Einfache Busse und Reisemobile - billig und zuverlässig?

Eine Freundin von mir hat mich um Rat gefragt: Sie überlegt, sich ein Reisemobil zuzulegen. Als Beispiel folgte ein Link zu einem obskuren englischen Oldtimer. 😰 Kurz und knapp war meine Antwort, schaue lieber nach Toyota Hiace oder Previa, Honda Odyssey, Shuttle oder Stream, möglicherweise würde auch ein Mazda MPV die Arbeit billig, zuverlässig und komfortabel erledigen. Was sagen die mehr erfahrenen Bus- und Van-Leute hier im Forum: Welche Fahrzeuge erfüllen den Zweck des in-Europa-rumreisens billig und zuverlässig?

Lieb Gruss
Oli

Beste Antwort im Thema

Moin,

einfach nicht den 2. und 3. Schritt vor dem 1. machen.

Der erste Schritt wäre einfach mal, sich zu überlegen was man machen möchte.

Danach vielleicht überlegen welche Fahrzeuge das können, was ich mir in Schritt 1 überlegt habe.

Und Schritt 3 ist dann die Klärung der Frage ob ich mir das leisten kann/möchte was ich mir in Schritt 2 ausgemalt habe.

Das Ganze ist ein Zusammenspiel, was man in der Klärungsfrage wahrscheinlich häufig anpassen wird bis es zu dem gewünschten und pratikablen Ergbenis führt.

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Nen Mercedes Benz 208 oder 209D mit mittlerem oder besser Langen Radstand und Hochdach.
Ist der Vorgänger vom Sprinter.

Nicht grad schnell aber dafür unverwüstlich.
Anschaffung so um die 2000 - 3000 € für nen vernünftiges Model würde ich schätzen.
Km Stände von 200 oder 300 Tsd stellen kein Problem beim Kauf da.
Auf Rost sollte man aber achten.

Die Teile können auch im entlegendsten Teil dieser Erde mit Ersatzteilen versorgt werden und repariert werden.

Zum Teil bekommt man die mikt wenig Km asl Behördenfahrzeug.
Die wurde auch viel bei Bund; Land, Polizei, Rettungsdienst eingesetzt.

Nicht böse sein, aber zeig mir den 208/209 der heute noch nicht rostet.

Und BTW. Umweltplakette ist mit dem Teil auch nicht.

Da kann er/sie wirklich etwas mehr Geld in die Hand nehmen und einen Sprinter kaufen.
Oder zu einem Ford Transit. Teile für den gibts auch mitten in der Sahara, sollte er jemals dahin kommen, und sie sind deutlich günstiger als MB Teile.

Oder halt den Everybody-all-time-favorit VW T3 mit Benzinmotor. Hält ewig, kann jeder Dorfschmied reparieren und kann eventuell eine Plakette bekommen.

Danke für die Antworten! Habe gerade mit ihr telefoniert und rausgefunden, dass die Idee ist, im Wagen zu wohnen. Nicht unbedingt zum weit fahren, auch als lokales "Zuhause". Preismässig wäre wohl nur z.B. sowas drin. Mal schauen, wie sich die Idee weiterentwickelt. 🙂

Lieb Gruss
Oli

Frag sie am besten mal, ob sie nicht mehr Geld hat.

Wir reden ja hier dann über Wohnmobile/Camperbusse, die in den 80er gebaut wurden, bei 2000€.
Und vom Zustand her macht der Benz jetzt auch nicht gerade Jubelsprünge. Zumindest die 4 Radkästen sind laut Fotos durch, wer weiß, wie der Unterboden aussieht. Ist schließlich ein niederländisches Fahrzeug, da wird der TÜV gut hingucken.

Ich würde ehr sagen, dann gucken, dass man was mit H-Kennzeichen findet, sonst ist das mit dem Rumfahren in Deutschland dank Umweltzonen nicht mehr weit. Und Benziner mit G-Kat sind selten und trinkfest.
KLICK

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Zitat:

Original geschrieben von oli


... dass die Idee ist, im Wagen zu wohnen. Nicht unbedingt zum weit fahren, auch als lokales "Zuhause". Preismässig wäre wohl nur z.B. sowas drin. Mal schauen, wie sich die Idee weiterentwickelt. 🙂

Lieb Gruss
Oli

Zum "drin wohnen" ist sowas definitiv zu klein und zu schlecht isoliert!

