Erdungsband sinnvoll?
ich bin mal wieder auf die sog. Erdungsbänder aufmerksam geworden. Die sollen bekanntlich statische Aufladungen des Autos verhindern.
Aber die sind doch aus Gummi. Wo ist der Unterschied zum Reifen?
P.S. unter welcher Rubrik kann ich im Forum Beiträge einstellen, die alle Automarken betreffen (so wie diese Frage oben)?
39 Antworten
Zitat:
@hk_do schrieb am 27. August 2021 um 10:50:35 Uhr:
..indem man während des Aussteigens die Karosserie berührt.
Auch, wenn sie lackiert ist? Schließlich isoliert Lack doch.
Naja, so einfach kann man das nicht sagen. Ich konnte da damals anstellen, was ich wollte, ständig ein Schlag bekommen. Und teilweise echt unangenehm, wenn eine Fingerkuppe alles abbekam.
Zitat:
@4Takt schrieb am 27. August 2021 um 10:56:07 Uhr:
Auch, wenn sie lackiert ist? Schließlich isoliert Lack doch.
Klar funktioniert das. Das Zauberwort heißt "kapazitive Ableitung/Kopplung" (Prinzip Kondensator). Dazu muss keine leitfähige Verbindung vorhanden sein. Der Ladungsausgleich findet auch über isoliertes Material statt. Je größer die Fläche der Ableitung ist, desto weniger bzw. gar nicht spürt man den Ladungsausgleich. Daher ist das Öffnen der Autotür über das Anfassen des Scheibenrahmens beim Aussteigen ein effektives Mittel gegen "Schläge", da die Hand eine sehr große Oberfläche hat, gegenüber z. B. einer Fingerspitze.
Gruß
electroman
Welche Autotür bietet denn da Fläche, ohne sich zu verrenken? Dach anfassen ist blöd, A-Säule ebenso, Seitenteil hinten auch. Die Türen haben Gummileisten und Scheibeneinrahmungen oben, die äussere Türhaut zu erreichen ist auch wieder sehr unergonomisch im Prozess des Aussteigens. Einfache kleine Autos hatten zwar keine Gummileiste an der Tür aber eine recht kleine Fläche oben, die man mit der Handfläche nicht packen kann. Da passen wieder nur die Fingerkuppen hin und eine kommt dem Metall am nächsten und da tuts weh.
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Steht doch oben: Autotür öffnen und dann eine Hand an den Fensterrahmen oben, bevor man einen Fuß auf den Boden setzt. Mache ich jetzt fast 40 Jahre lang ohne jegliche Verrenkung. Das ist eigentlich die "natürlichste" Haltung beim Aussteigen.🙂
Gruß
electroman
Zitat:
@electroman schrieb am 27. August 2021 um 12:39:42 Uhr:
..Das ist eigentlich die "natürlichste" Haltung beim Aussteigen..
Ich finde es eher unnatürlich, wenn ich die Hand vom Türöffner vorm Aussteigen erst noch hoch zum oberen Fensterrahmen greifen sollte. Natürlich ist für mich, die Tür zu öffnen und einfach aussteigen, ohne mich irgendwo (Fensterrahmen) fest zuhalten oder mich sogar dran hochzuziehen
Natürlich ist es für jeden natürlich anders.😁
Der Griff zum Fensterrahmen hat auch einen Vorteil in engen Parklücken, da man damit die Tür -natürlich- viel besser im Griff hat.
Arthrose oder Kalk in der Schulter könnte natürlich ein Hinderungsgrund sein, da macht es dann Aua.
Gruß
electroman
Zitat:
@hk_do schrieb am 27. August 2021 um 10:50:35 Uhr:
Und das verhindert man einfach und zuverlässig indem man während des Aussteigens die Karosserie berührt.
