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Erbitte Eure Hilfe - Diverse Fragen zur 3-Wege-Finanzierung

Themenstarteram 23. Juli 2019 um 19:07

Hallo zusammen,

wir haben vor, uns demnächst einen Neuwagen zu kaufen. Bei unseren bisherigen Autos erhielten wir Unterstützung innerhalb der Familie. Dies möchten wir zukünftig nicht mehr.

Leider können wir die Gesamtsumme für das Fahrzeug nicht in Bar bezahlen.

Nach einigen Gesprächen innerhalb der Familie wurde uns etwas über eine 3-Wege-Finanzierung berichtet. Ich habe darüber auch eine Menge schon im Internet gelesen. Allerdings bin ich immer noch verunsichert und wollte daher mal hier im Forum nachfragen, ob die Infos die ich bekommen habe so auch wirklich stimmen.

Nachfolgend daher mein derzeit geplantes Vorhaben.

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Unser Wunschfahrzeug wird mit entsprechender Wunschausstattung einen Listenpreis von rund 46.000,- EUR haben. Von diesem Preis können aufgrund eines Schwerbehindertenrabatts insgesamt 15% abgezogen werden.
Der Gesamtpreis beträgt dann also 39.100,- EUR.
Ich habe das mit der Finanzierung nun bisher so verstanden:
1. Die Finanzierung (3-Wege) soll für mindestens 48 Monate erfolgen.
2. Wir möchten gern eine Rate von monatlich 400 EUR vereinbaren.
3. Wir möchten keine Anzahlung leisten
4. Wir möchten nach den 48 Monaten nicht weiterfinanzieren und den Wagen auch nicht behalten
Nach 48 Monaten hätten wir dann folgende Situation:

1. Wir hätten 48x 400 EUR bezahlt (insgesamt 19.200 EUR)
2. Somit verbleibt ein Restbetrag von 19.900 EUR
Wenn ich das nun richtig verstanden habe, nimmt mir bei der 3-Wege-Finanzierung der Autohändler das Auto dann ab und bezahlt für mich die noch übrige Restschuld in Höhe von 19.900 EUR.

Danach wäre ich schuldenfrei. Ich hätte danach natürlich kein Auto.

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Nun meine Fragen:

1. Ist es nach 48 Monaten überhaupt realistisch, dass der Wagen noch einen Restwert in Höhe der Restschuld hat? Wird das Auto ggf. nach 48 Monaten nicht sogar einen noch höheren Restwert haben?
2. Wonach genau wird der Restwert berechnet? Nach dem ursprünglichen Kaufpreis oder dem deutlich höheren Listenpreis?
3. Übersehe ich bei dieser Vorgehensweise irgendwelche Nachteile? Mir ist klar, dass ich Zinsen zahle, aber übersehe ich darüber hinaus etwas wichtiges?
4. Hat jemand von Euch zufällig selbst Erfahrungen bei so einer Finanzierung und kann einschätzen ob mein geplantes Vorhaben überhaupt realistisch ist?
5. Kann ich danach ohne weiteres die Vorgehensweise wiederholen und mir wieder einen Neuwagen für dann weitere 48 Monate finanzieren?
6. Gibt es eine 3-Wege-Finanzierung ggf. auch für insgesamt 60 Monate? Wir würden nämlich eine entsprechende Anschlussgarantie für weitere 3 Jahre dazukaufen (also insgesamt dann 5 Jahre)

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Ich bin bezüglich dieses Themas wirklich sehr verunsichert. Es ist ja doch eine sehr hohe Summe die man da finanziert. Ich bin daher für alle erdenklichen Tipps von Euch sehr dankbar und freue mich sehr auf Eure Antworten.

Viele Grüße

Alex

Beste Antwort im Thema

Die Mehrheit kauft keinen Neuwagen für 40.000 € ...

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Über Restwerte etc. können wir nur reden, wenn wir auch wissen, welches Fahrzeug hier zur Debatte steht.

Schwerbehindertenrabatt: 15% bekommt normalerweise jeder, der einen entsprechenden Ausweis hat. Da ist wahrscheinlich noch mehr drin, also nachverhandeln. Ich habe z.B. vor einem halben Jahr bei Audi ca. 21% bekommen.

