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Diesel oder Benziner in meiner Situation?

Themenstarteram 1. Juni 2017 um 6:48

fDie Frage hängt vielen zum Hals raus, aber ich bin in einer besonderen Situation (finanzielle Anreize). Nehmen wir als Beispiel den VW Touran:

Ich fahre ca.22-23.000 km pro Jahr. PKW im notwendigen Betriebsvermögen. Ich muss ihn leasen (muss nicht, aber wenn, übernimmt unsere 2er-Sozietät die Leasingraten). Ferner gehen Sprit, Reparaturen, Wartung etc. auf die Sozietät.

Fahrt überwiegend Autobahn.

Die objektiven Daten sprechen klar für Diesel; aber in Folge unserer besonderen Situation wäre der Benziner wohl günstiger, denn: geringerer Listenneupreis und damit geringere Steuerlast für mich (1-Prozent-Regel plus Wegstrecke Haus-Arbeit erhöht sich schwächer, weil ich 35km von Arbeit wohne). Geringere Kraftstoffkosten dagegen wirken sich weniger aus, weil diese von Sozietät (teils) getragen werden.

Restwertrisiko bei Diesel (politische Tendenzen) ist beim Leasing andererseits auch kein Thema (es sei denn, die Anbieter preisen das jetzt schon ein). Es bleibt also Fahreigenschaften: Diesel hat besseres Drehmoment auf Autobahn, was häufig wohl relevant ist. Andererseits sind die Top-Benziner von Touran, Sharan und ggf. Gran Tourer wohl auch nicht schwach auf der Brust. Für Einschätzungen zu den Fahreigenschaften der häufigsten Minivans in meinem Interessenbereich (bester Benziner versus bester Diesel) wäre ich dankbar.

Gruß

Andydomingo

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22 Antworten

Ich habe mich schon öfters gefragt, warum bei Dieseln trotz sehr viel höherem Drehmoments die angegebene Beschleunigung von 0-100km/h nicht unbedingt höher ist als bei entsprechenden Benzinern.

Z.B. bei meinem Kia Ceed 1.6 GDI Benziner ohne Turbo und nur maximal 165Nm ist die mit 9,9s angegeben und beim entsprechenden 1.6 CRDi Diesel mit 260Nm mit 10,9s. Das bezieht sich aber nicht speziell auf KIA sondern kann man beim VW Golf z.B. genauso sehen.

Mir ist klar, dass beim Diesel das Drehmoment natürlich in einem relativ engem Drehzahlfenster anliegt allerdings ist das auch danach noch weit über dem des Benziners. Sollte sich das teilweise doppelt so hohe Drehmoment nicht stärker auf die Beschleunigung auswirken? Liegt das evtl. am allgemein niedrigeren Drehzahlniveau des Diesels, dass die Leistung aus Drehzahl und Drehmoment dann doch wieder weniger ist? Wirkt der Diesel dann trotzdem agiler?

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Servus,

siehe hier:

Klick

Ist zwar an Beispielen erklärt, die schon ein paar Jahre alt sind, gilt aber trotzdem immer noch.

Gruss

Jürgen

 

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Wenn du bei einem Diesel mit sagen wir 4000 U/min Drehzahl auf gleiche Fahrgeschwindigkeit übersetzen willst wie bei einem Benziner mit z.B 6000 U/min so hast du um den Faktor 1,5 (6000/4000) weniger Übersetzung.

Das heißt du brauchtst also in dem Beispiel beim Diesel um den Faktor 1,5 mehr Drehmoment am Motor um gleiches Antriebsmoment auf die Räder zu bringen.

Das gilt für den ganzen Drehzahlbereich und bedeutet dannn auch über den ganzen Bereich gleiche Leistung.

Hier auf Seite 6-7 habe ich den Zusammenhang in Form von Grafiken dargestellt: http://www.dmot.at/drlk.pdf

Hinzu kommt dass Diesel aufgrund der höheren Verdichtung ein größeres Schwungrad brauchen. Besonders in den niedrigen Gängen, wo sich beim Beschleunigen ja auch die Drehzahl des Motors rasch ändert wirkt sich das auf die Beschleunigung nachteilig aus (Seite 17).