Zitat:
@electroman schrieb am 27. August 2021 um 12:39:42 Uhr:
Steht doch oben: Autotür öffnen und dann eine Hand an den Fensterrahmen oben, bevor man einen Fuß auf den Boden setzt. Mache ich jetzt fast 40 Jahre lang ohne jegliche Verrenkung.
Ganz genau. Und die Fensterrahme erst dann loslassen wenn man ausgestiegen ist und beide Füße schon auf dem Boden sind.
Zitat:
@electroman schrieb am 27. August 2021 um 12:39:42 Uhr:
Das ist eigentlich die "natürlichste" Haltung beim Aussteigen.🙂
Würde ich nicht bestätigen, aber einige stärke schmerzhafte Stromschläge sind sehr hilfreich um sich solche Gewohnheit zu entwickeln.😉
Es gibt Autos, da berühre ich beim Aussteigen erst mit den Händen den Boden bevor meine Füße das Auto verlassen können.
Allerdings achte ich sorgfältig darauf, dass mich dann auch niemand beim Aussteigen sieht. Vor allem nicht die Leute von Greenpeace 😁
Der TE wollte eigentlich nicht eure Technik des Ein- und Aussteigens studieren, sondern wollte nur wissen ob man mit einem Erdungsband Stromschläge verhindert.
Und JA- man kann.
Es sollte nur darauf geachtet werden, dass dieses Erdungsband richtig mit der Karosserie verbunden ist.
Wo dieses Teil dann den Boden berührt ist egal.
Zitat:
@Harlebobby schrieb am 14. November 2021 um 16:37:01 Uhr:
..dass dieses Erdungsband richtig mit der Karosserie verbunden ist..
Und das ist das Problem, denn oft verhindert Unterbodenschutz oder Dichtmasse eine metallisch leitende Verbindung, trotz Kralle an der Klemme und dann ist das Erdungsband wirkungslos.
Das Band hat nach meiner Meinung garkeine Wirkung, da seit den 70ern die Gummimischungen der Reifen ausreichend leitfähig sind. Weiterhin entsteht die Aufladung heutzutage in der Regel zwischen Fahrer und SItzbezug durch die Reibung beim Aussteigen, und nicht "beim fahren".
Diese Erdungsbänder bestehen aus Metallstreifen, welche mit Gummi ummantelt sind. Es hat also ständig sehr leitungsfähiges Metall Kontakt zur Straßenoberfläche. Das haben aber Reifen wohl eher nicht. Egal woher diese Aufladung kommt, muss sie dann doch irgendwohin. Also entlädt sie sich z.B. über den Türrahmen.
Zitat:
@4Takt schrieb am 15. November 2021 um 20:28:44 Uhr:
Diese Erdungsbänder bestehen aus Metallstreifen, welche mit Gummi ummantelt sind. Es hat also ständig sehr leitungsfähiges Metall Kontakt zur Straßenoberfläche. Das haben aber Reifen wohl eher nicht. ...
Für die Ableitung von statischer Elektrizität (Aufladung) braucht es keine Metallfäden oder eine hohe Leitfähigkeit. Dafür reichen bereits Übergangswiderstände im Bereich einiger zehn bis hundert Megaohm völlig aus. Und genau diese ausreichende Leitfähigkeit haben heutige Reifen.
Wenn aber deine Reifen keinen Kontakt mit der Strasse haben, hast du ein ganz anderes Problerm. SCNR 😉
Das grössere Problem sind Schuhe, die an der Sohle gut isolieren und damit die Aufladung des Insassen beim Aussteigen nicht ausreichend schnell ableiten. Für die Aufladung ist sowohl die Kleidung, als auch der Sitzbezug durch Reibung beim Aussteigen verantwortlich.
Das ist vergleichbar mit der Aufladung im Büro per Reibung zwischen Sitz und Person beim Aufstehen vom Bürostuhl (Nicht das Gehen auf Teppichboden). Ein schlecht leitender (hoch isolierender) Teppichboden verhindert nur die Ableitung auch bei gut leitfähigen Sohlen,