Das verlinkte Fahrzeug aus dem hier drüber stehenden Beitrag kommt für sowas schon in Frage, da ist die elementare Frage ab, ob so ein Fahrzeug auch trocken ist! Ein undichtes Dach, Torf in Wänden oder überhaupt im Aufbau bedeutet das Aus! Wenn überhaupt sinnvoll kostet eine Reparatur locker mal 5000 € oder mehr.....

Gut ohne Frage die 208/ 209 er etc rosten zum Teil wie sau keine Frage.
Aber das heißt nicht das sie trotzdem locker 20 Jahre und länger in Betrieb bleiben können.
Allerdings wenn man nen Rostfreien Sprinter haben will muss mann auch mindestens nen Baujahr von über 2000 Haben sonst ist man genauso weit.
Ebenso braucht man nicht bei Vito schauen. Überall die braune Pest. Erst ab dem 639er Viano ab ca 06 war das Problem im Griff. Die gibts auch als Marco Polo. Aber jenseits aller hier nennanten Preise.

Mann muss es schon selber machen können sonst rechnet sich sowas nicht.

Das MB Teile teuer sind ist übrigens ein hartnäckiges Gerücht.
Wir haben schon seit über 30 Jahren MB und Ford im Einsatz.
Die Reparaturkosten sowie Ersatz und Verschleißteile kosten bei unseren Transits zur zeit ca 30 % aufwärts mehr im vergleich zu den Sprintern.
Das liegt nicht zuletzt an völlig unsinningen Konstruktionen von Ford wie zb die Bremsscheiben des Transit die es je nach Baujahr nur mit kompletter Radnabe gibt. Kostet dann schnell das 5 fache. Warum weiß nur der Konstrukteur.

Dagegeb gibt es bei Benz fast alles einzeln, das macht auch zum Teil den Unterschied.

Das Problem mit der Plakette bleibt es sei den man nimmt nen Benziner, ist natürlich zum herumreisen etwas fraglich...

Tja, Diesel für 2000€ gibts nur ohne Plakette. Und Benziner mit G-Kat findet man unter den Bussen häufiger, weil die Diesel damals nicht so richtig PKW-Like waren. Aber die sind dann eben auch entsprechend trinkfest. Alles unter 12l/100km halte ich für außergewöhnlich.
Aber Busse sind nur sehr bedingt wohntauglich. Mit um die 5m sind die halt in diesen Fällen auch nicht gerade geräumig. Und aus meinen Zeltzeiten kann ich nur eins sagen. Wenn man drinnen nicht stehen kann, ist es einfach schei.e.

Das soll jetzt nicht falsch klingen, aber schonmal über alternativen nachgedacht? Klapphänger oder Kleinwohnwagen?
Ein WoMo für den Preis halte ich für äußerst schwierig, da was zu bekommen, in das man nicht noch die 3-4fache Summe reinstecken muß oder selber Karosseriebauer und KFZ-Meister sein muß.

Also das kann die Frau knicken:

Ein Fahrzeug für etwa 2000 Euro bedeutet auch im besten Fall, dass Reparaturen nötig sind bzw anfallen werden. Wenn man das selbst machen kann und Lust drauf hat, kann das auch mit geringen Kosten gehen. Wenn frau nichts machen kann, wird es unbezahlbar.