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Außerdem brauchen Diesel häufig einen zusätzlichen Schaltvorgang um auf 100km/h zu kommen und gerade 2->3 dauert beim Handschalter etwas länger als 1->2.

Generell kann man davon ausgehen, dass sich der Turbodiesel (bzw. Turbobenziner) deutlich spritziger fährt als ein Sauger, weil er häufig im optimalen Drehzahlbereich bewegt wird und man normalerweise nicht über mehrere Gänge hinweg beschleunigt.

Wenn man z.B. von 60-120km/h beschleunigt ist beim Diesel der 3. Gang nahezu optimal während der Sauger eigentlich im 2. Gang starten müsste. Da aber viele schaltfaul fahren möchten wird der 3. Gang verwendet und dann ist der Sauger im Nachteil.

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Vielen Dank für die Antworten und die Links! So ganz falsch lag ich also mit meiner Vermutung nicht..

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Zitat:

@ronker schrieb am 17. Februar 2016 um 08:52:05 Uhr:

Ich habe mich schon öfters gefragt, warum bei Dieseln trotz sehr viel höherem Drehmoments die angegebene Beschleunigung von 0-100km/h nicht unbedingt höher ist als bei entsprechenden Benzinern.

Sollte sich das teilweise doppelt so hohe Drehmoment nicht stärker auf die Beschleunigung auswirken? Liegt das evtl. am allgemein niedrigeren Drehzahlniveau des Diesels, dass die Leistung aus Drehzahl und Drehmoment dann doch wieder weniger ist?

Hierzu muss man wissen, dass das Drehmoment an der Kurbelwelle gar nichts aussagt. Es zählt das, was am Rad ankommt, und hier haben Turbodieselmotoren im Vergleich zu Saugottomotoren einen Nachteil, denn: Die Nenndrehzahl und auch die Maximaldrehzahl liegen deutlich niedriger, es sind beim Diesel etwa 3500 bis 4000 als Nenn, - und 4500 bis 5000 U/min. als Maximaldrehzahl, beim Benziner sind es etwa 5000 bis 6000 U/min. als Nenn, - und etwa 6000 bis 7000 U/min. als Maximaldrehzahl. Das Getriebe des Turbodieselmotors muss also zwangsläufig länger übersetzt werden, weil man ja mit dieser Motordrehzahl die gleiche Raddrehzahl (= Fahrzeuggeschwindigkeit) erreichen möchte. Das hat seinen Preis, denn hierdurch wird das Drehmoment weniger stark verstärkt.

Weiter ist für die Beschleunigung relevant, wie lange wie viel Zugkraft anliegt, und nicht, wie hoch eine einzelne Schubphase in einem bestimmten Drehzahlbereich von bestimmter Zeitdauer ist. Turbodieselmotoren haben meist eine Spitze, fallen danach und davor aber stark ab. Saugbenziner werden hingegen üblicherweise je kräftiger, je höher sie drehen, dies endet erst mit dem Erreichen der Nenndrehzahl. Das fühlt sich langweiliger an, kann aber - bei gleicher Maximalleistung - genauso schnell beschleunigend sein.

Ein guter Vergleich zum Thema: Jedes Turbinenflugzeug schafft es, in etwa 30 bis 40 Sekunden auf 270 km/h zu beschleunigen, das ist der Wert eines Supersportwagens. Trotzdem: Weil es so gleichmäßig geschieht, fühlt es sich recht unspektakulär an.

 

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Und wenn mich nicht alles täuscht dreht ein Diesel (ohne Last) im Allgemeinen etwas langsamer hoch als ein Benziner.

 

Das eine längere Übersetzung zwangsläufig geringere Beschleunigung bedeutet, muss aber nicht immer sein. Entscheident ist ja hierbei auch das Verhältnis von Drezahl- zu Geschwindigkeitszuwachs, beidesauf die Zeit bezogen.

Wenn zB. der Motor mit der größeren Übersetzung 20% länger braucht um von 2000U/min auf 4000U/min hochzudrehen, der Geschwindigkeitszuwachs dabei aber 22% gegenüber der niedrigen Übersetzung beträgt, dann beschleunigt das Auto schneller, obwohl es der Motor schwerer hat.