Der Restwert beruht auf dem wirklich bezahlten Preis. 50% nach vier Jahren ist u.U. recht ambitioniert, da gibt es eine Menge Fahrzeuge, die einen so hohen Restwert dann nicht mehr haben. Natürlich auch andersherum.

Themenstarteram 23. Juli 2019 um 19:54

Danke für die Antwort.

Konkret geht es um einen VW Caddy Maxi, Highline-Ausführung, 2.0 TDI mit 150PS und Automatik. Der Wagen stammt dann natürlich aus dem aktuellen Modelljahr (da ja bisher noch nicht gebaut).

Helfen diese Angaben bei der Beantwortung bezüglich des Restwertes?

Danke auch für den Hinweis mit den Rabatt-Prozenten.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass man mehr als 15% definitiv nicht bekommen kann beim VW-Händler.

Die 15% sind ja quasi schon das, was VW für Schwerbehinderte als Maximum vorgibt.

Darf ich fragen, wie man hier ggf. nachverhandelt bzw. noch mehr rausholen kann?

Alex

Hier stellt sich ja auch noch die Frage, wie es nach 48 Monaten weitergehen soll, wenn der Plan vorsieht, das Fahrzeug nicht zu behalten.

Der Restbetrag ist nicht 19900 Euro, da in der Rechnung mehrere hundert, wenn nicht tausend Euro Zinsen fehlen. Außer natürlich es handelt sich um eine 0% Finanzierung.

 

Von daher passen deine Zahlen nicht bzw. wird das mit der Rate bei einer 3-Wege-Finanzierung nicht klappen.

Hallo,

schau mal hier, da ist es relativ gut erklärt:

https://www.carwow.de/neuwagen/welches-auto-passt-zu-mir

Bei dem Restwert ist zu beachten, dass sehr oft ein unverbindlicher Restwert im Vertrag angegeben wird. Oft verschleiert hinter: "garantierter Marktwert" oder "garantierter Restwert gemäß Beispielrechnung" etc.

Einzige Absicherung: Restwert bei Rückgabe bereits bei Vertragsschluss verbindlich im Vertrag festschreiben. Dann trägt der Händler das Risiko.

Hier

https://www.autobild.de/.../schlussrate-auto-zurueckgeben-8521521.html

ist der Restwert recht vernünftig erklärt (wenngleich "Auto-Bild" keine belastbare Quelle i.d.R. für mich darstellt)

Gruss vom Asphalthoppler

P.s.: Hydrou hat völlig recht. Klappt wirklich nur beo 0% Zinsen.

Anhand des vom Finanzierungsgeber vorgegebenem eff. Jahreszinssatz kannst Du die Kosten hier berechnen:

https://www.kreditrechner.com/ratgeber/drei-wege-finanzierung

Gruss vom Asphalthoppler

Themenstarteram 23. Juli 2019 um 20:50

Hmmm... das klingt ja doch alles eher riskant.

Aber wird nicht jeder dann in einem entsprechenden Vertrag den Restkaufwert auch verbindlich festlegen lassen? Anonsten hat man ja keine Absicherung bzw. hat am Ende Pech und bekommt weniger vom Händler, als die Restschuld beträgt.

Ich bin nun wirklich verunsichert... meine Schwiegereltern kaufen schon seit Jahren ihre Autos auf diese Weise.

Laut ihrer Aussage rechnen die Autohändler das schon immer so hin, damit es dann mit dem Begleichen der Restschuld klappt.

Gleichzeitig kaufen meine Schwiegereltern dann alle 4 Jahre einen Neuwagen bzw. Jahreswagen und wickeln das wieder über die 3-Wege-Finanzierung ab. Bisher hatten sie so weit ich weiß da nie ein Problem oder Risiko.

Ist denn das von mir genannte Auto (VW Caddy Maxi, Highlinie mit Navi, Xenon, Standheizung, alle möglichen Asisstenten) nach 4 Jahren wirklich nicht einmal die Hälfte vom ursprünglichen Listenpreis wert?

Originallistenpreis 46.000 EUR

Restwert nach vier Jahren dann weniger als 20.000 EUR???

Was genau übersehe ich hier?

Warum wickeln so viele ihre Autokäufe über diese Finanzierungsart ab? Warum funktioniert dies bei so vielen bzw. können diese sich dann nach vier Jahren wieder ein Auto auf die Art und Weise finanzieren?