Es gibt Leute, die auch in einer Pickupkabine leben können - dafür muss man aber gemacht sein. Trekkingfreaks und Fernspäher kommen damit wohl zurecht, aber ein normaler Mensch? Ein Camper in der Größe hat meist nicht mal Platz für ein Klo. Ein normales Fahrzeug ist nicht winterfest und schon gar nicht für dauerhaftes Wohnen (im Süden sähe es wohl anders aus)

Mein Rat nochmal: Wohnwagen oder eben LKW 7,5 t Umbau werden ab und an um 10 K angeboten

Aber 2000 - das ist nur was für Schrauber

Nur mal als Idee: aus so etwas könnte man ein wohnfähiges Mobil wohl bauen - wenn man denn will
Ab und an gibt es das auch fertig

http://suchen.mobile.de/lkw-inserat/mercedes-benz-709-iso-koffer-emertsham/173639506.html

7,5 Tonner dürfte keine Alternative sein.
Erstmal müßte sie dafür mindestens 34 sein um noch die alte Klasse 3 zu haben, oder schon eine C1 Ausbildung haben müssen.
Zum anderen, wenn sie jetzt schon nur 2000€ hat, gehe ich nicht davon aus, dass dort noch viel Geld zu holen sein wird. Die Steuer dürfte so um die 500€ liegen und die Versicherung ist auch nicht umsonst und bei Fahrzeugen über 3,5t gerne mal höher. Dazu jährlich zum TÜV/Sicherheitsbegutachtung. Und Und Und.

Danke für Eure zahlreichen Tips! 🙂 Bin, wie gesagt, äusserst skeptisch zur Idee. "Billig" wird es so oder so nicht.

Lieb Gruß
Oli

Hallo Oli

das möchte der Frau bestimmt keiner madig machen. Aber am Budget sieht man ja, dass es nicht so dicke ist.

Da sollte man nicht sinnlos Geld verpulvern - ist ja was anderes als wenn ein gut situierter Pensionär Unsummen in ein Expeditionsfahrzeug steckt.

Bei der Kombination Wohnmobil und Günstig muss man - so meine ich - leider immer sekptisch sein

Ich denke, mit 2000€ wird sie das Ziel nicht erreichen können. Auch mit 5000€ dürfte es noch sehr schwer sein, etwas zufinden, was auch noch in einem Zustand ist, dass man es herrichten kann, für kleineres Geld.

Im Endeffekt bleiben die üblichen Verdächtigen über, wie California, Marco Polo oder Ford Nugget.
Man muß einfach erkennen, dass solche Fahrzeuge deutlich werthaltiger sind, als normale PKW's.
Einen Golf für 2000€ gibts ohne Probleme. Ein Campingbus fürs Wochenende eben einfach nicht.
Und für den Wochenurlaub sollte es schon ein richtiges Wohnmobil sein, und da muß man einfach viel mehr Steine auf den Tisch legen als 2000.

Die Zeiten, wo Camping ein günstiger Urlaub war, ist lange vorbei.
Camping ist mit eine der teuersten Arten Urlaub zu machen.

Nö, wenn du mit nem Zelt und ner Tütensuppe neben ner Dose Ravioli auf nem Campingplatz sitzt und die Palette holländisches Dosenbier für 10€ mitnimmst, ist das die billigste Variante.

Wenn du dir natürlich n 60.000€ Wohnmobil kaufst um damit dann Luxuscamping zu veranstalten, ist das schon deutlich teurer...

Zitat:

Original geschrieben von Bruder Tac


Die Zeiten, wo Camping ein günstiger Urlaub war, ist lange vorbei.
Camping ist mit eine der teuersten Arten Urlaub zu machen.

Moin,

sagte der Pauschalurlauber.

Wie teuer der Campingurlaub wird hängt von so vielen Faktoren ab.
Und die Kosten der Ausrüstung relativieren sich ganz stark über die Anzahl der Nutzungstage.

Und wieviele Tage kann man sein WoMo oder seinen WoWa nutzen, sofern man nicht schon zu den glücklichen Rentnern gehört?
Aber Camping ist eine Lebenseinstellung.
Und nein, ich bin kein Pauschalurlauber. Ich bin Wohnwagenmieturlauber.

Also, ich bin 32 und meine Studi-Campingzeiten mit Zelt und kleinem Gaskocher sind irgendwie vorbei. Und eine Frau zu finden, die das noch mitmacht, dürfte auch schon schwierig werden.

Und 60000€ Luxuswohnmobil? Hast ne Null vergessen, oder?
60000€ für ein neues Wohnmobil ist doch wohl schon ehr ein kleines Budget heute.
Das hat man schon für einen California ganz schnell ausgegeben.

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