Das kann man immer sehr schön beobachten, wenn man hinter einem voll beladenen LKW (Sattelzug) mit anfährt. Bis 40km/h schläft man dahinter fast ein, danach geht es aber bis 70km/h auf einmal ziehmlich zügig vorran.

Als unser Atego (170PS) noch gut im Saft stand (so bis 350.000km) da wanderte die Tachonadel im 4. und 5. Gang am schnellsten nach oben. Selbst im 6. Gang war, sogar mit Beladung, noch reichlich Beschleunigung zu verzeichnen, bis dann bei 2500U/min (125km/h ;) )der Drehzahlbegrenzer einsetzte. Da hat dann das Köpchen deutlich spürbar nach vorne genickt.

 

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Benziner, Turbobenziner und Turbodiesel - Unterschiede Fahreigenschaften und Fahrleistungen' überführt.]

Drehmoment ist gewöhnungssache, ansonsten spricht eigentlich alles mehr für den Benziner.

Nur wenn du sonst viel Privat fährst lohnt sich für dich evtl der Diesel.

Insgesamt wäre ich da aber klar für den Benziner.

Diesel hat kein "besseres Drehmoment auf Autobahn".

Wie viel km/h fährst du normalerweise auf der Bahn?

Die einzig relevante Frage ist:

- wie viel von den Kraftstoffkosten werden von der Firma getragen und wie viel muss Du selber übernehmen.

Dann kannst Du dir leicht ausrechnen, wo der break even liegt. Inwieweit irgendwelche Dinge kommen, die den Diesel diskriminieren, weiss kein Mensch. Und, es dauert nicht mehr lange, dann diskutiert man den Feinstaub der Benziner.

ansonsten noch mal der Tipp: schau dir die anderen Marken an, und fixiere dich nicht auf VW.

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 1. Juni 2017 um 10:15:54 Uhr:

 

ansonsten noch mal der Tipp: schau dir die anderen Marken an, und fixiere dich nicht auf VW.

Könntest du bitte damit aufhören in jedem zweiten Thema VW madig zu machen?

Zitat:

@andydomingo schrieb am 1. Juni 2017 um 06:48:01 Uhr:

Es bleibt also Fahreigenschaften: Diesel hat besseres Drehmoment auf Autobahn, was häufig wohl relevant ist.

Nicht mehr, sobald das Auto ein Getriebe hat ;) An den Rädern kommt mit gleicher Leistung auch gleich viel an.

Zitat:

@surfkiller20 schrieb am 1. Juni 2017 um 10:57:16 Uhr:

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 1. Juni 2017 um 10:15:54 Uhr:

 

ansonsten noch mal der Tipp: schau dir die anderen Marken an, und fixiere dich nicht auf VW.

Könntest du bitte damit aufhören in jedem zweiten Thema VW madig zu machen?

Nur weil man empfiehlt, sich nicht auf eine Marke festzulegen, macht man gleich madig?

Weißt Du, wie das mit dem Madigmachen geht? Bittschön: Ich würde keine offensichtlichen Geschäfte mit der organisierten Kriminaltität machen, die Außenwirkung könnte seriöse Klienten abschrecken. Deswegen sollten diese Betrüger am besten komplett aus der Auswahl fallen.

Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.

Zitat:

@meehster schrieb am 1. Juni 2017 um 13:25:08 Uhr:

 

Nur weil man empfiehlt, sich nicht auf eine Marke festzulegen, macht man gleich madig?

Weißt Du, wie das mit dem Madigmachen geht? Bittschön: Ich würde keine offensichtlichen Geschäfte mit der organisierten Kriminaltität machen, die Außenwirkung könnte seriöse Klienten abschrecken. Deswegen sollten diese Betrüger am besten komplett aus der Auswahl fallen.

Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.

Wenn du seine Beiträge in anderen Threads gelesen hättest, was du offensichtlich nicht getan hast, wüsstest du, das mein Beitrag vollkommen Angebracht war. :rolleyes:

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