Wie begleichen dann die Mehrheit ihre Schlussraten? Wer die dann bar bezahlt, der muss ja quasi parallel zu den monatlichen Raten noch weitere Beträge sparen. Doch dann könnte man doch gleich die monatliche Rate entsprechend erhöhen und dadurch Zinsen sparen?

Alex

Die Mehrheit kauft keinen Neuwagen für 40.000 € ...

Themenstarteram 23. Juli 2019 um 20:59

Das ist natürlich durchaus eine Erklärung.

Bezüglich des Wertverlusts frage ich mich jedoch, ob mehr als 50% innerhalb von 48 Monaten wirklich realistisch sind?

Zitat:

@Xildan schrieb am 23. Juli 2019 um 20:59:56 Uhr:

Bezüglich des Wertverlusts frage ich mich jedoch, ob mehr als 50% innerhalb von 48 Monaten wirklich realistisch sind?

Beim TDI angesichts der gegenwärtigen Diesel-Problematik eher nicht.

Ist alles kein Hexenwerk.;) Wir finanzieren z.Z. unseren fünfen Wagen und hatten bei allen Vorgängern keine Probleme während der Laufzeit oder bei Rückgabe.

Lass dir ein Angebot erstellen und gehe damit zu zwei, drei anderen Händlern für ein Vergleichsangebot.

Wichtig: suche dir einen solventen und großen Händler, denn wenn der Händler während der Laufzeit der Finanzierung in die Insolvenz geht bleibt die Begleichung der Schlussrate/Restwert an dir hängen. :(

Abgesichert was den Restwert des Wagens angeht bist du über das verbriefte Rückgaberecht (extra Vereinbarung zwischen dir und dem Händler) zusätzlich zum Kreditvertrag.

Finanzierung über 60 Monate ist mir nicht bekannt.

 

 

Die garantierte Schlussrate ist so gut wie fest und wenn keine Anzahlung geleistet wird ergibt sich die monatliche Rate von selber

50% unter Liste ist ca. der Wert nach 3 Jahren

 

Mehr Rabatt gibt es bei den Vermittlern.Dort muss man aber einen finden der über die VW Bank finanziert.Das machen nicht alle.

Eigentlich heißt das ja 3-Wege- Finanzierung, weil man 1. eine Anzahlung leistet, 2. für die Laufzeit Raten zahlt und 3. am Ende die Restsumme oder eben den Wagen zurückgibt.

Natürlich kann man so etwas auch ohne Anzahlung mit entsprechend höheren Raten vereinbaren. Allerdings schlägt sich das ganz sicher in den Zinsen nieder, weil die Bank ein wesentlich höheres Risiko eingeht. Wenn Du dann 3 % Zinsen zahlen musst, verändert sich die eigentliche Tilgung, die Du nach vier Jahren bezahlt hast, signifikant nach unten. Deine Hoffnung, dass der Händler Dir dann einfach den Wagen abnimmt und alles ist erledigt, wird bei dieser Konstruktion so ganz sicher nicht aufgehen. Ich schätze mal grob, da musst Du am Ende noch mal 10.000 € dazu legen.

Ja - das ist dann teuer ... Wenn Geld für Dich eine Rolle spielt, könntest Du erwägen, einen Werks- oder Jahreswagen zu nehmen. Da hast Du Chancen, mit etwa 30.000€ Kaufpreis in die Nähe Deiner Kalkulationsvorstellungen zu kommen. Relevant für den Restwert ist allerdings natürlich auch noch die Kilometerleistung, die Du mit dem Wagen fährst.

Die ganze Berechnung stimmt so imho nicht.

Ueber die gesamte laufzeit muß ja a noch die schlussrate finanziert werden: 20.000 *3% = 50€ im monat!

Und die anderen 20t€ bei effektiv 3% ueber 48 Monate haben eine annuität von 440€ pro Monat.

Sprich 490€ im Monat und dann muss der Wagen die 20t€ a noch bringen.

Vielleicht rechnet der Händler da was hin, wenn man wieder einem neuen nimmt.

Grundsätzlich sollte man aber auch nur das finanzieren, was man sich ansatzweise leisten kann - es gibt auch caddy fuer deutlich unter 30t€!

25% Eigenmittel sind ein guter Wert.

Die Zahlen aus dem Post des TE habe ich als Wunsch verstanden, nicht als konkrete Zahlen eines Händlers.

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