung anbelangt.
Aber entweder ich bin verwöhnt von meinem NewGrandVitara oder besonders empfindlich was hartes Fahrwerk oder harte Sitze anbelangt. Wenn ich mit vorstelle mit dem Renegade unsere löcherigen Feldwege entlang zu holpern, dann kommen mir bedenken. Habe ich auf meinem Vitara noch 215/70 R16 Bereifung, so haben Duster und Renegade - wenn man Glück hat noch 60er und 17 Zoll. Für "besser" muß man dann schon ein Einzelgutachten wegen Tachoabweichung machen lassen und dann bleibt die straffe Grundabstimmung trotzdem.
Gibt es denn keinen "weichen" und komfortablen geländegängigen SUV mehr?
Zitat:
@alf100 schrieb am 28. Juli 2022 um 12:54:56 Uhr:
Aber entweder ich bin verwöhnt von meinem NewGrandVitara oder besonders empfindlich was hartes Fahrwerk oder harte Sitze anbelangt.
Verwöhnt - war auch
meine Erfahrungmit dem Renegade, das Fahrwerk ist zu straff/sportlich, die Sitze sind hart, und die schön direkte Lenkung ist im Gelände zu stoßempfindlich. Noch dazu hat der Renegade kaum Anhängelast, falls man das brauchen sollte. Aber es ist so ziemlich die letzte Option, die noch einen Hauch von Untersetzung hat.
Zitat:
@alf100 schrieb am 28. Juli 2022 um 12:54:56 Uhr:
Gibt es denn keinen "weichen" und komfortablen geländegängigen SUV mehr?
Subaru Forester. Leider war der Typ SH der letzte mit Handschaltung und Untersetzung, diese ist beim SJ (ab 2012) weggefallen - ab dann hat auch die Automatikversion (CVT) mehr Anhängelast als der Handschalter, leider aber nicht die Steigfähigkeit des SH mit Untersetzung. Genereller Nachteil im Gelände: Das Mitteldifferential lässt sich nicht sperren, sondern wird nur mittels Viskokupplung gebremst - braucht daher Drehzahl (Schlupf) um überhaupt Kraft zu verteilen. Gut auf 'ner Rally, schlecht wenn man auf 'nem engen Waldweg das Fahrzeug heile lassen möchte...
Eine gewaltige Verbesserung würde das aber auch nicht, denn - der SH wäre ähnlich alt wie Dein Grand Vitara, ist in der Anschaffung verhältnismäßig teuer, und auch in den Unterhaltskosten ziemlich gleich. Die Hoffnung auf eventuell günstigere Ersatzteile - sofern gerade das richtige Teil anfällt - wird da finanziell keinen wesentlichen Unterschied machen.
Alternativen gibt es sonst keine mehr. Die letzten echten Geländewagen haben sich preislich in lächerlich hohe Gefilde verabschiedet (Jimny, Wrangler, Defender, G, oder jetzt neu & teuer: Bronco), und die SUV haben alle auf (Flotten-)Verbrauch optimiert - das geht halt nur, wenn man konsequent alles über Bord wirft, was Geländeeignung ausmacht (Getriebeübersetzung, Karosseriewinkel, Materialdimensionierung, Fahrwerksauslegung, etc.). Pickups sind noch geblieben, nur sind 5 Meter Fahrzeuglänge in hiesigen Gefilden ziemlich unhandlich, generell teuer, und auch im Gelände nicht immer wirklich gut.
Gruß
Derk